Der Artikel untersucht die poetologische Signifikanz des Todes in Wolf Haas’ Roman „Eigentum“. Anlass des Erzählens ist das Sterben der Mutter – der Tod bildet die Quelle der literarischen Erinnerungsarbeit und der textuellen Selbstreflexion. Zugleich hängt er aufs Engste mit der titelgebenden Thematik des Eigentums und des Geldes zusammen. Leitend ist die These, dass der Roman eine Rebellion gegen den Tod darstellt: Die karnevaleske Komik, die Anagramme sowie die ausgeprägte Selbstreflexivität werden als Versuche gedeutet, die Endlichkeit mit literarischen Mitteln zu überwinden und ihren furchteinflößenden Ernst spielerisch zu unterlaufen.
The article examines the poetological significance of death in Wolf Haas’s novel “Eigentum” (Property). The impetus for the narrative is the author’s mother’s death – death becomes the source of literary remembrance and textual self-reflection. At the same time, it is closely linked to the themes of property and money which feature in the title. The central thesis is that the novel is a rebellion against death: the carnivalesque humour, anagrams and pronounced self-reflexivity are interpreted as attempts to use literary means to overcome the finality of death and playfully to undermine its frightening seriousness.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2026.02.07 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-06-18 |
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