Der Aufsatz untersucht Werke deutschsprachiger Schriftstellerinnen um 1800 in Hinblick auf Bedingungen und Strategien von Autorinnenschaft. Die Untersuchung zeigt, dass sich die Bedingungen weiblichen Schreibens signifikant von denen männlicher „Werkpolitik“ (Martus) unterscheiden, weshalb wir den Begriff „Schriftpolitik“ für angemessener halten, um ihre gleichwohl strategischen Praktiken zu beschreiben. Wir identifizieren drei zentrale Komplexe in der Schriftpolitik von Frauen in diesem Zeitraum: Strategien zur Verschleierung von Autorinnenschaft, Strategien zur Rechtfertigung weiblicher Autorinnenschaft und die strategische – und in einigen Fällen subversive – Wahl von Genre und Textgestaltung.
The article examines the works of German-speaking female writers around 1800 in terms of the conditions and strategies of authorship. The study shows that the conditions of female writing differ significantly from what Martus calls the ‘Werkpolitik’, i. e. strategies of authorial self positioning, used by men. For this reason we consider the term ‘Schriftpolitik’ to be more appropriate for describing their strategic practices. We identify three central themes in women’s approach to the politics of writing in this period: strategies for concealing authorship, strategies for justifying female authorship, and the strategic – and in some cases subversive – choice of genre and text design.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-06-18 |
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