Peter Risthaus’ „Onto-Topologie. Zur Entäußerung des unverfügbaren Ortes von Martin Heidegger zu Jacques Derrida und jenseits“ ist ein glänzend recherchiertes und äußerst lehrreiches Buch. Das bedeutet zum einen, dass Risthaus großräumiger vorgeht als viele bisherige Studien zur De(kon)struktion abendländischer Metaphysik. Die Textbasis seiner detaillierten Auseinandersetzung mit Heidegger und Derrida ist alles andere als schmal; zitiert werden neben den kanonischen Hauptwerken beider Autoren auch eine Fülle weniger bekannter und selten verhandelter Texte, die im motivgeschichtlichen und thematischen Kontext moderner Literatur und Philosophie untersucht werden. Selbst Experten zum Thema werden in diesem Buch neue Bezüge und Ideen finden, die ein tiefergehendes Verständnis ontologischer Topoi in den Werken Heideggers und Derridas ermöglichen. Zum anderen aber führt eben diese Reichhaltigkeit des Materials unweigerlich zu gewissen Redundanzen und ermüdender Wiederholung der konstitutiven Paradoxien dekonstruktivistischen Denkens. Das wirft – der Intention des Autors entgegen – eben doch die Frage nach der diskursiven Anschlussfähigkeit solcher Paradoxien auf.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2012.04.13 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2012 |
| Veröffentlicht: | 2012-12-12 |
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