Die bei Joachim Bumke entstandene Klner Dissertation hat sich ein bei weitem hheres Ziel gesteckt, als es der auch nicht eben anspruchslose Titel erwarten liee, geht es doch um nicht weniger als um die groen mittelhochdeutschen Liederhandschriften A, B, C (Teil I) (!) und (!!) um die Riedegger Handschrift R und die Neidhart-berlieferung bis etwa 1350 (Teil II). Wer je sich mit dieser Problematik beschftigt hat, drfte mit mir die Ansicht teilen, da eine dieser beiden Perspektiven eigentlich schon genug Stoff fr mehr als ein Buch geboten htte. Holznagels fast schon hybrid zu nennende Ansprche an sich selbst gehen also weit ber das hinaus, was von einer Dissertation billiger- und vielleicht auch sinnvollerweise zu erwarten wre, und dies gilt sowohl im Hinblick auf das quantitative als auch auf das qualitative Moment. Dies zu betonen, ist umso wichtiger, als der Gesamteindruck, den die Arbeit hinterlsst, in mancher Hinsicht eher zwiespltig zu nennen ist. Manche der folgenden kritischen Anmerkungen wrden so wohl an eine Dissertation nicht unbedingt herangetragen werden, doch wenn man will, hat der Verfasser selbst die Latte so hoch gelegt, da sie bei einer kritischen Lektre nicht unterlaufen werden kann, soll diese nicht unglaubwrdig werden.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.1998.01.13 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 1998 |
| Veröffentlicht: | 1998-01-01 |
Seiten 98 - 103
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