Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Trierer Dissertation, die unter der Betreuung von Claudine Moulin und Natalia Filatkina entstanden ist. Ausgangspunkt der Studie ist eine Loseblattsammlung von Texten des 17. Jahrhunderts mit unterschiedlicher Funktion, die im Luxemburger Stadtarchiv unter der Bezeichnung „Pieces des Comptes“ („Rechnungsbelege“, Bestand LU I 21) zusammengefasst werden. Zielsetzungen der Arbeit sind die Aufbereitung dieser Rechnungsbelege unter soziolinguistischen Aspekten und deren „Einordnung in den funktionalen Zusammenhang der magistralen Buchführung“ (S. 2), letztlich also eine Suche nach dem ‚Sitz im Leben‘ dieser Texte. Aus der Perspektive einer authentischen Modellierung einer städtisch-frühneuzeitlichen Kommunikationssituation sind die „Pieces des Comptes“ schon deshalb interessant, weil es sich beim untersuchten Bestand LU I 21 um ein aus der Perspektive der historischen Soziolinguistik sehr heterogenes Quellenkorpus handelt. Die Arbeit versteht sich konzeptionell als Untersuchung handschriftlicher Quellen, die sich vom späten 16. Jahrhundert bis zur Herrschaftsübernahme Frankreichs 1684 erstreckt und sich damit der bislang wenig erforschten handschriftlichen Überlieferung des 17. Jahrhunderts widmet (S. 17–33). Der Begriff „Rechnungsbelege“ mutet eher artifiziell an, da sich das Korpus aus Texten wie Rechnungen, Ordonnanzen, Quittungen, Versteigerungsgeldern oder Supplikationen zusammensetzt. Das verbindende Element der Quellen ist ihre Serialität und die Tatsache, dass es sich sämtlich um Dokumente der fiskalischen Stadtadministration handelt (S. 17).
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2024.03.12 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2024 |
| Veröffentlicht: | 2024-09-30 |
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