Ausgehend von der in J.W. Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96) gebrauchten Unterscheidung von ‚inneren‘ und ‚äußeren Verhältnissen‘ der literarischen Komposition rekonstruiert der Aufsatz einen poetologischen Begriff des Motivs. Im Zentrum steht die These, dass Goethe anhand der Kategorie des Motivs hier nicht etwa ein thematologisches Interesse verfolgt, sondern die Frage der Form reflektiert, in der eine dramatische Handlung als Form realisiert werden kann. Damit bietet er einen Ansatz für ein konstruktivistisches Formverständnis an.
Based on the distinction between the ‘internal’ and ‘external’ circumstances of literary composition made in J.W. Goethe’s “Wilhelm Meisters Lehrjahre” (‘Wilhelm Meister’s Apprenticeship’, 1795/96), this article reconstructs a poetological concept of the motif. At its core is the thesis that Goethe does not pursue a thematic interest in the category of the motif, but rather reflects on the question of the form in which a dramatic plot can be realized as form. In doing so, he offers an approach to a constructivist understanding of form.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2025.04.02 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2025-12-15 |
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