Die Erzählung „Lotti, die Uhrmacherin“ von Marie von Ebner-Eschenbach verhandelt anhand zweier Leseszenen den Wandel von Rezeptionsmodi und Autorschafts-funktionen im Kontext des sich ausdifferenzierten modernen Literaturbetriebs. Im Zusammenspiel von wirtschaftlicher Taktung und hermeneutischem Takt treten dabei das ökonomisierte Autorindividuum und die verständnisvolle Leserin des späten 19. Jahrhunderts in ein Spannungsverhältnis, das sich nicht mehr auflösen lässt.
The story “Lotti, die Uhrmacherin” (Lotti, the Watchmaker) by Marie von Ebner-Eschenbach uses two reading scenes to explore the changing modes of reception and authorial functions in the context of the increasingly specialised modern literary industry. The interplay of economic timing and hermeneutic tact in the late 19th century creates an irresolvable tension between the economised author and the perceptive reader.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2026.02.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-06-18 |
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