Mit seiner ab 1478 für den Münchner Hof um Herzog Albrecht IV. erstellten „Bayerischen Chronik“ unternahm der vorrangig als Epiker und Bildkünstler bekannte Ulrich Fuetrer den ambitionierten Versuch, auf möglichst breiter Quellenbasis die Geschichte Bayerns von den mythischen Ursprüngen bis potenziell in seine Gegenwart im Sinne der herrschenden Wittelsbacher auszuerzählen. Dieses Projekt konnte jedenfalls nicht in einem Zuge realisiert werden, sodass insgesamt vier Redaktionen überliefert sind. Antje Thumsers umfangreiche Berliner Dissertation zu dieser „Bayerischen Chronik“ ist in gewisser Hinsicht fast ebenso monumental und ehrgeizig angelegt wie ihr Betrachtungsgegenstand: Fuetrers historiographisches Mammutprojekt wird vermittels v. a. einer umfassenden Darstellung der Überlieferung aller vier Redaktionen, welche die Arbeit Thumsers gliedert, sowie der Analyse der jeweiligen Textgenese und Wirkungsstrategie in bisher ungekanntem Maße in seinen Grundlagen erschlossen.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2026.03.08 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1868-7806 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-09-22 |
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