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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    „Zugleich bedeutend und deutungslos“

    Überlegungen zu Goethes Lieblingswort
    Jochen Hörisch
    …Vieldeutigkeiten in Kauf zu nehmen, ist das Wort ‚bedeutend‘ nicht zu haben. Man muss kein:e ausgefuchste:r Systemtheoretiker:in sein, um Mehr- und Vieldeutigkeiten… …. Doppel-, Mehr- und Vieldeutigkeiten sind das genuine Medium von Kunst; intrikater Weise schwingen diese Vieldeutigkeiten noch in den Worten ‚bedeuten‘… …kaum mehr doppeldeutig sind: Du Inbegriff der holden Schlummersäfte …, erweise deinem Meister seine Gunst! Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert… …heiter, sprang auf und verlangte ein Butterbrot.“ Den Mund kann man nicht nur auftun, um mehr oder wenige bedeutende Worte zu artikulieren, sondern auch… …ist wohl mehr als nur Lust an Sprachspielen, wie Goethe und Heidegger sie (wenn auch in ganz unterschiedlicher Weise) pflegen, wenn darauf verwiesen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Verschärft unscharf

    Begriffsgeschichtliche Nachträge zur Bedeutsamkeit
    Eva Geulen
    …die Führung. Bedeutend ist die Antike an dieser Stelle und für Goethe insgesamt vor allem, weil von ihr nicht mehr viel übrig ist, weil man, wie… …„Goethe-Wörterbuch“ verzeichnet hier keine großen Unterschiede), 10 weil ihre volle Bedeutung nicht mehr oder noch nicht gegeben ist. Beide Begriffe markieren eine… …semantische Schwund- oder auch Vorstufe nicht mehr oder noch nicht möglicher Bedeutung. Auch bei Dilthey treten das Bedeutende und die Bedeutsamkeit noch nicht… …deshalb kann legitimerweise von einem „Satz der Bedeutsamkeit“ die Rede sein, der nicht mehr und nicht weniger objektiv ist als der Satz des Bewusstseins…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 2/2024

    Brechts U- statt V-Effekt

    Unschärfeverfahren als techné der Bedeutsamkeits-Figuration
    Christian Metz
    …Nullfokalisierung) hervor und unterläuft zugleich die behauptete Subjektivität der Wahrnehmung. Hier sehen die Leser eben mehr als das, was das Subjekt sieht. Man kann… …diese Garantie nicht mehr aus. Zwar spukt noch immer ein Idyllenverdacht durch die Forschung, wenn es um die „Buckower Elegien“ geht. Aber von Jochen… …spezifischer Unschärfeeffekt: Es gibt eine Grenze zwischen beiden, doch lässt sie sich nicht mehr ausmachen. Der Wahrnehmungseffekt besteht darin, den… …. Assmann: Die Sprache [Anm. 36], S. 242. 65 Den Leser:innen geht es also wie Puntila: „Es beginnt damit, daß mit meinen Augen irgend etwas nicht mehr stimmt… …Erneut befinden wir uns im Raum der Bedeutungen und gleichzeitig jenseits davon: im mehr als dem Konkreten, im Prä- oder auch Post-Bedeutenden, im Vagen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Teilhabe

    Bedeutsamkeit und Realismus bei Barthes und Brinkmann
    Patrick Hohlweck
    …ausgestattet hatte, wird zum „Signifikat der Konnotation“: 7 Die der diegetischen ‚Wirklichkeit‘ angehörigen Gegenstände der realistischen Erzählung sind, mehr… …Zeichens nicht mehr unter dessen Bedingungen zu formulieren. Zwar trage auch Flauberts Verfahren der Textur zum „Zerfall des Zeichens“ bei; die von ihr… …Wirklichkeitseffekts ist zugleich die Zeichenlehre des Mythos beschrieben, die Barthes mehr als zehn Jahre zuvor in seinen „Mythen des Alltags“ entwickelt hatte, die… …für den Menschen in einer Welt, die von einer „völlige[n] Kongruenz von Umwelt und ,Bedeutung‘“ 34 nichts mehr weiß. Diese Inkongruenz sorgt für den… …dadurch […] durchdringender, eine Idiolektologie folgen, deren Arbeitsbegriffe nicht mehr das Zeichen, der Signifikant, das Signifikat und die Konnotation… …abgeglichen wird: als sei das hier nur Gegenwart, in der sich nichts mehr fortbewegte, die stillstand, jetzt augenblicklich […], jetzt […], Gegenwart, wie jetzt… …Rückkoppelungssystem der Wörter entspricht längst nicht mehr täglich zu machender sinnlicher Erfahrung“. 76 Die Verdinglichungstendenz kultureller Mythen mit ihrem… …seiner Arbeiten wird. Beobachtbar etwa in der „kanonischen Schimpftirade“ 78 des Erzählers in Brinkmanns „Keiner weiß mehr“ (1968): 72 Rolf Dieter… …sich zunehmend für benachbarte 79 Rolf Dieter Brinkmann: Keiner weiß mehr. Roman. Reinbek 2005, S. 186 f. 80 Brinkmann [Anm. 62], S. 129. 81 Zu Brinkmann… …kulturellen Wörter nicht mehr ertragen.“ 95 Demgegenüber stellt die Arbeit mit dem Tonband eine Befreiung von der Stereotypie und Schematisierung zugunsten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Entleert bedeutsam

    Tellkamp und der Literaturbetrieb
    Eva Stubenrauch
    …nebenbei bemerkt auch die Gleichsetzung von Demokratie und öffentlicher Meinungsbildung – ist mehr als unscharf und abstrakt. Das Zwischenfazit lautet, dass… …ausdrücken und ihre sehr unterschiedlichen Motive miteinander vereinen. Nicht mehr das je konkrete Interesse stand im Vordergrund, sondern die Äquivalenz ihrer… …Regierungspolitik und den Befürwortern der Corona-Schutzmaßnahmen ausbilden, die ihre internen Differenzen unsichtbar machte. Je mehr Anliegen der Signifikant vereint… …, desto vager wird laut Laclau seine Bedeutung, desto wirkungsvoller aber wird auch seine identitätsbildende Funktion. 23 Je mehr sich ein Signifikant also… …Forum, Demokratischem Aufbruch, Demokratie Jetzt, Initiative für Frieden und Menschenrechte, Grünen, oft in sich auch noch zersplittert, […] eine mehr… …doch eindeutig mehr Freiräume beim Verstoß gegen soziale Normen zu. Während faktuale Texte sich auf die Wirklichkeit beziehen und sich entsprechend deren… …mehr auf die mittlerweile topische Diskursachse aus ostdeutscher Ernsthaftigkeit, westdeutscher Kritik und dem wechselseitigen Ideologieverdacht. In den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Relevanz

    Eine literaturwissenschaftliche Diskursstrategie und Basiskategorie in Theorie und Praxis
    Stephan Brössel
    …hingegen ist ein relationaler Begriff; etwas, das mehr ist als nur ein spezifisches Etwas, etwas spezifisch Unscharfes […]. Bedeutsamkeit ist vage und…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Das Fotogedicht

    Zur (Wieder-)Entdeckung einer intermedialen Gattung
    Stephanie Catani, Michael Will
    …liegt uns ein bilddigitalisiertes Korpus von mehr als 3.500 Fotogedichten aus illustrierten Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen im Zeitraum 1895–1945… …Zeitungsbeiträgen wie „Mehr Photographien!“ und „Die Tendenzphotographie“. 4 Wie Kästner liefert er zahlreiche Texte für Fotogedichte in Zeitschriften des… …Neugierde“, in: Berliner Illustrierte Zeitung 17, 28.11.1932, Nr. 42, S. 1582 (Foto: Associated Press) verwiesen. 4 Kurt Tucholsky: Mehr Photographien! (28… …literaturwissenschaftliche Desinteresse gegenüber der Fotopoesie ist mehr als verwunderlich, trägt doch das Genre maßgeblich dazu bei, dass Lyrik in der ersten Hälfte des 20… …lyrischen Sprechduktus aufweist, grenzen wir nicht aus. 296 Das Fotogedicht Text und Bild können in Fotogedichten mehr oder weniger eng aufeinander bezogen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Stefan Höppner: Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte Frankfurt/Main: Klostermann 2022

    Martina Schönbächler
    …(1994) differenziert, inwiefern die Bibliothek mehr ist als Aggregat und Werkzeug, nämlich auch kuratierte Sammlung. Zwar bezieht sich das zitierte… …widerspiegelt Höppners Studie einmal mehr, alle Aspekte der Arbeit mit Autor:innenbibliotheken betreffen, seien es die materielle Überlieferung, die… …ist damit eigentlich nur als Teilkorpus verständlich und seine um den öffentlichen Bestand erweiterte Bibliothek insgesamt also wesentlich mehr als eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Saskia Schicht: „Das Zeigen muß gezeigt werden“. Eine Ästhetik des Zeigens im epischen Theater Bertolt Brechts, Würzburg: Königshausen & Neumann 2022 (= Brecht – Werk und Kontext, Bd. 12/22)

    Matthias Rothe
    …werden im gesamten Buch konsequent angewandt, und das ist alles andere als selbstverständlich. Sie sind allerdings mal mehr, mal weniger ertragreich… …. Auch politisch ist die Ausrichtung auf Brecht nicht unbedenklich, weil sie kulturelle Innovation einmal mehr nur als Leistung großer Männer versteht…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Martin Endres, Ralf Simon (Hg.): ‚Wort für Wort‘ – Lektüren zum Werk von Oswald Egger, Berlin, Boston: De Gruyter 2021 (= Theorie der Prosa)

    Frieder von Ammon
    …schon im Hinblick auf die Frage, ob es sich dabei um Prosa oder Lyrik handelt, auf keinen Nenner zu bringen. Mehr noch: Genrehaftigkeit an sich wird in… …und andere mehr – und stellt ihnen die Aufgabe, seine Beiträge zum Medium der Dichtung zu bewältigen […]“ (S. 117). Radikaler noch wird die von den… …: Wieder ist es ein einziger Satz (diesmal aus „Nichts, das ist“), der einem an Genauigkeit wohl nicht mehr steigerbaren close reading unterzogen wird. Wirkt…
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