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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Teilhabe

    Bedeutsamkeit und Realismus bei Barthes und Brinkmann
    Patrick Hohlweck
    …ausgestattet hatte, wird zum „Signifikat der Konnotation“: 7 Die der diegetischen ‚Wirklichkeit‘ angehörigen Gegenstände der realistischen Erzählung sind, mehr… …Zeichens nicht mehr unter dessen Bedingungen zu formulieren. Zwar trage auch Flauberts Verfahren der Textur zum „Zerfall des Zeichens“ bei; die von ihr… …Wirklichkeitseffekts ist zugleich die Zeichenlehre des Mythos beschrieben, die Barthes mehr als zehn Jahre zuvor in seinen „Mythen des Alltags“ entwickelt hatte, die… …für den Menschen in einer Welt, die von einer „völlige[n] Kongruenz von Umwelt und ,Bedeutung‘“ 34 nichts mehr weiß. Diese Inkongruenz sorgt für den… …dadurch […] durchdringender, eine Idiolektologie folgen, deren Arbeitsbegriffe nicht mehr das Zeichen, der Signifikant, das Signifikat und die Konnotation… …abgeglichen wird: als sei das hier nur Gegenwart, in der sich nichts mehr fortbewegte, die stillstand, jetzt augenblicklich […], jetzt […], Gegenwart, wie jetzt… …Rückkoppelungssystem der Wörter entspricht längst nicht mehr täglich zu machender sinnlicher Erfahrung“. 76 Die Verdinglichungstendenz kultureller Mythen mit ihrem… …seiner Arbeiten wird. Beobachtbar etwa in der „kanonischen Schimpftirade“ 78 des Erzählers in Brinkmanns „Keiner weiß mehr“ (1968): 72 Rolf Dieter… …sich zunehmend für benachbarte 79 Rolf Dieter Brinkmann: Keiner weiß mehr. Roman. Reinbek 2005, S. 186 f. 80 Brinkmann [Anm. 62], S. 129. 81 Zu Brinkmann… …kulturellen Wörter nicht mehr ertragen.“ 95 Demgegenüber stellt die Arbeit mit dem Tonband eine Befreiung von der Stereotypie und Schematisierung zugunsten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    „Zugleich bedeutend und deutungslos“

    Überlegungen zu Goethes Lieblingswort
    Jochen Hörisch
    …Vieldeutigkeiten in Kauf zu nehmen, ist das Wort ‚bedeutend‘ nicht zu haben. Man muss kein:e ausgefuchste:r Systemtheoretiker:in sein, um Mehr- und Vieldeutigkeiten… …. Doppel-, Mehr- und Vieldeutigkeiten sind das genuine Medium von Kunst; intrikater Weise schwingen diese Vieldeutigkeiten noch in den Worten ‚bedeuten‘… …kaum mehr doppeldeutig sind: Du Inbegriff der holden Schlummersäfte …, erweise deinem Meister seine Gunst! Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert… …heiter, sprang auf und verlangte ein Butterbrot.“ Den Mund kann man nicht nur auftun, um mehr oder wenige bedeutende Worte zu artikulieren, sondern auch… …ist wohl mehr als nur Lust an Sprachspielen, wie Goethe und Heidegger sie (wenn auch in ganz unterschiedlicher Weise) pflegen, wenn darauf verwiesen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Konturen des Selbst in der Mystik nach Eckhart

    Eine Komplementärgeschichte
    Maximilian Benz
    …Askese oder adliger Klugheit, 5 die sich mehr oder weniger spannungsreich in den alles fundierenden Zusammenhang der christlichen Offenbarung und ihrer… …ich, einige Zeit ist es bereits her, ihren Augen vorgeführt habe; und dadurch habe ich veranlaßt, daß sie nach mehr verlangen.“) 17 12 Vgl. Dante… …Akzidentelle, erhält hier doch mehr Raum, als es vom Ideal her zunächst der Fall zu sein schien, das allerdings innerweltlich nur für die Allerwenigsten… …Zuordnung mehr hat, sondern sich – durch einen christlichen Habitus ausgezeichnet – im Handeln in der Welt bewährt, die der so disponierte Mensch nicht flieht… …Wandel vom Mittelalter in die Moderne zu fassen: 45 Denn es handelt sich nicht mehr – wie im adligen oder klerikalen Zusammenhang – um eine enge Bindung… …Sakrament verwehrt, der hat me glicheit mit ime [sc. also dem, der ihn beurteilt], wan mit got („gleicht ihm mehr als Gott“). 68 Besonders komplex sind die… …Menschen aber gar keine Sünde mehr. 70 Umgekehrt sei es nicht ausreichend, nur äußerlich gute Werke zu tun, denn Äußeres und Inneres müssten sich entsprechen… …‚vollkommensten Gaben‘ verwehrt bleiben, scheint der Text hier doch in den Konzessionen recht weit zu gehen. Wer hier nun meint, nicht mehr recht durchzusehen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Lyrical Soundscapes

    Klopstock und die deutschsprachige Romantik
    Prof. Dr. Michael Auer
    …Untersuchung der Lyrikgeschichte (vor dem Phonographen und auch vor dem 18. Jahrhundert) könnte von den Ergebnissen und mehr noch von den Fragestellungen der… …Sound Studies weit mehr profitieren. Denn Lyrik hat es von jeher in ausgeprägter Weise mit Klängen, deren Wiederholung und Differenz zu tun. Hinzu kommt… …akustischen Umwelten des Menschen, die Gesamtheit der Klänge, die ihn umgeben und die er mehr oder weniger bewusst hört. Wie schon angedeutet, ist hier eine… …: „Sie weint ja nicht, sie säuselt, 15 Lallt Musik; wie fabelte von der schönen Weide der Vorfahr!“ Wenn von dem Sturm nicht mehr die Eich’ hier rauschet… …, Keine Lispel mehr wehn von dieser Weide: Dann sind Lieder noch, die von Herzen kamen, 20 Gingen zu Herzen. 23 In einer für die Lyrikgeschichte vielleicht… …Trauerweiden (salix babylonica) gedämpft und durch ein leises Lispeln moduliert werden. Damit verändert sich der Lautcharakter des Waldes, der nicht mehr erhaben… …Reich-Ranicki, Frankfurt/Main 2002, S. 21–23. Das ist nicht mehr als ein Wortspiel mit Holz und Klop-Stock. 29 Zum Donner in der „Frühlingsfeyer“ und bei… …besondere „nun“ im „einst“, von dem in Vers 10 die Rede ist, zu generieren. Mehr noch erlaubt dieses Spiel mit Skalen eine Überschreitung der Grenze von… …Trauerweide mehr. Damit wird der Tradition nicht nur ein neuer Text und eine neue Deutung, sondern auch eine neue Musik gegeben. Dies setzt die Sapphische Ode…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Entleert bedeutsam

    Tellkamp und der Literaturbetrieb
    Eva Stubenrauch
    …nebenbei bemerkt auch die Gleichsetzung von Demokratie und öffentlicher Meinungsbildung – ist mehr als unscharf und abstrakt. Das Zwischenfazit lautet, dass… …ausdrücken und ihre sehr unterschiedlichen Motive miteinander vereinen. Nicht mehr das je konkrete Interesse stand im Vordergrund, sondern die Äquivalenz ihrer… …Regierungspolitik und den Befürwortern der Corona-Schutzmaßnahmen ausbilden, die ihre internen Differenzen unsichtbar machte. Je mehr Anliegen der Signifikant vereint… …, desto vager wird laut Laclau seine Bedeutung, desto wirkungsvoller aber wird auch seine identitätsbildende Funktion. 23 Je mehr sich ein Signifikant also… …Forum, Demokratischem Aufbruch, Demokratie Jetzt, Initiative für Frieden und Menschenrechte, Grünen, oft in sich auch noch zersplittert, […] eine mehr… …doch eindeutig mehr Freiräume beim Verstoß gegen soziale Normen zu. Während faktuale Texte sich auf die Wirklichkeit beziehen und sich entsprechend deren… …mehr auf die mittlerweile topische Diskursachse aus ostdeutscher Ernsthaftigkeit, westdeutscher Kritik und dem wechselseitigen Ideologieverdacht. In den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Fabian Fleißner: Das Präfix gi-im Althochdeutschen und Altsächsischen. Eine Neubewertung seiner Bedeutung für das Tempusund Aspektsystem

    Bernhard Luxner
    …. Perfektperiphrasen mit eigan nicht explizit thematisiert und mehr oder weniger stillschweigend zusammen mit den habên-Konstruktionen behandelt (vgl. S. 116). 37 In… …althochdeutschen (und altsächsischen) Überlieferung deutlich mehr ambige Fälle finden, in denen ahd. habên sowohl als Voll- als auch als Hilfsverb zu lesen ist. 2… …mehr noch das Altsächsische zwar durchaus eng mit dem Altenglischen verwandt sind, dass aber eine so pauschale Übertragung eines Zustandes der einen… …bzw. mehr oder weniger komplett zurückweisen, wäre zu erklären, wie sich parallel ein Verb wie ahd. eigan mit seiner ebenfalls klar possessiven Semantik… …Altnordischen ersichtlich wird. 50 Fleißner kommt zu dem Schluss, dass bei den meisten Perfektbildungen mit haben „das Merkmal der Statusveränderung eines mehr… …Faktivität nicht mehr (vgl. S. 249 f.). Fazit Die Arbeit ist insgesamt gut strukturiert, die Zwischenfazite sind vor dem Hintergrund der zum Teil recht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2024

    Dâ bî man saelic bilde / und edel bîschaft nemen sol

    Ikonisches Erzählen im „Trojanerkrieg“ Konrads von Würzburg
    PD Dr. Ulrich Hoffmann
    …umso mehr in historischer Perspektive auf Texte fruchtbar sein, um deren Möglichkeiten auszuloten, Bilder für das Erzählen im intermedialen Bezug… …v. Burkhart Kroeber, München, Wien 1988 [zuerst ital. 1985], S.  26–61  –, ist umso mehr für den konkreten Fall mittelalterlicher Spiegel anzusetzen… …davon erfährt, erscheint ihr der ursprüngliche Plan kaum mehr zweckdienlich, mag Achill nun erst recht als Kämpfer für die Griechen in Frage kommen. So… …effeminatus degeneriert.“ 82 Ulrich Hoffmann bedrückt Achill schließlich immer mehr, bis auch Deidamie dies bemerkt, wes- halb sie die Freundin trösten möchte… …83 Ikonisches Erzählen im „Trojanerkrieg“ Konrads von Würzburg Die Frage nach der eigentlichen Identität Achills spitzt sich denn auch immer mehr zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Milte in Tönen Konrads von Würzburg

    Ein unbekannter milte-Spruch Konrads und einige Überlegungen zu einem zukünftigen Umgang mit Schröders Textausgabe
    Alisa Heinemann
    …ins 13. Jahrhundert, auch unter inhaltlichen Gesichtspunkten mehr als plausibel ist. Daraus wiederum sind grundsätzliche Folgerungen für den Umgang mit… …nicht mehr so leicht einordnen. Überhaupt zeigt sich bei Beheim ein eher buntes Bild. Im oben genannten Lied wird miltikait zunächst als kaiserliche… …sich nicht mehr – wie noch bei Walther – im Rahmen einer direkt an einen potentiellen Förderer gerichteten milte-Forderung. Obwohl die milte im 14. und… …großer und kleiner Herren“, 54 aber auch schon „in den Städten lebt[ ]“, 55 spielt sie schlicht keine Rolle mehr. Dasselbe gilt für Jörg Schiller, der sein… …Freigebigkeit nicht einmal mehr einen Platz in seinem Katalog der sechs Tugenden in Strophe 21 des Hahnenkrattons zu: vgl. Die Meisterlieder des Hans Folz. Aus… …verlassen haben, wird durch Schande verunstaltet (vgl. vv. 41–43). Für ihn ist kein Stück mehr der êweclichen wunne snuor (v. 60), die die Sælde (v. 59)… …gesponnen hat, übrig: sælde hat für den reichen Geizigen also rein gar nichts mehr übrig. 68 Gert Hübner: Konrad von Würzburg, in: Sangspruch/Spruchsang. Ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Das Fotogedicht

    Zur (Wieder-)Entdeckung einer intermedialen Gattung
    Stephanie Catani, Michael Will
    …liegt uns ein bilddigitalisiertes Korpus von mehr als 3.500 Fotogedichten aus illustrierten Magazinen, Zeitschriften und Zeitungen im Zeitraum 1895–1945… …Zeitungsbeiträgen wie „Mehr Photographien!“ und „Die Tendenzphotographie“. 4 Wie Kästner liefert er zahlreiche Texte für Fotogedichte in Zeitschriften des… …Neugierde“, in: Berliner Illustrierte Zeitung 17, 28.11.1932, Nr. 42, S. 1582 (Foto: Associated Press) verwiesen. 4 Kurt Tucholsky: Mehr Photographien! (28… …literaturwissenschaftliche Desinteresse gegenüber der Fotopoesie ist mehr als verwunderlich, trägt doch das Genre maßgeblich dazu bei, dass Lyrik in der ersten Hälfte des 20… …lyrischen Sprechduktus aufweist, grenzen wir nicht aus. 296 Das Fotogedicht Text und Bild können in Fotogedichten mehr oder weniger eng aufeinander bezogen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Literarische Bedeutsamkeit.

    Figurationen bedeutender Unschärfe
    Philipp Pabst, Moritz Baßler
    …Bedeutsamkeitsprätention oder, um den schönen Begriff von Stephan Brössel zu verwenden, ‚Signifikanzevokation‘, sich nicht mehr an das Erleben einer Figur rückbinden lässt… …Anspruch jedoch von den Verfahren des Textes selbst gedeckt ist, je mehr er – als präzise Unschärfestelle – dem guten Glauben der Leser:innen überlassen… …erscheint, desto mehr nähert sich die Semiotik des Textes der des Spektakels. Im Spektakel geht das Gutfinden dem Verstehen voraus und kommt zur Not auch ohne…
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