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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2015

    "Noch sind wir ein Wort, doch reifen wir zur Tat"

    Zur Performativität des Chors in Theatertexten von Müller, Dorst und Jelinek
    Maria Kuberg
    …, Frankfurt/Main Der Aufsatz geht der Frage nach, ob der Chor, der Schiller zufolge auf die Verkörperung auf der Bühne angewiesen ist, im Theatertext Funktionen… …erfüllen kann, die über die Implikation der Aufführung hinausgehen. Exemplarisch wird in Stücken von Heiner Müller, Tankred Dorst und Elfriede Jelinek nach… …Momenten gesucht, in denen der Chor durch Sprechakte eine Ebene der Inszenierung in den Text integriert und so eine Unabhängigkeit von der Aufführung auf der… …sie damit auch ein). Zugleich sind sie (in den meisten Fällen) zur Inszenierung und Aufführung bestimmt und für die Umsetzung auf der Bühne verfasst… …. Diese Doppelbelastung resultiert darin, dass der Text dem Rezipienten nie vollständig zur Verfügung steht, dass er sich auf dem Sprung von einer… …, vorenthalten werden, stellt der Leser mitunter fest: „[D]as tragische Dichterwerk wird erst durch die theatralische Vorstellung zu einem Ganzen: nur die Worte… …giebt der Dichter, Musik und Tanz müssen hinzu kommen, sie zu beleben.“ 1 Diese grundsätzliche Eigenart der Gattung ist wie für jede Beschäftigung mit… …Theater- oder Dramentexten auch für die Fragestellung dieses Aufsatzes notwendig der Prospekt, vor dem alle weiteren Überlegungen stattzufinden haben. Wenn… …im Folgenden versucht wird, Ansätze zur Beschreibung performativer Strukturen in der Rolle des Chors in drei Theatertexten aus den 1970er bis 1990er… …betrachten, die mittels methodischen Kalküls achtsam zu umschiffen ist. Vielmehr 1 Friedrich Schiller: Ueber den Gebrauch des Chors in der Tragödie, in: Ders…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2025

    Bernhard Luxner: Die althochdeutschen Adjektive auf -aht(i)/-oht(i). Eine diachron- und synchron-vergleichende Untersuchung

    Mechthild Habermann
    …der Friedrich-Schiller-Universität Jena verteidigte Dissertationsschrift, die von Eckhard Meineke und Frank Heidermanns betreut wurde, beschäftigt sich… …mit einem Wortbildungsmuster der althochdeutschen Adjektivderivation und trägt neben den Arbeiten von Möllmann1 oder Schmid2 zur Erforschung der… …diachron- und synchron-vergleichenden Wortbildung der ältesten Überlieferungsstufe des Hochdeutschen bei. Ausgewählt wurde das Adjektivsuffix ‑aht(i)/‑oht(i)… …, das in der heutigen Standardsprache – im Unterschied zu den oberdeutschen Dialekten – nur noch im Adjektiv ­töricht vorhanden ist. Die ca. 400 Seiten… …, die auf der zeitlichen, räumlichen und schließlich morphologischen Ebene vorgenommen wird. Dabei erweist sich die zeitliche Abgrenzung des… …Althochdeutschen vom Mittelhochdeutschen wegen der Datierung bestimmter althochdeutscher Textzeugen und aufgrund der Tatsache, dass sich in der 1 Möllmann, Ulrich… …althochdeutsche Sprachmerkmale aufweisen. Größere Schwierigkeiten bereitet die Glossenüberlieferung, deren Problematik anhand der Summarium-Heinrici-Tradition, der… …Mondseer Bibelglossen und der „Glossae Salomonis“ ausführlich diskutiert wird. Vom Untersuchungskorpus werden schließlich 16 Bildungen – aus… …räumliche Eingrenzung des Materials fordert eine dialektgeographische Einordnung von Befunden, deren Quellen in der bisherigen Literatur noch nicht als rein… …altsächsisch klassifiziert werden mussten. Bei der morphologischen Eingrenzung des untersuchten Materials wurden zwei notwendige Abgrenzungen vorgenommen: zum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Davide Giuriato: "klar und deutlich". Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert

    Stefanie Heine
    …. Davide Giuriato widmet sein neuestes Buch zwei Konzepten, die besonders seit der Moderne aus dem Blickfeld der Forschung gerückt sind. Im Gegensatz zur… …Dunkelheit, die sowohl in der Literaturwissenschaft als auch in der Literatur selbst mehr und mehr als bestimmendes ästhetisches Element hervorgehoben wird… …literarische Qualitäten verhandelt werden, wird das Klare und Deutliche mit den als unästhetisch angesehenen Diskursen der Wissenschaft assoziiert. Das Obskure… …und Irrationale, das mit und nach der Aufklärung vermeintlich aus dem Denken vertrieben werden soll, findet seinen Ort in der Kunst und wird dort… …, praktisch als Gegenimpuls zu den vernunftlogischen Methoden der Naturwissenschaft, zum leitenden Prinzip. Genau dieser simplifizierenden Gegenüberstellung… …geht Giuriato auf den Grund: Anstatt davon auszugehen, dass die der empirischen Naturwissenschaft zugordnete klare und deutliche Sprache einer… …Begriff erweist, der stets Überschüsse produziert. Giuriatos bestechende und wohltuende Differenziertheit – und das ist eine der großen Stärken des Buches –… …Frühaufklärung, ästhetische Diskurse der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und schließlich anhand der Dramen Georg Büchners und der Prosa Adalbert Stifters, wie… …. In der antiken Rhetorik geht Giuriato dem Prinzip der perspicuitas nach und deutet auf die Spannungen, die bei Aristoteles, Cicero und Quintilian damit… …einhergehen. So schließt etwa die Deutlichkeit, der schlichte Stil, den ornatus, also den Redeschmuck und das Figürliche keineswegs aus. Quintilians Forderung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1999

    C. Stephen Jaeger, The Envy of Angels. Cathedral Schools and Social Ideals in Medieval Europe, 950-1200, Philadelphia 1994 (University of Pennsylvania Press: Middle Ages Series)

    Timo Reuvekamp-Felber
    …und Reto R. Bezzola 2 in zahlreichen Arbeiten der Frage nach der Ausbildung eines spezifisch höfischen Verhaltenskodex im Hochmittelalter nachgegangen… …Extrembeispiele volkssprachiger Rezeption der lateinisch vorgeprägten Verhaltensregulierung darstellen sollen, und zeigte insbesondere an der Figur des „courtier… …bishop“ in den Bischofsviten des 10.–12. Jhs., daß den Geistlichen, die als Kapelläne im Umkreis der deutschen Könige administratorische Aufgaben wahrnehmen… …, entscheidende Bedeutung bei der Ausbildung eines Verhaltens- und Moralkodex zukomme, der die entwicklungsgeschichtliche Basis für die Eleganz des höfischen… …Benehmens darstelle. 3 Seine Untersuchungsergebnisse verdichtete er in der übergreifenden Darstellung der „Origins of Courtliness“ 4 , eine auf lateinischem… …Quellenmaterial fußende Vorgeschichte der höfischen Verhaltensideale volkssprachiger Dichtung. In diesem zentralen Text marginalisiert Jaeger die Rolle der… …französischen Fürstenhöfe bei der Ausbildung des höfischen elegantia-Ideals und betont hingegen die zentrale Stellung der Kathedralschulen im Umkreis der… …königlichen Hofkapelle des 10. und 11. Jhs. für die Genese eines Programms vorbildlichen Verhaltens. An diesen geistlichen Lehrinstitutionen hätten in der… …. in die volkssprachige Literatur und laienadelige Adelskultur eingegangen seien. In der Folge nahm Jaeger nach den begriffs- und ideengeschichtlichen… …Untersuchungen zur Formierung der höfischen Verhaltenskultur und ihrer humanistischen Basis ihre vermeintlichen gesellschaftlichen und institutionellen Ursprünge…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Dietmar Goltschnigg (Hg.), Georg Büchner und die Moderne. Texte, Analysen, Kommentar. Bd. 1: 1875-1945, Bd. 2: 1945-1980, Bd. 3: 1980-2002. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2001, 2002, 2003.

    Hartmut Steinecke
    …: 1980-2002. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2001, 2002, 2003. In den späten 1960er Jahren wurde in der Germanistik die Rezeptionsästhetik wiederentdeckt und in… …der Folge auch die Wirkungsgeschichte aufgewertet. Während der Gebrauchswert der theoretischen Ansätze und der darstellenden Arbeiten deutlich… …nachgelassen hat, gehört die Reihe „Wirkung der Literatur. Deutsche Autoren im Urteil ihrer Kritiker“ mit so gewichtigen Werken wie „Lessing – ein unpoetischer… …eine Einführung und einen Stellenkommentar erläutert werden. Der entscheidende Unterschied liegt zunächst im Umfang des Büchner-Unternehmens. Obwohl das… …insgesamt über 2.000 Seiten. Damit kann er das bei jeder Raumbeschränkung unlösbare Problem der „Repräsentativität“ der Auswahl nahezu optimal lösen. Den 625… …Buchbesprechungen Grundstock bilden auch hier die von der bisherigen Wirkungsforschung als wichtig und folgenreich herausgestellten Texte; aber darüber hinaus bleibt… …Verständnisse und Irrtümer zur Sprache kommen. Insbesondere wird der sonst notwendigerweise fast ganz ausgeblendete Bereich der Tageskritik und der… …journalistischen Publizistik sowie der belletristischen Beschäftigung mit dem Autor in hohem Maße herangezogen. Die Dichte der Belegtexte bedeutet jedoch auch die… …Raum in der angedeuteten Weise nutzt, wird Quantität zu Qualität. Goltschnigg greift die vielfältige Methodendiskussion der letzten drei Jahrzehnte auf… …und macht sie für sein Unternehmen fruchtbar. Das sind insbesondere Anregungen der Sozialgeschichte, der Institutionengeschichte, der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Holger Noltze, Gahmurets Orientfahrt: Kommentar zum ersten Buch von Wolframs ,Parzival' (4,27 - 58,26) (Würzburger Beiträge zur deutschen Philologie, Bd. 13). Verlag Königshausen & Neumann: Würzburg 1995.

    William Henry Jackson
    …Neumann: Würzburg 1995. Der einleitende Teil dieser Bochumer Dissertation ist hauptsächlich einem chronologisch angeordneten Forschungbericht gewidmet, der… …behandeln (S. 7–32). Die Forschung wird bis etwa 1990 kritisch gesichtet, einige später erschienene Studien werden kursorisch erwähnt. Den Hauptteil der… …Arbeit (S. 35–214) bildet ein Stellenkommentar zur Gahmuret-Handlung von deren Beginn im Rechtsbrauch der Primogenitur über die Orientfahrt des… …Protagonisten bis hin zu dessen Ankunft in Sevilla (Sibilje) auf der Rückreise in den Westen. Der abschließende Teil (S. 217– 259) erörtert zusammenhängend in… …drei Exkursen drei für die Interpretation der Gahmuret-Handlung besonders wichtige Themenkomplexe: Rechtsbrauch und literarische Funktion der… …Primogenitur, Darstellung und Bedeutung der Orient-Elemente und mögliche Quellen für das erste Buch. Worterklärungen im weitesten Sinn und Klärung von… …syntaktischen und semantischen Problemen und Zweifelsfällen bilden die Grundlage des Kommentars, wobei in der Regel übersetzt wird, „was auf der Grundlage des… …Mittelhochdeutschen Taschenwörterbuchs und Grundkenntnissen der mittelhochdeutschen Grammatik nicht ohne weiteres erschlossen werden kann“ (S. 5). Damit verschränkt und… …auf die komplexe, virtuose Erzähltechnik des ,Parzival‘. Die Hinweise bei Ernst Martin1 sind oft Ausgangspunkt der Kommentierung, aber Noltze zieht die… …neuere Forschung vor allem bei der Diskussion kontroverser oder interpretatorisch wichtiger Textstellen heran. Noltzes Kommentar zu Gahmurets Orientfahrt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Hans Jürgen Scheuer/Ulrike Vedder (Hgg.): Tier im Text. Exemplarität und Allegorizität literarischer Lebewesen, Peter Lang, Bern u.a. 2015 (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik N. F. 29), 333 S.

    Hannah Rieger
    …u.a. 2015 (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik N. F. 29), 333 S. Der von Hans Jürgen Scheuer und Ulrike Vedder herausgegebene Sammelband „Tier… …im Text. Exemplarität und Allegorizität literarischer Lebewesen“ ist aus einer gleichnamigen Ringvorlesung an der HU Berlin im Wintersemester 2013/14… …nähern sich die Beiträge einer Beschreibung der Komplexität von der Organisation, der Vermittlung und der Produktion von Wissen über den Menschen im Medium… …von Tier und Mensch nachgegangen, welche die Herausgeber als ein gegenseitiges Verweissystem fassen, bei dem der Mensch als das „sprechende Tier“ (S… …. 12) erscheine. Sprache sei „zutiefst anthropomorph“ (S. 13), da sie den Menschen zur Unterwerfung und Beherrschung der Natur befähige. Die Rede des… …Menschen vom Tier erweise sich daher als „Rede des Menschen durch das Tier – und als menschliche Sprache der Tiere“ (S. 14, H.i.O.). Die Sektion eröffnet der… …Beitrag zum Lupus in fabula und damit zu den „Mensch-Wolf-Relationen und [der] mittelalterliche[n] Tierfabel“ von Julia Weitbrecht. An einzelnen Fabeln… …macht sie die Darstellung der Wolf-Mensch- Relation als Produkt „einer fortwährenden Reflexion über die Grenzziehung zwischen Kultur und Natur“ (S. 25)… …aus, welche über die Wahrnehmung und Inszenierung des Wolfs als äußere Bedrohung der Kultur funktioniere. Die Besonderheit des Wolfes weist sie in… …dessen poetologischer Funktion nach. Der Wolf sei nämlich in den von ihr analysierten Texten nicht nur als ein faktischer, innerhalb der Diegese realer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Bernd Bastert (Hg.): Herzog Herpin. Kritische Edition eines spätmittelalterlichen Prosaepos

    Henrike Schwab
    …Mitarbeit von Bianca Häberlein, Lina Herz und Rabea Kohnen. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2014 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, Bd. 51)… …. Trotz des anhaltenden Erfolgs des Prosaepos von Herzog Herpin, welches noch in Feyerabends Buch der Liebe Aufnahme fand, lag eine Edition der ausufernden… …und verzweigten Familiengeschichte mit der für die Drucke titelgebenden Helferfigur des weißen Ritters bislang nicht vor. Dieser Aufgabe hat sich Bernd… …Bastert angenommen, der mit der „Chanson de geste-Rezeption im deutschsprachigen Raum“ 1 in besonderer Weise vertraut ist. Damit ist nun auch derjenige Text… …in einer modernen Ausgabe verfügbar, welcher innerhalb der lockeren zyklischen Abfolge der am Saarbrücker Hof entstandenen Epen den Anfang zu bilden… …gedacht war (S. XII). Als Leithandschrift der Edition dient die älteste und längste Handschrift B (Wolfenbüttel, HAB, Cod. Guelf. 46 Novissimi 2°), welche… …Nassau-Saarbrücken, in Auftrag gegeben worden war (S. XXII). Die Edition orientiert sich eng an der Gestalt dieser Handschrift und bildet sie sorgfältig ab: So werden… …Blick zu unterscheiden sind. Die Entscheidung, die Leithandschrift in der uns überlieferten Form zu bieten, ist zu begrüßen. Um keine weitere Ebene… …sprachliche Besonderheit der Abschrift präsent zu halten“ (ebd.). Wegen der guten Verfügbarkeit der Handschriften (s.u.) hätte sich die Edition in diesen Fällen… …im Sinne der Lesbarkeit stärker von ihrer handschriftlichen Grundlage lösen können. Ohne Zweifel ist es aber gelungen, einen gut lesbaren Text zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2026

    Demian Berger: Nacim Ghanbari: Patronage und deutsche Literatur im 18. Jahrhundert

    PD Dr. Demian Berger
    …, entstanden als Habilitationsschrift an der Universität Siegen, untersucht die soziale Praxis und Institution der Patronage als eine der zentralen… …Ermöglichungsbedingungen literarischer Produktion und Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts. Patronage wird definiert als „eine Form der sozialen… …konstituierende Förderung der genannten Art eine der Patronage ist. Jedenfalls wird diese „in unserer Gegenwart verfemte“ Beziehung (S. 7) sowohl über schriftliche… …durch schriftliche Zeugnisse, auch und gerade durch literarische Texte, rekonstruiert werden können. Vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit der… …praktizieren und modifizieren. Dabei wird ein exemplarisches, schlaglichtartiges Verfahren gegenüber der Analyse größerer Textkorpora bevorzugt, eine… …und Karsch sowie der Kritik bzw. der Fremdkorrektur unterzogene Gedichte Gottfried August Bürgers (Kap. IV). Einen weiteren materialen Schwerpunkt… …bilden ausgewählte, bislang wenig beachtete Werke von Jakob Michael Reinhold Lenz, so etwa dessen Plautus-Übertragungen (Teil V), das Werther-Pendant „Der… …Waldbruder“ und die „Briefe über die Moralität der Leiden des jungen Werthers“ (Kap. VI). 285 Buchbesprechungen Was sich aus den Lektüren dieser Texte ergibt… …, ist die „mikrohistorische“ (S. 135) Beleuchtung unterschiedlicher historischer Konstellationen und Praktiken der Patronage und verwandter… …Interaktionsformen, ein Unternehmen, das immer wieder zu überraschenden und innovativen Einsichten führt. Gleichwohl scheint die Stärke der Studie vor allem in der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Michael Cramm: Ghost/Writer. Autorschaft in Heiner Müllers Spätwerk, Königshausen & Neumann, Würzburg 2009 (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft, Band 668).

    Nikolaus Müller-Schöll
    …Art mit der Ur- oder Vorgeschichte der eigenen Erfahrung mit dem Politischen und der Politik auseinander. Rom, so formulierte er einmal, „ist die… …Urzelle des Staates und seiner imperialen Struktur“. 1 Rom wurde ihm zur Folie des Verständnisses der stalinistischen Regime und ihrer roten Cäsaren im… …Osten, der westlichen Zivilisation und ihrer Kolonisation der anderen Welten und schließlich, nach 1989, zum Ebenbild der Gegenwart im vereinten… …Deutschland, das ihm mit dem augusteischen Zeitalter vergleichbar schien: „Nach der Zeit der Bürgerkriege kam der große Befrieder Augustus, und die ent- 1… …. Ab und zu gab es einen kleinen Grenzkrieg. Aber es passierte nichts Aufregendes mehr.“ 2 Als der belesene Philologe, der Müller auch war, wusste und… …zitierte er mit solchen Äußerungen die lange Reihe der Philosophen und Schriftsteller von Hegel über Marx, Nietzsche, Baudelaire, Artaud, Brecht und Benjamin… …, wenn der physische Körper verwest, jeder Punkt ein eignes Leben für sich gewinnt, welches aber nur das elende Leben der Würmer ist; so hat sich hier der… …Staatsorganismus in die Atome der Privatpersonen aufgelöst.“ 3 Auch wenn Michael Cramm in vielen Worten andere Ziele und Thesen umschreibt, ist doch seine Arbeit… …Beispiel“. Einige andere, etwa „Germania 3“, „Römerbrief“ oder „Notiz 409“ werden gestreift, weitere Texte flüchtig erwähnt, doch aufgrund der Eingrenzung auf… …eigene Arbeit im Kontext der Kategorien Gérard Genettes situiert, den (Spät-)Werkbegriff problematisiert und mit Blick auf Texte wie „Mommsens Block“ die…
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