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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1999

    Orrin Warner Robinson, Clause Subordination and Verb Placement in the Old High German Isidor Translation, Heidelberg 1997 (Germanische Bibliothek, Neue Folge, 3. Reihe Untersuchungen, Bd. 26)

    Susanne Näßl
    …(Germanische Bibliothek, Neue Folge, 3. Reihe Untersuchungen, Bd. 26) Mit der vorliegenden Monographie zu Nebensatz und Verbstellung in der ahd… …. Isidor-Übersetzung knüpft der Verfasser an Themen an, die ihn bereits in zwei in den letzten Jahren entstandenen Aufsätzen („Causes, Conjectures and Conjunction in… …, 356–373) beschäftigt haben. Daß sich bei der Untersuchung von Syntax in ahd. Übersetzungstexten generell die Frage nach der Eigenständigkeit bzw… …. Abhängigkeit des Ahd. vom lat. Text stellt, dessen ist sich der Verfasser wohl bewußt. Begründet wird die Wahl der ahd. Isidor-Übersetzung einerseits damit, daß… …in ihr ein Prosatext vorliegt, der keinen Zwängen gebundener Sprache unterworfen ist, wie sie beispielsweise in der Evangelienharmonie Otfrids zu… …erwarten sind. Das in der Forschung einstimmig hervorgehobene hohe übersetzerische Niveau des ahd. Isidor andererseits berechtigt zu der Annahme, daß der… …deutet der Verfasser gerade die (seltenen) Abweichungen vom Lateinischen als bedingt von den Erfordernissen der (althoch)deutschen Grammatik (S. 3)… …. Untersuchungen zur Syntax der Nebensätze und zur Wortstellung im Althochdeutschen liegen bereits vor, es sei nur an Fourquet 1 (1938), Wunder 2 (1965) oder… …Lippert3 (1974) erinnert. Eine Arbeit, die sich speziell mit dem Nebensatz und der Verbstellung in der Isidor-Übersetzung auseinandersetzt, war bisher jedoch… …ein Desiderat. Gegenstand der Untersuchung sind, wie gesagt, die eingeleiteten Nebensätze in der Isidor-Übersetzung. Doch wird weit mehr geboten als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1999

    Herder-Konferenz 2000

    …NOTIZ Herder-Konferenz 2000 Die International Herder Society veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Weimarer Klassik im Sommer 2000 eine… …interdisziplinäre Konferenz zum Thema Aufklärung und Aufklärungskritik in Johann Gottfried Herders „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“. Neben den… …Quellen und der Rezeptionsgeschichte des Werkes, dem darin mitwirkenden Utopie-Potential und Humanitäts-Konzept soll die Frage untersucht werden, inwiefern… …das „Monumentalfragment“ aus den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts als relative Zwischensumme oder als repräsentatives Konzentrat der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2012

    Kai Bremer (Hg.): "Ich gründe eine Akademie für Selbstachtung." Moritz-Rinke- Arbeitsbuch. Peter Lang, Frankfurt/Main, Bern 2010 (Literarisches Leben Heute. Band 1)

    Johanna Canaris
    …(Literarisches Leben Heute. Band 1) Das von Kai Bremer herausgegebene Moritz-Rinke-Arbeitsbuch ist der erste Band der – ebenfalls von Bremer herausgegebenen –… …Reihe „Literarisches Leben heute“. Die Beweggründe einer umfassenden Auseinandersetzung mit Moritz Rinke, die dem Titel der Reihe entsprechend über die… …theoretische hinausgeht, legt der Herausgeber in seinem Vorwort wie folgt dar: Rinkes Texte fordern gleich aus verschiedenen Gründen zur Reflexion heraus… …: nämlich 1.) aus poetologischen Gründen, die sich besonders an der in der deutschen Dramatik derzeit einzigartigen Figurendarstellung festmachen lassen, dann… …2.) aufgrund der inzwischen existierenden Werk- und Inszenierungsgeschichte sowie 3.) auch wegen der politischen Dimension seiner Arbeiten. (9) Schade… …ist, dass die hier als einer der Gründe für die Entstehung des Bandes genannte Werk- und Inszenierungsgeschichte nicht mit einem Werk- und/oder, noch… …Lebens“. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem Theaterautor Rinke, wobei auch seine feuilletonistischen Arbeiten durchaus in den Zusammenhang passen… …, den das Buch herstellt, und entsprechend eingebunden werden. Auch der 2010 erschienene Roman Rinkes ist Thema zweier Beiträge. Der Band ist in zwei… …große Abschnitte eingeteilt; der zweite Abschnitt enthält seinerseits zwei Unterabschnitte. „Im ersten Teil finden sich Darlegungen, die einen Überblick… …vor allem persönlichen Zugang finden: Einige Beiträge betrachten Rinkes Arbeit, andere, etwa der von Johann Kresnik, blicken auf Rinkes unterschiedliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Ingo Stöckmann (Hg.): Texte zur formalistischen Ästhetik. Eine Quellenedition zu Johann Friedrich Herbart und zur herbartianischen Theorietradition, Berlin: de Gruyter 2019.
    Carole Maigné: Une science autrichienne de la forme. Robert Zimmermann (1824- 1898), Paris: Vrin 2017.

    Alexander Nebrig
    …Theorietradition, Berlin: de Gruyter 2019. Carole Maigné: Une science autrichienne de la forme. Robert Zimmermann (1824– 1898), Paris: Vrin 2017. Auf dem Gebiet der… …Ästhetik waren im 19. Jahrhundert zwei konträre Lehren vorherrschend. Neben der populären, aus der akademischen Welt herausragenden idealistischen Ästhetik… …verortet und an der naturwissenschaftlichen Methodik orientiert – die auf Johann Friedrich Herbart (1776–1841) zurückgehende formale Ästhetik. 1 In der… …umfangreichen Einleitung zu seiner Quellenedition „Texte der formalistischen Ästhetik“ weist der Herausgeber Ingo Stöckmann auf deren disziplinären Charakter hin… …. Als „d i s z i p l i n ä r e Ästhetik“ war sie „Teil der in der Universität als akademische Disziplin gepflegten Philosophie“ (S. 14). Sie hatte keinen… …Friedrich Theodor Vischer (1807–1887), der in Schriftstellerkreisen verkehrte, keinen Moriz Carrière (1817–1895), der das ästhetische Wissen für größere… …bürgerliche Kreise popularisierte. Dies dürfte ein Grund dafür gewesen sein, dass die formalistische Ästhetik eher unbekannt blieb. Obgleich der Gegensatz… …Auseinandersetzung mit der Kunst hatte im Schönen ihren Fluchtpunkt. Ästhetik war die Wissenschaft vom Schönen. Damit einher ging die Abwertung aller nützlichen und… …von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart (1880–1980), hg. v. Herbert Zeman, Graz 1989, S. 441–474; Lothar Schneider: Realismus und formale Ästhetik… …: Herbarts Kultursystem. Perspektiven der Transdisziplinarität im 19. Jahrhundert, hg. v. Andreas Hoeschen, ders., Würzburg 2001, S. 259–281; Ingo Stöckmann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Georg Jansen: Prinzip und Prozess Auslöschung. Intertextuelle Destruktion und Konstitution des Romans bei Thomas Bernhard, Königshausen und Neumann, Würzburg 2005.

    Michaela Holdenried
    …konturieren, als bisher in der Forschung geschehen. In drei Hauptabschnitten, der „polarisierenden Rede“ (S. 14) als ‚Textinhalt‘, dem „polarisierenden… …Verfahren der Textgenerierung“ (S. 68) und dem Schreibprozess als eigentlichem Inhalt der sich selbst auslöschenden Annäherung an eine „unmögliche Literatur“… …(Barthes), insistiert der Verfasser in immer neuen Wendungen auf der Rekonstruktion und Nachzeichnung der Ersetzung narrativer Verfahren durch einen ‚neuen… …Text‘ des Scheiterns bzw. bewusster Destruktion. Gegen den weitgehenden Konsens der Forschung, in den aporetischen Totaloppositionen des… …die „polarisierende Rede“ (S. 14) tatsächlich alogisch und auf eine Weise dezisionistisch, dass die Kategorie der Entwicklung, sei sie narrativ oder… …subjekttheoretisch gedacht, ausgehebelt werde. An ihrer Stelle stehe das Paradoxon, mit dem die „Verstümmelung“ (S. 30, Fußnote 43) der Geschichte/n diese in ihrer… …verlorenen Ganzheit sichtbar mache, sie aber zugleich im Rahmen der Übertreibungskunst in einen neuen, rein ästhetischen Zusammenhang aufhebe. Bernhards… …Wirksamkeit auf die Texte – neben „Auslöschung“ sind dies insbesondere „Gehen“, „Watten“, „Amras“, „Der Italiener“ und „Der Kulterer“ – bezogen. Gerade in der… …polarisierenden Rede erkennt der Verfasser ein „produktives poetologisches Mittel“ (S. 17), das den Redner antreibe. Kohärenzzusammenhänge werden außer Kraft… …gesetzt; der Erzähler ist an ihnen in keiner Weise interessiert – ein Befund, der nicht nur für Bernhard zutrifft, sondern generelles Kennzeichen für die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Simon Richter: Missing the Breast. Gender, Fantasy, and the Body in the German Enlightenment, University of Washington Press, Seattle 2006.

    Nicolas Pethes
    …, Seattle 2006. Im Jahr 1972 wurden dem US-Bundesstaat Connecticut ungeahnte theoretische Weihen zuteil: Der mohikanischen Etymologie ungeachtet, beschrieben… …die französischen Philosophen Gilles Deleuze und Félix Guattari in ihrer Generalabrechnung mit der freudschen Psychoanalyse den Effekt der… …Subjektivierung („I“) als Prozess der Kopplung („connect“) und Entkopplung („cut“) zweier Partialobjekte: „Connect – I – cut“. An die Stelle der neurotischen… …Herstellung von Milch, und mit ihr verkoppelt die Mundmaschine.“ 1 Der Anti-Ödipus richtete sich gleichermaßen gegen die Fortschrift der Psychoanalyse bei… …Jacques Lacan, der den Phallus zum Signifikanten einer Ökonomie des Mangels erhoben hatte, wie gegen den antifreudianischen Ansatz Melanie Kleins, deren… …. 2 Der Suche nach Alternativen zum Phallozentrismus gilt auch das neue Buch von Simon Richter, dessen Studie „Laocoon’s Body and the Aesthetics of… …Pain“ (1992) hierzulande trotz der anhaltenden Konjunktur der literarischen Anthropologie viel zu wenig rezipiert worden ist. Richter führt diese Suche… …der Subjektivierung wählen. Damit eröffnet „Missing the Breast“ eine neue Perspektive und präsentiert einen Ansatz, der die Beschwörung stillender… …Mütter, verführerischer Enthüllungen und homoerotischer Umarmungen in der deutschsprachigen Literatur der Spätaufklärung in ihrer gemeinsamen Referenz auf… …Männern oder brustlosen Amazonen in der Populärkultur der Gegenwart. Solche Phantasien stehen in der Tradition eines subversiven Codes der Weiblichkeit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Dennis Howard Green, Language and History in the early Germanic World, University Press Cambridge 1998

    Heinrich Beck
    …BUCHBESPRECHUNGEN Dennis Howard Green, Language and History in the early Germanic World, University Press Cambridge 1998 Der Verfasser (Schröder… …Professor Emeritus of German an der Universität Cambridge) legt hier eine Arbeit vor, die aus einem dreijährigen Vorlesungszyklus entstanden ist – ein Faktum… …, das mit zur Lesbarkeit und klaren Präsentation der Argumente beigetragen haben mag. Green will nicht unbedingt neue Ergebnisse vorlegen, vielmehr in… …seiner eigenen Anordnung der sprachgeschichtlichen Materialien und ihrer Korrelation mit den historischen Fakten eine Sicht gewinnen, die die Begegnung der… …germanischen Stämme mit der römischen und christlichen Welt illustrieren soll. Der letzte Satz des Werkes formuliert die Intention treffend: Es sei ein Buch… …(des germanisch-sprachigen Europa) möchte der Verf. aus der Perspektive der Sprachgeschichte neu beleuchten. In einem ersten Teil wird die germanische… …Begegnungen mit der nichtgermanischen Welt: der classical antiquity (ergänzt durch die Einbeziehung des Keltischen und der osteuropäischen Ethnien) und dem… …Christentum. Man könnte in der Anordnung die Widerspiegelung eines historischen Ablaufes vermuten. Dem ist teilweise auch so, doch erblickt Green darin auch die… …systematischer Zugriff fallen zusammen. Die übergreifenden Gesichtspunkte der Arbeit lassen sich in drei Richtungen charakterisieren: A. Methodisch ist die Arbeit… …. Linguistisch-Historische Beiträge“ (1. Aufl. 1883) sprach. Schrader prägte dann auch den Begriff der „linguistischen Paläontologie“ – in dem Glauben, aus den „Trümmern der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Karl Gustav Goblirsch, Lautverschiebungen in den germanischen Sprachen, Winter, Heidelberg 2005 (Germanistische Bibliothek 23), 308 Seiten

    Ingo Reiffenstein
    …Seiten Der Autor hat seit seiner Dissertation „Consonant Strength in Upper German Dialects“ (Minnesota 1990, gedruckt in Odense 1994 als NOWELE Suppl. 10)… …in zahlreichen Beiträgen über Probleme der synchronen und diachronen Phonologie der Konsonantensysteme germanischer Sprachen (vor allem der… …Obstruenten) gearbeitet. Das vorliegende Buch zieht die Summe dieser Arbeiten, soweit sie das Phänomen Lautverschiebung (LV) zum Gegenstand haben. Neben der 1… …. und 2. LV kennt Goblirsch noch eine dänische, isländische und eine ‚teilweise’ LV, die er als Varianten der 2. LV versteht und die auch etwa zeitgleich… …mit dieser (ca. 6.– 8. Jahrhundert) vor sich gegangen seien. Goblirschs These ist, dass allen LVen im Prinzip der gleiche Lautwandelmechanismus zugrunde… …liege, nämlich der Merkmalwechsel von Stimmbeteiligung zu Aspiration, durch den das Germanische sich auch von den idg. Nachbarsprachen unterscheidet; dass… …die Resultate der verschiedenen LVen nicht übereinstimmen, erkläre sich aus dem unterschiedlichen Grad der Durchführung dieser Veränderungen in den… …verschiedenen Sprachen. Dass das Dänische Veränderungen aufweist, die der hochdeutschen LV ähnlich sind (Anlautaffrizierung), ist seit längerem bekannt (Zabrocki… …tabellarische Übersicht über die Prozesse, die er als LV interpretiert, findet sich auf S. 17. Methodisch steht Goblirsch auf dem Boden der diachronen Phonologie… …(S. 14), sein Ziel ist eine als durchgehender Prozess verstandene Phonemgeschichte der LV. Hohen Zeugniswert billigt er den rezenten Dialekten zu. Im 1…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Thomas Hecken: Pop - Geschichte eines Konzepts 1955-2009

    Peter Rehberg
    …Buchbesprechungen Thomas Hecken: Pop – Geschichte eines Konzepts 1955–2009, transcript, Bielefeld 2009. Die Pop-Debatte innerhalb der… …Kulturwissenschaften und der Germanistik hat häufig genau zwei Generationen von Pop-Schreibern zum Anlass der Auseinandersetzung genommen: Entweder die Suhrkamp-Autoren… …der 1980er – Goetz, Meinecke, Neumeister – oder deren Epigonen, die KiWi-Autoren der 1990er – Kracht, Stuckrad-Barre, Blessing usw. Andere… …Beschäftigungen mit Pop widmen sich oft der Aufarbeitung eines subkulturellen Milieus wie zum Beispiel dem Jack-Smith-Festival im Berliner Hebbel-am-Ufer im… …Kontext Schlüsselbegriffe der Pop-Diskussion wie ,Glamour‘ bearbeitet wurden, laufen solche Untersuchungen nur selten auf die Erarbeitung historischer… …Anschlusspunkte hinaus. Die Konzentration der Pop-Debatte in den 1960ern in ein historisches Verhältnis zu ihren späteren Ausprägungen zu setzen, wie es Heckens… …betreibt. Das 10 Vgl. Giorgio Agamben: Der Autor als Geste, in: Ders.: Profanierungen, Frankfurt/ Main 2005, S. 57–69. 11 Vgl. Stefan Kammer: Figurationen… …und Gesten des Schreibens. Zur Ästhetik der Produktion in Robert Walsers Prosa der Berner Zeit, Tübingen 2003. 315 Buchbesprechungen Projekt einer… …sucht Hecken die Vorgeschichte des Pop-Konzeptes in den ästhetischen Abhandlungen und Avantgarde-Manifesten der Moderne um 1900, von Baudelaire und… …industrialisierten Moderne innerhalb der neu entstehenden Massengesellschaften verhandelt werden. Zumal damit auch immer die an den Ort des Populären geknüpften…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Caroline Emmelius: Gesellige Ordnung. Literarische Konzeptionen von geselliger Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit

    Anja Becker
    …Gruyter, Berlin, New York 2010 (Frühe Neuzeit 139), 425 Seiten. Die Göttinger Dissertation führt zwei aktuelle Forschungsstränge der Mediävistik zusammen… …den programmatischen Begriff der geselligen Ordnung verknüpft, welcher die beiden Aspekte der Geselligkeit, die Interaktion auf sozialer sowie… …kommunikativer Ebene, anspricht. Ausgangspunkt der Studie ist eine Grundparadoxie geselliger Gruppenkontakte: Während die Voraussetzung für die Konstitution von… …Geselligkeit in der Gleichrangigkeit der Teilnehmer begründet liegt, benötigt sie als stabile soziale Form – oder auch als ‚Institution‘ – zugleich eine… …ordnungsgebende Struktur, die die Verstetigung der Interaktion und damit ihre – wenn auch nur temporäre – Stabilität in der Zeit sichern helfen kann. Indem diese… …Ordnungsstruktur als hierarchische praktiziert wird, tritt sie in Konkurrenz zur Konzeption der Gleichrangigkeit und hebt diese partiell wieder auf. (S. 50) Diese… …Muster geselliger Ordnungen – und das ist die Hauptthese – seien bereits in der höfischen Literatur des Mittelalters auffindbar. Gegen die gängige… …Forschungsmeinung, in der Renaissance sei eine neue Konversationsund Geselligkeitskultur gleichsam aus dem Nichts entstanden1 , verweist die Autorin auf literarische… …und soziale Kontinuitäten, auf denen das sog. ‚Zeitalter der Konversation‘ aufruhe. Literarische Inszenierungen von geselligen Gesprächen werden in der… …einem methodischen Zweischritt vor: Zunächst wird nach Mechanismen der Etablierung, Stabilisierung und Verstetigung der sozialen Ordnung gefragt, dann…
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