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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1999

    DFG-Rundgespräch "Rheinisch-Westfälische Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart", 24.-26. 3. 1999 in Münster

    Christian Fischer
    …. 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um sich mit der rheinischen, der westfälischen und der rheinisch-westfälischen Sprachgeschichte… …Rheinland – Niederrhein – Westfalen) deutliche Korrespondenzen zu den jeweiligen Arbeitsschwerpunkten der drei Veranstalter aufweist. Zu jedem der drei… …Teilräume gab es, je nach Segmentierung auf der Zeitachse, vier oder fünf Referate, zur Einführung einen sprachhistorischen Kurzüberblick über den gesamten… …Aspekte der insgesamt fünfzehn Vorträge zusammengefaßt werden, soll an dieser Stelle hervorgehoben werden, wie fruchtbar und anregend der Gedankenaustausch… …von den Tagungsteilnehmern empfunden wurde, wie lebhaft und weiterführend die ausführlichen Diskussionen waren und wie reibungslos der gesamte… …technische Ablauf funktionierte. Thomas Klein (Bonn) vermittelte in seinem Einführungsvortrag zur „Sprachgeschichte der Rheinlande und Westfalens bis 1300“… …seinem (im Veranstaltungsprogramm euphemistisch „Kurzüberblick“ betitelten) Vortrag das hohe Alter der sprachlichen Dreiteilung Westfalens heraus. Für das… …Rheinland waren bis zum Spätmittelalter die „etappenartige“ Teilnahme an den Prozessen der Tenuesverschiebung, der Monophthongierung und der Tondehnung… …bis zur Gegenwart). Während bis 1500 keine Tendenz zum Aufbrechen der regionalspezifischen Schreibsprachverwendung festzustellen ist (Möller), ist das… …verhochdeutscht, wobei der Buchdruck eine besonders wichtige Rolle spielt (Hoffmann); für das 17. Jahrhundert ist angesichts der Überlieferungslage und des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Stephan Braese, Anne-Kathrin Reulecke (Hgg.): Realien des Realismus. Wissenschaft - Technik - Medien in Theodor Fontanes Erzählprosa

    Christiane Arndt
    …Fontanes Erzählprosa“ gehört in die Reihe von Beiträgen, die in den letzten Jahren eine Aufarbeitung der Interferenzen von Realismus und realgeschichtlichem… …. Dabei zeichnet sich die Sammlung durch ihren Fokus auf Fontane aus, den die Forschung bisher in der Diskussion um Wissenschaft, Medien und Technik weniger… …berücksichtigt hat als beispielsweise Gottfried Keller, Wilhelm Raabe oder Adalbert Stifter. Zunächst ist die Fülle der Zugänge zu Fontanes Texten bemerkenswert… …, die der Band vor dem gegebenen Hintergrund präsentiert. Besondere Relevanz hat die Sammlung aber darüber hinaus vor allem dadurch, dass die Gesamtsicht… …der Aufsätze eine programmatische Medientheorie realistischen Erzählens entwirft. Innerhalb der jeweiligen Narration erscheinen die untersuchten Realien… …feststellen, im Erzählten als Ersatz, Übertragung, Störung oder Verschiebung auf und erspüren damit Vorauswirkungen der Moderne. Es ist nun schon beinahe zur… …Gewohnheit der aktuellen Realismusforschung geworden, für die Epoche eine Präfiguration der Moderne festzustellen. Wenn diese Feststellung jedoch, wie hier… …durchgehend und explizit der Fall, ausgehend von narrativen Subtilitäten die poetologische Reflexion des Realismus revidiert, dann liegt in einer abermaligen… …Thematisierung ein großer Gewinn. Im Zuge dieser Revidierung stellt der Band eine Alibifunktion, ein ‚als ob‘ der Texte angesichts der Realien fest, das die… …Diskussion um Roland Barthes’ Wirklichkeitseffekt neu definiert: einerseits als ständige Wiederholung der Frage nach Bedeutung und Nichtbedeutung (Strowick)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Ursula Prutsch/Klaus Zeyringer (Hg.): Leopold von Andrian (1875-1951). Korrespondenzen, Notizen, Essays, Berichte, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2003.

    Dieter Sudhoff
    …, Wien, Köln, Weimar 2003. In der an Sondergängern reichen Literatur des Wiener Fin de siècle dürfte der Freiherr Leopold Ferdinand von Andrian zu Werburg… …Kraus ganz im Gegenteil als „Kindergarten der Unkenntnis“ 2 verspottete Prosadichtung „Der Garten der Erkenntnis“ (1895), reichte aus, seinen Namen in die… …Literaturgeschichte einzuschreiben, in der er seither mit seinem Freund Hugo von Hofmannsthal als einer der originärsten Vertreter des frühen Symbolismus in Österreich… …Identitäts- und Sinnkrise bis in die Textur hinein abzubilden. Statt realer Gewissheiten vermag diese nur noch subjektive und anzweifelbare Reflexe der… …Wirklichkeit zu vermitteln und setzt den Leser so einer permanenten Verunsicherung aus. Bei allem zeitbedingten Pathos der poetischen Rede und trotz aller… …wegweisenden Subjektivierung eine noch heute beeindruckende Modernität bewahren können. Für Leopold Andrian war der „Garten der Erkenntnis“ der paradoxe Versuch… …Mitteln der Kunst darzustellen und zu überwinden; zugleich sollte ihm die poetische Sublimierung persönlicher Liebes- und Leidenserfahrungen dazu verhelfen… …seltener Konsequenz von der Dichtung, flüchtete nach dem äußeren Erfolg und dem inneren Scheitern in das Reglement einer diplomatischen Karriere und suchte… …gänzlich „der Drang oder die Gabe, in Worten zu schaffen […], verloren gegangen“, 3 an Hofmannsthals zwei Jahre später entstandenen Brief des Lord Chandos… …kostbare Privatdrucke seines Jugendwerkes geduldet; nach seinem Tod gab es mehrere Neuausgaben (1964, 1970, 1990), doch erst 2003 konnte unter dem Titel „Der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2014

    Ingrid Kasten (Hg.): Machtvolle Gefühle

    Rüdiger Schnell
    …. Der vorliegende Band versammelt „Beiträge der Internationalen und Interdisziplinären Tagung ‚Machtvolle Gefühle‘, die vom 24.–26. September 2009 in… …Berlin stattgefunden hat“ (S. 1). Zu dieser Tagung hatte Ingrid Kasten, zugleich Leiterin des Berliner Projekts „Emotionalität in der Literatur des… …Mittelalters“ (zugleich Teilprojekt des Berliner SFB „Kulturen des Performativen“), das von 1999 bis 2009 von der DFG finanziert wurde, eingeladen. „Vorrangiges… …Ziel der Tagung war es, neue Perspektiven und Ausblicke für die künftige Emotionsforschung zu eröffnen“ (S. 1). Doch nutzt Frau Kasten als Herausgeberin… …dieses Tagungsbandes die Gelegenheit, in der Einleitung nochmals die Grundlagen und Resultate des Berliner Projekts zu resümieren. Vor allem versucht sie… …verteidigen und die Fachkritik an den Publikationen des Berliner Emotionsprojekts als unzutreffend abzuwehren (S. 4–9). 1 Angesichts der von Kasten un- 1 Kritik… …Schulz: Die Verlockungen der Referenz. Bemerkungen zur aktuellen Emotionalitätsdebatte, in: PBB 128, 2006, S. 472–495; Sonja Glauche: Rezension zu Jutta… …Emotionen, vermittelte Gegenwart. Zeichen und Präsenz in der literaturwissenschaftlichen Emotionstheorie, in: PBB 130, 2008, S. 62–81, bes.: S. 69–77; Rüdiger… …Schnell: Erzähler – Protagonist – Rezipient im Mittelalter, oder: Was ist der Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Emotionsforschung?, in: IASL 33,2… …Koch: Trauer und Identität. Inszenierungen von Emotionen in der deutschen Literatur des Mittelalters (Trends in Medieval Philology 8), Berlin/New York…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Victoria Kahn, Neil Saccamano, Daniela Coli (Hgg.): Politics and the Passions. 1500-1850, Princeton University Press, Princeton und Oxford 2006.

    Cornelia Zumbusch
    …16. bis zum frühen 19. Jahrhundert betreffen menschliche Triebe, Leidenschaften und Gefühle. Mit Beginn der Frühen Neuzeit verlegt sich die… …, von Natur aus zu sozialen Bindungen disponierten Wesen zeichnet sich zugleich eine historische Zäsur ab, mit der sich das 18. vom 17. Jahrhundert… …absetzt. Zur Herausbildung der modernen politischen Theorie gehört also nicht nur die wissenschaftliche Diskursivierung der Triebe und ihre Umarbeitung zu… …Leidenschaften zuwenden, erschließen sie der Herrschaft einen Bereich, der in der Antike als dezidiert nicht-politischer Raum des oikos konzipiert worden ist. Die… …in der Moderne ausgebaute ökonomische Verwaltung des Lebens und ihren Unterschied zur absolutistischen Macht, sterben zu machen, hat Michel Foucault in… …seinen Arbeiten zur Biopolitik ausgearbeitet. Unter dem Titel „Politics and the Passions“ fragt der von Victoria Kahn, Neil Saccamano und Daniela Coli… …herausgegebene Band nach der Neuerfindung und Ausdifferenzierung politischer Affekte zwischen Niccolò Machiavelli und John Stuart Mill. Gewährsmann für die 293… …Buchbesprechungen These, das politische Interesse an den menschlichen Leidenschaften sei im Zusammenhang mit dem Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus und der… …Herausbildung eines neuen bürgerlichen Ethos zu sehen, ist nicht Foucault, sondern Albert Hirschmann. Wie bereits Elias gezeigt hat, verdankt sich der Übergang… …von der höfischen zur bürgerlichen Gesellschaft der Internalisierung der Triebkontrolle: Der Prozess der Zivilisation, wie Elias ihn sieht, schreitet…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jürgen Wolf: Buch und Text. Literatur- und kulturhistorische Untersuchungen zur volkssprachigen Schriftlichkeit im 12. und 13. Jahrhundert

    Christoph Fasbender
    …. Jahrhundert, Niemeyer, Tübingen 2008 (Hermaea 115), X und 482 Seiten Die Geschichte der volkssprachigen Schriftlichkeit von ihren Anfängen bis ins ausgehende 13… …angenommen. Das Genus Habilitationsschrift kam der 8 Zu denken wäre an die Auseinandersetzung mit Ebenbauer, die etwa Müllers Beitrag zur Gedenkschrift… …u. Armin Schulz, Tübingen 2001. 431 Buchbesprechungen Absicht, einmal alles aus der Vogelschau zu präsentieren, entgegen. Auch der fachgeschichtliche… …Zeitpunkt schien günstig, versprach doch die von der ‚Neuen Philologie‘ hervorgerufene Fokussierung von Handschriften oder Handschriftengruppen einiges… …Verwertbare. Herausgekommen ist, soviel vorweg, ein gut gegliedertes, gut ausgestattetes und gut lesbares, dabei weit ausgreifendes Buch über Innovationen der… …Forschungsgeschichte gerät hier in den Blick: Lachmann, Burdach und das Wolf bestens vertraute Handschriftenarchiv der Berliner Akademie, „New Philology“, die Semiotiker… …der Buchgeschichte und die quantitative Methode, deren immer neue Berechnungsvorschläge auch Wolf, dessen Datenbasis die „Marburger Repertorien“… …darstellen, nicht begeistern (S. 22 f.). Einen ersten Akzent setzt der Abschnitt über die lateinische Schriftkultur, in der Wolf zu Recht die Basis der… …Feld für die volkssprachige Schriftkultur bereiten.“ (S. 45). Dies wird, wie sich zeigen soll, der Cantus firmus der Studie bleiben. Ein erstes… …Großkapitel ist mit „Manuskriptkultur“ überschrieben. Es gibt eingangs eine nützliche Typologie für eine Bestimmung der Anteile in gemischtsprachigen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2019

    Iuditha Balint: Erzählte Entgrenzungen. Narrationen von Arbeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Martin Jörg Schäfer
    …Begriff ‚Arbeit‘ handelt es sich, wie Niklas Luhmann Ende der 1980er Jahre einmal angemerkt hat, um „eine diffuse Kategorie“ 1 , die sich von Ökonomie oder… …Soziologie bei aller Anstrengung nicht so recht auf einen Nenner bringen lassen mag. Der Umstand, dass zwei Personen der gleichen Tätigkeit nachgehen, bedeutet… …nicht, dass diese Tätigkeit in beiden Fällen Arbeit ist, als Arbeit erfahren oder von der jeweiligen Kultur als Arbeit betrachtet wird. Die Selbst- und… …literaturwissenschaftliches Thema – vor allem im Zeichen der diversen, seit den 1990ern gesellschaftspolitisch diagnostizierten Krisen einer gegen Lohn verrichteten Arbeit… …. Nicht zuletzt erzählen die Verfasser*innen von Literatur wieder vermehrt aus einer Arbeitswelt, die seit den 1990ern verstärkt Prozessen der Deregulierung… …und Flexibilisierung unterworfen worden ist: Das Verwischen der Grenze zwischen Lohnarbeit und Freizeit hat einerseits Auswirkungen auf das Privatleben… …und unterwirft andererseits auch noch die intimsten Wünsche und Regungen des Subjekts einer vormals dem Bereich der Lohnarbeit zugerechneten… …Ökonomisierung. Seit der Wirtschaftskrise von 2008 haben diese Diskurse viel von ihrer Legitimität verloren und werden in den gesellschaftspolitischen Debatten wie… …auch von der Literatur seither oft anders thematisiert. Neben zahlreichen literaturwissenschaftlichen Einzelaufsätzen und Sammelbänden zur (frei nach… …Huxley) ‚schönen neuen Arbeitswelt‘ der 1990er und 2000er Jahre erscheinen in letzter Zeit auch verstärkt ihr gewidmete Monographien. Iuditha Balints…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Germanistische Mediävistik und "Bologna-Prozess' - Eckwerte zur Einführung gestufter Studiengänge

    Eckwerte zur Einführung gestufter Studiengänge
    Manfred Eikelmann
    …veranlasste Neustrukturierung und Modularisierung der Studiengänge erfordert eine Besinnung auf die Kerninhalte der Fächer und die in ihnen zu vermittelnden… …birgt die Gefahr erheblicher Qualitätsdifferenzen in sich. Für die germanistische Mediävistik sind auf einer Tagung, zu der DAAD und DFG eingeladen hatten… …(Germanistische Mediävistik und ‚Bologna-Prozess‘, Villa Vigoni / Menaggio, 17.– 20. 10. 2004), daher Überlegungen zu den bei der Einführung gestufter Studiengänge… …, Italien, Portugal, Russland, der Schweiz und Spanien haben sich darauf verständigt, dass die folgenden Eckwerte beachtet werden sollen. 1. Grundsätze Für… …ein zulängliches, wissenschaftlichen Qualitätsstandards genügendes Studium der Germanistik erbringt die Mediävistik (Ältere deutsche Sprache und… …Literatur) spezifische Leistungen: – Es ist die Aufgabe der Mediävistik, das Interesse für eine Sprache und Literatur zu fördern, die uns fremd geworden ist… …Kontinuitäten und Diskontinuitäten der Geschichte, mit dem kulturell Anderen, mit Verschränkungen von Eigenem und Fremdem, mit der Überlagerung von Identität und… …Differenz ermöglichen. Das Studium der Sprache und Literatur des Mittelalters vergegenwärtigt exemplarisch Prozesse des historischen Wandels. Es sichert das… …historische Gedächtnis und führt damit zum Verständnis der historischen Bedingtheit von Ordnungsmodellen, Wahrnehmungs- und Deutungsmustern der Welt, von… …Konstellationen von Herrschaft und Macht, von Formen der Konsoziation. – Die historische Fremdheit mittelalterlicher Sprache und Literatur erhöht die analytische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    "Sprachgeschichte des Deutschen' - Versuch einer neuerlichen Diskussion

    Hans-Joachim Solms
    …des vergangenen Jahrhunderts im intellektuellen Diskurs stets virulent gebliebene Frage nach der gesellschaftlichen Funktion der Germanistik wieder… …SPIEGEL 1 Raum, um über die ‚Krise der Germanistik‘ zu handeln. Darauf wurde von verschiedener Seite rasch und z.T. auch vehement reagiert. 2 Dass die… …Reaktion erststellig seitens der Literaturwissenschaft erfolgte, nimmt nicht wunder, da „Ihr – und nicht der Sprachwissenschaft – […] die Schläge der… …allein für Doerry zuzutreffen: So kritisiert Joachim Güntner 4 einige der aus dem Fach gekommenen Reaktionen auf Doerrys Beitrag dahingehend, dass die… …Mediävistik (unter selbstverständlichem Einschluss auch der Sprachgeschichte) betont, als auch und besonders auf den allein in fachlicher Einheit zu erfüllenden… …gesellschaftlichen Auftrag der Lehramtsausbildung verwiesen. Auf diesen identitären Kern zielt auch Eva 1 Martin Doerry: Schiller war Komponist, in: DER SPIEGEL 4. 2… …. 2017, S. 104–109. 2 Es erschienen unmittelbare Reaktionen u.a. von: Steffen Martus: Germanistik in der Krise?: Der eierlegende Wollmilchgermanist wird… …dringend gesucht, In: FAZ 8. 2. 2017; Heinz Drügh/Susanne Komfort-Hein/Albrecht Koschorke: Krise der Germanistik?: Wir Todgeweihten grüßen Euch, in: FAZ 9. 2… …. 2017; Klaus Kastberger: Schluss mit dem Totentanz-Geraune, in: ZEIT 13. 2. 2017; Frauke Berndt: Hier wird an der Zukunft gearbeitet, in: NZZ 14. 2. 2017… …; Büsra Delikaya: Warum ich es liebe, Germanistik zu studieren, in: der Freitag 16. 2. 2017; Helmut Glück: Deutschlehrer dringend gesucht, in: FAZ 17. 2…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2023

    Cornelia Zumbusch: Was keine Geschichte ist. Vorgeschichte und Literatur im 19. Jahrhundert, Berlin: J. B. Metzler 2021.

    Dorothea von Mücke
    …Studie befasst sich Cornelia Zumbusch, wie schon der Titel ankündigt, mit der Rolle, die der Schnittpunkt von Geschichte und Vorgeschichte für die… …: was nicht erzählt wird, wurde oder sich nicht erzählen lässt, aber auch: was nicht Eingang in die offizielle Historiographie der res gestae gefunden hat… …einem Zeitpunkt, da die großen Einheiten der Literaturwissenschaft, wie etwa die von Epoche, Werk, Autor oder Gattung, schon lange brüchig oder fragwürdig… …und einer sich ins nahezu Unendliche verästelnden Erzähltheorie schwanken, widmet sich diese Studie dem Phänomen der ­erzählerischen Einschiebung einer… …. Diese literarische Technik ist uns aus der Rhetorik als ­Analepse bekannt. Doch Zumbusch untersucht – und hierin liegt der originelle Zugriff ihrer Studie… …– nicht einfach die Verwendung der Analepse in 3 Siehe Anm. 1. 619 Buchbesprechungen literarischen Texten des neunzehnten Jahrhunderts, sondern… …Jahrhunderts, d. h. einer Epoche, die wie wohl keine andere zumindest im westlichen Europa von der Dominanz der Geschichte im Sinne einer sich stark… …ausbreitenden und ausdifferenzierenden Geschichtswissenschaft geprägt ist. Einen weiteren Kontext bildet die die zweitausendjährige literarische Tradition der… …Novelle innerhalb der Entwicklung des jeweiligen literarischen Oeuvres. Diese dreifache Kontextualisierung ermöglicht es Zumbusch, der Analyse einzelner… …oder ergänzende Erzählung gemeint sein – z. B. Kindheitsgeschichten oder solche über prägende Ereignisse oder einflussreiche Personen aus der…
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