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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Der Schreiber IV des Codex Sangallensis 857 und die *C-Fassung des "Nibelungenlieds"

    Eberhard Nellmann
    …Der Schreiber IV des Codex Sangallensis 857 und die *C-Fassung des „Nibelungenlieds“ von Eberhard N e l l m a n n , Bochum Erstaunliche Dimensionen… …hat im Verlauf der letzten 20 Jahre die Produktivität des unbekannten Skriptoriums angenommen, dem wir die St. Galler Handschrift 857 verdanken. Nicht… …nur die sieben Texte, die in der berühmten Sammelhandschrift vereinigt sind – „Parzival“, „Willehalm“, Strickers „Karl“, „Nibelungenlied“ und… …entstanden sein: beide in völlig abweichendem Format und Layout, beide geschrieben vom ‚Schreiber IV’ des Codex Sangallensis. Dieser Schreiber, der in der… …großen Handschrift nur mit 18 Strophen des „Nibelungenlieds“ (Str. 2,1-19,2) vertreten ist 4 , wäre demnach einer der Hauptschreiber des Skriptoriums, der… …ein besonders großes Pensum zu bewältigen hatte. Dabei galt er noch Werner Schröder als „Gehilfe“, der wegen seiner „nachlässigen Schreibweise“ schon… …„Nibelungenlied“-Schreiber) den Auftrag, eine zweite Abschrift des „Nibelungenlieds“ herzustellen, von der Fragmente (Sigle: E) in Berlin erhalten sind. 6 Allerdings war… …diesmal nicht ein Text der Fassung *B die Grundlage der Abschrift, sondern (wie zuerst Palmer festgestellt hat) 7 eine Handschrift der *C-Fassung… …: Sankt Galler Nibelungenhandschrift (Cod. Sang. 857). Parzival, Nibelungenlied, Klage, Karl der Große, Willehalm, hg. v. Stiftsbibliothek St. Gallen… …. 1: Vom späten 12. Jahrhundert bis um 1300, Textband/Tafelband, Wiesbaden 1987, S. 136. 3 Nigel F. Palmer: Der Codex Sangallensis 857, in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Lyrische Narrationen - narrative Lyrik. Generische Interferenzen in mittelhochdeutscher Epik, Minnesang und Mystik, Loccum, 17.-19. September 2008

    Susanne Kaplan, Reinhard Spiekermann
    …. September 2008 Das Fehlen einer normativen Gattungspoetik und die spezifische Dynamik der Gattungen, die durch permanente Durchdringung und Überlagerung von… …Schrift und Performanz entsteht, sind Kennzeichen der mittelhochdeutschen Literatur. Diese Interdependenzen sind neuerdings als generische Transgressivität… …zwischen diesen beiden Gattungen seit langem bekannt sind, fehlt bislang ihre systematische Diskussion auf der Basis einer tragfähigen Theoriefigur. Das von… …Interferenzen in mittelhochdeutscher Literatur und ihrem Kontext zu untersuchen. Anregend für das Tagungsthema waren vor allem die Entwicklungen der letzten Jahre… …auf dem Gebiet der modernen Erzählforschung, die zu einer starken Erweiterung des Gegenstandsbereiches der Narratologie führten. Erzählen wird zunehmend… …zunehmend auch nicht-literarische Medien untersucht. Darüber hinaus wurden innerhalb der Literaturwissenschaften auch solche Texte, die den ursprünglich als… …Narrationen konstituierenden Dimensionen der zeitlichen Sequentialität und der perspektivischen Vermittlung aufweisen. Bei dem Versuch, diesen – letztlich… …transgenerischen – Ansatz einer narratologischen Betrachtungsweise über Gattungsgrenzen hinweg zu rechtfertigen, stellt sich unweigerlich die Frage nach der Funktion… …neuerdings im Konzept der poetischen Emergenz subsumiert worden, das bewusst darauf verzichtet, das Entstehen neuer literarischer Erscheinungen… …erst neue Möglichkeiten des Ausdrucks schafft. Und so scheint die eigentliche Brisanz der Tagung in der Frage zu liegen: Wie zwingend reziprok ist das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Klaus Grubmüller, Die Ordnung, der Witz und das Chaos. Eine Geschichte der europäischen Novellistik im Mittelalter: Fabliau - Märe - Novelle, Max

    Joachim Heinzle
    …BUCHBESPRECHUNGEN Klaus Grubmüller, Die Ordnung, der Witz und das Chaos. Eine Geschichte der europäischen Novellistik im Mittelalter: Fabliau – Märe… …altbekannte Theoriedebatten auf. Es geht um die Möglichkeiten und Bedingungen von Geschichtsschreibung im Allgemeinen (der Geist Hayden Whites wird noch einmal… …entfalten. Er zieht damit eine Konsequenz aus der Kritik an Hanns Fischers Mären-Begriff1 , kann sich von diesem aber dann doch nicht lösen. Die Darstellung… …beginnt mit den „Anfängen in Frankreich“ (Kap. 2). An die Spitze der literarischen Reihe stellt Grubmüller die Handvoll Fabliaux, die Jean Bodel… …und Angelpunkt von Grubmüllers Versuch einer Gattungsbestimmung des Fabliau ist die klassische Bédier-Formel, nach der Fabliaux „contes à rire en vers“… …. Ich würde eher sagen, die Formel stecke so etwas wie einen kognitiven Rahmen ab. Der ist sehr weit, und so verwundert es nicht, dass sich die Forschung… …der Fabliaux erlauben oder verbieten“ (S. 58). Grubmüller wendet gegen diese Art von Buchhalterei mit Recht ein, dass „dem historischen Zusammenhang… …als literarischen Typus zu fassen, gerät er selbst ins Klassifizieren. Einer der Texte passt nämlich nicht zu dem von ihm anvisierten Fabliau-Begriff… …, der ersichtlich auf Fischers Mären-Begriff bezogen ist: „Le Couvoiteus et l’Envieus“ ist eine exemplarische Wundergeschichte. Grubmüller erklärt sie… …gewunden zum „Sonderfall“, „der nicht einfach ins Ganze eingerechnet werden sollte“ (S. 51). Nach der Erkundung der Anfänge wendet sich Grubmüller dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Jessika Warning, Neidharts Sommerlieder. Überlieferungsvarianz und Autoridentität, Max Niemeyer, Tübingen 2007 (MTU 132), 244 Seiten

    Anna Kathrin Bleuler
    …Seiten Eine wichtige Erkenntnis, die sich in der Forschung seit den 1960er-Jahren durchsetzt, ist, dass zwischen den Überlieferungszeugnissen von Neidharts… …grundsätzlich als eigenständige Zeugnisse der Lieder Neidharts angesehen werden, die nicht auf eine ihnen gemeinsam zugrunde liegende Originalfassung oder auf… …, sowie Gerd Fritz: Sprache und Überlieferung der Neidhart-Lieder in der Berliner Handschrift germ. fol. 779 (c), Göppingen 1969 (GAG 12), S. 24 f. 138… …rezeptionstheoretischen Autorkonzept entwickelt Warning ein Verfahren zur Annäherung an die poetologische Identität der Lieder des historischen Autors Neidhart und führt… …dieses am Textcorpus vor. Dabei schränkt sie den Untersuchungsgegenstand in zweifacher Hinsicht ein: Zum einen berücksichtigt sie lediglich eines der… …Neidhart’schen Subgenres, nämlich die in der Forschung gegenüber den Winterliedern bis dahin wenig beachteten Sommerlieder 2 ; zum anderen konzentriert sie sich… …auf die ältesten Sommerliedcorpora der Handschriften R (Ende 13. Jahrhundert), B und C (Anfang 14. Jahrhundert) 3 , da diese für eine Annäherung an die… …Autoridentität aussagekräftiger seien als die Handschriften aus dem 15. Jahrhundert (S. 2). Kapitel I der Arbeit dient der Einführung in die Thematik (S. 1–17)… …, der Darstellung des methodischen Vorgehens (S. 17–24) und der Beschreibung des einbezogenen Überlieferungsmaterials (S. 24–35). In diesem Teil… …entwickelt Warning in Anlehnung an Albrecht Hausmanns Konzept der „Autorkonkretisation“ 4 eine Möglichkeit zur Überbrückung der Kluft zwischen den Kategorien…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Wilhelm Werner von Zimmern. Totentanz, hg und komm. v. Christian Kiening, Edition Isele, Konstanz 2004 (Bibliotheca Suevica 9), 211 Seiten mit 83 farbigen und 19 schwarzweißen Abb.

    Franz-Josef Holznagel
    …Seiten mit 83 farbigen und 19 schwarzweißen Abb. In der Mitte des 16. Jahrhunderts hat der schwäbische Graf Wilhelm Werner von Zimmern mit seinem… …überlieferten Texten und Bildern gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. So gibt der vom Grafen eigenhändig geschriebene und illustrierte Thesaurus2… …interessante Aufschlüsse über die Konservierung und Aktualisierung älterer Traditionen der ars moriendi (sowie verwandter Texttypen) und über die Formierung von… …als Autor, Kompilator, Schreiber und Illustrator bekundet und das darüber hinaus komplexe Strategien der Selbstpräsentation an der Schwelle zur Frühen… …Neuzeit erkennen lässt. Das „Vergänglichkeitsbuch“ stellt überdies ein höchst eigentümliches Zeugnis der Mediengeschichte dar, das in seiner Stellung… …der sich explosionsartig durchsetzenden Drucktechnologie wirft. Es ist der Initiative von Christian Kiening zu verdanken, dass dieses wichtige Corpus… …„Vergänglichkeitsbuches“ ins Internet gestellt wurde3 , liegt nun mit der Edition des „Zimmernschen Totentanzes“ 4 das 1 Vgl. Karl August Barack: Die Handschriften der… …Zimmern und ihre Abschriften, in: Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters. Begonnen v. Hella Frühmorgen-Voß, fortgeführt… …. „Unberechenbare Zinsen“. Katalog zur Ausstellung der vom Land Baden-Württemberg erworbenen Handschriften der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek, hg. v. Felix… …(ca. 1550), in: ZfdA 134, 2005, S. 143–190. 2 Außer dem Autograph (Hs. A) haben sich noch drei weitere Abschriften aus der 2. Hälfte des 16…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Cordula Politis, The Individualization of Fortune in the Sixteenth-Century Novels of Jörg Wickram. The Beginnings of the Modern Narrative in German Literature, with a preface by Ingrid Kasten, The Edwin Mellen Press, Lewiston, Queenston, Lampeter 2007, IV und 274 Seiten

    W. Günther Rohr
    …ritterliche Vergangenheit, zeigen sich aber auch der bürgerlichen Gegenwart verpflichtet. Der erste Roman „Ritter Galmy“ wurde nach der anonymen Erstauflage… …Hintergrund eine Zeit tiefgreifender Veränderungen, entwickelt die Rollen des Humanismus und der Reformation in ihrer Interdependenz und arbeitet die deutlichen… …Unterschiede zwischen Italien und Deutschland heraus. Sie führt die wichtigsten Vertreter des italienischen Humanismus ein und zeichnet ein Bild der deutschen… …Wissenschaft, die die fremden Gedanken aufnehme und der eigenen Wirklichkeit anverwandle. Die Abwendung von einem gottgegebenen Kosmos und die Hinwendung zum… …Individuum mit moralischer Autonomie treffen in der Reformation nicht durchweg auf Zustimmung, sodass sich in Deutschland eine eigene geistige Strömung ergebe… …. Von der bildungsbeflissenen Bewegung bleibe Wickram, der keine hinreichende Schulbildung besaß und nur geringe Latein- und keine Griechisch-Kenntnisse… …, zunächst ausgeschlossen; er bemühe sich aber in der Heimat um kulturellen Fortschritt und wirke mit seinen Romanen weit über diese hinaus. Diese Wirkung habe… …ihm eine Reputation eingebracht, die zwischen der Hochschätzung als Gründungsvater des deutschen Romans und dem Vorwurf mangelnder Originalität… …oszilliere. Das Bild Fortunas, in der Antike noch eigenständige Göttin, wurde vor allem durch Augustinus mit seiner Integration Fortunas in die christliche… …Heilslehre und durch Boethius mit der Vorstellung des Rads der Fortuna und ihrer Subordination als Werkzeug Gottes über das Mittelalter hinaus geprägt. Zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Detlef Roth, "Historia septem sapientum". Überlieferung und textgeschichtliche Edition. Bd. 1: Untersuchung und Edition der Redaktionen I und II; Bd

    Udo Gerdes
    …Buchbesprechungen Detlef Roth, „Historia septem sapientum“. Überlieferung und textgeschichtliche Edition. Bd. 1: Untersuchung und Edition der… …Redaktionen I und II; Bd. 2: Edition der Redaktionen III und IV und Anhang, Max Niemeyer, Tübingen 2004 (MTU 126), XI und 763 Seiten Die lateinische „Historia… …septem sapientum“, die älteste Fassung jener Version der „Sieben weisen Meister“, welche von allen Versionen die größte Verbreitung gefunden hat und in… …fast alle europäischen Volkssprachen übersetzt worden ist, gehört zu den wichtigen Texten der mittelalterlichen Erzählliteratur. Ihre reiche, stark… …der ausführliche erste Teil „Überlieferung, Textgeschichte und Textgestalten der ‚Historia septem sapientum‘“ (S. 5–229) bereit, geht aber darüber… …, und elf Drucke (bis 1526) der „Historia“ erfasst. Ausführliche Handschriftenbeschreibungen stellen, ohne Vollständigkeit zu erstreben, alle 147… …Buchbesprechungen Informationen bereit, „die notwendig sind, um die Spezifität der Textüberlieferung verfolgen und deuten zu können“ (S. 19), darunter die für die… …„Historia“-Auszügen in den „Gesta Romanorum“ gewonnen und teilt das Ergebnis erfreulicherweise mit, obwohl es nicht zu den Voraussetzungen der Edition gehört. So… …erfährt man von fast allen bekannten „Gesta“-Handschriften, welche Teile der „Historia“ sie enthalten; den Bestand der „Historia“-Erzählungen in 124… …Handschriften des wichtigsten Zweigs der „Gesta“-Überlieferung verzeichnet mit Angaben zu Reihenfolge und Moralisationen eine Tabelle (S. 120–131). Allein die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG), begr. v. Wolfgang Stammler, Adalbert Erler, Ekkehard Kaufmann. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Aufl., hg. v. Albrecht Cordes, Heiner Lück, Dieter Werkmüller unter philologischer Mitarbeit von Ruth Schmidt-Wiegand, 1. Lieferung (Aachen-Anarchismus), Erich Schmidt, Berlin 2004, 112 Seiten

    Ursula Schulze
    …1964 und 1998 erschienenen fünf Bände der ersten Auflage den Nutzen des Handbuchs erwiesen haben und es zu einer unentbehrlichen Informationsquelle… …Konzept, das von den Grundsätzen der ersten Auflage nicht prinzipiell abweicht. D. h. der Informationsrahmen ist zwar von der Antike bis in die Gegenwart… …gespannt, aber der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechtsgeschichte. Die Entscheidung für die Neubearbeitung des… …Handbuchs unmittelbar nach Abschluss der ersten Auflage sollte keineswegs als Signal dafür verstanden werden, dass die 1998 abgeschlossenen Bände überholt und… …Bände) die Artikel zu Anfang knapper bemessen wurden als in den späteren Bänden; außerdem ist die Berücksichtigung neuer Themen der Rechtsgeschichte und… …Gesichtspunkte der ersten Auflage waren, die beibehalten werden, bildet die Öffnung für rechtsgeschichtliche Phänomene des 19. und 20. Jahrhunderts ein Novum (z. B… …kann man besonders gespannt sein. Wie die Realisierung der programmatischen Erweiterungen aussieht, lässt sich nach Lektüre der 1. Lieferung, auf der… …, kann man der Internetseite des HRG entnehmen (http://www.hrgdigital.info). Abgesehen von den neu hinzukommenden Lemmata werden alle Artikel der ersten… …Auflage überarbeitet oder neugefasst. Die Tatsache, dass in einer germanistischen Zeitschrift auf das HRG aufmerksam gemacht wird, hat – abgesehen von der… …Fachgrenzen übergreifenden Informationsbereitstellung – Voraussetzungen in der Geschichte der Germanistik. Jacob Grimm, einer der Begründer des Faches, hat als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Ulrich Ammon u.a., Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein

    Peter Wiesinger
    …Buchbesprechungen Ulrich Ammon u.a., Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in… …Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol, Walter de Gruyter, Berlin, New York 2004, LXXV und 954 Seiten Nachdem sich seit der Mitte der 1980er Jahre… …rasch die plurizentrische Beurteilung der auf mehrere Staaten verteilten deutschen Sprache zumindest in der germanistischen Linguistik, weniger in der… …Laienwelt, durchgesetzt hatte, gab es nicht nur Kritik an der Theorie streng staatenbegrenzter ‚nationaler‘ Varietäten, sondern erhob sich auch die Frage… …der Leitung des Duisburger Sprachgermanisten Ulrich Ammon zur Aufgabe. An ihm waren nicht weniger als 14 Autoren und 3 ständige Mitarbeiter sowie 17… …regionale Experten beteiligt, wozu 26 Bearbeiter für Fachfragen aus Österreich und einer aus der Schweiz kamen. Nicht minder groß war jene Gruppe von 44… …vollzog und „weitere Anregungen“ (S. VIII) beisteuerte. 10 weitere Personen gaben schließlich Rat „bei der Einteilung der Regionen“, vollzogen „teils aber… …auch zusätzlich die Kommentierung des Vorentwurfs“ (S. IX). Die Hauptarbeit leisteten jedoch drei Forschungsteams unter der Leitung von Urich Ammon in… …trilateralen Projekts waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der österreichische Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der… …Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, wozu noch zusätzlich weitere nationale Fördereinrichtungen finanziell beitrugen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Stephan Elspaß, Sprachgeschichte von unten. Untersuchungen zum geschriebenen Alltagsdeutsch im 19. Jahrhundert, Max Niemeyer, Tübingen 2005 (Reihe Germanistische Linguistik 263), X und 557 Seiten

    Jan Seifert
    …, Tübingen 2005 (Reihe Germanistische Linguistik 263), X und 557 Seiten Der Anspruch des vorzustellenden Buches, einer im Jahr 2003 an der Universität Münster… …angenommen Habilitationsschrift, ist kein geringerer als die Begründung eines Paradigmenwechsels in der Sprachgeschichtsschreibung – der Verfasser wirbt „für… …auf die Füße zu stellen“ (S. 473). Teil I skizziert das Programm: Während die traditionelle Sprachgeschichtsschreibung „von oben“ bislang primär an der… …gesellschaftlichen Schichten, vernachlässigt hat, will Elspaß „Grundformen, Varianten und Entwicklungstendenzen in der neuhochdeutschen Alltagssprache“ unterhalb der… …vermeintlich einheitlichen Schriftsprache beschreiben (S. 20). Damit verbunden ist das Ziel einer Rekonstruktion der Schreibprozesse und Sprachkonflikte vor dem… …vorliegenden Studien zu beziehen sind. Das Korpus, das der Untersuchung zugrunde liegt (vgl. Teil III), besteht aus 648 Texten von 273 Verfassern; es umfasst… …insgesamt ca. 375.000 Wortformen (S. 67 ff.). Ein Teil der Texte lag bereits in edierter Form vor, andere wurden vom Verfasser nach editorischen Standards… …buchstabengetreu transkribiert. Dass hier größtmögliche Authentizität gewahrt wurde, erlaubt einen hochinteressanten Einblick in Selbstkorrekturen der Briefautoren… …, die wiederum Aufschluss über Normenkonflikte usw. bieten (z.B. S. 316: Korrektur der Verbzweitstellung; S. 441: Streichung eines finalen Dentals). Bei… …der Auswahl wurde eine breite Streuung hinsichtlich der regionalen Herkunft der Briefautoren angestrebt, zeitlich erstreckt sich das…
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