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1706 Treffer, Seite 85 von 171, sortieren nach: Relevanz Datum
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Edition und Sprachgeschichte, Basel, 2.-4. 3. 2005

    Michael Stolz
    …TAGUNGSBERICHT EDITION UND SPRACHGESCHICHTE Basel, 2.–4. 3. 2005 An der Universität Basel hat vom 2. bis 4. März 2005 unter internationaler… …Beteiligung eine von der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition (Kommission für die Edition von mittelalterlichen Texten, verantwortlich: Thomas Bein)… …Thematik reicht zurück in die Anfänge der germanistischen Fachgeschichte und ist hinsichtlich ihrer Relevanz doch von ungebrochener Aktualität: Nach wie vor… …sind viele Texte der mittelhochdeutschen Literatur nur in der ‚normalisierten‘ Textgestalt verfügbar, die ihnen die Editoren des 19. Jahrhunderts, allen… …sprachwissenschaftliche Studien unbefriedigend ist: In der mediävistischen Literaturwissenschaft wird vielfach mit künstlich hergestellten Texten gearbeitet. Für die… …Sprachwissenschaft sind die verfügbaren Textausgaben und Hilfsmittel häufig unbrauchbar, da sie nicht der in der handschriftlichen Überlieferung begegnenden… …Erscheinungsform der Texte entsprechen. Seit einiger Zeit wird deshalb in der germanistischen Mediävistik verstärkt die Forderung nach einem ‚Mittelhochdeutsch aus… …Handschriften‘ erhoben. Diese Rückbesinnung auf den handschriftlichen Befund erfolgt einerseits im Kontext der in den neunziger Jahren geführten Debatte um die so… …, Göttingen, Halle und Trier betrieben werden. Zugleich betrifft der Anspruch, die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur aus den Handschriften heraus zu… …ermitteln, das Verhältnis der in den letzten Jahrzehnten zunehmend separierten Fachteile der Sprach- und Literaturgeschichte. Die Basler Tagung setzte an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Horst Dieter Rauh, Heilige Wildnis. Naturästhetik von Hölderlin bis Beuys. Wilhelm Fink Verlag, München 1998.

    Stefan Willer
    …Buchbesprechungen Horst Dieter Rauh, Heilige Wildnis. Naturästhetik von Hölderlin bis Beuys. Wilhelm Fink Verlag, München 1998. Im Begriff der… …Naturästhetik lassen sich zwei Perspektiven unterscheiden. Man kann ihn als Verkürzung eines objektiven Genitivs lesen: Ästhetik der Natur, Naturwahrnehmung… …– so wie Autonomieästhetik nicht Wahrnehmung von Autonomie ist, sondern eine spezifische Wahrnehmung im Modus der Autonomie. Während also die erste… …Perspektive von Naturästhetik die Objektivität von ‚Natur‘ mehr oder weniger bestätigt, wird sie in der zweiten Perspektive als Modalität, wenn nicht als… …Hervorbringung des Ästhetischen thematisiert. Angesichts der Komplexionen von Wahrnehmung und Darstellung, die der Begriff Ästhetik aufruft, wird die eine… …Wahrgenommen-Werden im Kunstwerk vorgängig und äußerlich ist. Dabei redet er keinesfalls einem überkommenen Positivismus der Natur das Wort, sondern bringt sie auf eine… …gänzlich andere, sehr präzise Figur: Für das Von-außen-Kommen der Natur steht ihre Sakralität ein. „Das Eintauchen in ihre Andersheit bildet das Herzstück… …der Aisthesis: Die Wildnis löst einen Erkenntnisschock aus. Er kommt aus der Begegnung mit dem Numinosen.“ (16) Formen einer solchen Sakralisierung der… …globale Bestandsaufnahme von Sakralisierungsstrategien und ihre komparatistische Bearbeitung. Die Mannigfaltigkeit der ästhetischen Beschäftigung mit… …Zielvorgabe ausdrücklich: „Unübersehbar bahnt sich am Ausgang der Moderne ein Paradigmenwechsel an: von der Forschrittsgeschichte, deren Aporien 8 Vgl. Hansjörg…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Wolfgang F. Bender, Siegfried Bushuven, Michael Huesmann: Theaterperiodika des 18. Jahrhunderts. Bibliographische und inhaltliche Erschließung deutschsprachiger Theaterzeitschriften, Theaterkalender und Theatertaschenbücher, Teil 1: 1750-1780, 2 Bde. (unter Mitarbeit von Christoph Bruckmann und Christiane Sasse), K ? G ? Saur, München, New Providence, London 1994; Teil 2: 1781- 1790, 3 Bde. (unter Mitarbeit von Anke Biendarra, Christoph Bruckmann und Volker Corsten), K ? G ? Saur, München 1997; Teil 3: 1791-1800, 3 Bde. (unter Mitarbeit von Hans-Joachim Jakob), K ? G ? Saur, München 2005.

    Norbert Oellers
    …achtbändige Opus mit fast 4000 Seiten im Lexikonformat, ein Standardwerk künftiger Forschungen im Bereich der deutschen Theater- und Literaturgeschichte des 18… …Schwächen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Thyssen- 621 Buchbesprechungen Stiftung unterstützten und – bei Abnahme aller Bände – 998 €… …teuren Unternehmens verschließen. In einem einleitenden Essay (T. 1.1, S. XI–XXXIII) wird zunächst eine kurze Geschichte des deutschen Theaters und der… …die einschlägige Forschung sein müss(t)en. Insgesamt konnte [...] ein ca. 450 Titel umfassender Datenpool generiert werden, der – offen für ständige… …Ergänzungen und Modifizierungen – als Grundlage der weiteren Arbeit diente. [...] Das Forschungsteam entschied sich dafür, die inhaltliche Erschließung der… …Theaterperiodika in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. (Ebd., S. XXXI) Die Erschließung geschah zunächst durch eine ‚Verschlagwortung‘: Das durch Autopsie… …gesicherte Material (d. h. der gesamte Inhalt aller Periodica!) wurde analysiert und einzelnen Begriffen (zusammen etwa 550) zugeordnet, im ersten Teil… …beginnend mit „Adel und Bürger“ (in Band 2 des ersten Teils, der die Gesamtregister enthält, mit 25 chronologisch geordneten Einträgen), endend mit… …. Die Verweise auf die Fundstellen erfolgen jeweils durch Angabe der siglierten Periodica mit Jahr, Nummer (oder Heft oder Stück) und Seitenzahl, unter… …„Adel und Bürger“ zum Beispiel: „ABB 1776 2: 3, 7“. Um zu wissen, was sich unter „ABB“ verbirgt, ist die alphabetische „Konkoranz der verwendeten Siglen“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2012

    Walter Hinderer: Schiller und kein Ende. Metamorphosen und kreative Aneignungen, Königshausen & Neumann, Würzburg 2009.

    Yvonne Nilges
    …einer der renommiertesten Schillerforscher, hat zu Schillers 250. Geburtstag eine Würdigung des Dichters vorgelegt, die zumal die Aktualität des Weimarer… …Klassikers anhand verschiedener Themenkomplexe – der „Metamorphosen“ und der „kreativen Aneignungen“ – in den Blick nimmt. „Gestaltenlehre ist… …Verwandlungslehre“, zitiert das Vorwort programmatisch aus Goethes Definition der Morphologie (7); wie sich nun Schiller stetig weiterverwandelte und repräsentative… …Darstellung gliedert sich in zwei Hauptteile, deren erster Schiller und dessen Werk gewidmet ist, während der zweite die ästhetisch produktive Schiller-… …Auspizien der ‚doppelten Gestaltenlehre‘. Geradewegs kriminalistischen Charakter entfaltet etwa der Eingangsbeitrag, der Schillers dreifacher Bestattung (im… …Kassengewölbe, in der Großherzoglichen Bibliothek sowie der Fürstengruft) nachspürt und das unlängst beendete Projekt des „Friedrich-Schiller- Codes“ so fesselnd… …nacherzählt, dass man unweigerlich an Schillers Kriminalgeschichten zu denken angehalten wird. Hinderer gelingt es, auf der Suche nach Schillers verlorenem… …Schädel eine analytische Spannung aufzubauen, die der differenzierten Ausstellung der Klassik-Stiftung Weimar im Schiller-Museum 2009/2010 – „Physiognomie… …einer fixen Idee“ – auf narrative Weise kongenial entspricht. Ebenfalls unter dem Motto der „Metamorphosen“ steht der zweite Beitrag über „Die… …es ist kein anderer Weg möglich von der Kindheit zur Vollendung.“ (61) Thematisiert werden hier Schillers Anthropologie und die Psychophysiologie an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2014

    "Von sich selbst erzählen. Historische Dimensionen des Ich-Erzählens"

    Antje Wittstock
    …sich an, ‚sein‘ Herz in den Kelch der Blüte zu werfen. Das Buch war ein Werbungsgeschenk für Salas spätere Ehefrau, Marguerite, und lässt sich auf die… …Zeit zwischen 1500 und 1519 datieren. Frappierend an der Darstellung ist nicht nur der Kontrast von genauer Ausgestaltung der Szenerie und der… …Fragmentarität der männlichen Figur, die an Gesicht und Händen leere Flächen aufweist, die für eine spätere biographisch authentische Gestaltung durch einen… …Sprechen vom Ich erweist sich dieser Text als offensichtlich kaum autonom in einer Sphäre der Literatur zuhause. Die hier beschriebene Szenerie des bildhaft… …inszenierten Erzähler-Ichs begleitete nicht nur als Illustration das Programm der Tagung „Von sich selbst erzählen. Historische Dimensionen des Ich-Erzählens“… …, die vom 30.09. bis 02. 10. 2013 im Kloster Irsee stattfand und zu der die Veranstalterinnen PD Dr. Sonja Glauch (Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof… …. Dr. Katharina Philipowski (Universität Mannheim) eingeladen hatten. Sie verwies zugleich auf zentrale Fragestellungen und Perspektiven der Konferenz… …, auf der die aus dem In- und Ausland angereisten TeilnehmerInnen in 15 Beiträgen Fragen nach der Geschichte und Entwicklung des Erzählens von sich selbst… …erörterten. Diese Frage stellt sich insbesondere angesichts der Tatsache, dass Ich-Erzählungen und Romane zwar seit dem 17. Jahrhundert die europäische… …Literaturgeschichte prägen, sie jedoch keine historischen Vorläufer zu haben scheinen und sich auch der Hiat zwischen autobiographischem und fiktional-romanhaftem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2025

    Julien Bobineau, Dorothea Klein, Gerhard Penzkofer (Hg.): Zur Semantik des Gartens in Mittelalter und Früher Neuzeit. Literatur- und kulturwissenschaftliche Studien

    Theresa Specht
    …. Bislang war die Auseinandersetzung mit den literarischen Gärten der Vormoderne vorwiegend auf Einzelanalysen sehr bekannter Gärten (z. B. in Gottfrieds von… …Straßburg „Tristan“ oder Hartmanns von Aue „Erec“) konzentriert, wobei Gärten der frühneuzeitlichen Literatur kaum je Beachtung fanden. Abgesehen von einigen… …zentralen Arbeiten früherer Jahre 1 fehlten also bis vor Kurzem Beiträge, die sich auf die literarischen Gärten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit… …konzentrieren und deren Faktur und Funktion für das Erzählen eingehender erschließen. Der von Julien Bobineau, Dorothea Klein und Gerhard Penzkofer zu Ehren… …Brigitte Burrichters herausgegebene Band macht sich nun daran, diese Forschungslücke zu adressieren. Der Sammelband entfaltet mit seinen Beiträgen die… …Vielgestaltigkeit des Gartens in der europäischen Literatur der Vormoderne (9.–18. Jh.) über verschiedene Gattungen und Volkssprachen hinweg. Auch über die… …Penzkofer in seiner Einleitung die große Bandbreite der Beiträge als Möglichkeit „Konstanten literarischer und kultureller Gärten in der longue durée“ zu… …erfassen und auf dieser Grundlage Grundzüge einer „raum- und zeitübergreifenden Gartenpoetik“ herauszuarbeiten (S. 1). Im Zentrum der Einleitung steht die… …einschreiben. Neben den Gärten der antiken Mythologie werde vor allem die biblischen Vorstellungen des irdischen Paradieses als wirkmächtigstes Zeichenreservoir… …identifiziert, das für die Deutung der Gärten ein Spannungsfeld zwischen paradiesischer Isolation und sündhafter Pervertierung eröffne (vgl. S. 3 f.). In…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Gabriele von Olberg, Die Bezeichnungen für soziale Stände, Schichten und Gruppen in den Leges barbarorum. Berlin/New York 1991.

    Heinrich Beck
    …Bereich in den frühmittelalterlichen Leges (Lang- Frankfurt 1983) – gleichzeitig auch als Band 2 der Germanistischen Arbeiten zur Sprach- und… …Kulturgeschichte (hrsg. von R. Schmidt-Wiegand) desselben Verlages erschienen. Die Untersuchung ist Teil 2 einer Reihe „Die volkssprachigen Wörter der Leges… …Barbarorum“. Der 3. Teil erschien bereits 1983: A. Niederhellmann, Arzt und Heilkunde in den frühmittelalterlichen Leges. Der erste Band ist angekündigt und… …soll die Bezeichnungen für Amts- und Rechtspersonen der volkssprachigen Leges behandeln. Arbeiten dieser Art bewegen sich in einem vielschichtigen… …rund ein halbes Jahrtausend) und die Einbettung der volkssprachigen Termini in eine vulgärlateinische und romanische Umgebung besondere Probleme. Die… …von familieneigener zu volkbezogener Freiheit einordnen lassen. Auf letzterer Stufe ist Freiheit zunächst der Gefangenschaft, Versklavung durch fremde… …Stämme gegenübergestellt. Mit der Übertragung römisch-rechtlicher Vorstellungen ist daraus ein ständerechtlicher Gegensatz innerhalb der eigenen… …. Untergliederungen der Lexeme für Freie und Unfreie verfahren nach „Aspekten“ – wie anthropologisch, militärisch, agrarisch etc., d. h. nach gewissen… …sein können. Daß eine semantische Analyse innerhalb solcher Grenzen verlaufen muß, ist nicht zu bezweifeln. Der Schritt zu einer Bedeutungsgeschichte… …der Lebensumstände (Landnahme, Siedlungs- 91 Buchbesprechungen tätigkeit) eine Erklärung finden könnte. Zu Recht wird in der Arbeit die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Dilemmata: Die Orgeluse-Gawan-Handlung im "Parzival"

    Friedrich Michael Dimpel
    …, führt in Wolframs „Parzival“ die Kampfesund Dienstregeln der Ritterwelt ad absurdum. Der Dienst des ‚Musterritters’ Gawan an Orgeluse wird zusätzlich noch… …durch ein Dilemma belastet: Gawan hatte bei einer Begegnung mit Urjans seine êre der Gerechtigkeit vorgezogen. Sein Minnedienst dient Wolfram zu einer… …Überprüfung der höfischen Konventionen: Die Stärkung der Handlungskompetenz der Minneherrin kann die Widersprüche der Systeme minne und rîterschaft auflösen. In… …stehen scheint. Doch die Faszination, die von der zweiten Gawanpartie ausgeht, ist eng mit dem Charakterbild Orgeluses verbunden. Wolfram hat der Beziehung… …Funktion der Figuren Gawan und Orgeluse im Roman im Hinblick auf die Probleme, die sich bei Gawans Minnedienst ergeben. Orgeluse erweist sich als eine… …‚Minne- und Ritterfalle‘, die die Kampfes- und Dienstregeln der Ritterwelt ad absurdum führt (1). Für die Entwicklung der 1 Walter K. Francke beschreibt… …das Märchen. Erzählstrukturen und Erzählweisen in der Gawan-Handlung, Frankfurt a.M. u.a. 1996 (Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche… …Rittes mit Orgeluse wird er gezwungen, den Wert êre als seine Handlungsmaxime zu reflektieren; der Minnedienst Gawans dient dem Erzähler zu einer… …Überprüfung der Konventionen der höfischen Welt (3). Werden im „Erec“ und im „Iwein“ unter anderem Probleme thematisiert, die aus den Widersprüchen der Systeme… …der minne und der rîterschaft resultieren, so deutet Wolfram bei Orgeluse eine Lösungsmöglichkeit dieser Widersprüche an: Die Stärkung der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2012

    Christian Schneider: Hovezuht. Literarische Hofkultur und höfisches Lebensideal um Herzog Albrecht III. von Österreich und Erzbischof Pilgrim II. von Salzburg (1365-1396)

    Rüdiger Schnell
    …Verhaltenskonzepte (zentriert im Begriff hovezuht) im Spätmittelalter, wie sie sich in der Literatur der beiden Höfe Salzburg und Wien im letzten Drittel des 14. Jhs… …. ausgeprägt haben; 2. um die Erfassung der Unterschiede zu den höfischen Verhaltenskonzepten des 12. und 13. Jhs. (also um das diachron Spezifische, das ‚Neue‘)… …; 3. um den Vergleich der literarischen Hofkultur in Salzburg und Wien (um das synchron ‚Spezifische‘); 4. um die Relation von Literatur und… …gesellschaftlicher Realität, speziell um die Frage, welche Konzepte der gesellschaftlichen Identität und Selbstversicherung die literarischen Texte für die Menschen am… …Wertorientierung und höfischer Mentalität im späten Mittelalter zu beschreiben versuchen“ (S. 11). Ein anspruchsvolles Programm, das sich der Verf. vorgenommen hat… …Übersetzungsliteratur der sog. Wiener Schule mit ihrer „moraltheologischen Unterweisung“ (Kirchengeschichte, Landeschronik, Bußbuch, Fürstenspiegel) bestimmt… …, andererseits durch „die Reimspruchdichtung Peter Suchenwirts und des Teichners oder auch die Rezeption von Schwanktexten aus der Wiener Neidhart-Tradition“ (S… …. 13): ein recht diffuses Textkorpus, und der Leser von Schneiders Monographie dürfte gespannt sein, wie sich darin das von Schneider angekündigte… …einheitliche höfische Lebensideal auffinden lässt. Diese Spannung wird erhöht aufgrund der kulturellen Differenz zwischen Wiener und Salzburger Hof. Denn für… …Christherre-Chronik“ („mit aller gebotenen Vorsicht“ wegen der unsicheren Lokalisierung) und das Oeuvre des sog. Mönchs von Salzburg mit seinen zahlreichen weltlichen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998

    Ursula Schulze
    …Buchbesprechungen Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998 Die Bedeutung der… …nibelungischen Texte im Prozess ihrer Verschriftlichung zu erörtern erscheint zunehmend problematisch, seit die Brüchigkeit der Motivationsstrukturen vor allem der… …im Fall von Müllers „Spielregeln“ als in hohem Maße sinnvoll, denn sie schaffen einen Knotenpunkt der auseinander driftenden Forschung und bieten eine… …negativ als unbewältigte Last der Sagengeschichte oder der divergierenden mündlichen Tradition, sondern die Brüche und Lücken gehören für ihn zu den… …für ein adäquates Beschreibungsmodell, das überzeitliche Regeln ausschließt, nicht der Kohärenzbegriff verzichtbar wäre (Müller möchte eine andere Art… …der Kohärenzbildung ermitteln, vgl. S. 17), aber vielleicht erscheint ihm die Alterität gerade in Abarbeitung der traditionellen Begriffe besonders… …als kulturellen Text, wobei er „Kultur als Inbegriff der zu einer Zeit üblichen Zeichensysteme und ihrer Verwendungen, der Einstellungen, Rituale… …auf Komplexe von Welt- und Gesellschaftsbildern, Verhaltensmustern, Normen, Werten und der nibelungischen Anthropologie. Es liegt auf der Hand, dass… …Vielzahl konkurrierender Logiken versteht (vgl. S. 47). „Das ‚Nibelungenlied‘ ruft eine ‚alte‘ Welt auf, wie sie der neue höfische Roman verdrängt, doch… …geschieht das so, daß es sie aus den Konstellationen der neuen hervorgehen läßt“ (S. 58). Dabei ergeben sich die viel berufenen Widersprüche und Brüche…
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