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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2020

    Zeitfiguren des Epischen

    Peter Handkes "Die Obstdiebin" als Theorie des Erzählens im Erzählen
    Claudia Keller
    …Abstract ZEITFIGUREN DES EPISCHEN Peter Handkes „Die Obstdiebin“ als Theorie des Erzählens im Erzählen von Claudia K e l l e r , Zürich Der Beitrag… …. Nicht nur ist hier ein alternder Ich-Erzähler auf der Suche, nämlich nach der „Obstdiebin“ Alexia, die zugleich Figur und Erzählung ist; auch Alexia ist… …auf der Suche nach ihrem eigenen Stil, der zugleich der Stil der Erzählung sein soll. Der Text stellt damit die Frage, wie in der Gegenwart erzählt… …Protagonistin auf ihrer Wanderung durch die Landschaft zieht und die als Zeitfiguren des Textes gelesen werden können. Anhand der Zickzack- und der Schlangenlinie… …, anhand des Mahlstroms sich zusammenziehender Kreise und der Bewegung der ausgreifenden Spirale in die Unendlichkeit, die allesamt die Bewegungen der… …Protagonistin wie der Erzählung bezeichnen, stellt der Text verschiedene Erzählmodi und Gattungen einander gegenüber und integriert das Drama, das Märchen, den… …erfahre daran, 591 Claudia Keller ‚was der eigene Stil sei‘.“ 1 Dabei ringt hier keineswegs lediglich eine „blutjung[e]“ 2 Protagonistin um ihre persönliche… …Personifikation der Erzählung und „Die Obstdiebin“ als Erzählung eine Metaerzählung über das Erzählen selbst. Der Text stellt die Frage: Wie kann in der Gegenwart… …erzählt werden? Welches ist der ihr angemessene Ausdruck, was sind ihre Konturen und Gebärden? Handkes Name fehlt in den Verzeichnissen der aktuell… …Reflexion vereint. Gegenüber den „Sprachspielarten“ der Wiener Gruppe hält er an der Möglichkeit des Erzählens auch in der Gegenwart fest, während er auf der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Paul Listen, The Emergence of German Polite 'Sie'. Cognitive and Sociolinguistic Parameters, Peter Lang, New York u.a. 1999 (Berkeley Insights in Linguistics and Semiotics 32)

    Werner Besch
    …(Berkeley Insights in Linguistics and Semiotics 32) Sie als pluralische Anrede (3.pers.pl.) für eine einzelne Person, gekoppelt mit der entsprechenden… …Pluralform des Verbs, ist das jüngste Glied in der sprachgeschichtlichen Reihe der Anredepronomina im Deutschen. Dieses Sie kommt gegen Ende des 17… …frühneuzeitlich aufgekommene Höflichkeits- bzw. Distanzanrede mit Er und Sie der 3.pers.sg. 432 Buchbesprechungen (z.B.: „Der gnädige Herr, hat Er schon gespeist?“)… …. Zum Anrede-Inventar gehört natürlich noch das Du, in der Frühzeit sicher die einzige Form personaler Anrede, dann in sozialer Verteilung festgelegt… …, aber nie in Verdrängungsgefahr wie etwa das englische Thou. Wie dieses Anrede-Inventar in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gesellschaftlich umgesetzt… …wurde, das beschreibt 1782 der angesehene Grammatiker und Lexikograph Johann Christoph Adelung (Umständliches Lehrgebäude der Deutschen Sprache I, S. 684)… …: Du wird nur noch 1. gegen Gott, 2. in der Dichtkunst und dichterischen Schreibart, 3. in der Sprache der engen Vertraulichkeit, und 4. in dem Tone der… …. Excellenz u.s.f. an. Der hier für die 2. Hälfte des 18. Jahrhunders festgestellte Anredegebrauch lässt ganz beiläufig eine gewisse Grundtendenz der… …Gesamtentwicklung erkennen: Jede Zeit sucht heraushebende Markierungen für die ‚Oberschicht‘. Sind solche gefunden, so werden sie mit der Zeit von weniger Vornehmen… …die Abfolge der ehrenden Pronomina Ihr (2.pl.), Sie / Er (3.sg.), schließlich Sie (3.pl.) im Laufe der Jahrhunderte. Dies ist weitgehend gut erforscht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2007

    Karel ende Elegast und Karl und Ellegast, hg. und übersetzt v. Bernd Bastert, Bart Besamusca, Carla Dauven-van Knippenberg, agenda Verlag, Münster 2005 (Bibliothek Mittelniederländischer Literatur 1), 238 Seiten. Reynarts historie, hg. und übersetzt v. Rita Schlusemann, Paul Wackers, agenda Verlag, Münster 2005 (Bibliothek Mittelniederländischer Literatur 2), 483 Seiten

    Helmut Tervooren
    …wenig verbreitet. Selbst Dichter von unbestreitbar europäischen Rang wie der vielleicht vielseitigste und produktivste Autor des Mittelalters, Jakob van… …Maerlant, sind in der Germanistik kaum bekannt. Dafür gibt es sicher mehrere Gründe, die wichtigsten dürften jedoch die sein, dass sich Germanisten einmal… …mit dem heutigen, vor allem aber mit dem mittelalterlichen Niederländisch schwer tun und zum anderen die Bedeutung der mittelalterlichen Literatur in… …. Dass die Reihe mit zwei Texten beginnt, die in 135 Buchbesprechungen der mhd. Literatur Pendants haben und somit bei den Germanisten auch auf ein… …(Stoffe) der mndl. Literatur, andererseits sind sie aber auch in der mhd. Literatur verbreitet. „Karel ende Elegast“ ist einer der bekanntesten Texte der… …mndl. Literatur. Er gehört in die literarische Tradition der Chanson de geste und erzählt die Geschichte Karls des Großen, der von Gott den Auftrag… …bekommt, zum Stehlen auszuziehen. Der zunächst unsinnig erscheinende Auftrag rettet ihm am Ende Macht und Leben. Textgrundlage und damit auch… …Leithandschrift für den niederländischen Text ist eine Inkunabel, die zwischen 1486 und 1488 gedruckt ist und heute in der KB den Haag (169 G63) liegt. Es ist die… …Verserzählung „Karl und Ellegast“ (geschrieben im 15. oder doch noch im 14. Jahrhundert?) aus einer Handschrift der Domherrenbibliothek Zeitz (cod 60 [olim… …sie in einer Liste im Nachwort, mit anderen Worten: Sie verstecken sie gleichsam vor dem Leser. Der mitteldeutsche Text ist unikal überliefert und 1927…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Mauritius von Craûn, hg. v. Heimo Reinitzer, Max Niemeyer, Tübingen 2000 (ATB 113), XXXIV und 112 Seiten / Heimo Reinitzer: Mauritius von Craûn. Kommentar, Franz Steiner, Stuttgart 1999 (ZfdA, Beiheft 2), 246 Seiten

    Tomas Tomasek
    …von Craûn. Kommentar, Franz Steiner, Stuttgart 1999 (ZfdA, Beiheft 2), 246 Seiten Der „Mauritius von Craûn“ stellt ein in der Forschung kontrovers… …nur eine längere Durststrecke überwunden, während der für die Seminarbehandlung keine einsprachige Ausgabe verfügbar war, es liegt auch eine ins… …Beilage begründet. 427 Buchbesprechungen In Reinitzers Textherstellung werden die Abweichungen vom Wortlaut der Ambraser Handschrift so weit reduziert, dass… …Übersetzung angefügte altfranzösische Fablel „Du chevalier qui recovra l'amor de sa dame“ (S. 97–111) gewonnen wird. Hinzu kommen ein Faksimile der ersten 250… …optimal ausgestattet ist. Vornehmlich an den Sachkenner richtet sich der 246-seitige einlässliche Kommentarband, der auch ein Wörterverzeichnis (S. 242–246)… …dokumentieren“ (S. 7). Dass der Kommentarband, wie der Verfasser konzediert, „ein gewiß nicht eben leichtes Lesevergnügen darstellt“ (ebd.), liegt einerseits in… …der Natur der Sache, andererseits aber auch an der Präsentation des zuweilen angehäuft wirkenden Materials. Eine unnötige Doppelung ergibt sich dadurch… …, dass die Einträge des Editoren-Apparats im Kommentarband wieder aufgeführt werden, zumal sie sich in der Ausgabe übersichtlich angeordnet finden und dort… …Weise an die Vorgaben der Handschrift hält. In einigen weiteren Fällen, in denen Reinitzer moderat eingreift (wie vv. 37, 63, 358, 1374 oder 1645)… …, scheinen Konjekturen ebenfalls verzichtbar zu sein. Diese wohltuende Zurückhaltung, die sich zudem in der Absatzgestaltung und einer sparsamen Interpunktion…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2025

    Henrike Schwab (Hg.): Figurenkonstellation und Gesellschaftsentwurf. Annäherung an eine narratologische Kategorie und ihre Deutungspotentiale

    Linus Möllenbrink
    …Deutungspotentiale, Heidelberg: Winter 2023, 250 Seiten. Während literarische Figuren seit einigen Jahren im Fokus der (historischen) Narratologie stehen, widmet sich… …der vorliegende Sammelband – das Ergebnis einer im März 2021 veranstalten interdisziplinären Online-Konferenz – nun einer Kategorie, die dabei bisher… …unterbelichtet blieb: der Figurenkonstellation, verstanden als Gesamtheit aller in einem Text auftretenden Akteure und ihrer Relationen untereinander (S. 9)… …: Ausgehend von der These, dass sich in den Figurenkonstellationen stets die soziale Realität der jeweiligen erzählten Welt abbilde (S. 8), fragt der Band… …dafür, ebenso längerfristige Hinterlassenschaften von Forschungstendenzen in den Blick zu nehmen (vgl. S. 69 f., 87). Einer der Herausgeber, Gideon… …. 234–248, hier: S. 236 f.). 458 Buchbesprechungen Gegenwart, von der Höhenkammliteratur bis zu Kinder- und Jugendbuch, Kino und Serie. Wie eine… …Gesamterhebung der Figuren eines Werks methodisch angegangen werden kann, diskutiert die knappe Einleitung von Henrike Schwab (S. 7–18). Nachdem zunächst das… …Desiderat der bisherigen Forschung und der damit verbundene Bedarf einer Diskussion über das Thema konstatiert wird (S. 7 f.), referiert die Herausgeberin… …bisherige Versuche der Beschreibung von Figurenkonstellationen. Besondere Berücksichtigung finden dabei zwei Ansätze von Manfred Pfister und Jens Eder, bei… …denen es sich überhaupt um zentrale Bezugspunkte der literaturwissenschaftlichen Figurenforschung handelt. 1 Die Tatsache, dass sich beide Beiträge nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte

    Jochen A. Bär
    …TAGUNGSBERICHT Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte In den Räumen des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg fand vom 20… …. bis 22. März 2003 ein Deutsch-Japanisches Kolloquium zur Sprachgeschichte des Deutschen statt. Der von Klaus J. Mattheier und Haruo Nitta initiierte… …Gesprächskreis hatte sich ursprünglich vor allem mit Fragen des Frühneuhochdeutschen befasst; bei der nunmehr dritten Zusammenkunft war allerdings Wert darauf… …gelegt worden, das Spektrum zu erweitern und die übrigen historischen Sprachstufen des Deutschen einzubeziehen. Zeitlich am frühesten setzte der Beitrag… …von YASUSHI KAWASAKI an. Unter dem Titel „Ansätze zu interregionalen Tendenzen im frühmittelalterlichen Deutsch“ befasste sich der Referent mit dem… …Altniederdeutschen, insonderheit der „Heliand“-Philologie, und regte in diesem Zusammenhang zu einer möglichst vollständigen Beschreibung der altniederdeutschen… …Graphematik an. Auf der Grundlage der verschiedenen „Heliand“- Handschriften führte Kawasaki an den Beispielen der Inlautlenisierung und der Auslautfortisierung… …vor, dass nur eine solche Beschreibung es ermögliche, bestimmte Entwicklungstendenzen der Graphiegeschichte als überregionale Phänomene zu deuten… …. Berücksichtigung der Varietätenvielfalt forderte auch HANS-JOACHIM SOLMS. In seinem Beitrag „Eine neue mittelhochdeutsche Grammatik: Probleme und vorläufige… …Variantenvielfalt am Beispiel der Monophthongierung von zu , die aufgrund des divergenten Befundes als Periodisierungskriterium nicht brauchbar sei. Ebenfalls mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Irmtraud Just, Die Vita Luitgarts von Wittichen. Text des Donaueschinger Codex 118, mit Einleitung, Kommentar und frömmigkeitsgeschichtlicher Einordnung, Peter Lang, Bern u. a. 2000 (Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700, 31), 301 Seiten

    Werner Williams-Krapp
    …Buchbesprechungen Kurt Ruhs 1 ist Luitgart trotz der Mystikbegeisterung der letzten Jahre fast der Vergessenheit anheim gefallen. Der in der ersten Person schreibende… …Verfasser der offenbar originär deutschen Vita ist der Priester Berthold von Bombach (bei Emmendingen), dem Luitgart ihre Biographie mündlich anvertraute. Er… …, dem Luitgart ihre Erfahrungen erzählte, konstruierte ein heiligmäßiges, extrem asketisch geführtes Leben (1292–1349), das sich bei der Bauerntochter… …bereits in der Kindheit ankündigt, von selbstloser Arbeit im Bereich der Pflege und Betreuung von Kranken und Bedürftigen wesentlich geprägt ist und… …Kommentierung mustergültig dargeboten werden. Sie wählt indes eine Editionsform, die geradezu sklavisch das Erscheinungsbild der um die Mitte des 15. Jahrhunderts… …hergestellten Leithandschrift wiedergibt. Irritierend und ohne Erkenntnisgewinn ist die Beibehaltung der Groß- und Kleinschreibung der Handschrift – von Personen… …werden die üblichen völlig unproblematischen Kürzel zwar aufgelöst, aber kursiviert. Ein stichprobenartiger Vergleich der Edition mit der auf S. 275… …Vita ist in zwei ehemaligen Donaueschinger Handschriften überliefert, den codd. 118 und 119, wobei letzterer aus dem Jahre 1745 stammt und Abschrift der… …älteren Handschrift ist. Justs Begründung für eine Neueditition beruht – m. E. überflüssigerweise – allerdings größtenteils auf der Nichtberücksichtigung… …bisweilen über die Hälfte der Seite aus – und dort häufig erklärt wird, inwiefern sich Wortbedeutungen seit dem 15. Jahrhundert geändert haben; z. B. wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jan-Dirk Müller: Mediävistische Kulturwissenschaft. Ausgewählte Studien

    Stefan Seeber
    …BUCHBESPRECHUGNEN Jan-Dirk Müller: Mediävistische Kulturwissenschaft. Ausgewählte Studien, de Gruyter, Berlin, New York 2010, VIII und 308 Seiten Der… …die „Nibelungenlied“-Analyse hat sich als prägender Meilenstein der mediävistischen kulturwissenschaftlichen Forschung erwiesen, 1 das um „Erzählkerne“… …aufgebaute „Kompromisse“-Buch setzt ähnliche Maßstäbe. 2 Mit den „ausgewählten Studien“ legt Müller nun eine Art komplementäres drittes Buch vor, das in der… …neuen Auflage kleinerer Arbeiten in zweierlei Hinsicht die Lücke zwischen den anderen Bänden schließen soll: zum einen, indem der Fokus der Betrachtung… …auf andere Gattungen (bei aller Problematik des Terminus, der auch Gegenstand der Überlegungen ist) ausgeweitet wird, zum anderen dadurch, dass die… …Autor im Vorwort (S. V) angenommen, als bereits verblassendes Phänomen, seine Aktualität wird vielmehr durch einen der wichtigsten Impulsgeber in der… …„Narrenschiff“) des Faches einverleibt erscheinen. Ich möchte stattdessen den roten Faden der neuen Zusammenstellung nachvollziehen, denn Müller strebt mit seinem… …Buch an, eine „vorläufige Bilanz“ (S. V) des kulturwissenschaftlichen Paradigmas zu ziehen. Der Band ist in drei Sektionen untergliedert, die je fünf bzw… …Kulturwissenschaft“ (1999), die den Rahmen des Dargebotenen skizzieren: Die Rolle der Germanistik in einer neuen kulturwissenschaftlichen Ausrichtung der… …Geisteswissenschaften ist nicht hinter den Spezifizierungen der Grenzen des Faches zu suchen, die Transdiziplinarität des Ansatzes kann nur auf der Basis vollwertig 1 Vgl…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Johannes Geiler von Kaysersberg, Sämtliche Werke, hg. von Gerhard Bauer. Erster Teil: Die deutschen Schriften, Erste Abteilung: Die zu Geilers Lebzeiten erschienenen Schriften, Bd. 2 (Ausgaben deutscher Literatur des XV. bis XVIII. Jahrhunderts, 139), de Gruyter, Berlin, New York 1991.

    Ursula H. Krahl
    …1991. In der von Hans-Gert Roloff herausgegebenen Reihe „Ausgaben deutscher Literatur des XV. bis XVIII. Jahrhunderts“ erscheint seit 1989 eine auf neun… …Bände angelegte textkritische Gesamtausgabe der Werke des bedeutenden Straßburger Münsterpredigers Geiler von Kaysersberg (1445–1510). Bis heute ist das… …Studium der Originalausgaben für eine eingehende Beschäftigung mit den Werken Geilers unerläßlich: Es fehlen neuere Veröffentlichungen, die einem… …wissenschaftlichen Interesse standhalten. 1 Diese Lücke soll nach dem Willen des Herausgebers Gerhard Bauer 1 Neben der 1882 von Léon Dacheux herausgegebenen Ausgabe… …der ältesten Schriften Geilers sind lediglich einige ältere Faksimile-Reproduktionen für wissenschaftliche Zwecke verwertbar. Vgl. hierzu Léon Dacheux… …Erlaubnis der h. Congregation des Index herausgegeben, Freiburg i.Br. nnnnn 124 Buchbesprechungen die geplante Gesamtausgabe schließen. 2 Die Bände gliedern… …sich in Einführung, Text, Variantenverzeichnis, Nachwort und Register und geben Geilers Werke in chronologischer Anordnung wieder. Der 1991 erschienene… …zweite Band der Edition enthält die noch zu Geilers Lebzeiten 1508 in Augsburg von Hans Otmar veröffentlichte Predigtsammlung „Predigen Teütsch“, die der… …Nummer XIV einen Brief Geilers an das Kloster der Reuerinnen zu Straßburg, der die nachfolgende Predigt dorthin begleitete. Ein interpretierender… …Kurzkommentar in lateinischer und/oder deutscher Sprache zu einem Holzschnitt, der den dazugehörigen Text veranschaulicht, ist in einem solchen Kontext nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2020

    Goethe, Buchholz, die Nation und die Weltpolitik

    Michael Mandelartz
    …die Germanistik von der nationalen Rezeption des „Epimenides“ gelöst. Daran anknüpfend rekonstruiert der Aufsatz Goethes pronapoleonische Einstellung… …anhand von Friedrich Buchholz’ „Rom und London“ (1807) und deutet das Festspiel als Auflösung des Widerspruchs zwischen dieser Haltung einerseits und der… …nach der Niederlage Napoleons notwendigen Anerkennung der neuen Machtverhältnisse andererseits. Goethe lässt die Nation als Faktum gelten, wendet sich… …aber (wie Epimenides) von ihr ab und „fremden Zeiten“, d.h. der Weltliteratur zu. Only recently has German Studies freed itself from the national… …Vortrags, den ich am 28. August 2019 zu Goethes 270. Geburtstag auf der Asiatischen Germanistentagung in Sapporo gehalten habe. 2 Vgl. Theo Buck: „Des… …. 226–243. 511 Michael Mandelartz publiziert. 3 Dass das Festspiel in der Goethe-Literatur nach 1945 kaum eine Rolle gespielt hat, verdankt sich wohl den… …Interpretationen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die es nutzten, um eine Wende Goethes vom Gegner zum Befürworter der Befreiungskriege zu behaupten. Die… …Implikationen interpretiert. Im Folgenden geht es zunächst um Goethes Umgang mit Ifflands Bitte um ein Festspiel (I). Anschließend werden die Wendungen der… …(1807) rekonstruiert (III). Sie gibt den Hintergrund ab, vor dem der „Epimenides“ als Goethes politische Stellungnahme vor seinem Rückzug von der Politik… …verständlich wird (IV). I. Ifflands Anfrage, Goethes Problem und Grundzüge der Lösung Nachdem Napoleon Mitte 1812 den Krieg gegen Russland begonnen hatte…
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