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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Montierte Zeit

    Synchronizität und Simultanität in Rudolf Brunngrabers Epochenroman „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“ (1932)
    Sylwia Werner
    …We r n e r , Konstanz Dieser Beitrag weist auf einen für die Interpretation von Rudolf Brunngrabers Roman „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“… …verschiedenen Zeitpunkten, schaltet also z.B. spätere Ereignisse mit der Gegenwart parallel und erzählt sie simultan. Von dieser asynchronischen Erzähltechnik… …Kyora, Stefan Neuhaus, Würzburg 2006, S. 83–98. 4 Siehe die Rezensionen aus dieser Zeit: Joseph Stern: Rudolf Brunngraber: Karl und das 20 Jahrhundert, in… …Siehe die Rezensionen aus dieser Zeit: [Anonym:] Ein Name, den keiner mehr kennt. Rudolf Brunngraber: Karl und das 20. Jahrhundert, in: Neue Züricher… …verheerenden Folgen dieser Umwälzung für das Schicksal des Protagonisten verrät die Analepse im ersten Absatz des Buches: Als Frederick W. Taylor (Philadelphia)… …seinem Nachteil. […] Das Schicksal hatte ihn mit achtzehnhundert Millionen anderen ausersehen, am bislang gewalttätigsten Zeitalter dieser Erde teilzuhaben… …wie „zur gleichen Stunde“, „zur Stunde“, „in dieser Stunde“, „in diesen Tagen“, „zur gleichen Zeit“, „am gleichen Tag“ 22 oder mit Zeitkonjunktionen wie… …, insofern dieser die idealistische Überzeugung hegt, dass jeder selbst über sein Leben entscheidet und für sein Schicksal – für den eigenen Erfolg oder… …Abstieg – verantwortlich ist. Dieser Individualismus ist von einem Optimismus durchtränkt, 25 der sich aus dem Glauben an die eigenen Kräften speist: Der… …tiefe Glaube, daß jeder der Schmied seines eigenen Glücks sei, hatte ihn bisher nicht verlassen. Und gerade dieser Optimismus isolierte ihn von den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2022

    Albrecht Greule/Jarmo Korhonen: Historische Valenz. Einführung in die Erforschung der deutschen Sprachgeschichte auf valenztheoretischer Grundlage, Tübingen: Narr Francke Attempto 2021, 231 S.

    Prof. Dr. Claudia Wich-Reif
    …synchronen und diachronen Syntax (die dieser im Jahr 2006 für einen Handbuchartikel zusammenführt) 2 und darauf basierend die Erarbeitung von Satzbauplänen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Burkhard Meyer-Sickendiek: Hörlyrik. Eine interaktive Gattungstheorie, Paderborn: Wilhelm Fink 2020.

    Elias Kreuzmair
    …Publikationsbedingungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und Rezeption literarischer Texte. Dieser Satz gehört zum literaturwissenschaftlichen… …dieser Gattung „jenseits“ und „diesseits der freien Versprosodie“ zu beschreiben. Im ersten Kapitel skizziert Meyer-Sickendiek zu- 1 Vgl. insbesondere… …anzufügen. Nicht nur an dieser Stelle vermisst man eine stärkere Fundierung der Ausgangsthese. Dem gattungstheoretischen Anspruch, den die Studie in ihrem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2022

    Epochen-Diagnose und Epigonen-Syndrom

    Zur Mythen-Demontage in Joseph Roths Roman „Radetzkymarsch“ und seinen intertextuellen Bezügen zu Grillparzer und Stifter
    Barbara Neymeyr
    …„Der arme Spielmann“ und Stifters „Nachkommenschaften“, die dieser Aufsatz erstmals nachweist. The essay analyses the strategies used by Roth’s “Radetzky… …1990, S. 874–875, hier: S. 874. [Erstpublikation in: Frankfurter Zeitung, 17. April 1932.] Belege aus dieser Werkausgabe werden im Folgenden jeweils mit… …Utopie“ von „Alt-Österreich“ und sei „wie ein Neujahrs-Festkonzert konsumierbar“. 7 Die Forschungsliteratur hat Thesen dieser Couleur allerdings auch… …solche Mentalitäten aus gescheiterter Krisenbewältigung resultieren. Für narrative Strategien dieser Art, die Roths „Radetzkymarsch“ als modernen… …geschämt, ein Österreicher zu sein, und nie mich dieser Scham geschämt, wissend, daß sie der bessere Patriotismus sei. Nun erst, da das Vaterland kleiner und… …. 454–458, hier: S. 455. „Das Wesen dieser Idee“ sieht Hofmannsthal in ihrer Selbsterneuerungskraft aufgrund einer „inneren Polarität“, die ihr etwas… …zöge er sein Andenken langsam zu sich hinüber“ (RM 169). Analog zu dieser Perspektive erlebt der Helden-Enkel Momente, in denen die Realität für ihn auf… …statt: Auch strategische Fehler des jungen Kaisers Franz Joseph I. trugen zur Niederlage Österreichs in dieser Entscheidungsschlacht des Sardinischen… …Darstellung dieser Schlacht im Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“ (1889) der Friedensaktivistin Bertha von Suttner. 36 Laut Scheible „versinnlicht“ der… …, um heroische Größe zu fördern. Dieser Zweck rechtfertigt laut Nietzsche auch eine Fiktionalisierung der Fakten, die bis zur „freien Erdichtung“ und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Durch die Blume

    Die homoerotische Bildreihe der „Ghaselen“ August von Platens und ihre Rezeption durch Heinrich Heine
    Erik Schilling
    …diese These durch eine Analyse der Rezeption von Platens Gedichten durch Heinrich Heine. Dieser erweist sich in den „Bädern von Lukka“ als überaus genauer… …Stellen zurückgreift. Dieser Rückgriff auf einen klar abgesteckten Fundus an bildlicher Rede mag dazu führen, dass sich bei der Lektüre das Gefühl einer… …Verweiszusammenhang, bei dem die Zypresse eine eindeutige Funktion im Rahmen der Bildreihe erhält und klar auf den schlanken Knaben verweist. Mit dieser Struktur aber –… …dieser Basis – wie für die Hyazinthe – eine mythologisch-homoerotische bildliche Rede konstatieren: Verschränkt ist die Blume mit dem Auge, dieses wiederum… …mit dem Spiegel, und dieser – in seiner Selbstreflexivität – mit homoerotischen Aspekten, was den Kreis zum Narziss des Mythos und der Narzisse als… …weniger den Staub als vielmehr den Leib, wenn dieser zusammengedacht wird mit dem Duft der Locken des Geliebten und den sprießenden Tulpen, die auf eine… …skizziert werden. Die Tulpe avanciert damit zu dem Beispiel für homoerotische bildliche Rede von Blumen bei Platen schlechthin und wird in dieser Funktion… …Geliebten als auch das am wenigsten explizit erotische Bild. Exakt in dieser Funktion wird sie bei Heine aufgegriffen: Heine wiederholt Platens Vorgehensweise… …, auch wenn Gumpelino und Platen fiktionsimmanent ja gerade getrennt sind. Ein weiteres Indiz in dieser Referenzenkette ist Gumpelinos Diener Hyazinth… …mich noch kennen, obgleich ich nicht mehr Hirsch heiße. Ich heiße jetzt Hyazinth und bin der Kammerdiener des Herrn Gumpel. Hyazinth! rief dieser, in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Die Metaphysik der Bundesrepublik

    Erinnerungen an die BRD in den Romanen Andreas Maiers, Jan Brandts und Frank Witzels
    Stephan Pabst
    …. Erst vom vorläufigen Ende dieser Transformationsprozesse aus gesehen konnte es einem so vorkommen, als sei von der alten Bundesrepublik nicht viel mehr… …zu machen. Die Funktion dieser finalisierenden Konstruktion wird verständlicher, wenn man sich die Deutungen der alten Bundesrepublik vergegenwärtigt… …Bundesrepublik als ‚nivellierter Mittelstandsgesellschaft‘ (Schelsky) bemühen. 17 Dieser positiven Bilanz stand eine Historiographie der Zeit nach 1989 gegenüber… …auf sich bezogen waren. Die Autodiegese der Mehrzahl dieser Texte war nicht nur der autobiographischen Form geschuldet, derer sich die meisten bedienten… …, im Leben Daniel Kupers, Roddy Dangerbloods oder Heinz Strunks waren sie es nicht. Man kann viele dieser Bücher als ironisch-melancholische Umschriften… …dieser Bücher, sofern sie sich überhaupt zu ihrer Gegenwart äußerten, indes auch nicht angekommen. Entweder wurde sie nur noch als zukünftige Bedrohung… …die Zeit der Desorientierung und der Ortlosigkeit. Der programmatische Provinzialismus dieser Romane verweigerte ostentativ die Ankunft in der Berliner… …Republik. Und wenn doch einmal die Gegenwart, also die Zeit der neuen Bundesrepublik im Horizont dieser Bücher erschien, dann geschah das mit großen… …. III. Die Metaphysik der Bundesrepublik Aus dem Gros dieser bundesrepublikanischen Erinnerungsliteratur ragen die Romane Andreas Maiers, Jan Brandts und… …Frank Witzels heraus. Zwar arbeiten auch sie mit typischen Elementen dieser Literatur – Provinz, Adoleszenz, politische Abstinenz, Männlichkeit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    „Tödliche Narretei“

    Abenteuerliches und pikareskes Erzählen in Gottfried Kellers Bildungsroman „Der grüne Heinrich“
    Oliver Grill
    …, auf jene interessanten und spannenden Verwicklungen, welche dieser Gattung sonst eigentümlich ist, in diesem Falle verzichten. […] Es ist ein… …seinen Augen auf den Schulmeister zurück, als dieser wenig später seinen Kopf aus Versehen durch ein frisch verglastes Fensterloch steckt. Das Kind sieht… …„bei der Mutter hinter dem Ofen“ sitzen lässt und dieser an Stelle eines Reiseberichts, der ihm als Schulaufgabe aufgetragen wurde, „ein ganzes Heft voll… …humoristischer Tonfall, in dem das autodiegetische Ich von seinen kindlichen Vergehen und Streichen erzählt. Dieser ‚Sound‘ ist natürlich nicht dem Schelmenroman… …eingeschränkt wie in der vorangehenden Schulszene, wo der Schulmeister rigide gegen Heinrichs freie Assoziation vorging. Dieser Verknappung und Disziplinierung… …(GH 124 ff.). An dieser Stelle erweist sich Heinrich, mit dem eingangs zitierten Gedicht gesprochen, als Schelm und Poet in Personalunion. Aus den… …Roman eingegangen, doch umgekehrt bleibt dieser dem Realitätsprinzip des „wirklichen Lebens“ stets verpflichtet. Insofern Keller diese poetologische… …. Die von Keller später behauptete „Reichsunmittelbarkeit der Poesie“ 39 erscheint von dieser Warte aus eher als eine Art prekäre Narrenfreiheit, der… …Barettchen in die Augen gezogen und in das närrische Röckchen eingeknöpft“ (GH 545). Mit dieser im Diminutiv gehaltenen Diagnose spricht der Erzähler Heinrichs… …555), sondern um die zum Teil weiterhin amüsanten, insgesamt aber niederschmetternden Folgen dieser Unreife. Weder ist dem Protagonisten Erfolg als Maler…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2022

    Zur Problematik

    Carolin Struwe-Rohr
    …Kloster fälschlicherweise für den Teufel gehalten wird, untersucht dieser Artikel das Phänomen der ‚falschen Teufel‘. Dabei soll gezeigt werden, wie gerade… …dem gaze zur Geltung verhilft, ihn in Frage stellt oder gar zurückweist. Mithilfe dieser Analysekategorien lässt sich im Folgenden zeigen, dass das Märe… …aufgezeigt, wie man diese Zeichenhaftigkeit mit wenigen Mitteln an der Oberfläche verändern, tilgen bzw. übertünchen kann. Schon an dieser Stelle könnte also… …Erschließung einer inneren Wahrheit in Frage gestellt werden. Dass nämlich dieser Kurzschluss gerade die nun kommenden Ereignisse ermöglicht und eine… …führen – doch eben dieser Moment der Erkenntnis wird überdeckt vom Schrecken über den Anblick eines teuflischen Wesens im eigenen Bett. Paradoxerweise… …: „er hat wor!“ (vv. 87–92) Dieser Moment könnte sich als heikel erweisen, ist doch der prüfende Blick des Kollektivs die Möglichkeit, den Blick des… …Lesers damit als unterhöhlt erscheint. Dieser Umschlag auf der Skala der Vigilanz von Unaufmerksamkeit gegenüber sündhaftem Verhalten hin zu regelrechter… …fehleranfällig und interpretationsbedürftig. Auch geht in diesem Fall mit dieser Fehlinterpretation eine Ausblendung der eigenen Responsibilität einher, sowohl was… …Täuschung und Sanktion dieser Transgression betrifft. 36 Gerade die Geistlichkeit, welche die Deutungshoheit über die Grenzen zwischen Immanenz und… …die Flucht aus der Zelle“. 41 Mir scheint an dieser Stelle eine gendertheoretische Interpretation jedoch nur einen Teil der Erzählung zu fassen; so…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2022

    Bericht zur Tagung: „Der Hund Ende, das Schloss Immer. Zum altneuen Faszinationstyp Liebesallegorie im Spannungsfeld von Abstraktion und Hyperkonkretion“ in Kooperation mit der DFG-Forschungsgruppe 2305 „Diskursivierungen von Neuem. Tradition und Novation in Texten und Bildern des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“, Zürich, 04.–05. Juni 2021.

    Julia Frick, Pia Selmayr
    …, die sich in ästhetischen Reiz übersetzen. Dass sich dieser in Bezug auf Liebesallegorien nicht zuletzt in spezifischen Verdichtungen von… …literarischer Topos verfüge über metapoetisches Potential, das intertextuelles Vorwissen alludiere und über die Aktivierung dieser Wissensschicht den… …unterhaltende Funktionen gingen in den Werken dieser Gattung zusammen – Spezifika, wie sie sich auch am kodikologischen Befund der Mitüberlieferung als eines… …aber auch einheitsstiftend wirkten. Gerade in dieser Spannung liege eine lusorische Konnotation begründet, die in den narrativen Prozess inserierte und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    „nur wie das ging, hab ich vergessen“

    Ein Gedicht Dirk von Petersdorffs historisiert die alte Bundesrepublik
    Daniel Fulda
    …politisch-moralische Funktion des Gedenkens an die NS-Verbrechen zu schwächen. 6 Historisierung wurde in dieser Debatte etwas voreilig und einseitig als ein… …dieser sinnlichen Eindrücke keine tatsächliche Gegenwärtigkeit der Menschen, Dinge und Fähigkeiten, an die sich das lyrische Ich erinnert. Die im letzten… …, die ‚dünnen‘ expliziten historischen Kontextualisierungen des Gedichts mit eigenen Kenntnissen zu ergänzen, und folgen sie dieser Aufforderung, so… …(Bearbeitungsstand 13. 07. 2019, 16:38 UTC, zuletzt am 25. 02. 2022, 19:12 UTC). Vgl. Ernő Rubik: Cubed. Der Zauberwürfel und die großen Rätsel dieser Welt, a. d. Engl… …erinnerte Erfahrung eigenen Tuns. Wie bereits festgestellt, ist jedoch genau dieser präreflexive Handlungserfolg dem lyrischen Ich „Jahrzehnte“ später… …von Eichendorffs explizieren lässt: wie ein „Zauberwort“, das die Welt zum „[S]ingen“ bringt, wenn es ‚getroffen‘ wird. 18 An dieser Stelle an das… …ehemaligen Zauberwürfeldrehens wieder. Mit dieser dichten Intertextualität situiert sich Petersdorffs Gedicht in einem poetologischen und… …alten Bundesrepublik erlebt hat. Die Erlebnis- bzw. Erinnerungsperpektive des Sprechersubjekts im Gedicht stellt lediglich den Anlass dieser… …, um es auszustellen und kritisch zu beleuchten. Mein Argument an dieser Stelle (bezüglich der Kritik, die das Gedicht gegenüber der von ihm selbst… …vielmehr, dass dieser Einzelne als Angehöriger – und wohl auch Repräsentant – einer Generation gezeichnet ist: Bei genauerem Hinsehen gibt es in…
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