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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Konturen des Selbst in der Mystik nach Eckhart

    Eine Komplementärgeschichte
    Maximilian Benz
    …KONTUREN DES SELBST IN DER MYSTIK NACH ECKHART Eine Komplementärgeschichte* von Maximilian B e n z , Bielefeld Abstract: Nachgezeichnet werden… …nacheckhartischen Mystik umreißen. In den urbanisierten Gesellschaften des Spätmittelalters wird zwar eine entschieden christliche, aber standesunabhängige… …menschliche Selbst als Kategorie indes allererst hervortreibt. Ohne zu behaupten, dass hier eine Vorgeschichte moderner Subjektivität zu entdecken sei… …, rekonstruiere ich angeleitet durch die Frage nach Praktiken des Vergleichens eine Komplementärgeschichte, die einen gegenüber der Moderne und ihren… …beginnt. Mühsam, aber durchaus providentiell gestützt erkämpft sich Iwein seine Identität zurück, die aber eben eine ritterlich-adlige ist. Man hat Fälle… …2023, S. 153–182. 4 Vgl. Bernhard Jussen: Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526–1535, München 2023, S. 365. 5 Vgl. Peter… …eigener Kanzonen vorlegt. Mir geht es nun nicht um eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem facettenreichen Text, die etwa zeigen kann, dass sich… …12 –, der aus ethischen Gründen „nicht nur riskant, sondern illegitim“ 13 sei. Auch die beiden Ausnahmen, die eine Rede von sich selbst legitimieren –… …wenn eine grande infamia o pericolo („große Verleumdung oder Gefahr“) 14 nicht beendet werden könne oder wenn auf dem Weg der Lehre grandissima utilitade… …Langthaler, Göttingen 2014, S. 109–122. 353 Maximilian Benz anonymer Verfasser auf eine konkrete Form der Rezeption, 24 transformieren dabei aber Eckharts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Eine Krankheit vor Gericht

    Zur literarischen Kombinatorik in „Tanawäschel“
    Beatrice von Lüpke
    …Abstract: EINE KRANKHEIT VOR GERICHT Zur literarischen Kombinatorik in „Tanawäschel“ von Beatrice v o n L ü p k e , Wien In „Tanawäschel“ wird eine… …Tode ins Geistliche überführt. Wie die anderen drei frühen Tiroler Fastnachtspiele auch irritiert „Tanawäschel“ als eine solche Montage und in seinem… …von der Gattung zu erweitern. Zu diesen Texten anderen Ursprungs gehört auch eine kleine Gruppe von vier ebenfalls im 1 Vgl. die Edition… …. Dresd. M. 183), hg. v. Klaus Ridder, Rebekka Nöcker, Beatrice von Lüpke, Berlin 2022. Auf die beiden Ausgaben, die zusammen eine an der Überlieferung… …noch dazu als „Unikum“ 3 hervorsticht: In „Tanawäschel“ (Nr. 1) hat eine zur Zeit der Entstehung epidemische virale Krankheit, eben der titelgebende… …Heiligkreuzspiel“ sind die vier frühen Tiroler Spiele von einer Hand aufgezeichnet worden. Claus Spaun hat sie dann in zwei Handschriften neu eingebunden. Eine… …, Göppingen 1993, S. 228–231. 370 Eine Krankheit vor Gericht richtsspielen wird der Prozess nämlich bis zum Todesurteil fortgeführt. Zudem besteht der… …eine Überarbeitung sein könnten (II.). Den interpretatorischen Konsequenzen dieser Montage und der ungewöhnlichen Darstellung von Krankheit gilt dann ein… …sich und seine Frau ernähren. Eine Nonne jammert, dass in ihrem Kloster vor lauter hůsten, rüczen vnd speÿben (Z. 119) die Gebetszeiten nicht mehr… …die Ratgeber-Reihe weitestgehend die Frage des Richters (vgl. Z. 184) ignoriert und dieser auf eine ausdrückliche Urteilsverkündung verzichtet. So wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Relevanz

    Eine literaturwissenschaftliche Diskursstrategie und Basiskategorie in Theorie und Praxis
    Stephan Brössel
    …RELEVANZ Eine literaturwissenschaftliche Diskursstrategie und Basiskategorie in Theorie und Praxis Abstract: von Stephan B r ö s s e l , Münster Der… …sein, erscheint Relevanz schließlich schon allein im Alltagsgebrauch völlig ausgehöhlt, auf eine bloße Markierungsfunktion reduziert. Denn wichtig ist… …, was relevant genannt wird. Allerdings schimmert schon bei einem ersten kursorischen Blick in das diskursive Feld etwa des Feuilletons eine Tragweite… …, sich inklusiv zu reformieren“, so eine Frage, „[o]der doch eher dafür, dass sie gerade die letzten, leicht verzweifelten Piepsgeräusche ihrer alten… …man Blurs Musik als klingenden Nostalgieraum der 1990er wahrnimmt. Der Relevanzbegriff erscheint mithin als eine Art Gradmesser dafür, welchen Wert eine… …für die Forschung? Hier zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen der mannigfaltigen Verwendung des Ausdrucks einerseits und seiner defizitären Reflexion… …gefragt ist. Zusätzlich stellt sie eine Textoperation dar. Ein Signum der je texteigenen Bedeutungskonstitution besteht darin, dass (entsprechend markierte)… …. II. Differenzierung: Relevanz – Bedeutung – Bedeutsamkeit Vorab erfolgt eine Unterscheidung, die nicht zuletzt zur Positionierung des Beitrags im… …‚spezifische Figuration der Bedeutungsebene‘, eine Figuration des Unklaren, des semiotisch ‚Undekodierbaren‘. Die Relevantsetzung ist elementar an… …eine gewisse Wertigkeit. Es kommt an diesem Punkt also weniger darauf an, ob ein Text auf der 9 Vgl. demgegenüber Ogden/Richards oder Gomperz, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Dominic Harion: Mehrsprachige urbane Verwaltungspraxis. Eine Studie zu Sprachverhältnissen und Sprachwahlmechanismen in den Luxemburger Pieces des

    Joachim Peters
    …Buchbesprechungen Dominic Harion: Mehrsprachige urbane Verwaltungspraxis. Eine Studie zu Sprachverhältnissen und Sprachwahlmechanismen in den… …Luxemburger Pièces des Comptes des 17. Jahrhunderts, Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2022, 177 S. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine… …Trierer Dissertation, die unter der Betreuung von Claudine Moulin und Natalia Filatkina entstanden ist. Ausgangspunkt der Studie ist eine Loseblattsammlung… …und deren „Einordnung in den funktionalen Zusammenhang der magistralen Buchführung“ (S. 2), letztlich also eine Suche nach dem ‚Sitz im Leben‘ dieser… …dieser Korpuszusammensetzung auch eine erhebliche Varianz schriftsprachlicher Kompetenzen bei den Kommunizierenden einher. Hier nimmt Harion Aspekte wie… …Schreibstube, ebenso wenig konnte von Harion eine sprachpolitisch motivierte Ausgrenzung bestimmter Teile der Bürgerschaft beobachtet werden. Die ablaufende… …Kommunikation trug vielmehr den individuellen Sprachkompetenzen verschiedener Personen und Personengruppen Rechnung und zielte auf eine möglichst reibungslose… …Formulierens, auch im Hinblick auf formelhafte Kommunikation, sowie eine Kontrastierung von Druckersprache und Kanzleisprache der frühneuzeitlichen Luxemburger… …und Schreiberwechsel, Abbildungen und Textgliederungsmarker (vgl. S. 156, 157). Harion plädiert insgesamt „für eine handschriftennahe… …im Wortsinne beispielhaft, sondern auch überaus anschlussfähig an künftige Vorhaben. Erstens ist eine Ausweitung auf die Aktenkonvolute des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Frauenlob und Mannertod

    Stefan Georges „Buch der Sagen und Sänge“: eine Dislozierung der Trobadordichtung
    Dr. Florian Scherübl
    …Abstract: FRAUENLOB UND MÄNNERTOD Stefan Georges „Buch der Sagen und Sänge“: eine Dislozierung der Trobadordichtung von Florian S c h e r ü b l… …, knights and singers. Kaum ein Gedichtband Stefan Georges hat in der Wissenschaft lange Zeit eine derart stiefmütterliche Aufnahme erfahren wie die 1895… …Andres und eine große Studie von Jutta Schloon die Mittelalter-Bezüge ausführlich untersucht. 4 Schon zuvor hat Jürgen Brokoff einige der Gedichte zur… …, bis die Sprache selber laut wird.“ Eine These, die dann auch an George entfaltet wird (vgl. ebd., S. 64). 6 Brokoff beschreibe zwar „Georges Programm… …der Poesie richtig, wenn er im Anschluss an das Gedicht ‚Schweige die klage!‘ […] sagt, dass es bei der Umwandlung von ‚leid‘ in ‚lied‘ um eine… …‚heiße‘ Bilder um“ (Kai Kauffmann: Stefan George. Eine Biographie, Göttingen 2014, S. 216, Fn. 60). Dieser Transformationsprozess, so Kauffmann, werde von… …den „Hymnen“ permanent reflektiert. Der Annahme, dass eine Tendenz zur Selbstkommentierung von Georges Dichtung vorliege, tritt Kauffmann komplett… …, auch unabhängig von externen Referenzpersonen funktionierender Ausdruck sein – ohne dass dies eine ausschließliche Selbstreferenzialität der Gedichte… …Parodie und Ironisierung zulässt und auch auf anderes als nur sich selbst verweist, etwa – und sicher nicht nur – auf eine streng formalisierte… …verstanden werden. 12 Dieser Aspekt lässt sich gegen Davids kritisches Urteil ins Feld führen. Schloss dieser, die Bücher seien eine „Sackgasse“ 13 und George…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Saskia Schicht: „Das Zeigen muß gezeigt werden“. Eine Ästhetik des Zeigens im epischen Theater Bertolt Brechts, Würzburg: Königshausen & Neumann 2022

    Matthias Rothe
    …Buchbesprechungen Saskia Schicht: „Das Zeigen muß gezeigt werden“. Eine Ästhetik des Zeigens im epischen Theater Bertolt Brechts, Würzburg… …programmatischer Bedeutung war, so Schicht, verweist bereits eine der ersten Erwähnungen des brechtschen epischen Theaters in Elisabeth Hauptmanns Arbeitstagebuch… …definierendes und organisierendes Konzept verweist – Schicht spricht von einer „umfassende[n] und gestaltgebende[n] Kategorie“ (S. 301) –, legt sie eine solche… …, also zum „Zeigen zweiter Ordnung“ wird (S. 321). Das einleitende und für eine Dissertation wohl obligatorische Kapitel zu Methode, Ziel und… …Hinsicht eine gute Quellensammlung. Das darauffolgende Kapitel reflektiert aus philosophischer/phänomenologischer, linguistischer und literatur- und… …Sie sieht also keineswegs die Stücke nur als Umsetzungen der Theorie, sondern richtigerweise auch als eine ihre wichtigsten Produktionsstätten… …verlieren und diese zu sehr als Experimentierfelder einer Zeigeästhetik zu verstehen. Dass die Zeigeästhetik nicht immer eine Motivation abgab, selbst bei den… …formulierbaren Zeigeästhetik aufgehen. Aus welcher Perspektive kann man dann eine solche überhaupt formulieren? Aus der Brechts, dessen auktoriale Kontrolle bei… …einfach auf eine werkbiographische und damit auch teleologische Perspektive bringen lassen, ohne sie zurechtzustutzen. Eine derartig vorausgesetzte… …, dem sich eine solche Neupositionierung theatraler Mittel verdankt: den ‚Aufstand‘ der Avantgarde-Bewegungen gegen die Institution der Kunst, der die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Fabian Fleißner: Das Präfix gi-im Althochdeutschen und Altsächsischen. Eine Neubewertung seiner Bedeutung für das Tempusund Aspektsystem

    Bernhard Luxner
    …Buchbesprechungen Fabian Fleißner: Das Präfix gi- im Althochdeutschen und Altsächsischen. Eine Neubewertung seiner Bedeutung für das Tempus- und… …eine diathetische Perspektivierung ausdrückt“ (S. 9). Doch bevor der Autor hierzu Genaueres ausführt, möchte er noch einige Unklarheiten hinsichtlich der… …als außenperspektivisch beschrieben wird. Für eine textpragmatische Untersuchung (und nur so lässt sich nach Meinung des Autors diese Kategorie… …an. Insgesamt zeigt sich für Fleißner, dass die widersprüchlichen Ergebnisse der Germanistik bis dato auf eine unzureichende Datenlage sowie eine… …bisherigen Forschung führt Fleißner für das Präfix germ. *ga-, das urverwandt mit lat. cum (< com) ist, eine „ursprünglich räumliche Grundbedeutung“ (S. 37) an… …stützt sich Fleißner in seinen Ausführungen vor allem auf die Arbeiten von Leiss [Anm. 1] sowie Olga Heindl: Aspekt und Genitivobjekt. Eine… …prinzipiell problematisch (vgl. S. 47). 9 Eine Arbeit, die nach Meinung Fleißners die bisherigen fehlgeleiteten, weil zu stark am Aspektbegriff verhafteten… …Syntax. Eine geschichtliche Darstellung. Band II: Die Wortklassen und Wortformen. B. Adverbium. C. Verbum, Heidelberg 1924, § 596. 4 Vgl. Jacob Grimm… …: Verlag Kovač 2017, in: Philologia Fenno- Ugrica et Indoeuropea, Heft 19 (im Druck). 461 Buchbesprechungen und Fleißner eine Funktion, bei der der Fokus auf… …hinweist, „dass unser modernes Textverständnis nicht immer philologische Gewissheit für genau eine bestimmte Lesart garantieren kann, wodurch zahlreiche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Stefan Höppner: Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte Frankfurt/Main: Klostermann 2022

    Martina Schönbächler
    …Buchbesprechungen Stefan Höppner: Goethes Bibliothek. Eine Sammlung und ihre Geschichte, Frankfurt/ Main: Klostermann 2022. Das im Untertitel… …, als beispielsweise das „Weimarer Komitee für eine Goethe-Stiftung“ bereits 1849 die Sammlungen als den „,beste[n] Kommentar zu den Werken des Dichters‘“… …Historie zurecht; seinen Leser:innen wäre eine tabellarische Aufstellung der verschiedenen Kataloge und Zeitabschnitte als Wegweiser da und dort dienlich… …wird die Bibliothek Goethes“ (S. 105 f.) und damit eine (proto‑)typische ‚Autorenbibliothek‘. Der zweite, systematische Teil der Studie umreißt das… …Neuanschaffungen nahm und so gewissermaßen die öffentliche tatsächlich als eine Extension seiner eigenen Bibliothek behandeln konnte. Höppner stellt Goethes… …ist damit eigentlich nur als Teilkorpus verständlich und seine um den öffentlichen Bestand erweiterte Bibliothek insgesamt also wesentlich mehr als eine… …https://vfr.mww-forschung.de/web/goethedigital/deutsche-literatur (zuletzt 04.05.2023). 314 Buchbesprechungen stößt Höppners Arbeit die Autor:innenbibliothekstheorie damit auf eine Kernproblematik: Nicht erst in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Helmut Bottiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er – eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur

    PD Dr. Ingo Meyer
    …Buchbesprechungen Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er – eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur, Göttingen: Wallstein… …Philologenzunft. 2 Insofern ist Böttigers Angebot, das eine gute Mischung aus Trouvaillen und Erwartbarem präsentiert, zu begrüßen. Als emblematische Figur der… …Revolution, allesamt fraglos Leitvokabeln noch der Siebziger. So wird Peter Schneiders „Lenz“, eine bemerkenswerte kleine Erzählung von 1973, geschickt als… …ist schon da, der Text eine Art Stimmgabel, die den Sound der Siebziger vorgibt. Schneiders Lenz findet kurzzeitig hinter den Bergen Gemeinschaft… …genau weiß, dass „Die Palette“, Fichtes Erstling von 1968, auch sein „bestes Buch“ blieb (S. 205). Auf eine stringente Interpretation der fünf schmalen… …, und Uwe Johnsons „Jahrestage“ – eine „in sich stimmige Einheit“ (S. 373) – erhalten als ‚epochal‘ und ‚monumental‘ ausschließlich Zuspruch, als könnte… …Böttiger: Fritz Rudolf Fries und der Rausch im Niemandsland. Eine Möglichkeit der DDR-Literatur, Hamburg 1985. 4 Paul Nizon: Die Erstausgaben der Gefühle… …Gattungen o. ä. stattfindet, 7 wird paradox aus seinem Subjektivismus heraus eine Art neohistoristisches „wie es eigentlich gewesen“ suggeriert. Umso… …misslicher deshalb, dass jeglicher Nachweis fehlt, überprüf- oder auffindbar ist hier kein einziges Zitat. Dafür bietet der Band eine stattliche Menge von… …Versuch zur gleichen Epoche, vgl. Ingo Meyer: Nicht Fisch, nicht Fleisch. Literaturessay zu „1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ von Philipp Sarasin…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Julia Gold, Christoph Schanze, Stefan Tebruck (Hgg.): Tyrannenbilder. Zur Polyvalenz des Erzählens von Tyrannis in Mittelalter und Früher Neuzeit

    Sandra Hofert
    …Früher Neuzeit, Berlin, Boston: Walter de Gruyter 2021, 529 S. Es ist eine fratzenhaft-schielende Gestalt mit Hörnern und Reißzähnen, die den Betrachter… …, S. 1–18), erfolgt in der Regel aus einer Außenperspektive und geht einher mit einer negativen Bewertung. Damit „ist die Zuschreibung ‚Tyrann‘ eine… …Aus- und Abgrenzungskategorie, die […] eine ‚wir gegen ihn‘-Konstellation evoziert“ (S. 2). Diese Beobachtung bildet einen gemeinsamen Rahmen für die in… …Kipf, S. 515–529). Die Abschnitte unterscheiden sich zwar in ihrer grundsätzlichen methodischen Ausrichtung; gleichzeitig wird eine enge Verzahnung der… …einzelnen Beiträge deutlich: Realhistorische Kontexte spielen auch für die Analysen der ersten Gruppe eine Rolle (so denkt etwa Buhr, S. 81, die… …Herrschertodes produktiv weiterarbeitet, wie im Erzählen Brüche und Grauzonen erzeugt und so Polyvalenzen generiert werden. Er liest die „Kaiserchronik“ als eine… …nach unten wie oben begrenzten Tyrannis-Skala“ (S. 144). Doch sei dies nur eine „Faustregel“ (ebd.). Jendorff wiederum nimmt ein historisches… …hingerichtet. Ein biblischer Tyrannenmord steht im Mittelpunkt der Überlegungen von Jansen: Sie erklärt, dass es nur eine Lesart der Geschichte sei, Judith als… …„Rollenschablone des eher statisch […] gezeichneten Antagonisten“ (S. 108) eine „plastisch gestaltete Figur“ (ebd.) macht, welche er gleichzeitig als „abschreckendes… …„Schwanenritter“ eine positive Herrscherfigur gezeichnet, mit ­Kaiser Otto in „Heinrich von Kempten“ eine negative. Allerdings werde dieser konstruierte Dualismus…
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