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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Johannes Görbert, Nikolas Immer (Hg.): Ambulante Poesie. Explorationen deutschsprachiger Reiselyrik seit dem 18. Jahrhundert, Berlin, Boston: de Gruyter 2020.

    Stefan Elit
    …anderen liegt, die Autor*innen grundsätzlich mehr auf die Reise gehen lassen, sei hier einmal dahingestellt (sollte aber vielleicht Gegenstand einer… …literatursoziologischen Untersuchung sein). Umso mehr wird zum Desiderat, was der vorliegende Band, dessen Beiträge weitgehend einer 2018 in Bern abgehaltenen Tagung zum… …nicht mehr nur als Randphänomen erscheinen wird. Denn Reisethemen finden sich ja bereits seit der klassischen Antike in lyrischen Kurzformen, etwa bei… …bereisten Orten aufweisen oder diesen entstammen (neueres beliebtes Beispiel: mehr oder weniger adäquate Haiku-Nachahmungen, wenn es um Japan-Erfahrungen geht… …von 2014) führt. Das allzu gerne ausgesprochene Urteil, dass man an einer Veröffentlichung künftig nicht mehr vorbeikommen werde, erscheint in diesem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Petra S. McGillen: The Fontane Workshop: Manufacturing Realism in the Industrial Age of Print, New York, London: Bloomsbury Academic 2019 (= New Directions in German Studies, Bd. 26).

    Philipp Böttcher
    …. Jahrhundert nicht anders war, zeigt Petra S. McGillen in ihrer Studie, die ihren Leser*innen weit mehr als nur einen Einblick in Theodor Fontanes Werkstatt… …Realismus-Forschung, die die epochalen Veränderungen nicht mehr nur als Hürde oder Gegensatz, sondern als Motor und Bedingung schriftstellerischer Möglichkeiten…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2021

    Susanne Köbele (Hg.): Transformationen der Lyrik im 13. Jahrhundert. Wildbader Kolloquium 2008, in Verbindung mit Eckart Conrad Lutz und Klaus Ridder, Berlin: Erich Schmidt Verlag 2013 (Wolfram-Studien XXI)

    Beate Kellner
    …Minnesangs. Die Edition der „Liederdichter des 13. Jahrhunderts“ durch Carl von Kraus im Jahre 1952 ist mehr als revisionsbedürftig, Burghart Wachingers… …von Morungen, Reinmar und Walther traditionsbildend gewesen, so Hübner, noch lasse sich insgesamt eine Entwicklungslinie in Richtung von mehr Artistik…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Ingo Stöckmann (Hg.): Texte zur formalistischen Ästhetik. Eine Quellenedition zu Johann Friedrich Herbart und zur herbartianischen Theorietradition, Berlin: de Gruyter 2019.
    Carole Maigné: Une science autrichienne de la forme. Robert Zimmermann (1824– 1898), Paris: Vrin 2017.

    Alexander Nebrig
    …beziehenden Ästhetiker die Funktionsweise des Schönen. Metaphysische Bedingungen der Form waren für die alternative und heute kaum mehr bekannte Formtradition… …Verhältnisgliedern“ (S. 24). Form wurde nicht mehr auf den Inhalt bezogen, der für Zimmermann belanglos war. Otto Flügel bemerkte 1864, Form sei Verhältnis von Gliedern… …, aber keine Substanz mehr (vgl. S. 25). Herbarts Suche nach den ästhetischen Grundformen wie der Symmetrie oder dem Parallelismus wurde im 19. und frühen… …, eines späteren Schulmannes. Andere Autoren nahmen weniger die formale Ästhetik und mehr die Psychologie Herbarts in den Blick (II), wie sie seiner… …Urteils, die einmal mehr ihren Ausgang von Herbart nimmt, und diskutiert die methodologischen Konsequenzen des räumlichen Formbegriffs. Die temporale… …erfahren und nicht mehr nur als Raumkunst im Sinne Lessings. Herders Plastikaufsatz war für ihn dabei eine Quelle der Inspiration (S. 112). Die auf den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Zeit als Widerfahrnis

    Ästhetik und Figuration passiv erfahrener Temporalität
    Claudia Öhlschläger, Antonio Roselli
    …, auffällt oder einfällt, […] etwas trifft, glückt oder auch verletzt“, sind wir nicht mehr länger als „selbstherrliche Subjekte“ beteiligt. 5 Herstellen und… …steht insbesondere seit den Industrialisierungsschüben zur Disposition. In der Moderne avanciert Muße immer mehr zu einer „kulturelle[n] Praxis“ des… …Geschichtsauffassung der Moderne, die nicht mehr auf Wiederholung, sondern auf Einmaligkeit der Ereignisse basiert, führt zu einer progressiven Veränderung des… …Erwartungshorizontes; dieser erhält „einen mit der Zeit fortschreitenden Veränderungskoeffizienten.“ 15 Der Erwartungshorizont gilt nun nicht mehr als ein gesicherter… …, die den zuvor noch als gemeinsam vorausgesetzten Erfahrungsraum sprengt und zerstückelt. 16 Die Folge: „Der Erfahrungsraum wurde seitdem nicht mehr… …, dem unvorhergesehenen Ereignis Raum gibt, sind lineare, auf Totalität, Ordnung und Verstehbarkeit ausgerichtete Vermessungen von Zeit nicht mehr wirksam… …Aktivische zu wenden, heißt jedoch noch mehr: Es heißt danach zu fragen, was Passivität als Offenheit für Widerfahrnis ermöglicht. Sie ermöglicht durch die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    A time of no time. Judith Schalanskys „Verzeichnis einiger Verluste“ und Paul Austers „4321“ im Horizont aktueller Zeitdiskurse

    Daniela Doutch
    …title of the book: 4321. 10 Bis auf jenes letzte Kapitel (4321, 922–981), das in einer zum vorherigen Roman nicht mehr passenden, zu kleinkarierten… …Geburt Archie Fergusons am 16. März 1947 verkündet, werden vier Parallelgeschichten geschildert, die mehr oder weniger gleichzeitig ablaufen, sodass die… …Zeit‘ in Alltagskonversationen ebenso wie in intellektuellen und akademischen Diskursen, obwohl sie gewiß nicht mehr die Prämisse unseres… …Möglichkeitsraum mehr zu versprechen scheint. 16 In anderen Studien wiederum steht die zentrale Ausgangsbeobachtung im Fokus, dass unter den Bedingungen des… …diesen kurz skizzierten, theoretischen Erörterungen, die mal mehr und mal weniger überzeugend vom Menschen oder Computer ausgehend über eine instabile… …Schalanskys Verzeichnis und Austers Countdown deutlich wird, längst nicht mehr über die Opposition Mensch und Maschine begreifen lässt, sondern sich als eben… …, die sich nicht mehr in das begriffliche Korsett des Risikos zwängen lässt, das Anfang der 1990er Jahre noch in Niklas Luhmanns Feststellung aufscheint… …Füßen weggezogen, da die der Zeitlichkeitslogik des Risikos inhärente Un/Sicherheit nicht mehr die entscheidende Leitdifferenz darstellt, um eine… …untergegangen sein, denn im Juni 1843 konnten Missionare die Insel nicht mehr lokalisieren. Erst im Jahre 1875 wurde das Atoll von allen Karten getilgt. (VeV 29)… …und Erwartung nicht mehr beizukommen ist, da in der gleichzeitigen Überlagerung die Differenz von Wirklichkeit und Möglichkeit zugunsten einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Erkundungen eines fremden Zustands. Demenzdarstellungen in Ulrike Draesners Erzählungen „Ichs Heimweg macht alles alleine“ (2006) und „Ichs Heimweg macht alles allein“ (2011)

    Fabian Hutmacher
    …Kommunikationsfähigkeit abhandenkommt, dass sich die Innenperspektive der erkrankten Person also mit fortschreitendem Krankheitsverlauf immer mehr dem Zugriff von außen… …der dritten Person“ 20 , ein Ich, das sich „selbst immer fremder und vom Subjekt mehr und mehr zum Objekt wird“ 21 . So heißt es beispielsweise am… …– so der Liedtext – jeder Tag einem Fest, gibt es zur Zeit der Pest nur mehr einen einzigen Grund zu feiern: nach einer Beerdigung auf dem… …der anderen erahnt und zugleich zurückweist: Auch sie wird für nicht mehr ganz gescheit gehalten – dabei ließe sich ihre durch die Demenz veränderte… …bestimmte Räume nicht mehr begehbar sind, beziehungsweise von Ich zurückgelassen werden („ein Stockwerk, aus dem ich umgezogen ist, wird von ich nicht mehr… …eindeutiger auflösen. Es scheint nämlich klar, dass Ich-Soffi den Raum nach dem Betreten nicht mehr verlässt, sondern mal am Fenster steht („wischt das Fe …… …. Damit aber lässt sich die spätere Erzählung zumindest in diesem Punkt nicht mehr einfach als „Strichfassung“ der früheren Erzählung analysieren: Während… …Gegenstück zu Sarahs chaotischer und nur schwer verstehbarer Innensicht bildet. Weil das Gespräch zwischen den beiden Partnern kaum mehr möglich ist und Hans… …geht, weiß ich nicht“ (FE 71), „immer öfter dachte ich, sie ist kein Mensch mehr, nur schmerzliches Erinnerungsbild in meinem Kopf“ (SE 181)). Die… …noch mehr: Während Hans in der früheren Erzählung den Sturz als eine beinahe poetische Erfahrung wahrnimmt, die ihm einen wenigstens momenthaften Zugang…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Widerfahrnis im Zeitgehöft

    Pathische Zeiterfahrung bei Paul Celan
    Iulia-Karin Patrut
    …Frühling werden, Ruth. Seit ungefähr zwei Jahren fühle ich nicht mehr Jahreszeiten und Blumen, und Nächte und Verwandlungen überhaupt.“ 12 Die frühen… …mehr als um physische Isolation geht und die naheliegende Anspielung auf Rilkes „Der Panther“, die in den nächsten drei Versen noch deutlicher wird… …nicht weiter als Menschen galten – wirkt auch die „Septemberkrone“ nicht mehr hymnisch, der Blick wird vielmehr geschärft für apokalyptische Elemente. So… …vermessene Körper kann nicht mehr Resonanzboden für die Lebens-Zeit sein. Noch deutlicher kommt dieser Zusammenhang im laut Ruth Kraft wohl 1941 entstandenen… …Zu einer anderen Einschätzung gelangt beispielsweise Jean Greisch, der ausgehend von dem Vers „Keine Sandkunst mehr, kein Sandbuch, kein Meister“ (CGK… …der Regel aber das Gedicht als Ganzes leisten muss. Die Zeit des nicht mehr lebenden Du wird gemessen an den Blut-Spuren, die das Ich in den Sand… …Zeiterfahrung entwerfen, denen zugleich eingeschrieben ist, dass es sie nicht (mehr) gibt, nicht mehr geben kann, weil ein Datum der Gewalt eingetreten ist. Dies…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    „Sie schenken mir nicht allein Ihr Herz, sondern auch auf die großmüthigste Art Ihr Vermögen“. Ökonomie der Gefühle in Gellerts Komödie „Das Loos in der Lotterie“

    Maurizio Pirro
    …ohne den fördernden bzw. hindernden Einfluss, den ökonomisch bedingte Zustände auf ihr Gelingen ausüben, nicht mehr vorstellbar. Die Verbürgerlichung der… …einem geringern Vermögen zufrieden ist, weil er nicht mehr bedarf, und doch durch eine sorgfältigere und treuere Beobachtung seines Berufs sich ein… …größres erwerben könnte, der sündiget; denn er könnte mit größrem mehr Gutes stiften. 11 Gellert weist einem solchen Zirkulationsmodell zwar keine… …bedingt, so ist er zwar durch die abstrakte Erkenntnis der Vorteile zu regeln, die mit der Geselligkeit verknüpft sind, jedoch noch mehr durch ein… …, sondern er betrachtet sie als eine unentbehrliche Voraussetzung zur Geschmacksbildung. Richardsons Romanen sei etwa die Fähigkeit eigen, mit viel mehr… …Menschenleben ausgerichteten Werke seien in der Lage, „dem aufmerksamen Leser mehr gute und edle Empfindungen“ einzuflößen, „als eine ganze Bibliothek moralischer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Schiller als Thomas Mann in dessen „Schwere Stunde“. Und: Wie Handschriften reden können. Mit einem Blick auf Franz Kafka

    Norbert Oellers, Hannelore Holsträter
    …Literaturbetrachtung, die als ‚geistesgeschichtlich‘ nach dem Zweiten Weltkrieg mehr und mehr in die Kritik, nicht selten auch – insbesondere in den 70er und 80er Jahren… …der sich Schiller nie mehr ganz erholte) war Anfang Januar 1791 (im Dezember 1796 also vor fast sechs Jahren) über den Dichter gekommen. Immerhin ist… …in der seinen. So hat er z.B. häufiger als Kafka Wörter gestrichen (diese ersetzend oder ersatzlos) und hat mehr über den Zeilen nachträglich ergänzt… …Entscheidung fällt. Seine Ziele setzt er sich eigenständig und verantwortungsbewusst und verfolgt sie dann mit Systematik und Konsequenz. Seine mehr lebhaften… …Selbstkontrolle, denn er vertraut der bewussten Reflexion mehr als seinen Gefühlen. Aus Eindrücken und Erlebnissen erarbeitet er sich mit seiner reifen geistigen… …führt. Stattdessen basiert sein Urteil mehr auf Wertungen aus dem Gefühl heraus, was zu überraschenden, unkonventionellen und z.T. auch widersprüchlichen… …Schreiber mehr die geistige Herausforderung und Abwechslung als die Konstanz. Aufgrund seiner inneren Unruhe ist Routine für ihn undenkbar und lässt seine…
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