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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    „Ein lebend Glied im großen Lebensringe!“ – Zu Hofmannsthals „Lebenslied“

    Zu Hofmannsthals „Lebenslied“
    Edda Polheim
    …dem meinen Durcheinander spielt sie alle das Dasein, Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens Schlanke Flamme oder schmale Leier. (G 26) Am… …mit dem Dichter. 10 Erinnert man sich allein an den Schluss des Gedichtes „Manche freilich…“: „Und mein Teil ist mehr als dieses Leben / Schlanke Flamme… …oder schmale Leier“, so lässt das „mehr“ aufhorchen. Unübersehbar wird hier das Leben in seiner Gesamtheit über die „schmale Leier“ des Künstlers… …, der Priester und der Richter gegen das Leben; am Schluss des langen Gedichtes fällt die Aufteilung auf Personen weg und nur mehr der Begriff „Mensch!“… …ein Verschwender, nicht mehr und nicht weniger“. 487 Edda Polheim einem Gesalbten, aber nie von einem Geölten sprechen! Das kann nur heißen, dass die… …, der hier mehr als lyrisches Gestaltungselement eingesetzt ist. Dass Hofmannsthal zeit seines Lebens diese Verbindung zum antiken Chor aufrechterhielt… …beimaß. […] es gibt keinen zwingenden Grund, weshalb ein Kritiker mehr über den Sinn eines Gedichtes wissen sollte als der Dichter selbst. Der Grad des… …gesetzt. Das Bild suggeriert eine in der Ferne verschwimmende Wipfelreihe, wobei der einzelne Wipfel nicht mehr erkennbar ist, er geht vielmehr in der… …gemeinsamen Horizontlinie auf – genauso wie die Vorausgegangenen nicht mehr in ihrer Einzelexistenz erkennbar sind und zu wirken vermögen, sondern in ihrer… …gleitet und vorüberrinnt“ (G 21), hat für ihn keine Bedeutung mehr. Aus dieser Aufgehobenheit und Sicherheit heraus ist er in der Lage, wissend zu lächeln…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Subjektstudien: Zu Robert Musils Novelle „Die Amsel“

    Wolfgang Rath
    …Schöpfungsbefehl und meine Urkunde war.“ (A 558) Diesem xxxxxxx (Fortsetzung der Fußnote auf S. 512) 511 Wolfgang Rath sal“. Man könne es so oder so mehr oder… …besteht es für jeden, der die Novelle kennt, in dieser Überraschung: Bis zum Erzählschluss ist fast nur von Azwei die Rede, mehr noch, textuell präsentiert… …[…]: das bedeutet noch viel mehr! Du weißt doch, man weint nur bei einer einfachen Enttäuschung“. (A 552 f.) Die Amsel verweist also vorderhand auf… …Festes“ (A 561) zu vermissen. Angezeigt wird aber noch mehr als die Instabilität eines Phantasten. Ohne Standfestigkeit ist Azwei zugleich Anmut in Person… …Stufe weiter, denn sein Vogel ist, wie anscheinend der Erzähler selbst, der Macht der Gewohnheit entflohen. Wie die Amsel „eines Tages […] nicht mehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Die Ästhetik des essayistischen Romans – Zum Verhältnis von Reflexion und Narration in Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“ und Brochs „Huguenau oder die Sachlichkeit“

    Zum Verhältnis von Reflexion und Narration in Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“ und Brochs „Huguenau oder die Sachlichkeit“
    Simon Jander
    …, Diskursivität und Explikation verselbstständigen sich in mehr oder weniger autonomen Essay-Kapiteln und stellen sich der Entfaltung epischer Imagination gegenüber… …. Kapitel) in „Huguenau oder die Sachlichkeit“ um die ‚anti-deduktive Wirklichkeit‘, die sich nicht mehr in ein einheitliches System zwängen lässt und… …deutet sich eine neue Form von Individualität an. Ganz einfach gesprochen, man kann sich zu den Dingen, die einem widerfahren oder die man tut, mehr… …allgemein oder mehr persönlich verhalten. […] Und gerade diese Erscheinung, daß ein Erlebnis seine Bedeutung, ja seinen Inhalt erst durch seine Stellung in… …, der sie erlebt, und es sieht beinahe so aus, als ob im Idealfall der Mensch überhaupt nichts mehr privat erleben werde und die freundliche Schwere der… …sichere Instanz des Erkennens und Handelns mehr ist, sondern ein labiler Komplex unbeständiger Empfindungen und Assoziationen). 533 Simon Jander Bilder auf… …Diagnose zunächst noch, indem er sie nicht mehr nur auf geschichtsphilosophischer, sondern anthropologisch-erkenntnistheoretischer Ebene wiederholt: Die Welt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Zwei Blendungen in der „Blendung“: Canetti, Platon und Sophokles

    Konrad Kirsch
    …Kien traut den ,Wahrheiten‘ der Bücher mehr als seiner eigenen Wahrnehmung: Durch die Lektüre von Gedichten hat er zwar erfahren, dass Rosen duften, aber… …das charakterisiert, was sie tatsächlich sind: Gucklöcher, die den Blick auf die Welt mehr beschränken, als dass sie ihn freigeben. Das aus diesem… …mehr der Vermeidung von Welt als deren Erkenntnis, da sich mit ihr alles Unerwünschte – in Kiens Fall: Therese – ausblenden lässt. 10 Dass beim… …benahm ihm den Atem. […] Seine Augen tränten; er riß sie weit auf, um zu sehen. Da tränten sie noch mehr und er sah nichts. Eine schwarze Gestalt… …ödipalem Vorzeichen: Initial für die Heirat war, dass er seine spätere Frau „Mutter“ zu nennen beginnt. Mehr noch, er „beschwichtigte“ sie mit „Mutter“ und… …und seiner Mutter nicht geschildert; allerdings macht der Hinweis auf sein väterliches Erbe deutlich, dass der Vater nicht mehr lebt. Vom Vatermord als… …und Blendung ist unterbrochen. Er ist nicht mehr Mythos, sondern nur noch ein mechanisches Handlungsmuster, in dem die Figuren gefangen sind (wie in… …„[b]lendende[n] Möbel“ (DBG, 59), die Therese gekauft hat, nicht mehr sehen zu müssen, gewöhnt er sich an, sich mit geschlossenen Augen durch die Bibliothek zu… …bewegen; um ihr Geschwätz nicht mehr hören zu müssen, wünscht Kien sich „Ohrenlider“ (DBG, 144), und seinen Geist schließlich blendet er mit der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    ‚Im Ganzen war alles doch komplizierter‘ – Editionsphilologische Überlegungen zu Wolfgang Koeppens „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ und Jakob Littners „Mein Weg durch die Nacht“

    Editionsphilologische Überlegungen zu Wolfgang Koeppens „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ und Jakob Littners „Mein Weg durch die Nacht“
    Iris Denneler
    …Ende der neunziger Jahre das Originalmanuskript Littners aufgefunden wurde und ein erster Vergleich ergab, dass Koeppen weit mehr Material besaß als ein… …verschwanden, dafür gibt es mehr oder minder plausible Erklärungen. 3 Jedenfalls bestand von Seiten des Suhrkamp-Verlages nach Koeppens Autor-Outing kein… …. In Koeppens Vorwort hatte man einen „mehr verschweigenden als aussagenden Text“ (Estermann, SP 170) 9 vor sich, wenn nicht gar Koeppens Darstellung der… …allem nicht-wissenschaftliches Publikum mit den Ergebnissen philologischer Kärrnerarbeit. Dass dennoch, je mehr Dokumente aufgearbeitet und Ansichten… …, SP 177) ist eine durchgehende Stilqualität, keine Haltung, schon gar nicht eine gegenüber einem Holocaust-Opfer. 51 Dass hier einmal mehr ästhetische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Das Paradoxe der Ich-Befindlichkeit in der Lyrik Ingeborg Bachmanns

    Zoltán Szendi
    …über die kaum mehr erträgliche Befindlichkeit, die in der Reihe von Paradoxa reflektiert wird. Die den ganzen Text umrahmenden Feststellungen „In den… …Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen“ sowie „Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen“ (23) summieren nur die Besonderheiten der Welt- und… …„gesehen“ eher eine Resignation. So spricht eine Person, die müde geworden ist und nichts Neues mehr vom Leben, von der „Welt“ erwarten kann. Das bestätigt… …Unwillens findet sich das Ich scheinbar mit seinem gescheiterten Leben ab. Sein Gesicht sieht nicht mehr nach oben, sondern nach unten, und sein Schlaf will… …Äußerungen zwingt, da es seinen Modus Vivendi selbst nicht mehr finden, noch weniger bestimmen kann. Es bleibt so nur die zaghafte Hoffnung auf das Entdecken… …sprachlichen Wurzellosigkeit, wie bei der Protagonistin der Novelle „Simultan“, Ursache und Wirkung dürfen aber nicht verwechselt werden. Wenn jemand nicht mehr… …aber anscheinend keinen Weg mehr nach Hause. Er wird wahrscheinlich nicht einmal gewünscht, denn das Zuhause lebt nur in Erinnerung, es ist keine… …Wirklichkeit mehr: „Doch der Rauch überm Herd lässt uns das Feuer nicht sehn“. (35) Schon der nahezu provokative Titel des Gedichtes „Beweis zu nichts“, aus dem… …Überlegenheit: Ich grenz noch an ein Wort und an ein andres Land, ich grenz, wie wenig auch, an alles immer mehr, ein Böhme, ein Vagant, der nichts hat, den… …– „wie wenig auch, an alles immer mehr“ – verrät das Verkrampftsein und die Verzweiflung der Illusion. Die Identifikation mit einem Heimatlosen, „der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Bernhard Fischer, Der Verleger Johann Friedrich Cotta. Chronologische Verlagsbibliographie 1787-1832. Aus den Quellen bearbeitet. Eine Veröffentlichung des Cotta-Archivs (Stiftung Stuttgarter Zeitung). 3 Bände (Deutsches Literaturarchiv. Verzeichnisse – Berichte – Informationen, 30/1-3). Deutsche Schillergesellschaft, K. G. Saur, München 2003.

    Stephan Kraft
    …arbeitet, wird mehr ohne dieses Verzeichnis auskommen können. Es bietet eine sichere Grundlage für Druckgeschichtler, Literaturwissenschaftler und… …Inhaltsangaben zu Sammelwerken und Periodika, die dem gezielt Suchenden eigentlich dabei helfen, bestimmte Ausgaben eben nicht mehr selbst in die Hand nehmen zu…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Heinrich Heine, Säkularausgabe. Werke – Briefwechsel – Lebenszeugnisse, hg. v. der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen sowie dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Band 6 K: Reisebilder II 1828–1831. Kommentar. Bearbeiter Christa Stöcker. Akademie Verlag, Berlin 2003.

    Robert Steegers
    …machen, hätten hier beide Kommentare wesentlich mehr bieten können. Zu der erotisch aufgeladenen Szene, als das Erzähler-Ich in der schummrig beleuchteten…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Dietmar Goltschnigg (Hg.), Georg Büchner und die Moderne. Texte, Analysen, Kommentar. Bd. 1: 1875-1945, Bd. 2: 1945-1980, Bd. 3: 1980-2002. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2001, 2002, 2003.

    Hartmut Steinecke
    …Tausend derartigen Anmerkungen stecken, ahnt jeder, der weiß, dass nur bei einigen wenigen Texten mehr als rudimentäre Vorarbeiten in Form kommentierter… …Einführungen zu den jeweiligen Bänden der weit mehr als ein Jahrhundert überblickende Literarhistoriker und Kulturwissenschaftler, der die großen Prozesse in der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Ena Pedersen, Writer on the Run. German-Jewish Identity and the Experience of Exile in the Life and Work of Henry William Katz (Conditio Judaica, 33. Studien und Quellen zur deutsch jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte). Niemeyer, Tübingen 2001.

    Joseph P. Strelka
    …hilfloser gegenüber standen als die Ostjuden, da sie keinerlei Identitäts- und Zugehörigkeitsgefühl mehr besaßen. Bei allem Lob für diese Pionierarbeit sind…
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