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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Jerold C. Frakes: Brides and Doom. Gender, Property and Power in Medieval German Women's Epic (Middle Ages Series) Philadelphia (University of Pennsylvania Press) 1994.

    Albrecht Classen
    …, entwickelt Frakes eine ungewöhnliche interpretative Perspektive, die der gegenwärtigen feministischen und neomarxistischen Literaturtheorie verpflichtet ist… …überaus rassistisch- phallogozentrisch ausgerichtet gewesen sei (S. 35–37), daher auch bisherige Vermutungen, daß eine Frau das NL verfaßt haben könnte… …Ausdruck komme. Insbesondere glaubt der Autor, eine besondere Angst der männlichen Figuren vor materiell unabhängigen Frauen konstatieren zu dürfen (S. 76)… …Machtposition doch bloß als eine Illusion, als „power without authority“ (S. 168). Eine Art Bestätigung für seine bisherigen Behauptungen glaubt Frakes in ‚Diu… …vermutet sogar, daß eine Frau als Autor des Epos angesehen werden könne (S. 41), ohne sich um die eindeutigen Erzählerkommentare zu kümmern oder konkrete…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Rodney W. Fisher: Heinrich von Veldeke, Eneas. A Comparison with the Roman d'Eneas, and a Translation into English (Australian and New Zealand Studies in German Language and Literature, edited by Gerhard Schulz and John A. Asher; Vol. 17), Frankfurt a. M./New York/Paris/Wien 1992

    Ulrike Zellmann
    …erkannt. Eine „angemessene Deutung des ‚Eneasromans‘ im Kontext der entstehenden weltlichen Erzählkunst“, wie sie Dieter Kartschoke 1986 forderte, liegt… …führte bereits Anfang der 80er Jahre das sogenannte „Veldeke-Problem“ einer wohlbegründeten Lösung zu. 2 Als eine der grundlegenden Methoden für eine… …Arbeiten von Hans Fromm zu nennen. 3 Die Untersuchung von Anette Syndikus, die nach den Kategorien fragt, mit denen eine zu Unrecht getadelte Dido eigentlich… …Liebesopfer gleichermaßen, auf Dido, Lavinia und Aeneas. Selbst die sogenannte individuelle Position des Lyrikers Veldeke erfährt hier nebenbei eine neue… …‚Eneasromans‘ mit dem Roman d’Eneas stellt sich Rodney W. Fisher in die Reihe der Untersuchungen, die im kleinschrittigen Textvergleich eine adäquatere… …Buchbesprechungen Erfordernissen im Lehrangebot, das zur Etablierung von „cross-cultural or inter-departmental courses“ tendiere – eine Entwicklung, mit der auch die… …alle guten Übertragungen bereithalten: Sie erweitert die Palette der Möglichkeiten, nach Alternativen der Deutung zu schauen, und ist daher eine… …Kartschokes Wahl umständlich: „und würde da um die Wette der Liebeskampf gekämpft, könntet ihr sehr wohl gewinnen.“ Eine der vielen höfischen… …„legte Ansehen und Glück ganz in eine Hand“, nämlich – wie bei Vergil (vgl. Aen. IV, 165–261) – in die des Eneas, gibt der Diskussion eine neue Richtung… …mehr entspricht (S. 3 f.). Der Darstellung mittelalterlicher Vergilrezeption, die das Antike in die eigene höfische Kultur übersetzt und eine eigene…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Claudia Wasielewski-Knecht: Studien zur deutschen Parzival-Rezeption in Epos und Drama des 18.-20. Jahrhunderts, (Europäische Hochschulschriften Reihe I: Deutsche Sprache und Literatur Bd. 1402.), Frankfurt/Main, Berlin, Bern u. a. (Peter Lang) 1993. 329 S.

    Claudia Rück
    …„eine zusammenhängende Untersuchung zur Rezeption des Parzivalstoffes in der deutschen Literatur über einen längeren Zeitraum“ bisher nicht vorlag (S. 9)… …gebrauchsfähig abgegrenzter Terminologie. 4 Daraus ergeben sich Probleme für die Arbeit und auch für deren Leser und Benutzer. Man vermißt eine klare Aussage der… …Spiel vom Fragen, 1989. 4 Als weiterer Mangel seien die für eine germanistische Dissertation ärgerlich häufigen stilistischen und formalen Schwächen… …Gralnachdichtungen [sis!]“ (S. 305) Elemente des Mythischen und des Mystischen nachweisen und damit eine gewisse Kontinuität in der Rezeptionsgeschichte des ‚Parzival‘… …deutlich machen. Dennoch meine ich, daß eine Quasi-Gleichsetzung von Mythos-Interesse mit Rezeptions-Interesse zu sehr vereinfacht und auch in die Irre… …nicht berücksichtigt werden. Für eine Arbeit wie die hier vorliegende sind Definitionen der zentralen Begriffe „Rezeption“ und „Parzival-Rezeption“, die… …: Zwiespalt; Lienhard: Gralsuche; Handke: Fragen). Zwischen Werken so unterschiedlicher Rezeptionsrichtungen eine Kontinuität aufzeigen zu wollen, ist eher… …eine Begründung der Verfasserin hinsichtlich der Auswahl der epischen und dramatischen Texte, die sie untersucht; einige der ausgewählten… …Beurteilung der Schaeffer’schen Sprache als „primitiv, ja ordinär“. Das erste Argument kann meiner Ansicht nach nicht übernommen werden ohne eine genaue… …detaillierte. (Falls man das Argument akzeptierte, wäre jedoch zu fragen, wieso denn eine „Bearbeitung“ wie Fontanes Entwurf zu „Oceane von Parceval“, die auch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Guido Schneider, er nam den spiegel in die hant, als in sîn wîsheit lêrte. Zum Einfluß klerikaler Hofkritiken und Herrschaftslehren auf den Wandel höfischer Epik in groß- und kleinepischen Dichtungen des Stricker, Essen 1994 (Item Mediävistische Studien/Item medieval Studies 1).

    Helmut Brall
    …Werkes offenbar mit ganz besonderer Dringlichkeit. Diese Herausforderung an die Literaturgeschichte, eine Konstante der Strickerforschung seit Ludwig… …kulturgeschichtlicher Vorstellungen von einer höfisch-adeligen und einer städtisch-bürgerlichen Literatursparte - lediglich „eine modifizierte Fassung der Verfallsthese… …Herrschaftslehren“ auf das Werk des Stricker anhand von Fürstenspiegeln und politischen Lehrschriften konkret und positiv beantworten, womöglich noch einbetten in eine… …„Themen der aventiure und minne“ das Verbindungsglied herstellen sollen. Damit ist für den Verf. dann schon ausgemacht, daß der Stricker eine… …Auseinandersetzung „mit dem Hofklerikat und hofkritische[m] bzw. hoferzieherische[m] Gedankengut der Spiegelverfasser“ (S. 15) führt, eine weitreichende These, auf… …eine gewisse Zurückhaltung, was die Rezeption der hofkritischen Schriften bei den Laien und die Wirkung der geistlichen Mahnungen für deren Lebensführung… …sah in der Blüte der Fürstenspiegelliteratur im hohen Mittelalter zunächst eine Reaktion der kirchlichen Eliten auf die sich verändernden… …Zusammenhänge zwischen Hof, Kirche und Politik gemacht hat. Auch auf diese Weise kann man eine Textinterpretation gegen sich aufdrängende Einwände abschotten. Und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Johannes Spicker, Literarische Stilisierung und artistische Kompetenz bei Oswald von Wolkenstein. S. Hirzel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Leipzig, 1993

    Sieglinde Hartmann
    …Beobachtungen „Zur Gattungstradition topischer Stilisierung“ sowie eine Untersuchung zum Verhältnis von biographischer Konkretisierung und topischem Sprachhandeln… …gewinnt“ und „in der Variation eine neu ästhetische Qualität erlangt“ (S. 198/199). So werde „der ‚natürliche‘ Ausdruck klanglich-erotischer Sinnlichkeit… …erläutert Spicker zusammenfassend, daß Oswalds künstlerisches Dilettieren gleichwohl eine professionelle artistische Kompetenz einschlösse, da seine Kunst als… …herausstellt“ (S. 233). Spicker verbindet mit seinem Fazit noch eine weitere Schlußfolgerung: Oswalds Lieder seien „in der Regel nicht auf eine Vermittlung… …wichtiger Inhalte oder Informationen angelegt, sondern auf Vorführung ihrer Literarizität“ (S. 233). Mir scheint, daß eine Vermittlung von Inhalten keineswegs…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Albrechts Jüngerer Titurel, Band IV Textfassungen von Handschriften der Mittelgruppe, hg. von Kurt Nyholm (DTM LXXIX), Berlin 1995, Akademie Verlag, XLIII + 292 S., 2 Tafeln.

    Werner Schröder
    …„sogar mitunter als die für eine Textausgabe wichtigste Handschrift angesehen worden ist“ (Ausg. IV, S. VII); und er hat es auch deshalb für „heute noch… …Überlieferung von H zu verbinden sind, die aber eine ähnliche Mittelstellung in der Überlieferung einnehmen“ (Ausg. IV, S. VII). 1 Am Anfang der Einleitung steht… …eine Beschreibung der Handschrift, ihrer Graphematik vor allem, wie sie genauer kaum zu denken ist. Sie bereitet ihre drucktypische Wiedergabe ‚mit allem… …folgenden Abstriche nicht deutlich geschieden sind, fliuzzet oder fluizzet lesen. Das Häkchen befindet sich über dem letzten Abstrich. flûizzet ist eine… …Fehllesung und eine Unform. Gemeint ist monophthongisches fliuzzet. Str. 42,3 ist die Abfolge iu deutlich unterscheidbar, das Häkchen ist freischwebend. fûir… …Handschrift ebenfalls allein aus Platzgründen eine neue (fünfte) Zeile, was sich im Abdruck sehr merkwürdig ausnimmt, da in Zeile 4 reilich freier Platz gewesen… …Nyholms 645 xb . Seine Strophe 645 xa korrespondiert der Strophe Wolf 640. Lediglich 645 xc ist eine gemeinsame Zusatzstrophe von *H und R. Vgl. dazu BT I… …. h. in XYZ = R), sie ist vielmehr eine H und R gemeinsame Zusatzstrophe. Die Strophe Wolf 1489 fehlt nur in R. Ihre Zuordnung war schon in Wolfs… …Reihe der DTM sind sie überdies eine (anachronistische) Novität. Weder Roethe noch Hübner hätten ihrer Aufnahme zugestimmt. Sie wollten lesbare Texte, und… …, wie Wolf/Nyholms kritische Ausgabe von JT I sie überstieg. Eine Strophenkonkordanz zwischen der Ausgabe von JT I und dem Abdruck von H wäre vor allem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Eckart Conrad Lutz, Das Dießenhofener Liederblatt. Ein Zeugnis späthöfischer Kultur. Mit einem Faksimile, 19 Abb. und einer Tonbandkassette (Literatur und Geschichte am Oberrhein 3). Schillinger Verlag, Freiburg im Breisgau 1994.

    Max Schiendorfer
    …je einem spätmittelalterlichen Liebeslied beschrieben. Zwar handelt es sich nicht eigentlich um eine Neuentdeckung. Der Fund datiert von 1904, und die… …den praktizierenden Interpreten eine solche Gedächtnisstütze durchaus sinnvoll und hilfreich gewesen sein. Ähnliches gilt bezüglich der den Texten… …späthöfischer Liebeslyrik bewegt und ein entsprechend vorgebildetes Zielpublikum impliziert, das aber andererseits eine offenkundige Anbindung an jahreszeitliches… …Ausprägungen einer »Partnerschaft auf Zeit« im Dießenhofener Lied konkret angesprochen ist, bleibt zwar unsicher. Fest steht aber, daß das Lied eine historische… …allesamt eine österreichisch-tirolische und damit habsburgische Literaturtradition repräsentieren (S. 59–63). Und das gleiche läßt sich mit einigem Recht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    G. Sonnemans, Functionele aspecten van Middelnederlandse versprologen [Funktionale Aspekte mittelniederländischer Versprologe (Übersetzung des Rezensenten usw.)] (2 Teile), Boxmeer, 1995 (auch als Dissertation an der Katholischen Universität Nijmegen erschienen)

    Lieve De Wachter
    …Literatur [entzieht].“ 2 Vielleicht hat sich Sonnemans hierbei gerade deshalb keine weiteren Fragen gestellt, weil eine seiner Schlußfolgerungen ist, daß… …Prologenkorpus an erster Stelle eine brauchbare Ausgangsgrundlage liefern, und das tut es denn auch. Ein nicht abzusprechender Vorteil dieses Korpus ist, daß über… …kommt, daß es so etwas wie eine „Typologie“ von Prologen, wie man sie sich gern vorstellt, nicht gibt, hat diese Schlußfolgerung auch durchaus ihre… …Autor sogar dazu, selbst eine neue Methode zu entwickeln, um die mittelniederländischen Versprologe zu analysieren. Ausgehend von der Tatsache, daß das… …Phänomen Prolog eine mittelalterliche Realität im Sinne einer sehr weitverbreiteten Konvention ist, folgert der Autor, daß es eine Art intersubjektives… …der Prolog kann nämlich in gewissem (intertextuellem) Sinne als eine Gattung betrachtet werden. Es kennzeichnet Sonnemans, daß er bei jedem neuen… …Schritt seiner Untersuchung ausführlich darlegt, warum er eine bestimmte Möglichkeit wählt, aber auch, warum er andere Möglichkeiten ausschließt. So wird… …nicht nur darstellt, welche Entscheidungen seine Untersuchung bestimmt haben, sondern auch, warum eine Anzahl, auf den ersten Blick durchaus interessanter… …Kategorien, die er unterscheidet, werden selbstverständlich völlig von der Art der Prologe im Korpus bestimmt. Auch in dieser Hinsicht ist eine repräsentative… …. In diesem Sinne ist diese Studie lediglich eine „Probebohrung“. Es wäre möglich, daß das geortete Erdölfeld sich noch viel weiter erstreckt, als der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Christine Wulf, Eine volkssprachige Laienbibel des 15. Jahrhunderts. Untersuchung und Teiledition der Handschrift Nürnberg, Stadtbibliothek, Ms. Solg

    Rudolf Kilian Weigand
    …Buchbesprechungen Christine Wulf, Eine volkssprachige Laienbibel des 15. Jahrhunderts. Untersuchung und Teiledition der Handschrift Nürnberg… …berechnet war.“ 1 Diese einleitenden Sätze Karl Stackmanns umreißen den Hintergrund, auf dem vorlutherische Bibeln zu betrachten sind, wenn man über eine… …. 46–148) eröffnet eine gründliche Beschreibung der Handschrift. Bereits anhand der Schreiberhände kann Wulf drei Teile unterscheiden, und mittels der genauen… …n sein kann. Denn der eigentliche Bibeltext der drei Bücher (Untersuchung S. 70–91) gründet, wie der Prolog, ebenfalls auf M, mithin eine Vorlage, die… …eine Traditionskette der Bibelübersetzung, wenngleich es ihm nicht gelingt, die Auszüge zu einem schlüssigen Argumentationsgebäude zu verbinden… …aufgeführt. Es folgt eine Klage über die Torheit, der der Meister überall begegnet sei. Daran schließt sich ein Summarium, das in 39 Abschnitten einen… …Auseinandersetzung mit dem anonymen Mönch begrenzt, es läßt sich nicht sagen, inwieweit sie tatsächlich örtliche Vorbehalte gegen eine Laienbibel widespiegelt. Auch… …markantes Beispiel darstellt. An den Untersuchungsteil schließt Wulf eine kommentierte Edition (S. 153–244) der Vorreden, des Prologes zu Jos., eines Auszuges… …Rezensenten darstellt. Denn insgesamt liefert Wulf eine solide, ja eine vorbildliche, zudem gut lesbare Untersuchung zu einem wichtigen Teilbereich der… …notwendige Vergleichsmaterial fehlt, darf man nicht ihr anlasten. Es wird vielmehr deutlich, daß noch eine ganze Reihe derart detailbesessener Arbeiten zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Jochen Splett, Althochdeutsches Wörterbuch. Analyse der Wortfamilienstrukturen des Althochdeutschen, zugleich Grundlegung einer zukünftigen Strukturgeschichte des deutschen Wortschatzes. Bd. I, 1. 2. Einleitung, Wortfamilien A-Z, Einzeleinträge. LXXVI, 1240 S. (2 Bde). Bd. II. Präfixwörter, Suffixwörter, Alphabetischer Index. 620 S. Berlin, New York: W. de Gruyter 1993.

    Ingo Reiffenstein
    …Hundsnurscher eine geeignete Grundlage für eine Geschichte des deutschen Wortschatzes. Die Schwierigkeiten der Erfassung der mhd., frühnhd. und nhd. Wortfamilien… …Hinzugewinn und Verlust von Wörtern natürlich eine wichtige Rolle spielen muß, aber in jedem Fall mitzubedenken. 1 In: R. Bergmann u. a. (Hg.), Althochdeutsch… …, WINTAN, WIZZAN). Warum vereinzelt auch nur ein Wort eine „Familie“ bilden kann (z. B. BIL, DÔ), verstehe ich nicht. Die Belegdichte der Wortfamilien ist… …keine Wortfamilie anschließbar sind – eine erstaunlich kurze Liste von etwas über 700 Wörtern; das Verzeichnis der Wortfamilien (I, LV-LXXVI) umfaßt fast… …Einzelwörter natürlich völlig verdeckt bleiben. Ob das Konzept der Wortfamilie hingegen eine geeignete Basis für eine Wortgeschichte abgeben kann, ist mir eher… …die von stunta. Warum stân und stantan nicht in eine Wortfamilie gehören, warum zwar stadal unter STANTAN aufscheint, nicht aber stall (das jedenfalls… …auch von idg.* st∂- abgeleitet ist), ist mir unerfindlich. Eine andere, für die Wortgeschichte jedenfalls relevante Frage ist, ob solchen etymologischen… …so eindeutig gesichert (vgl. Kluge/Seebold, S. 115), daß man beide Wörter ohne weiteres in eine Wortfamilie (BERG) stellen könnte; BLEH, das ziemlich… …sicher eine Ableitung von BLÎHHAN ist, steht hingegen in einer eigenen Wortfamilie (mit Querverweis). Kein Zweifel besteht daran, daß nicht nur hî-naht zu… …Einzeleintrag gebucht, obwohl es ganz sicher zu WINTAN (* bî-wunta) gehört. Nicht einsichtig ist mir schließlich, warum WURKEN eine eigene Wortfamilie bilden soll…
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