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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Gerhard Härle, Reinheit der Sprache, des Herzens und des Leibes. Zur Wirkungsgeschichte des rhetorischen Begriffs puritas in Deutschland

    Ingo Warnke
    …Buchbesprechungen Gerhard Härle, Reinheit der Sprache, des Herzens und des Leibes. Zur Wirkungsgeschichte des rhetorischen Begriffs puritas in… …seiner wissenschaftsgeschichtlich primären Einbettung in Fragen der Sprachreinheitsthematik zu lösen. Anstelle der bisherigen Erörterungen, die sich… …geistesgeschichtlichen Verhältnissen nachgezeichnet werden. Daß es sich hierbei um ein Desiderat der begriffsgeschichtlichen Forschung handelt, wird von G. Härle durch… …eine präzise Kurzdarstellung des puritas-Begriffs seit der antiken Rhetorik dargelegt. Insbesondere die Zeit von 1500–1800 sei in der bisherigen… …Forschungsliteratur weitgehend durch die Konzentration auf die Idee der Sprachreinheit untersucht, die begriffsgeschichtlichen Implikationen habe man dabei fast… …ausnahmslos marginalisiert. So ist es zu begrüßen, daß Härle mit seiner Monographie den Versuch einer umfassenden Untersuchung der Vernetzung des… …puritas-Begriffs unternommen hat, eines Begriffes, der tatsächlich weit über linguistische Fragen hinaus mentalitätsgeschichtliche Einsichten vermitteln kann. Doch… …gerade die gestreute Verwendung des Reinheitsbegriffs in unterschiedlichen Domänen der frühneuzeitlichen Interaktion stellt sich als nicht immer… …bewältigtes Problem der vorliegenden Arbeit heraus. Es mag richtig sein, den Reinheitsbegriff nicht von seinen pragmatischen Bezugsfeldern zu lösen, puritas im… …Rahmen seiner literarischen Adaption, der zeittypischen Hygienevorstellungen, der Frömmigkeit etc. zu betrachten, doch entbindet eine solche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Willy Diercks, Niederdeutsch in der Stadt Schleswig. Zu Attitüden und zur Sprachverwendung (ZDL Beihefte 86). Steiner Verlag: Stuttgart 1994.

    Arend Mihm
    …Buchbesprechungen Willy Diercks, Niederdeutsch in der Stadt Schleswig. Zu Attitüden und zur Sprachverwendung (ZDL Beihefte 86). Steiner Verlag… …Beschreibung und Deutung der dort gesprochenen Varietäten zum Ziel haben 1 , bleibt diese erste stadtsprachliche Monographie aus dem Norden, die nach Auskunft… …des Vorworts bereits 1 P. Auer: Phonologie der Alltagssprache. Eine Untersuchung zur Standard-/Dialekt- Variation am Beispiel der Konstanzer… …der Stadt. Exemplarische Analyse des Sprachverhaltens in Mannheim. Berlin 1994; I. Kleim (Hg.): Kommunikative Stilistik einer sozialen Welt ,kleiner… …Leute‘ in der Mannheimer Innenstadt. Berlin 1995. Das gleiche Ziel verfolgt auch die ortssprachliche Untersuchung von H. Lausberg: Situative und… …wesentlichen abgeschlossen war, weitgehend im Rahmen der älteren, vorwiegend auf subjektive Sprachdaten ausgerichteten Soziolinguistik. Sie bietet die Auswertung… …Ergebnisse der bisherigen regionalen und überregionalen Erhebungen, insbesondere der Studie von Kamp/Lindow und der GETAS-Umfrage präzisieren, vertiefen und… …ergänzen. 2 Dazu wurde die Datenerhebung in dreierlei Hinsicht erweitert: – Durch die Berücksichtigung von insgesamt 129 Informanten, die etwa 0,5 % der… …27.000 Einwohner Schleswigs darstellen, wurde eine erhöhte Repräsentativität erreicht und eine Untergliederung der Stichprobe nach Alter, Herkunft… …, Schulbildung, Beruf usw. ermöglicht. – Der Fragenkatalog wurde um drei Tests und eine Mundartaufnahme erweitert, was eine Einstufung der Mundartkompetenz der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Zufall und Methode. Aus der Werkstatt der mediävistischen Dramenforschung

    Hansjürgen Linke
    …117. Band 1998 · Erstes Heft ZUFALL UND METHODE Aus der Werkstatt der mediävistischen Dramenforschung von Hansjürgen Linke, Köln Abstract Der Zufall… …paßt nicht ins System der Wissenschaft. Gleichwohl gibt es ihn auch in ihr, und er ist dort sogar willkommen, sofern er die nach Ausschöpfung aller… …methodischen Möglichkeiten fortbestehende Ungunst einer Sachlage positiv verändert. An Beispielen aus der Erschließungsgeschichte des Dramas aus dem… …spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Deutschland wird gezeigt, wie beide – der blinde Zufall und die zielgerichtete Forschung – ineinandergreifen: wie einerseits… …miteinander zu tun. Zufall – das ist der Eintritt eines unerwarteten und unvorhergesehenen Ereignisses und damit das konstitutive Element von Abenteuer in… …seiner Grundbedeutung als vulgär- oder mittellateinisches adventura: das, was einem unvermutet begegnet. Methode hingegen ist, als Werkzeug der… …Wissenschaft, in allem das Gegenteil: das Instrument der zielstrebigen und planvollen Suche nach etwas noch Unbekanntem sowie die überlegt konzipierte und… …. Deswegen hat der Zufall in der Wissenschaft eigentlich keinen Platz; weder läßt er sich domestizieren noch experimentell herbeiführen. Aber da er schließlich… …überall möglich und daher unvermeidbar ist, ereignet er sich natürlich auch in ihr. Wer sich mit der Wissenschaftsgeschichte – beispielsweise der… …Germanistik – beschäftigt, wird alsbald auf die Tatsache stoßen, daß er insbesondere in der Editionsgeschichte des 19. Jahrhunderts eine nicht unbeträchtliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Diu gewaltaerinne Minne. Von einer weiblichen Grossmacht und der Semantik von Gewalt

    Hildegard Elisabeth Keller
    …Abstract DIU GEWALTAERINNE MINNE. Von einer weiblichen Grossmacht und der Semantik von Gewalt von Hildegard Elisabeth Keller, Zürich Die… …beiderlei Geschlechts und auch Gott überwältigt. Als „künstliche“ Frau partizipiert sie am Topos der mulier virilis. Zunächst geht der Aufsatz der… …theologischen Kontext auf. Seine Inszenierung weiblicher Liebesaggression ist ebenso raffiniert wie kühn: im Aufbauen und Aushöhlen der Gewalt der weiblichen… …zusammenhängen. 1 Sie lässt sich historisch betrachten, wofür gerade literarische und bildliche Quellen sich anbieten. Der Befund wird niemanden erstaunen… …Überlegungen hierzu auch in Hans-Martin Kaulbachs lesenswertem Beitrag Weiblicher Friede – männlicher Krieg? Zur Personifikation des Friedens in der Kunst der… …Attribute der Macht und Instrumente des Agierens in die Hände des männlichen Geschlechts legt, wenig verloren. 3 Wîp und Waffe passen nunmal nicht zusammen… …und Gewalt in der mittelalterlichen Literatur nicht zu denken wäre: Frau Minne, diu gewaltaerinne minne, wie sie Gottfried von Strassburg einführt. 5… …Bewaffnung eine mulier virilis. Dieser Fall von Geschlechterrollen-Tausch zum Motiv der verkehrten Welt – nach Helmut Hundsbichler allerdings als ein… …„Spezialfall“ (Im Zeichen der, verkehrten Welt‘, in: Symbole des Alltags. Alltag der Symbole. FS für Harry Kühnel zum 65. Geburtstag, herausgegeben von Gertrud… …, S. 489 f.) erwähnt, dass historische Quellen zwar von militärîsch aktiven Herrscherinnen sprechen. Dies widerspiegle sich jedoch kaum in der höfischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    "Theodisca'. Zur Stellung der althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache und Literatur in der Kultur des frühen Mittelalters. Bericht über eine

    Stephan Müller, Klaus Ridder
    …TAGUNGSBERICHT ‚Theodisca‘. Zur Stellung der althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache und Literatur in der Kultur des frühen Mittelalters… …Textdenkmälern, mit Formen pragmatischer Schriftlichkeit und mit der späten Überlieferung hat in jüngerer Zeit zu neuen Perspektiven auch in der… …Althochdeutsch-Forschung geführt. Dennoch ist die Akzentuierung der frühmittelalterlichen Periode deutscher Sprache und Literatur in der germanistischen Forschung und Lehre… …insgesamt deutlich zurückgegangen. Der Zahl der wissenschaftlichen Publikationen läßt sich dies ebenso entnehmen wie dem Faktum, daß in den letzten Jahren… …kein bedeutendes Kolloquium auf diesem Gebiet stattgefunden hat. Ein Symposium, das die Kommunikation über ein vernachlässigtes Teilgebiet der… …Müller (Dresden) und Klaus Ridder (Bielefeld) fand in Schönmühl bei Penzberg vom 13. bis zum 16. März 1997 mit Unterstützung der Stiftung Volkswagenwerk… …und der Isar-Amperwerke das Symposium ‚Theodisca‘ statt. Vorträge von Historikern zu den kulturellen Rahmenbedingungen frühmittelalterlicher… …, Otfrid) den Blick auf die Etablierung einer klerikalen Vortragskultur in der produktiven Auseinandersetzung mit der althergebrachten mündlichen Literatur… …, die innerhalb einer ‚Morphologie der mündlichen Wortkultur‘ aufeinander zu beziehen seien, sich aber schon zeitgenössisch voneinander abzusetzen… …versuchen. Den sprachhistorisch orientierten Teil der Tagung eröffnete dann Elmar Seebold, der über ‚Die Iren und die Runen‘ sprach. Er wies nach, daß die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten "Friedelehe". Berlin 1993. 195 S. (= Ergänzungsbände

    Heiko Uecker
    …Buchbesprechungen Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten „Friedelehe“. Berlin 1993. 195 S… …. (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 8) Seit siebzig Jahren, seit der Rechtshistoriker Herbert Meyer 1927… …(„Friedelehe und Mutterrecht“) die hauptsächlich auf der Grundlage der altisländischen Sagas beruhende Behauptung aufstellte, es habe bei den Germanen eine… …der Sippe der Frau – aufgrund beiderseitiger Übereinstimmung geschlossen wurde, habe einen gleichwertigen Rang wie die Vertragsehe gehabt. Es habe also… …seit alters her zwei Formen der Ehe nebeneinander gegeben, und zum Beweis zog man flugs die altisländische Saga heran, der man einen hohen Quellenwert… …will, der gehe zu den Sagas.“ Inzwischen hat sich der Wind gedreht: das Zeugnis der Saga gilt nicht mehr für die germanische Zeit, sie spiegelt weit mehr… …die Verhältnisse der Schreibezeit, d. h. des 13. Jahrhunderts wieder. Else Ebels Arbeit stellt sich die Frage, ob sich durch eine philologische Analyse… …zurückdeuten (S. 12), daß „die literarischen Denkmäler des Nordens neben der Vertragsehe eine zweite echte ‚freiere‘ Eheform“ (S. 12) belegten. Ihr Ergebnis ist… …(isländische Familiensaga, historische und sogenannte Gegenwartssagas, Rechtsquellen, Dichtung, Diplomatarien) kurz vorgestellt hat, durch die Untersuchung der… …der nicht-legalisierten Verbindungen“ (insgesamt 12 Wörter). Die genaue Betrachtung dieses Wortschatzes führt zu „für den Norden folgenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Erika Langbroek, Zwischen den Zeilen. Untersuchungen zu den lateinischen Kommentaren und den deutschen Glossen der Edinburgher Handschrift Adv. Ms

    Jochen Splett
    …Buchbesprechungen Erika Langbroek, Zwischen den Zeilen. Untersuchungen zu den lateinischen Kommentaren und den deutschen Glossen der Edinburgher… …. Die verbleibende Hälfte der 128 Glossen hat die Verfasserin bereits in verschiedenen Beiträgen in der Zeitschrift „Amsterdamer Beiträge zur älteren… …Handschriftenbeschreibung (II: S. 22–50), die sich vor allem um eine genaue Identifizierung der einzelnen Teile dieser Schulhandschrift bemüht, die Kommentare zu den Autoren… …Persiusteil einige nicht mit der Persiuskommentierung zusammenhängende Worterklärungen, am Ende der Handschrift ‚De primis syllabis‘ von Theobaldus sowie auf… …, die Anzahl der Glossierungen – 118 (die Angabe 122 auf S. 52 u. S. 59 ist unzutreffend) mit insgesamt 128 Wörtern – und ihre Verteilung auf die… …aufgelistet. Mit Ausnahme von zwei Vergilglossen stammen alle Glosseneinträge von einer Hand, und zwar von der Hand, die auch die Kommentare abgeschrieben hat… …. Das „Grammatische und semantische Analyse“ überschriebene Kapitel (IV: S. 63–108) bildet das Kernstück. Es werden die Fundstelle, der lateinische… …Bezugstext mit neuhochdeutscher Übersetzung, die grammatische Bestimmung der Glossenbelege, ihre Bedeutung, ihre „Normalform“ nach den entsprechenden… …Wörterbüchern und die „Quellen“ der neuhochdeutschen Bedeutungsangaben aufgeführt. Außerdem wird jeweils noch die Bedeutung der lat. Lemmata nach Georges… …. 146–190) verwiesen. Das Kapitel V (S. 109–145) bietet unter dem Titel „sprachliche Analyse“ eine Darlegung der Laut- und Flexionsverhältnisse. Im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Reiner Hildebrandt und Klaus Ridder (Hgg.): Summarium Heinrici. Band 3: Wortschatz. Register der deutschen Glossen und ihrer lateinischen

    Jochen Splett
    …Buchbesprechungen Reiner Hildebrandt und Klaus Ridder (Hgg.): Summarium Heinrici. Band 3: Wortschatz. Register der deutschen Glossen und ihrer… …lateinischen Bezugswörter auf der Grundlage der Gesamtüberlieferung (Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker, Neue Folge… …verläßliches Fundament für die Erforschung dieser größten lateinischspätalthochdeutschen Enzyklopädie gelegt und der schon immer lebhaft und kontrovers geführten… …und leider nicht immer verläßlicher. Das auf Vorarbeiten der 30er Jahre von Taylor Starck fußende Werk bezieht sich aber weitgehend auf die nunmehr… …überholte Steinmeyersche Ausgabe im dritten Band der „Althochdeutschen Glossen“, deren Stellenangaben erst über den Umweg einer Konkordanz (S. 880–887) zu den… …entsprechenden Stellen der Neuausgabe führen. Zudem erfordern die umfangreichen Addenda – Nachlese und Nachträge (S. 785–833), Berichtigungen (S. 835– 861)… …, Ergänzungen (S. XXXVII-LI) – ein mehrfaches Nachschlagen. Der vorliegende dritte Band schließt nun diese verbliebene Lücke. In den umfangreichen Hinweisen zur… …Benutzung (S. XI-XXXVI) wird nach einigen kurzen Bemerkungen zur Funktion der Register die Textgrundlage dargelegt. Zwar ist die zweibändige Ausgabe von… …Hildebrandt der zentrale Bezugspunkt, doch die inzwischen bekannt gewordenen Ergänzungen, Nachträge und Neuentdeckungen werden mit einbe- 95 Buchbesprechungen… …zogen. Besonders hervorzuheben sind die 130 neuen Lemmata aus der Handschrift XI 588 der Stiftsbibliothek St. Florian, die aufgelistet (S. XVII, Anm. 27)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Franz-Josef Holznagel, Wege in die Schriftlichkeit. Untersuchungen und Materialien zur Überlieferung der mittelhochdeutschen Lyrik. Tübingen, Basel

    Ingrid Bennewitz
    …Buchbesprechungen Franz-Josef Holznagel, Wege in die Schriftlichkeit. Untersuchungen und Materialien zur Überlieferung der mittelhochdeutschen Lyrik… …höheres Ziel gesteckt, als es der – auch nicht eben anspruchslose – Titel erwarten ließe, geht es doch um nicht weniger als um die „großen… …Moment. Dies zu betonen, ist umso wichtiger, als der Gesamteindruck, den die Arbeit hinterlässt, in mancher Hinsicht eher zwiespältig zu nennen ist. Manche… …der folgenden kritischen Anmerkungen würden so wohl an eine Dissertation nicht unbedingt herangetragen werden, doch wenn man will, hat der Verfasser… …seine Sache nicht sind, dafür aber sorgfältige handbuchartige Zusammenstellungen und kritische Revuen des von der Forschung Geleisteten, wobei man sich im… …einen oder anderen Fall, speziell bei Neidhart, eine stärkere Differenzierung in der Darstellung gewünscht hätte (vgl. dazu Fußnote 1). Das evoziert die… …Frage nach den möglichen AdressatInnen des Œuvres: Diese sind mit Sicherheit im engen Kreis der Minnesang-Philologie zu suchen, speziell auch der mit der… …. Bumke zeigen sich nicht zuletzt in der peniblen Rezeption der Forschung, die auch Entlegenes und vor allem die einschlägige englischsprachige Literatur… …berücksichtigt. Für ein durchgängiges Lektüre-Erlebnis ist dieses Buch freilich nicht empfehlenswert und wohl auch nicht gedacht, da es wesentlich an der… …Deskription des überlieferten Handschriftenmaterials und, methodisch gesehen, an skeptizistischem Positivismus der Forschung gegenüber interessiert ist. 1 Wer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Albrechts Jüngerer Titurel, Band IV Textfassungen von Handschriften der Mittelgruppe, hg. von Kurt Nyholm (DTM LXXIX), Berlin 1995, Akademie Verlag

    Werner Schröder
    …Buchbesprechungen Albrechts Jüngerer Titurel, Band IV Textfassungen von Handschriften der Mittelgruppe, hg. von Kurt Nyholm (DTM LXXIX), Berlin 1995… …, Akademie Verlag, XLIII + 292 S., 2 Tafeln. Schon in der Einleitung zum ersten Bande seiner Ausgabe des ‚Jüngeren Titurel‘ (1955) kündigte Werner Wolf an, daß… …Lesarten stellt“ und von „einem wirklichen Bearbeiter des J. T.“ herrührt (S. CXIX), bei seinen Vorarbeiten und während der Konstitution seines kritischen… …Textes links liegen gelassen und gröblich unterschätzt. Sie gehörte zwar nicht zu den fünf Hauptzeugen (AB- CDE) der von ihm hergestellten Version JT I… …widerwillig seinem Vorgänger Friedrich Zarncke recht, der das längst gewußt und gesagt hatte. Die erst dank Wolfs Ausgabe – das muß freimütig eingeräumt werden… …für die Version JT II , der in Wolfs Ausgabe nur durch einen diplomatischen Abdruck der Handschrift X (Mgf 475) vertretenen Redaktion R (WXYZ), an die… …Seite gestellt. Nyholm, der H nach wie vor einer ganz hypothetischen ‚Mittelgruppe‘ zuordnet, war sich dieser „ganz besonderen Rolle“ bewußt: daß sie… …wünschenswerter“ erklärt, „auch diese Textfassung zum Vergleich originalgetreu der Forschung vorzulegen“ (Vorwort). Ein besonders dringliches Desiderat war das… …allerdings nicht mehr, nachdem die Fassung H vollständig, in Gestalt ‚bereinigter Texte‘, versehen ‚mit den Varianten der Redaktion R‘, erschienen ist: Die… …Schröder in drei Bänden. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse, Jg. 1994 Nr. 1…
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