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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Die „Lokulamente“ des Gehirns

    „Schoenschreiben“ bei Goethe
    Jens Loescher
    …„mehr als einmal während meiner Lebenszeit“ sich „die dreißig niedlichen Bände der Lessingischen Werke vor Augen“ 27 stellte, nicht fremd. Die große… …verfallende im „Werther“, verlieren ihre ‚geläufige Hand‘ (Benjamin), die handschriftlichen Briefe Johann Georg Hamanns, des Propheten mehr als des Magus… …wollte. 33 Warum ändert der nachklassische Goethe, der, mit seinen biographischen Schriften beschäftigt, sich „selbst immer mehr und mehr geschichtlich“ 34… …. Abt., Bd. 3/1, S. 607. 187 Jens Loescher Der Divan ist weniger als Liebeslyrik zu lesen, mehr als Skript kulturellen Lernens: In einem eigenhändigen… …nun nicht mehr irre: ich wusste mir ihre Bedeutung der Reihe nach treulich zu vergegenwärtigen. 54 48 FA, 1. Abt., Bd. 10, S. 632. 49 Ebd. 50 „Der… …‚Schoenschreiben‘ mehr noch als das Lesen und Deklamieren vergegenwärtigende Anschauung historischer Zeugnisse unterstützt. Das Schreiben generiert darüber hinaus, so…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Herr seiner Zeit

    Peter Handkes „Don Juan“ und das heilsame Abenteuer des Erzählens
    Thorsten Carstensen
    …dabei erzählbaren Sinn verneinen, wenden sie sich einem intertextuellen Erzählspiel zu, das Handke in dieser Radikalität kaum mehr praktizieren wird… …zu wollen, arbeitet also mit „dem Licht der Zwischenräume“ (GU 22) und eröffnet immer mehr Leerstellen, je weiter Don Juan in seinem Erzählen… …, was gleich ist; nein, er sieht nicht einmal das Gleiche, er hört überhaupt auf zu sehen; registriert nur noch; oder so: wer nicht mehr staunt, der hat… …den Verdacht, „ein jedes Phänomen an dem Ort sei getürkt“. An das kürzlich eingenommene Abendessen in ihrer Herberge hat sie schon keine Erinnerung mehr… …. Kennzeichnend für diese Erzählhaltung ist das rhythmische Aufeinanderfolgen „ohne ein Ineinandergreifen, Kleines und Großes gleichwertig, nichts Großes mehr, aber… …auch nichts mehr Kleines“. (DJ 41) Die von Don Juan erzählten Geschichten erlangen Geltung nicht als Abschilderungen der Außenwelt, sondern beruhen auf… …Frau in Holland kaum etwas zu erinnern scheint, ist dem Ich-Erzähler gerade recht: „Don Juan brauchte mir davon nicht einmal mehr die Stichworte zu geben… …. Er sah sich noch zu sehr vorkommen in dem Geschehen; erst wenn es nicht mehr um ihn ginge, könnte er damit frei ausholen. (DJ 28) Jeder einzelne… …als wirkungsmächtig erweist; mit seinem Blick gelingt es ihm, das Begehren der Frau freizusetzen: „Es war ein Blick, der mehr und noch anderes erfaßte… …vollkommenen Glücks, nach der „Stunde der wahren Empfindung“, da die gezählte Zeit dem Fluss der Erzählung weicht und es nichts mehr gibt, was „in Zahlen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Jean Paul intermedial

    Phantasie und Exzerptsystem als Medien der Sichtbarmachung
    Annina Klappert
    …als eine Form der Hell- und Scharfstellung, welche die Phantasie vornimmt, um in der Körperwelt mehr zu sehen! I.2 Der „Mond“ der Poesie: Die Phantasie… …mehr Räder in Gang kommen und also mehr gemahlen wird, als ich wollte. – Das körperliche Uhrgehäuse zerspringt, – so viel, daß ich sterbe, ohne mein… …„Gesichtskreis“ spricht, kann das in Bezug auf sein Verfahren ganz wörtlich genommen werden: Je größer die Exzerptsammlung ist, „desto mehr erweitert sich sein… …Gesichtskreis; desto mehr Ideen umfast er, desto besser kan er ihre Verbindungen wahrnehmen und durch Vergleichungen und Schlüsse Wahrheiten erfinden.“ 32 Das… …ganz ausgeklammert werden, sind nicht mehr im Blickfeld. Um etwas erkennen zu können, ist also ein dynamisches Wechselspiel zwischen der Erweiterung von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Hadrien France-Lanord: Paul Celan und Martin Heidegger. Vom Sinn eines Gesprächs, Übersetzung von Jürgen Gedinat, Rombach, Freiburg im Breisgau, Berlin, Wien 2007.

    M.E. Auer
    …kannte Celan offenbar schon mehr als ein Jahrzehnt vor ihrer ersten persönlichen Begegnung im Juli 1967. In einem bei France-Lanord abgedruckten Brief an… …seine Freundin Marie Luise Kaschnitz nicht wieder: „Er ist nicht mehr derselbe!“ (S. 93) Auch Celans Frau Gisèle gab ihrer Freude über den gelungenen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Michael Cramm: Ghost/Writer. Autorschaft in Heiner Müllers Spätwerk, Königshausen & Neumann, Würzburg 2009 (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft, Band 668).

    Nikolaus Müller-Schöll
    …. Ab und zu gab es einen kleinen Grenzkrieg. Aber es passierte nichts Aufregendes mehr.“ 2 Als der belesene Philologe, der Müller auch war, wusste und… …Schriften, die zwischen 1989 und dem Tod des Schriftstellers im Jahr 1995 entstanden sind, mehr oder weniger ignoriert. Einem ersten Teil, in dem Cramm die…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Gebet und Geschlecht bei Theodor Fontane

    Franka Marquardt
    …der Kirche und der Antiklerikalismus […] im 19. Jahrhundert ausschließlich eine Sache von Männern“ 2 ist, wird das Gebet mehr und mehr zur Frauensache… …„kleinformatig[en], schmal[en], auf schlechtem Papier gedruckt[en]“ Büchern, die „ohne Anspruch auf Kostbarkeit“ 25 nichts Repräsentatives mehr an sich haben. Und auch… …selbst nicht mehr in der Lage ist. (Vgl. E 178 f.) Angst hat auch die kryptokatholische Ursula Hradschek in „Unterm Birnbaum“ (1885), die gleich zu Beginn… …muss sich die Ehebrecherin Melanie van der Straaten von ihrer Tochter Lydia sagen lassen, dass sie „keine Mutter mehr“ habe; im darauffolgenden Kapitel… …„Gebete, Anrufungen usw.“ 59 schlicht zu den wiederkehrenden neurotischen Symptomen, die je nach Krankheitsstadium mehr oder weniger heftig ausfallen. Dass… …Krankheitsherd der Hysterie nicht mehr in der Gebärmutter, sondern im Großhirn lokalisiert, wobei die besondere Affinität des weiblichen Gehirns zu gerade dieser… …Krankheit keineswegs in Frage steht. Seit Briquet gilt die Hysterie allerdings nicht mehr als ‚Schmach‘, sondern als Frauenkrankheit im allerbesten Sinne: „Je…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Annette Gerok-Reiter: Individualität. Studien zu einem umstrittenen Phänomen mittelhochdeutscher Epik (Bibliotheca Germanica 51), A. Francke Verlag, Tübingen und Basel 2006, IX und 350 Seiten.

    Dieter Kartschoke
    …diesseits der Entwicklungslogik des modernen Subjekts“ (S. 42), einer Entwicklungslogik, die einmal mehr pauschal als „einlinig-stringent“ (S. 27, ähnlich S… …literarische Texte zu sprechen und ihre Interpretationen überaus versiert auch rhetorisch zu beglaubigen. Allerdings birgt das auch gewisse Gefahren. Je mehr man… …zur Sprache bringt, umso mehr kann man sich auch angreifbar machen. Wer sich von der anspruchsvollen Diktion nicht verführen oder gar einschüchtern… …Untersuchungen klarer hervortreten kann, die die Semantik des Individuellen nicht mehr primär über Negationsverfahren verfolgen, sondern sich den Positionen widmen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Edith Feistner, Ina Karg, Christiane Thim-Mabrey: Mittelalter-Germanistik in Schule und Universität. Leistungspotenzial und Ziele eines Faches, V & R unipress, Göttingen 2006, 247 Seiten

    Angela Mielke
    …, mit dieser Umfrage „nicht mehr und nicht weniger als den Anspruch, eine signifikante, zu weiteren Überlegungen anregende Momentaufnahme“ (S. 18) erheben… …zumindest punktuell oder graduell vergleichbare Erhebung mehr als ein Jahrzehnt nach der Jäger-Untersuchung hätte die zusätzliche Möglichkeit eröffnet, auch… …„Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ sowie die Neuorientierung nicht mehr an Inhalten (wie in den Lehrplänen der 50er und 60er Jahre), nicht mehr an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Konrad IV. und die „Weltchronik“ Rudolfs von Ems: ewiclich memorial und imperiale Agenda vor neuem Quellenhorizont

    Mathias Herweg
    …literaturwissenschaftlichen Aufarbeitung trotz so gewichtiger wie verfrüht aufgegebener Ansätze7 nach wie vor harrt. An Rudolf mehr als an jedem anderen deutschen Dichter der… …. Kanzlei um ca. 100 erhöht und damit mehr als verdoppelt hat (bislang waren rund 70 Texte überliefert); auf neue, unter Umständen auch für die Einschätzung… …nicht mehr publizistisch-zeithistorischen, sondern spezifisch chronistischen Konzeption Rudolfs zusammen, die eine enzyklopädisch umfassende ist und sich… …Zukunft der Chronistik, nur eben nicht mehr der lateinischen. Dies ist das grundlegend Neue an Rudolfs „Weltchronik“: Sie gibt das Idiom der Ge- 12 Vgl… …Legitimität, mehr noch: befand sich auch jenseits des durch die Gnadengüter der Kirche gewährten Heils. Der Sohn des seit 1227 wiederholt gebannten, als Ketzer… …selbst einst menschlîchen trat, als Schauplatz des Heilsgeschehens und als der edilsten kúnige houbit lant begründet es ein nicht mehr nur imperiales… …sullen gehorsamen (WC, vv. 21560 ff.). Der kúnigliche namen lässt an dieser Stelle aufhorchen: Es ist nicht mehr das Kaisertum, über das Konrad nie… …fürs erste vor – und später ließen die veränderten Verhältnisse keine Chance mehr, das Versäumte nachzuholen und Konrads Makel zu beheben. Gekrönt wurde…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Jens Bisky: Kleist. Eine Biographie, Rowohlt, Berlin 2007; Herbert Kraft: Kleist. Leben und Werk, Aschendorff, Münster 2007; Gerhard Schulz: Kleist. Eine Biographie, C. H. Beck, München 2007.

    Klaus Müller-Salget
    …„Kleists üppiger Phantasie“ gewesen, „die sich um nüchterne Tatsachen nicht mehr scherte“ (Sch 162). Hätte man demnach Kleist doch besser ins Julius-Spital… …(vgl. Sch 318–320) und in Berlin (vgl. Sch 280–282, 451–457). All das und noch vieles mehr ist sehr lehrreich und lesenswert, wird oft unterhaltsam und… …Kulturgeschichte, so erfährt man bei Bisky mehr über die konkreten Umstände, etwa über das preußische Militärwesen am Ende des 18. Jahrhunderts und über Kleists… …heißt es: „Nach Wilhelmine von Zenge und Ernst von Pfuel gab es, soweit bekannt, kein Liebesverhältnis mehr in Kleists Leben.“ (B 315) Das ist wohl eine… …hinsichtlich der „Berliner Abendblätter“ Kleists Versuche, mehr oder minder verschlüsselt oder scheinbar nebenher und ‚harmlos‘ eine antifranzösische (genauer…
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