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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2003

    Warum muss Hildebrand vor Otachres nid fliehen?

    Überlegungen zum "Hildebrandslied"
    Carola L. Gottzmann
    …Theoderich/Dietrich-Exilsage. Der folgende Beitrag versucht, anhand des Wortmaterials und seiner Bedeutung diese drei Auffassungen neu zu überdenken. Kinship and vassalage have… …des sprachlich und literarisch sehr problematischen „Hildebrandsliedes“ 1 zeigt, dass der Text wohl keine Eindeutigkeit zulässt. Daran ändern auch die… …Hildebrandliedes. Teil I: Herkunft und Sprache. Teil II: Kommentar, Frankfurt am Main, Bern 1982; Helmich van der Kolk: Das Hildebrandslied. Eine… …, und ummet tirri, v. 25) fliehen muss. Irgendwo müsste doch die konkrete Ursache genannt werden, aus der sich besonders die erste Rede Hadubrands, die… …deklarierte Zurüstung4 wie auch die zahlreichen Wörter für Kampf in dem einleitenden erzählenden Bericht, zu dem auch vielleicht die Kompositionsnamen der… …Protagonisten (z.B. /hilti-/brant) sprechend gehören5 , entwerfen eine Konstellation, in der Kampf und Krieg unausweichlich sind, wenn nicht das α‘´παξ λεγ μενον… …sunufatarungo (v. 4a) wäre6 , das den Konflikt von der allgemein politischen auf die Sippenebene zu transponieren scheint, worin die Forschung den Grundstein… …, der doch bei der Kampfsituation bzw. bei dem konzisen Stil des Liedes genügen würde. Er will vielmehr erfahren, wer der Vater seines Gegenübers fireo in… …. 127– 138. 4 Johannes Erben: Die Herausforderung der ur-h4ttun im althochdeutschen Hildebrandslied, in: ZfdPh 98, 1979, S. 4–9; Lühr [Anm. 1], S. 387 f. 5… …Helm, Ernst A. Ebbinghaus, Tübingen 141965, S. 84–85. Benutzt wurde ferner der Stellenkommentar Halle 101942, S. 148–161. 8 Gutenbrunner [Anm. 2], S. 26…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2016

    W-Exklamativ-Konstruktionen als soziokulturelle Muster von Emotionsrepräsentationen - am Beispiel von bürgerlichen Trauerspielen des 18. Jahrhunderts

    Katharina Mucha
    …. Jahrhunderts soziokulturelle Muster einer rhetorischdramatischen Praxis sind, die mit spezifischen emotiven Deutungen verknüpft ist. Der theoretische Ansatz fußt… …dabei auf Strömungen der kognitiven Linguistik, Konstruktionsgrammatik und Kulturanalyse, so dass von sprachlichen Einheiten als unterschiedlich komplexen… …Steuerungsfunktion für den dramatischen Dialog analysiert und systematisiert. Darüber hinaus werden Fragestellungen und Desiderate der literaturwissenschaftlichen… …wird in der sich mit diesem Phänomen befassenden kognitiven 1 und zeichentheoreti- 1 Vgl. Monika Schwarz-Friesel: Sprache und Emotion, 2., aktualisierte… …u. erw. Aufl., Tübingen, Basel 2013. Andere Ausrichtungen der kognitiven und der kulturanalytischen Linguistik sind demgegenüber seit Längerem anders… …. Vgl. z.B. John R. Taylor: The Mental xxxxxx (Fortsetzung der Fußnote auf S. 112) 111 Katharina Mucha schen Linguistik seit etwa zwei Jahrzehnten in der… …Aspekte der semantischen Kompetenz, Berlin, Boston 2008; George Lakoff: Don’t Think of an Elephant: Know Your Values and Frame the Debate. The essential… …, und Schwarz-Friesel [Anm. 1], S. 43–87, und zur Unterscheidung der Begriffe ‚Gefühl‘ und ‚Emotion‘, S. 138–143. Vgl. aber die kürzlich erschiene Studie… …von Jacek Szczepaniak: Sprachspiel Emotion. Zum medialen und semiotischen Status von Emotionen, Bydgoszcz 2015, in der Emotionen fußend auf… …Wittgensteins Sprachspiel-Begriff als soziokulturelle Konstrukte begriffen werden. Die Darstellung der Forschungslage erfolgt hier vollkommen unvollständig, sehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2014

    Sprache und Raum. Anmerkungen zur Baumgartenszene in Gottfrieds "Tristan"

    Hans Rudolf Velten
    …SPRACHE UND RAUM. ANMERKUNGEN ZUR BAUMGARTENSZENE IN GOTTFRIEDS „TRISTAN“ von Hans Rudolf V e l t e n , Siegen Abstract: Der Beitrag konstatiert… …erzählten Raumes aus – am Beispiel der ersten Baumgartenszene in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“. In einem close reading wird gezeigt, dass – anders als in… …bisherigen Deutungen einer defizitären und an die Figuren gebundenen Raum- und Landschaftsbeschreibung – der Garten mit Hilfe von deiktischen und anderen… …displays unfathomable semantic contradictions. I. Garten als Raum Die in der mittelhochdeutschen höfischen Epik häufig und in unterschiedlichen Formen… …auftretenden Baumgärten werden in ihrer Beschreibung und Funktion üblicherweise auf zwei geläufige typologische Traditionen des Mittelalters, den Lustort der… …klassischen Rhetorik und die Semantik des christlichen Paradieses, zurückgeführt. Hier wie dort gilt der Garten als ein nicht der Wirklichkeit entsprechender… …, idealer Ort, ein stummer Schauplatz der Handlung, der sehr gut auch ohne Personal beschrieben werden kann, da seine Elemente topischen Mustern folgen. 1 Auf… …diese Weise ist der Garten semantisch sehr gut zu systematisieren – nämlich als Summe oder Reihung von einzelnen, Bedeutung tragenden Dingen, die in ihm… …ihren Platz haben. Man geht somit vom locus aus, 1 Vgl. Ursula Frühe: Das Paradies ein Garten – der Garten ein Paradies. Studien zur Literatur des… …Mittelalters unter Berücksichtigung der bildenden Kunst und Architektur, Frankfurt/Main u. a. 2002, S. 6–9. 23 Hans Rudolf Velten wenn man vom Garten im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die "Wollust des Schmerzes" und die "Qual des Henkers"

    Allusionen auf die imitatio Christi in Büchners Revolutionsdrama "Dantons Tod"
    Gregor Streim
    …Gregor S t r e i m , Berlin Heuchlerische Duckmäuser, die unter der Last ihrer geheimen Sünden niedergebeugt einher schleichen, wagen es, ein Zeitalter zu… …lästern, das vielleicht das heiligste ist von allen seinen Vorgängern und Nachfolgern, ein Zeitalter, das sich opfert für die Sünden der Vergangenheit und… …für das Glück der Zukunft, ein Messias unter den Jahrhunderten, der die blutige Dornenkrone und die schwere Kreuzlast kaum ertrüge, wenn er nicht dann… …Anspielungen auf die neutestamentarische Passionsgeschichte und die religiöse Tradition der imitatio Christi. Die Studie analysiert die Funktion dieser… …intertextuellen Bezugnahmen. Sie zeigt auf, wie empfindsam-pietistische Bilder und Formeln eingesetzt werden, um das Bestreben der Protagonisten nach einer… …critique of religion. Es ist Heinrich Heine, der – unter dem noch frischen Eindruck der Pariser Julirevolution – die Französische Revolution auf diese Weise… …gegen die antirevolutionäre Publizistik der Restaurationszeit verteidigt, in den Nachträgen zu den „Reisebildern“ von 1 Heinrich Heine… …: Historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke, hg. v. Manfred Windfuhr, Hamburg 1973–1997. (im Folgenden DHA), Bd. 7/1, bearbeitet v. Alfred Opitz, Hamburg 1986, S. 268 f… …. Die Passage findet sich in dem Ende 1830 verfassten Schlusskapitel der „Englischen Fragmente“. 511 Gregor Streim 1831. Dabei greift er Motive der… …Heine über Georg Büchners vier Jahre später erschienenes Erstlingsdrama „Dantons Tod“ geurteilt hätte. Denn darin scheint Büchner dieses Bild der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Lyrische Oberflächen - Hermeneutik und Gattungspoetik bei Wolfgang Hilbig

    Annika Hildebrandt
    …Forschung zu Wolfgang Hilbig vor allem auf seine Prosa konzentriert hat, rekonstruiert der vorliegende Beitrag einen wesentlichen Strang seiner Poetologie aus… …dem lyrischen Frühwerk. Er zeichnet nach, wie Hilbig am Motiv des Wassers eine topologische Struktur von Oberfläche und Tiefe entwickelt, an der sich… …Konturen des Werkes von Wolfgang Hilbig abzuzeichnen beginnen, desto intensiver wird in der Forschung über die Prämissen der Rezeption der Hilbig’schen… …Literatur diskutiert. Unbestritten ist mittlerweile, dass Hilbigs Texte einen kontinuierlichen poetologischen Diskurs fortschreiben, der die eigene… …Wirklichkeit. Daraus seien exemplarisch genannt die Beiträge von Jens Loescher: Mythos, Macht und Kellersprache. Wolfgang Hilbigs Prosa im Spiegel der Nachwende… …Untersuchung des Prosawerkes von Wolfgang Hilbig, Göttingen 2000. Andrea Polaschegg bezeichnet in ihrem Beitrag zum „Lexikon der Poetiken“ die metapoetische… …stimme“ und „die versprengung“ aus dem narrativ orientierten Raster der Forschung herausfallen. Dieser Beitrag wird sich diesem Werksegment daher gezielt… …unter der Fragestellung widmen, wie es sich auf Hilbigs Poetologie auswirkt, dass wesentliche metaliterarische Stränge des Werks nicht allein im Medium… …, sondern in direkter Auseinandersetzung mit den spezifischen Eigenschaften des Gedichts konzipiert werden. Der Fokus wird dabei auf Hilbigs spezifischer… …Engführung von Poetologie und Hermeneutik liegen, die bei ihm maßgeblich vor der Folie des Projekts eines Lesens in den Dingen Form gewinnt, wie es seine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Lachlust und Lachverbot

    Mit Anmerkungen zu Nietzsche, Heine und Kafka
    Rolf-Peter Janz
    …Abstract LACHLUST UND LACHVERBOT Mit Anmerkungen zu Nietzsche, Heine und Kafka von Rolf-Peter J a n z , Berlin Der Aufsatz geht davon aus, dass die… …Niedrigen herleiten. Er untersucht unter diesem Gesichtspunkt Lacheffekte in Texten Heines („Der Rabbi von Bacherach“) und Kafkas („Ein Bericht für eine… …by the senses, from the gap between High and Low. Proceeding from this premise, the article explores laughter-provoking texts by Heine (“Der Rabbi von… …terms laughter can occur in both directions: both from the bottom up and from the top down. I. Lachlust Aus der Literatur wie aus der Alltagssprache sind… …geschüttelt haben. Die Beobachtung Kants ist leicht nachvollziehbar, das Lachen sei ein „Affekt, der die Eingeweide und das Zwerchfell bewegt“. 1 Überblickt man… …Theorien von anthropologischen Theorien, etwa der von Helmuth Plessner, unterschie- 1 Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, in: Ders.: Werke in zwölf… …. Anschließend versuche ich zu zeigen, inwieweit einige der skizzierten theoretischen Einsichten, darunter die Nietzsches, geeignet sind, Lachszenen bei Heine und… …fassen, ohne sein Gegenteil mitzudenken, das Erhabene. Keiner hat das so prägnant formuliert wie Jean Paul: Das Lächerliche sei „der Erbfeind des… …Erhabenen“, heißt es in der „Vorschule der Ästhetik“. 3 Der Grund des Lachens liegt in einem Kontrast, in einer Inkongruenz zwischen dem „unendlich Großen“… …, reagiert auf eine Widerspruchserfahrung. Von einem Kontrast erzählt bereits die Thales-Anekdote in Platons „Theaitetos“. In der Übersetzung Friedrich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Schiller als Thomas Mann in dessen "Schwere Stunde". Und: Wie Handschriften reden können. Mit einem Blick auf Franz Kafka

    Norbert Oellers, Hannelore Holsträter
    …anerkannt auch in der Schillerliteratur – behandelt sich selbst in der Umgebung des gefeierten Dichters. Die erhaltene Handschrift des Essays lässt… …Eigentümliches Thomas Manns erkennen: dass ihm das von ihm Geschriebene wichtiger war als das Beschriebene. Die Besonderheit der Handschrift lässt sich auch deuten… …Zeitschrift „Simplicissimus“ mit einer für 20 Pfennig zu erwerbenden „Schiller-Nummer“ aus Anlass des 100. Todestags des Dichters. 1 Für die erste Seite hat der… …seiner- * Der folgende Text entstand, bevor ich die Gutachten von Hannelore Holsträter (s.u.) kennen gelernt habe. Er hat auch nichts zu tun mit der Schrift… …literaturwissenschaftlich verwertbaren Hinweise zur möglichen Deutung der Handschriften Thomas Manns und Franz Kafkas gegeben, auch wenn das Kapitel „Muster einer… …Ergänzungs- und Korrekturvorschläge nach der Lektüre meines Manuskripts danke ich Georg Guntermann. N. O. 1 Die Zitate aus dem Essay (vgl. zu diesem Begriff die… …folgende Anmerkung) sind dem Erstdruck entnommen (ohne Hinweise, ob sie auf der ersten oder der zweiten Seite des Zeitschriften-Drucks zu finden sind; sie… …lassen sich mühelos in jedem der vielen Drucke des Essays finden). Der Wiederabdruck in der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke, Briefe und… …nicht fehlerlos. Der gleichzeitig erschienene, von Reed herausgegebene (Fortsetzung der Fußnote auf Seite 536) 535 Norbert Oellers und Hannelore… …Mann der Früchte, die reich an einem Baum hängen und als Schillers Werke gedacht werden können; auf dem Bild darunter liegt Schiller – deutlich erkennbar…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Peter O. Müller, Deutsche Lexikographie des 16. Jahrhunderts. Konzeptionen und Funktionen frühneuzeitlicher Wörterbücher, Niemeyer, Tübingen 2001 (TTG 49), XX und 668 Seiten

    Klaus-Peter Wegera
    …wir, wie reichhaltig und vielfältig die frühneuzeitliche 1 Frans Claes: Bibliographisches Verzeichnis der deutschen Vocabulare und Wörterbücher… …Desiderat der historischen Sprachwissenschaft. Diese Lücke wird durch das vorliegende Buch nun geschlossen und zwar – um dies vorwegzunehmen – in vorzüglicher… …Weise. Müller stellt dabei weniger die lexikologischen Aspekte der Vorlagenabhängigkeit und der sprachlandschaftlichen Bindung der jeweiligen Wortschätze… …„nach lexikalischen Transferenzen und Mischungsprozessen und damit nach dem Aussagewert der lexikographischen Werke für die historische Wortgeographie“ (S… …. 3) in den Mittelpunkt, sondern vielmehr wörterbuchkonzeptionelle Aspekte und die Funktion der einzelnen Wörterbücher im Rahmen der frühneuzeitlichen… …nach 1600 war bis zum Erscheinen der Bibliographie von William Jervis Jones 2 nicht in vergleichbarer Weise gesichtet und aufbereitet. Erst im Gefolge… …dieser verdienstvollen Arbeit sind vergleichbare Studien auch zum 17. Jahrhundert leichter möglich. Der Darstellung Müllers liegen die gedruckten… …. 568 ff.). Die Anordnung der einzelnen Kapitel zu den zentralen Wortschatzverzeichnissen ist makrostrukturell bzw. bereichsspezifisch begründet… …einfließen (XVII). Abgerundet wird der Band durch eine ausführliche Bibliographie und umfängliche Register (Personen, Titel, Drucker/Verleger, Druckorte… …, Berlin, New York 2000. 135 Buchbesprechungen der Arbeit dar. Sie sind nicht nur geeignet, das Ausgeführte ein Stück weit überprüfbar zu machen, sie bieten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Henrike Manuwald: Medialer Dialog. Die "Große Bilderhandschrift' des "Willehalm" Wolframs von Eschenbach und ihre Kontexte, A. Francke, Tübingen und Basel 2008 (Bibliotheca Germanica 52), X und 638 Seiten sowie 80 Seiten Abbildungen

    Bernd Schirok
    …Diese Bezeichnung stammt von dem Rechtshistoriker Karl von Amira, dessen Interesse an der literarischen GB durch ihre Nähe zu den vergleichbar… …eingerichteten Codices picturati des Sachsenspiegels (bzw. zu deren zu postulierender Stammhandschrift) geweckt worden war. Die Blätter der GB haben die Größe von… …Pergamentgrund handelt, lassen sich zwei Illustratoren unterscheiden. Das Ziel der Arbeit ist es einerseits, „über eine Analyse der in der Handschrift präsenten… …Zeichensysteme (von Text und Bild) und ihrer Interaktion die Funktion der Ausstattungsform zu bestimmen“, wofür andererseits „auch der mediale Standort der GB im… …Kontext der Handschriftentradition ihrer Zeit definiert werden [muss], denn nur durch die Einbezie- 4 Siehe dazu u.a. Stephan Müller: „Erec“ und „Iwein“ in… …Bild und Schrift. Entwurf einer medienanthropologischen Überlieferungs- und Textgeschichte ausgehend von den frühesten Zeugnissen der Artusepen Hartmanns… …. Jh.s, die Schreibsprache ist omd.-nd. (S. 115). 459 Buchbesprechungen hung des Medienverhältnisses und der Bildersprache in anderen Handschriften ist die… …charakteristische Konstellation in der GB in ihren Sinnpotentialen zu erschließen. Es geht dabei weniger um den Beweis einer Abhängigkeit der GB von konkreten… …Vorbildern als vielmehr darum, die Implikationen zu rekonstruieren, die mit ihrem Illustrationskonzept verbunden sind“ (S. 4). Im Mittelpunkt der Arbeit steht… …, Intertextualität und Intermedialität erneut trefflich und kontrovers diskutieren, doch wird auch so hinreichend deutlich, in welchem Bezugsfeld der Dialogbegriff…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2019

    Catherine Marten: Bernhards Baukasten. Schrift und sequenzielle Poetik in Bernhards Prosa (Studien zur deutschen Literatur Bd. 217), Berlin/Boston: Walter de Gruyter 2018.

    Raimund Fellinger
    …Baukasten in der Version von Catherine Marten beschäftigt, zusammengesetzt aus „Textbausteine[n]“ („Satzzeichen, Pronomen, Wörter[n], Namen, Inquit-Formeln… …, einzelne[n] Sätze[n]“ (S. 8) bis hin zu ein- oder mehrseitigen Prosafragmenten), die der Autor nach einem „immer gleichen Verfahren“ kombiniert, als da sind… …aufzulösen, indem sie die Textbausteine „grundsätzlich als handhabbares Material“ ansieht, mit dem auf der zweidimensionalen Typoskriptseite eine dritte… …Dimension aufscheint, der „Eindruck von Räumlichkeit“ erzeugt wird (S. 110). Darin unterscheidet sich diese Baukasten-Variante von der Renate Langers, die zum… …ersten Mal diese Metapher verwandt hat im Kommentar zu „Das Kalkwerk“ (2004, im Rahmen der 22-bändigen „Werke“). Die Syntax der von Marten aufgezählten… …Bausteine bildet die große Leerstelle dieser Arbeit. Deren pragmatische Funktion macht den Fokus aus. Bernhards geballte Aufmerksamkeit widmet sich der… …eine simultane Betrachtung der Schriftgestalt forcieren“ (S. 54). So produziert sich der inzwischen allseits herbeizitierte Kippvorgang „zwischen dem… …Aspekt des Textverlaufs und der Synopse der Schriftgestalt“ (S. 54), worauf der Dichter, so die These, Wert legt, der die „eigene Bauweise durch die… …Betonung der Schriftgestalt zur Schau“ (S. 76) stellen möchte. Allerdings, so die konträre Behauptung des zweiten Kapitels, möchte der Prosaschreiber die… …Glättung seiner Manuskripte 631 Buchbesprechungen entscheidend an der Inszenierung seiner Person als ‚Geistesmensch‘ und an der Verknüpfung von Biographie…
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