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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2023

    Alice Staková: Friedrich Schillers philosophischer Stil. Logik - Rhetorik - Ästhetik, Paderborn: Wilhelm Fink 2021.

    Dirk Oschmann
    …der Stil des Autors hochgradig umstritten. Auch in der Forschung hat man diesen Formaspekt immer wieder thematisiert, meist im Anschluss an die… …grundlegenden Beobachtungen von Elizabeth Wilkinson zu Sprache und Struktur der „Ästhetischen Briefe“ aus dem Jahr 1959. Die einzelnen Analysen ergänzten… …, erweiterten und präzisierten Wilkinsons Überlegungen und lenkten in diesem Zusammenhang oft den Fokus auf Schillers Streit mit Fichte, der sich an Schillers… …Ablehnung entzündete, Fichtes „Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie“ in den „Horen“ zu publizieren. Mit Alice Staškovás Buch, das 2015 als… …Habilitationsschrift von der FU Berlin angenommen wurde, liegt nun erstmals eine groß angelegte, systematisch weit ausgreifende Studie zu den Eigenheiten von Schillers… …Stil vor; die seit 2015 veröffentlichte Forschungsliteratur ist von der Autorin freilich kaum noch berücksichtigt worden. Wichtig ist die bereits im… …eigens thematisiert wird, um seinen historiografischen Stil. Mit guten Gründen plädiert Stašková für diese Trennung: zum einen der Genauigkeit und der… …partiell tatsächlich gegebenen Verschiedenheit wegen, zum anderen aufgrund der Hypothese, dass dieser Stil nicht einfach nur in den philosophischen Schriften… …des Autors zu finden, sondern überhaupt wesentlicher Modus seines Philosophierens sei. Im Zentrum der Untersuchung stehen deshalb die großen… …theoretischen Texte der 1790er Jahre, insbesondere „Über Anmut und Würde“ (S. 243–272), die Briefe „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ (S. 273–351)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Verletztende Worte - verstümmelte Körper. Zur doppelten Logik spätmittelalterlicher Kurzerzählungen

    Christian Kiening
    …spätmittelalterlicher Kurzerzählungen von Christian K i e n i n g , Zürich So sehr die Forschung der letzten Jahre in einer differenzierten Beschreibung kleinerer… …narrativer Formen des Spätmittelalters vorangekommen ist, so sehr müht sie sich noch, die diskursiven Bezüge der Texte und ihre autoreferentiellen Momente in… …ein Verhältnis zu setzen. Der Beitrag argumentiert, dass viele der Texte in konstitutiver Weise von einer doppelten Logik der Selbst- wie der… …Weltreferenz bestimmt sind. Und er demonstriert dies an einer neuen Lektüre der „Witwe von Ephesus“ und „Der Rache des Ehemanns“ (Kaufringer). Recent research… …presented in this article show that many short narratives function by means of a double logic of self- and world-reference. I. „Wenn Texte töten“ lautet der… …kulturwissenschaftlicher Perspektive aufgreift. Nicht um das spezifische Phänomen der Gewaltförmigkeit moderner (Massen-)Medien geht es, sondern um die allgemeinen… …Bedingungen, die Medien Macht über die Wirklichkeit verleihen. Diese Bedingungen werden an einer historischen Situation konkretisiert: der Eigenart und Wirkung… …„eine Sympathie zwischen dem Leser, den Figuren des Textes und der Natur“ herstellt. 1 Er verfolgt zum andern die Angleichungen an die Textwelt seitens… …der Rezipienten – bis hin zu den berühmten Selbstmorden. Und er skizziert schließlich eine Geschichte imitatorischen Lesens, die auf Platon, Augustinus… …, Ps.-Bonaventura und Theresa von Avila zurückführt und in die These mündet, von einer Emotionalisierung der Lektürebeschreibung abgesehen, habe sich am Muster eines…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Wolf Gerhard Schmidt: Zwischen Antimoderne und Postmoderne

    Kai Bremer
    …Habilitationsarbeit über das deutsche Drama der Nachkriegszeit geht Wolf Gerhard Schmidt das grundlegende Vorurteil der Literaturgeschichtsschreibung an, dass „die… …Seitenhieb auf das ‚ungenaue‘ und ‚selektive‘ Lesen der Kulturwissenschaft) für einen ‚flächendeckenden‘ Zugriff, der mit einer „diskursiven Analyse… …ästhetischer Polyvalenz“ (S. 4) einher gehen soll. Ambitioniertes Ziel der Studie ist die „philologische Aufarbeitung des deutschen Nachkriegstheaters“, seine… …„Einordnung in die Geschichte der Moderne und demnach die Neubewertung der Epoche“. Solch ambitionierte Ziele versprechen zudem Impulse für die Forschung: „Die… …vorliegende Abhandlung versteht sich vielmehr als Grundlage weiterer Spezialstudien zum Drama und Theater der Nachkriegszeit“ (alle Zitate S. 5). Damit ist ein… …Anspruchsrahmen formuliert, dem es an Selbstbewusstsein nicht mangelt und der im Hinblick auf den Gegenstand klar umrissen ist. Zugleich aber bleibt Schmidt… …ins Feld geführt, der aber keine weiteren methodischen Überlegungen impliziert. Vielmehr arbeitet Schmidt, wie noch zu zeigen sein wird, zunächst… …beeindruckend vielfältig, zumal jeder Teil an sich zu überzeugen vermag. Nur fragt man sich, was der Hinweis auf die Philologie leisten soll, da das Buch in… …literaturgeschichtliche Aufarbeitung der deutschen Nachkriegsdra- 313 Buchbesprechungen matik samt ihrer Rezeption auf der Bühne zu leisten beabsichtigt und stattdessen die… …„Aufarbeitung des deutschen Nachkriegstheaters“ verspricht. Meint er tatsächlich das Theater? Dessen geschichtliche „Aufarbeitung“ wäre primär Aufgabe der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2025

    Dirk Niefanger: Lessing divers. Soziale Milieus, Genderformationen, Ethnien und Religionen

    Robert Vellusig
    …sui generis“ (S. 7) auf, sondern als diversitätssensibler Kulturhistoriker, der sich dem zuwendet, was die Lessing-Philologie bislang nicht oder nicht… …gebührend beachtet hat. Lessings Werk, so der zentrale Gedanke, ist divers – zu vielgestaltig, als dass es sich vereinheitlichend darstellen ließe, und zu… …sehr an der „Unterschiedlichkeit der Menschen“ (S. 10) interessiert, um nicht nach einer diversitätstheoretischen Perspektive zu verlangen. Das Buch… …. 7). Was der Forschung als wesentlich gilt, wird zum „vermeintlich Wesentliche[n]“ (S. 7) kleingeredet und „frecherweise“ (S. 12), wie Niefanger sagt… …das Werk des Dichters Lessing tatsächlich so vielfältig ist, wie Niefanger behauptet, und ob Lessing selbst tatsächlich so dezidiert an der… …Unterschiedlichkeit der Menschen interessiert war, wie Niefanger glauben machen möchte: Lessings Hauptaugenmerk gilt der Frage nach der menschlichen Natur und der… …konfliktträchtigen „Pseudospezifikation“, 1 die sie im Prozess der Vergesellschaftung erfährt. Diversität ist für Lessing nicht die Lösung, sondern das Problem: ein… …unvermeidliches Übel der menschlichen Gruppenbildung und ihrer gruppenspezifischen moralischen Orientierungen. Das ist nun freilich nicht die Diversität, die… …, sondern sozialer Gruppen, und der implizite Auftrag, jeder Form der Diskriminierung Einhalt zu gebieten. Dementsprechend geht es ihm vor allem darum… …(S. 18), ihre als „tautologisch“ (S. 9) disqualifizierten Versuche, die Reflexions- und Darstellungsprozesse eines Autors nachzuzeichnen, der sich zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2022

    Till Nitschmann, Florian Vaßen (Hg.). Heiner Müllers KüstenLANDSCHAFTEN. Grenzen - Tod - Störung. Bielefeld: transcript 2021.

    Prof. Dr. Gerhard Fischer
    …April 2019 fand in Erinnerung an Heiner Müllers 90. Geburtstag an der Leibniz Universität Hannover ein Symposium zu dem Thema KüstenLAND- SCHAFTEN… …. Grenzen und Selektion – Unterbrechung und Störung statt. Angestrebt wurde von den Initiatoren der Veranstaltung, Till Nitschmann und Florian Vaßen, „eine… …umfangreiches, wichtiges Werk (515 Seiten), beispielhaft und unverzichtbar für Müller-Interessent:innen. Wie vom Herausgeber der umfassenden Heiner… …Müller-Bibliographie (Vaßen) nicht anders zu erwarten war, liegt dem Buch der neueste Stand der Forschung zugrunde. Der Band ist sorgfältig redigiert und… …benutzerfreundlich angelegt. Originalquellen und Sekundärtexte werden nicht nur im Korpus der Essays belegt, sondern auch in einem Literaturverzeichnis am Ende der… …Einzelbeiträge aufgelistet, was den Lesern die schnelle Orientierung erleichtert. Ein Personen- und Titelverzeichnis beschließt den Band. Aufgrund der… …verlagstechnischen „Doppelstrategie“ liegt das Buch neben der üblichen Druckversion als kompletter Open-Access-Download vor und kann frei zugänglich von der… …unterteilt und durch drei „Intermedien“, der Terminologie Müllers folgend, getrennt sind. Zwei Beiträge zur Theaterpraxis (mit den Performance-Künstler:innen… …Florian Thamer und Tina Turnheim sowie einer studentischen Theatergruppe unter der Leitung von Ole Hruschka) bilden eine Art Appendix. Die erste Sektion… …transkulturelle Aspekte und den Fokus auf die Geschichte, die vom Landschaftskonzept Müllers nicht zu trennen ist. In der zweiten Sektion, „Grenzen – Küsten –…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Stefan Müller: Zum Germanischen aus laryngaltheoretischer Sicht. Mit einer Einführung in die Grundlagen, Walter de Gruyter, Berlin, New York 2007 (Studia Linguistica Germanica, 88), XIV, 396 Seiten

    Paul Widmer
    …, New York 2007 (Studia Linguistica Germanica, 88), XIV, 396 Seiten Liest man in der germanistischen Literatur Bemerkungen wie „Neuerdings wird der… …ein dringendes Bedürfnis nach einer grundlegenden Darstellung der Verhältnisse rund um die Laryngaltheorie besteht. Diesen Mangel an Wissenstransfer aus… …der Indogermanistik in die Germanistik zu beheben, ist das Ziel von Stefan Müller in dem hier angezeigten Buch, das aus einer in Bonn entstandenen… …Dissertation hervorgegangen ist. Den Anfang bildet eine kurze, aber prägnante und informative Darstellung der Forschungsgeschichte, auf die das Kapitel zu den… …phonologischen Grundlagen der Laryngaltheorie anschließt. Dieses Kapitel zur Phonologie birgt eine Fülle von Informationen über das Indogermanische, und aus der… …Darstellung geht hervor, dass Müller in einer modernen Indogermanistik verwurzelt und in der Regel der aktuellen communis opinio verbunden ist. 2 Dies äußert… …sich auch darin, dass von drei Laryngalen ausgegangen wird, ein Ansatz, mit dem sich die Daten der Einzelsprachen bei maximaler Ökonomie gut vereinbaren… …lassen, und der beim derzeitigen Wissensstand kaum ernsthaft in Frage gestellt werden kann. Im Phonemsystem werden die Laryngale bezüglich ihrer… …Schallfülle zwischen den Sonoranten und den Obstruenten lokalisiert (S. 34). Das dritte Kapitel behandelt in der Folge zuerst Laryngalwandel auf phonologischer… …Ebene (S. 64–143), in dem die Entwicklung der Laryngale vom Indogermanischen zum Germanischen hin dargestellt wird. Hier finden sich auch so grundlegende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Markus Stock, Kombinationssinn. Narrative Strukturexperimente im "Straßburger Alexander", im "Herzog Ernst B" und im "König Rother", Max Niemeyer, Tübingen 2002 (MTU 123), VIII und 335 Seiten

    Christian Kiening
    …wieder stärker beschäftigt hat: die wachsende Komplexität und Literarizität der volkssprachigen Epik des 12. Jahrhunderts, zu greifen unter anderem an der… …subtilen Nutzung von Formen der Doppelung, Spiegelung und Wiederholung. Stock fragt nach einer den Werken immanenten historischen Poetik und sucht Antworten… …in einer Analyse der jeweiligen narrativen Strukturen, d. h. der „Baupläne“ und (syntagmatischen wie paradigmatischen) „Ordnungsprinzipien“ der Texte… …Textes macht. Es bietet sich nicht zuletzt deshalb an, weil in den Epen des 12. Jahrhunderts die Konstruktion der Räume wesentlich an die Bewegung der… …Protagonisten und die Zweiteilung der Handlung an die zentrale Opposition zweier ‚Welten‘ (West/Ost) gebunden ist. Und es erlaubt, den Blick nicht so sehr auf… …Semiotisierung der Texte. Das Resultat ist, um es vorwegzunehmen, ein sehenswertes (auch wenn der gönnerhafte Umgang mit der Forschung und das hartnäckige… …Wiederholen von Thesen den Leser gelegentlich irritieren). Ein erstes Untersuchungskapitel dient der Probe auf die Fruchtbarkeit der gewählten Fragestellung. An… …drei unterschiedlich langen Erzählungen der „Kaiserchronik“ demonstriert Stock, teilweise vor dem Hintergrund möglicher Vorlagen, einerseits die im Text… …Welt als providentiell und nicht als zufällig erscheinen läßt“ (S. 42; der vergleichende Blick auf die in vielem analoge Astrolabiusgeschichte hätte… …ergreift“ (S. 69). Gerade dieses letzte Beispiel zeigt aber auch Stärken und Schwächen der methodischen Herangehensweise: Anders als viele vor ihm betrachtet…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Timothy Attanucci: The Restorative Poetics of a Geological Age. Stifter, Viollet-le-Duc, and the Aesthetic Practices of Geohistoricism, Berlin, Boston: De Gruyter 2020.

    Michaela Trenner-Haberkorn
    …zeitgenössische und nachfolgende Diskurse. Er stellt Bezüge zwischen der Poetologie des österreichischen Malers und Schriftstellers Adalbert Stifter (1805–1868) und… …Schaffensgrundlagen der schriftstellerischen Tätigkeit Stifters einerseits und der Restaurierungsarbeiten Viollet-le-Duc andererseits in deren geologischen Studien und… …im geohistorischen Diskurs der Epoche verortet. Dadurch gelingt es ihm, die Verflechtungen und Abgrenzungen der unterschiedlichen Auffassungen von… …Begriffsdiskussion, indem er die Wurzeln der menschlichen Eingriffe in die Erdkruste seit der frühen Phase der Industrialisierung beleuchtet. Gelehrten mit… …veränderte. So beschreibt Stifter in vielen seiner Geschichten den zivilisationsbedingten Wandel der Natur, beispielsweise vom unberührten Wald zum Nutzwald… …oder gar zum Verschwinden der Wälder, was ihn als einen frühen Vertreter der literarischen Strömung des Ecocriticism erscheinen lässt. 315… …Buchbesprechungen Im Vorwort verdeutlicht Attanucci den zeitgeschichtlichen Kontext anhand der von Steven Jay Gould so genannten „Tiefenzeit“, mit der die… …unvorstellbar langen Zeiträume der Erdgeschichte beschrieben werden und die laut Gould eine narzisstische Kränkung im Selbstverständnis des Menschen darstellten… …. Der Topos der Tiefenzeit ist bis heute eine wichtige Komponente des naturwissenschaftlich geprägten Weltbilds. Gleichzeitig zur Erkenntnis, dass wir im… …Lichte der Erdgeschichte unbedeutend sind, setzt sich jedoch langsam die Einsicht durch, dass wir durch unsere Lebensweise signifikante Veränderungen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Paul Michael Lützeler (Hg.), Freundschaft im Exil. Thomas Mann und Hermann Broch, Vittorio Klostermann, Frankfurt/Main 2004 (Thomas-Mann-Studien, Band 31).

    Hartmut Steinecke
    …(Thomas-Mann-Studien, Band 31). Das Verhältnis von Thomas Mann und Hermann Broch war bisher für die Mann- Forschung nur ein Nebenaspekt im ausgedehnten Geflecht der… …verschiedentlich mit der Thematik beschäftigt, allerdings auf einer relativ schmalen Textbasis. Das Bild, das sich ergab, war das einer großen Asymmetrie: Distanz… …, eine gewisse Herablassung von der einen Seite, von der anderen Hochachtung, gelegentlich zurückhaltende Kritik und eine Spur Neid – so etwa wurde das… …Verhältnis der beiden großen Exponenten der ‚klassischen Moderne’ beschrieben. Paul Michael Lützeler kommt in seinem Buch wesentlich über diesen Befund hinaus… …, weil es ihm gelingt, die Textbasis von Äußerungen der beiden Schriftsteller übereinander deutlich zu erweitern. Zu den bekannten Werk-, Brief- und… …: „‚Optimistische Verzweiflung‘: Thomas Mann und Hermann Broch im Exil“ (S. 9–30). Dabei betrachtet er die Anfangsjahre der etwas herablassenden Distanz von Seiten… …. Das Exil bringt beide näher, vor allem in der gemeinsamen Princetoner Zeit 1938–1941, sowohl persönlich als auch in gegenseitigen Hilfen (wobei Mann… …natürlich eher der Gebende ist) und gemeinsamen politischen Aktionen. Lützeler zeigt die allmähliche Annäherung, verweist auf eine Reihe von überwiegend… …schwankenden Wertungen der Personen könnte man noch zwei Symptome hinzufügen: den Wechsel der Anredeformen und die Sprechweisen in privaten Zeugnissen. Nachdem… …von „Tommy“ sprach. Überhaupt eröffnet die Berücksichtigung der Textsorten und Adressaten weitere Einblicke in dieses diffizile Verhältnis: Teilweise…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Katrin Graf, Bildnisse schreibender Frauen im Mittelalter, 9. bis Anfang 13. Jahrhundert, Schwabe und Co, Basel 2002, 298 Seiten und Abb.

    Ursula Peters
    …und Abb. Katrin Graf bewegt sich mit der überarbeiteten Fassung ihrer Genfer Dissertation zu den „Bildnissen schreibender Frauen im Mittelalter“, in der… …sie auf der Basis von handschriftlichen Bilddokumenten des 9. bis 13. Jahrhunderts die Teilnahme von Frauen an der 431 Buchbesprechungen Buch- und… …gelehrte Schreiberin präsentiert wird, stellt die Verf. in einem ersten Kapitel („Auf der Suche nach dem mittelalterlichen Schreiberinnenbildnis“, S. 17–82)… …eine umfassende Sammlung von Bildern mit im weitesten Sinne schreibenden bzw. an der Buchherstellung beteiligten Frauen zusammen, um sie einer kritischen… …Literaturbetrieb ist zugleich – wie in den 80er Jahren, der ersten Phase der fachwissenschaftlichen Frauenforschung – eine „Korrektur des herrschenden Blicks“ (S… …. 81) verbunden, der bislang in den dargestellten Frauen weniger die Urheberinnen des Buches gesehen, sie vielmehr eher auf ihre Rolle als… …der Buchentstehung zielt: so etwa ihre Analyse der Frauenfiguren auf dem Hieronymus-Frontispiz der Bilderbibel Karls des Kahlen (845/846) aus St. Martin… …in Tours (Paris BN lat. 1, fol. 3v), in der sie in der Darstellung des Zusammenwirkens von Hieronymus, Paula und Eustochium eine im Vergleich zu… …anderen Bildern „komplexe Inszenierung von Buchurheberschaft“ (S. 25) sieht, oder in dem Eingangsbild der Reimser Bibel von 870 (Rom, San Paolo fuori le… …mura, fol. 3v), in der sie in der Darstellung Paulas mit einem offenen Buch im Schoß die Präsentation einer geistlich inspirierten Autorin, d. h. in dem…
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