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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2020

    Das Liebespfand

    Mittelalterliche Liebespoesie vor dem Hintergrund kreditwirtschaftlicher Sozialbeziehungen des Adels
    Ursula Peters (i.R.)
    …Abstract: Während die neuere literaturwissenschaftliche Wendung zur Ökonomie in der Mittelalterphilologie zu einem verstärkten Interesse für das… …Kreditbeziehungen, in denen die wirtschaftsgeschichtliche Forschung der letzten Jahre eine entscheidende Signatur der vorindustriellen Welt sieht. Vor diesem… …ökonomiehistorischen Forschungskonsens wird im folgenden am Fallbeispiel der Liebespfand-Motivik romanischdeutscher Liebespoesie das mögliche Konnotationspotential der… …seit dem 11. Jahrhundert reich bezeugten pfandgestützten Kreditgeschäfte des Laienadels ausgelotet, das die Autoren für die analytische Durchdringung der… …in den Literaturwissenschaften schon seit einigen Jahren, verstärkt seit der Finanzkrise der Jahre 2007/2008, zu beobachtende Wende zur Ökonomie als… …Interaktionsregeln inspiriert hat. 2 Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Liebesthematik, die, in der Germanistik insbesondere unter der Prämisse von Jacques… …Derridas Diktum der Gabenparadoxie, in ihren gabentheoretisch komplizierten Verästelungen der Dienst-Lohn-Konstellationen ausgeleuchtet wird. Diese… …zugleich deutliche Schatten auf die Leistungsfähigkeit des Konstrukts der Gabenökonomie als eines belastbaren Analysekonzepts mittelalterlichen Wirtschafts-… …hinaus und verdeckt damit zugleich eher die bemerkenswerte Vielfalt und situationsspezifische Zurüstung sozioökonomischer Austauschprozesse in der Adelsund… …Spezialfall der adeligen Sakralstiftungen, die als laienadelige Donationen von Land und Nutzungsrechten an geistliche Institutionen im Gegenzug gegen geistliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    In meyner gedechtnüs lept sie mir doch ymmer: Zeit, Erinnerung und Schrift im "Ackermann" des Johannes von Tepl

    Christian Schneider
    …Abstract: von Christian S c h n e i d e r , Osnabrück Ausgehend von Heideggers Bezugnahme auf den „Ackermann“ in „Sein und Zeit“, befasst der Aufsatz sich… …der Zeit. Im Rahmen eines christlich fundierten, teleologischen Zeit- und Heilsverständnisses wird die Anerkennung des Todes als des Prinzips der Zeit… …dabei zur Voraussetzung kommemorialer Sprache und Schrift, in der die Verlusterfahrung bewältigt werden kann. Starting from Heidegger’s reference to “Der… …Beginn des 15. Jahrhunderts, an der Schwelle zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit entstandenen Text: den „Ackermann“ des Johannes von Tepl, manchmal… …auch Johannes von Saaz genannt, der als Stadtschreiber, Schulleiter und öffentlicher Notar in Saaz und später Prag wirkte, wo er zwischen 1413 und 1415… …starb. 1 Sein Werk, das als ‚Klassiker‘ der deutschen Literatur des Mittelalters und 1 Zum Autor siehe die Hinweise in Gerhard Hahn: Johannes von Tepl, in… …: 2 VL 4 (1983), Sp. 763–774, hier: Sp. 763 f. 327 Christian Schneider der Frühen Neuzeit gilt, ist ein in Prosa abgefasstes Streitgespräch zwischen… …einem metaphorischen Ackermann, einem Mann der Feder, und dem personifizierten Tod. Die ihre rhetorische Konfrontation auslösende Begebenheit liegt dabei… …vermutlich nie mit Sicherheit ermitteln lassen. Sie erschließt sich erst sukzessive aus den Äußerungen der Figuren: Eine Frau ist jung, im Kindbett, verstorben… …und hinterlässt neben ihrem Ehemann mehrere Kinder. In dem Streitgespräch geht der Ackermann in seiner Trauer und seinem Schmerz mit dem Tod als dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2012

    Zu Herkunft, Sprache und Übersetzer des Vocabularius Sti. Galli

    Thomas Klein
    …Abstract ZU HERKUNFT, SPRACHE UND ÜBERSETZER DES VOCABULARIUS STI. GALLI 1 von Thomas K l e i n , Bonn Der ‚Vocabularius Sancti Galli‘ ist neben dem… …‚Abrogans‘ eine Hauptquelle des ältesten Ahd. und gilt als sprachlicher Zeuge der angelsächsischen Mission des 8. Jahrhunderts. Die vorherrschenden… …, insbesondere auf der Untersuchung Georg Baeseckes (1933) beruhenden Auffassungen von Herkunft und Sprache des Vocabularius erweisen sich in wesentlichen Punkten… …als revisionsbedürftig: Anders als die ihm angehängten Auszüge eines alphabetischen Glossars zeigt der Hauptteil des Vocabularius keine nachweisliche… …Verwandtschaft mit den aus der Schule von Canterbury hervorgegangenen frühaltenglischen Glossaren. Der Sprachstand des Vocabularius ist nicht vornehmlich… …alemannisch, sondern durch eine fränkisch-oberdeutsche Mischung gekennzeichnet; sie könnte sich aus der Heterogenität der Althochdeutsch- Kenntnisse des… …angelsächsischen Übersetzers erklären, der sowohl für das Sachglossar als auch für sein Anhänge hinreichend wahrscheinlich gemacht werden kann. Alongside the… …High German. The translator can be recognised with a reasonable degree of certainty for both the glossary and its appendices. Der ‚Vocabularius Sti… …Umkreis der angelsächsisch-bonifatianischen Mission im ahd. Bereich. Dennoch sind viele Fragen, die Herkunft, Funktion und Sprache des Voc betreffen, noch… …offen. Seit Georg Baeseckes großer Abhandlung von 1933 ist hier wenig mehr geschehen, als dass einige der Ergebnisse, die Baesecke erzielt zu haben…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2026

    Othering ohne Kolonialismus?

    Zum blinden Fleck eines prominenten Konzepts und zu seiner analytischen Reichweite am Beispiel des 16. Jahrhunderts
    Marina Münkler, Antje Sablotny
    …. Jahrhunderts* 1 von Marina M ü n k l e r und Antje S a b l o t n y, Dresden In den Geistes- und Kulturwissenschaften hat sich seit einiger Zeit der Begriff des… …stigmatisiert wird. Inhaltlich geht der Begriff des Othering auf Edward Saids Buch „Orientalism“ von 1978 zurück, begrifflich geprägt wurde er von Gayatri… …Chakravorty Spivak in einem Aufsatz von 1984. Seither ist das Konzept des Othering nicht nur in der Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus breit verwendet… …worden. In der großen Zahl von Untersuchungen hat sich jedoch auch gezeigt, dass der Begriff einen blinden Fleck hat, weil er häufig einseitig angewendet… …worden ist. Von daher bedarf es ebenso einer Reflexion der Begriffsgeschichte wie auch einer analytischen Perspektive, die Othering und Doing the Other als… …Prozesskategorien für wechselseitige Stigmatisierungen ernst nimmt. Der vorliegende Aufsatz präsentiert die Möglichkeiten eines solchen Ansatzes an unterschiedlichen… …einer der meist rezipierten Theorien geworden. Auch in den historischen Wissenschaften vom Mittelalter, wie etwa in der germanistischen Mediävistik, wird… …der Begriff seit einiger Zeit rezipiert und angewendet. Dem Begriff des Othering * Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) –… …auf mittelalterliche Texte angewendet werden könnten, sondern weil er eng mit der Geschichte des Kolonialismus verbunden ist, die erst mit der Frühen… …mittelalterliche Literatur eher problematisch zu sein. Das ist jedoch 1. nur dann der Fall, wenn man Prozesse des Othering historisch mit der kolonialen Herrschaft…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Petra S. McGillen: The Fontane Workshop: Manufacturing Realism in the Industrial Age of Print, New York, London: Bloomsbury Academic 2019 (= New Directions in German Studies, Bd. 26).

    Philipp Böttcher
    …Academic 2019 (= New Directions in German Studies, Bd. 26). „Wenn ein Autor behauptet, er habe im Rausch der Inspiration geschrieben, lügt er. Genie ist zehn… …Prozent Inspiration und neunzig Prozent Transpiration“, schreibt Umberto Eco 1984 in seiner Nachschrift zum „Namen der Rose“. 1 Dass dies im späten 19… …programmatisch entlarvt und korrigiert. Sowohl auf dem Cover als auch auf der ersten Seite des einführenden Kapitels findet sich jene vom Berliner Atelier Zander &… …Labisch 1896 aufgenommene und im November desselben Jahres in der Berliner Illustrirten Zeitung erstmals abgedruckte Photographie, die den Dichter am… …Selbstäußerungen Fontanes deutlich, in denen er sich als inspirationspoetisch eingehauchtes ‚Sprachrohr der Musen‘ entwirft. „Der Künstler weiss, dass sein Werk nur… …voll wirkt, wenn es den Glauben an eine Improvisation, an eine wundergleiche Plötzlichkeit der Entstehung erregt; und so hilft er wohl dieser Illusion… …nach“, befindet in „Menschliches, Allzumenschliches“ schon Friedrich Nietzsche und fordert daher: „Die Wissenschaft der Kunst hat dieser Illusion […] auf… …resultierenden Projektionen und Zuschreibungen auf der einen Seite und den medialen, kommunikationsgeschichtlichen und sozioökonomischen Bedingungen von… …Autorschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der anderen. Das Interesse gilt den Arbeitsprozessen des Autors; das Buch will Einsicht geben in den… …„Namen der Rose“, München 1984, S. 18. 2 Vgl. zur Entstehung und oft fehlerhaften Datierung der Photographie genauer: Klaus Möller: Theodor Fontane als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2015

    Jagd im frühen Minnesang - zur Wandlungsfähigkeit eines Motivkomplexes

    Martin Bartel
    …immer eine Geschichte mit tragischem Ausgang. Im Gegenteil: Gerade der frühe Minnesang ist sich der sprachlichen Möglichkeiten des Motivkomplexes der… …minne-Jagd bewusst und nutzt diese zu einem anspielungsreichen Sprach-Spiel, bei dem es um die öffentliche Vergewisserung der eigenen Litarizität geht. Je nach… …entworfenem Kontext (minne-Leid bzw. -Erfolg) inszenieren die Lieder ein Verweisungssystem auf den kontingenten Grundlagen der eigenen Kultur mit dem Ziel… …this culture in its richness – and thus also in the richness of lyric poetry. ... je weiter ich in diesem Studium fortgehe, desto klärer wird mir der… …1815 an seinen Freund Savigny. An seiner „Geschichte der deutschen Sprache“ arbeitend, sucht er die etymologischen Zusammenhänge unterschiedlicher… …Semantiken zu ergründen, die sich ihm bei vielen Begriffen auftun. Die Quintessenz seiner Äußerung ist die hohe Bedeutungsvarianz des Wortes oder vielmehr der… …entscheidenden Wert literarischer Kommunikation benannt. 1 Briefe der Brüder Grimm an Savigny. Aus dem Savignyschen Nachlaß, in Verbindung mit Ingeborg Schnack, hg… …. v. Wilhelm Schoof, Berlin 1953 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, XXIII,1), S. 200 (Hervorhebung im Original)… …. 369 Martin Bartel Eben dieser Bedeutungsvielfalt, die der Sprache im Allgemeinen und besonders ihrer literarischen Verwendung entspringt, verdankt nicht… …bloß die neuzeitliche Literatur, sondern auch die des Mittelalters, ihre Qualität. Mögen sich bezüglich der Reflexionen und Mittel artifizieller…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Die Toten am Tisch: "Familienromane' nach dem Holocaust

    Mona Körte
    …DIE TOTEN AM TISCH ‚Familienromane‘ nach dem Holocaust von Mona K ö r t e , Berlin Abstract Deutsch-jüdische Familienromane der zweiten und dritten… …erzählenden Ichs – so die leitende These – zum Schauplatz all der Aporien, die sich in dem Versuch auftun, nach 1945 Familiengeschichte zu erzählen. Da das… …Erzähler-Ich in der übermächtigen Geschichte der Eltern und Großeltern zu verschwinden droht, entwickelt es Strategien der Selbstermächtigung und Autorisierung… …„Selbstporträt als Jüdin“, und weiter heißt es bei ihr: Die Rolle ‚Kind meiner Eltern‘ ist ausgespielt, ich muß selber in die vordere Reihe in der Kette der… …Generationen treten, wo zwischen dem Tod und mir niemand mehr steht. […] Ich glaube, wir Kinder von Juden aus der Generation meiner Eltern sind, vielleicht… …überall, aber in Deutschland besonders lange, Kinder unserer Eltern geblieben, länger jedenfalls als andere. Denn es war schwer, der Geschichte und den… …Geschichten unserer Eltern zu entrinnen. 1 In „Joëmis Tisch“ (1988), dem ersten der Prosatexte Esther Dischereits erhält die Protagonistin keinen Eigennamen… …, sondern wird gleichsam in Abhängigkeit von der Mutter als „Hannahs Tochter“ 2 bezeichnet, und auch in Eva Menasses Roman „Vienna“ (2005) bleiben neben der… …familiären Rollen aufruft, spricht es von „meinem Vater“, „meinem Bruder“, „meinem Großvater“ und nur die Nebenfiguren erhalten sprechende Namen. 3 In der… …Literatur der so genannten zweiten und dritten Generation, der Kinder und Enkelkinder von Überlebenden, verdeckt die übermächtige Geschichte der Eltern und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Was ist deutsch oder was ist Deutsch? Fragen an die Sprachgeschichte

    Utz Maas
    …bearbeitet wird, sondern vor allem auch in der außerdisziplinären Diskussion im Blick ist, wie Publikumsbücher und Feuilletonbeiträge zeigen. Dem entspricht… …auch, dass in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt im Kielwasser der Studienreformen zahlreiche neue Sprachgeschichten erschienen sind, die sich in sehr… …unterschiedlicher Weise diesen Anforderungen stellen. Zu denen gehört, dass der Praxis der Sprachgeschichte (als wissenschaftlicher Disziplin) die theoretische… …: angefangen bei der Konzeptualisierung des Gegenstands als Deutsch (ausgerichtet auf die moderne Schrift- bzw. ‚Hoch‘-Sprache) bis hin zu den deskriptiven… …Indikatoren der angesetzten ‚Epochengliederung(en)‘. Einen Versuch eines in diesem Sinne offeneren Zugangs, der einerseits auf ein nicht professionell… …‚germanistisch‘ ausgerichtetes Publikum (gerade auch in der universitären Hörerschaft) abstellt, andererseits den Horizont der analytischen Betrachtung über eine… …Rückprojektion des heutigen ‚Deutsch‘ hinaus öffnet, habe ich in „Was ist deutsch? Die Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse in Deutschland“ (2012/2014)… …Beitrag versucht, das analytische Feld der Sprachgeschichtsschreibung für das Deutsche transparent zu machen. Linguistic history (and thus also the… …deutsch? Die Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse in Deutschland” (‘What is German? The Development of Linguistic Relations in Germany’, 2012/2014)… …zielen offensichtlich auf Verschiedenes: Sucht man im Internet, findet sich die erste oft in der Variante „Was ist typisch deutsch?“, und das als Antwort…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2023

    Das Höfische als Distinktionsmerkmal

    Zu den Grenzen des Transkulturellen im "Herzog Ernst B"
    Monika Schausten
    …eines close readings analysiert der Beitrag den „Herzog Ernst B“ im Horizont transfer-, inter- und transkultureller Parameter. Dabei steht die Frage nach… …der Poetisierung von Kulturkontakten in der Versdichtung im Mittelpunkt, wie sie in höfischen Handlungsformen des Ansehens, Schenkens und Nehmens, aber… …verfügbarer höfischer Praktiken durch verschiedene Machteliten im Text versehen ist. Im Durchgang durch den Reichs- und Reiseteil der Erzählung werden auf… …dieser Grundlage die literarischen Verfahren rekonstruiert, die gerade auf der Basis komplex geschilderter Kulturkontakte letztlich die Superiorität des… …on the basis of complex descriptions of cultural contacts. I. Einleitung Es gehört zu den durchaus diskutablen Konventionen der Geisteswissenschaften… …international in der seriellen Verwendung des Terminus turn, 1 im 1 Zu den turns in den Kulturwissenschaften vgl. den Überblick von Doris Bachmann- Medick… …: Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften, Reinbek bei Hamburg 2006. Zu zentralen Konzepten der Kulturwissenschaften vgl. bes… …. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen, Berlin 2006. Zur Entwicklung der Geisteswissenschaften im Horizont der cultural turns vgl. Hartmut Böhme, Klaus R. Scherpe… …kulturwissenschaftlichen Befassung mit den Gegenständen der verschiedenen Disziplinen im Horizont des cultural turns hat bekanntlich in der Nachfolge von Poststrukturalismus… …der Vorstellung eines selbständig und souverän handelnden autonomen Subjekts entgegenstellt. 4 Daraus ergibt sich bis heute die Notwendigkeit der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Gurnemanz' viergeteiltes Herz. Zu Parz. 177, 18-24

    Eberhard Nellmann
    …Parzival, den er sich als Schwiegersohn erhofft hatte, von ihm Abschied nimmt: Sein Herz möge in vier Teile zerteilt werden – entsprechend der Anzahl der… …verlorenen Söhne 1 : P. 177, 18 der nu mîn herze envieriu mit sîner hende slüege 20 und ieslîch stücke trüege, daz diuhte mich ein grôz gewin, 22 einz für iuch… …, scheint zunächst undeutlich und wird von den Kommentatoren und Übersetzern unterschiedlich interpretiert. Bei Bartsch/Marti heißt es zu v. 21: „Der… …in vier Stücke schneiden und meinen drei (...) Söhnen (v. 23), wie auch Euch, der Ihr fortreitet (v. 22), je ein Stück überbringen 5 (v. 20), so wäre… …ich zufrieden damit (v. 21). Ähnlich übersetzt Dieter Kühn 6 , der näher an Wolframs Wortstellung bleibt: 1 Zitiert wird nach: Wolfram von Eschenbach… …: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann, übertragen von Dieter Kühn, 2 Bde., Frankfurt/M. 1994. 2 Wolframs… …‚davontragen‘. 9 Der Bedingungssatz P.177, 18–20 wäre demnach fürs Erste abgeschlossen, die Verbindung von tragen und für (v. 22 und 23) wäre gelockert, und die… …Söhne wären nicht notwendig als tatsächliche Adressaten der Herzstücke gemeint. Beide hier vorgestellten Übersetzungsvorschläge unterstellen Gurnemanz… …einen anscheinend barbarischen Wunsch. Das gilt sowohl für die Übersendung der Herzstücke an die (zumeist schon toten) Söhne wie auch für das Wegtragen… …des geteilten Herzens in ein Irgendwo. Was hat sich Wolfram dabei gedacht? Der soeben erschienene voluminöse Kommentar von S.J. Gilmour zur…
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