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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Zu den Quellen von Veldekes "Servatius"

    Jan Goossens
    …, Leuven Abstract In der Forschung wird angenommen, die Quelle von Veldekes „Servatius“ sei die sog. Vita, eine gekürzte Fassung der Gesta von ca. 1130. Die… …Zweitquelle die Gesta benutzt, ist durch die Annahme zu ersetzen, dass seine Zweitquelle der Actus war. In the literature it is assumed that the source of… …the assumption that his second source was the Actus. 1. Zur Vita-Überlieferung Der Abschnitt über Veldekes „Servatius“ in der zweiten Auflage des… …„Verfasserlexikons“ ist noch von Ludwig Wolff († 1975) verfasst worden 1 , der allerdings neuere Ergebnisse der niederländischen Forschung, vor allem die Arbeit von… …Petrus C. Boeren 2 , nicht mehr berücksichtigt hat. Für seine Darstellung der Vorlagen stützt sich Wolff auf die Dissertation von Kai Walter. 3 Die Vorlage… …„war laut Walter eine in nicht ganz entsprechender Gestalt überlieferte Fassung der Vita S. Servatii, vielleicht die Vorlage der aus dem Servatiusstift… …wenig problematisierten Vita-Text als Ausgangspunkt für seine Inventarisierung und Deutung der Varianten im ersten Teil der Veldeke-Dichtung. 1 Ludwig… …Walter: Quellenkritische Untersuchungen zum ersten Teil der Servatiuslegende Heinrichs von Veldeke, Diss. Münster 1970 4 Wolff, Schröder [Anm. 1], Sp. 906… …. 1 Jan Goossens Was die Veldeke-Forschung unter der Bezeichnung ‚Vita‘ versteht5 , ist von Gabriele Schieb6 prägnant zusammengefasst worden: „Die… …, klassisch geschulten Autor verfasst, der seine Gelehrsamkeit gerne zur Schau trägt und ausführliche Parenthesen nicht scheut. Petrus C. Boeren7 und Adrianus M…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter. Eine Einführung. Berlin 2008 (De Gruyter Studienbuch), XII und 503 Seiten

    Alois Wolf
    …Der Verfasser legt in dieser Einführung eine umfassende und übersichtliche Darstellung dessen vor, was die Literaturgeschichten als germanische… …‚wissenschaftliche Monographie‘ seines Gegenstandes, auch wenn er dies nicht beanspruchen will (S. VI). Er stellt nicht die einzelnen Sagenkreise der Reihe nach vor… …verstanden wissen will (S. 9) und damit jede unzulässige Hypostasierung dieses Begriffs ausschließt. Das bedeutet auch die Abkehr von der These einer angeblich… …Einbeziehung nordischer Zeugnisse zur Dietrichsepik bis zu den späten Drucken. Auch die Skaldik kommt zu ihrem Recht in Form der besonders instruktiven… …Ragnarsdrápa. Da wäre zu ergänzen, dass das Nibelungengold zum Grundbestand der Kenningar gehört, wogegen die im Süden so reich sich entwickelnde… …Dietrichdichtung in der Metaphorik der Skalden keine Spuren hinterlassen hat. Kritisieren möchte ich, dass der Verfasser erst im dritten Kapitel auf das grundlegende… …Faktum, die Klerikerkultur, eingeht, mit der die alten Heldensagen von Anfang an konfrontiert waren; das hätte an den Anfang der Darstellung gehört… …. Schließlich ist davon bereits das Hildebrandslied betroffen, vor allem aber der Beowulf. Bei diesen frühen Texten hätte ich mir bereits das Eingehen auf die… …sich Hildebrandslied, Ludwigslied und Battle of Maldon zueinander? Bei der Frage nach christlicher Heldendichtung hätte man sich ein stärkeres Eingehen… …westlichen Frankenreich hinüber ins Insulare ab. 1 Das Nibelungenlied. Nach der Ausgabe von Karl Bartsch, hg. v. Helmut de Boor, 19 Aufl., Wiesbaden 1967. 2 L…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Elvira Topalovi?, Sprachwahl - Textsorte - Dialogstruktur. Zu Verhörprotokollen aus Hexenprozessen des 17. Jahrhunderts, WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2003, 279 Seiten

    Robert Peters
    …Osnabrücker Hexenprozessen. In den Jahren 1636 bis 1639 wurden in Osnabrück mindestens 59 Frauen und fünf Männer Opfer des Hexenwahns. Die Verhörprotokolle der… …Hexenprozesse bilden eine wichtige Quelle für verschiedene Bereiche der Sprachgeschichtsforschung. Die Gerichtsschreiber verschriftlichen gesprochene, meist… …die Ansicht der Verfasserin, in besonderer Weise zur Untersuchung des historischen Verhältnisses von gesprochener und geschriebener Sprache… …. Untersuchungsort und -zeitraum führen des Weiteren zur Frage nach der ‚Sprachwahl‘, denn in Norddeutschland, so auch in Osnabrück, ist das Hochdeutsche in den 40er… …Jahren des 17. Jahrhunderts bereits amtliche Schriftsprache, das Niederdeutsche in fast allen Domänen der Mündlichkeit nach wie vor die gesprochene Sprache… …Verhörprotokollen die Entwicklung verwaltungssprachlicher Textsorten aufzeigen. Den Hauptteil der Studie bilden die Kapitel 3-5 mit den Themen „Sprachwahl“… …, „Textsorte“ und „Dialogstruktur“. Eine Einleitung in die Themen der Arbeit (Kap. 1) und eine umfassende Ausführung zum geschichtlichen Hintergrund und den… …rechtlichen Grundlagen der Hexenprozesse (Kap. 2) gehen voraus. Den Abschluss der Arbeit bilden ein Resümee (Kap. 6), ein ausführliches Quellen- und… …Literaturverzeichnis, ein Anhang mit 30 Seiten Transkriptionen von Verhörprotokollen und dazugehörigen Dokumenten, eine Tabelle der angeklagten Osnabrücker Frauen und… …Männer sowie ein Sach- und Ortsregister. In Osnabrück sind seit der Mitte des 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Bereich der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Alison I. Beach: Women as Scribes. Book Production and Monastic Reform in Twelfth-Century Bavaria

    Jürgen Wolf
    …, Cambridge 2004 (Cambridge Studies in Palaeography and Codicology 10), XIV und 198 Seiten Mit der vorliegenden Studie gelingt es Alison I. Beach in… …eindrucksvoller Weise, die in zahlreichen Arbeiten der vergangenen Jahrzehnte im Dickicht einer undurchdringlich scheinenden Überlieferung meist nur schemenhaft… …seit dem beginnenden 13. Jahrhundert (! 1 ) von der Forschung mit großem Interesse bedachte Wessobrunner Nonne Diemut ein überraschend klares Profil. Das… …„Introduction“ betitelten ersten Teil (S. 1–31) entwirft die Autorin neben dem obligatorischen Forschungsabriss, der allerdings sehr knapp gerät, den… …als nützlich erwiesen, wenn Elisabeth Klemms Katalog der romanischen Münchner Handschriften (vgl. Literaturverzeichnis) stärker und vor allem… …und sich andererseits in 1 Schon um 1220 arbeitete der Wessobrunner Bibliothekar Conrad Pozzo die Geschichte der vor wenigen Jahren verstorbenen… …. 700–1050/60), 2., durchgesehene Aufl., Tübingen 1995 (Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit I,1). 451 Buchbesprechungen… …„nun-scribes“ von Wessobrunn (S. 32–64) gewidmet. Eine kurze Geschichte des Klosters Wessobrunn unter besonderer Berücksichtung der im 12. Jahrhundert schnell… …Handschriftenanalysen das Lebens- und Arbeitsumfeld der inclusa Diemut erstmals in seinem ganzen Facettenreichtum offen. Quasi en passant klären sich in diesem Kontext… …; vgl. grundlegend Uwe Neddermeyer: Von der Handschrift zum gedruckten Buch. Schriftlichkeit und Leseinteresse im Mittelalter und in der frühen Neuzeit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2021

    Inge Pohl: Vornamen als Indikatoren gesellschaftlicher Entwicklungen. Nachgewiesen an einer Ahnenlinie vom 17. Jahrhundert bis 2018, Berlin: Peter Lang 2019 (Sprache - System und Tätigkeit 72), 240 S.

    Daniela Pelka
    …Aspekt bei den Überlegungen bezüglich ihrer Identität dar. Besonders in den letzten Jahren mündete das Interesse vieler Menschen an der Herkunft der… …Analysen genutzt werden können, deren Ergebnisse weit über das Interesse der Angehörigen einer Familie hinausgehen. Das der Autorin zur Verfügung gestellte… …Quellenmaterial – eine bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Ahnentafel ihrer Vorfahren, die von der professionellen Ahnenforscherin Gisela Werner- Wittke in… …jahrzehntelanger, zeit- und kostenintensiver Arbeit erstellt wurde – nutzt sie nämlich als Basis einer linguistischen Studie, in der sie den Stellenwert der… …„Vornamen als Indikatoren gesellschaftlicher Entwicklungen“ untersucht und mit der sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Verhältnisses zwischen… …Sprache und Gesellschaft leistet. Die Monographie besteht aus sechs Kapiteln: „1. Gegenstand, Ziele und Methoden der Untersuchung“ (S. 15–33), „2… …. Determinationsgefüge der Untersuchung“ (S. 35–90), „3. Diachrone Analyse der Vornamen bei vier verschiedenen Familien innerhalb einer Ahnenlinie“ (S. 91–180), „4… …. Synchron-diachrone Analyse des Vornamen-Pools in der I. und in der II. Zeitspanne“ (S. 181–198), „5. Zum Problem des Sprachkontakts am Beispiel von anthroponymischen… …151 Buchbesprechungen Kosenamen und Haustiernamen in der II. Zeitspanne“ (S. 199–211) und „6. Ergebnisse der Untersuchung“ (S. 213–224). Ein „Dank“ (S… …. 11 f.) und eine Liste der in der Monographie verwendeten „Kurzformen und Zeichen“ (S. 13 f.) am Anfang sowie ein Literaturverzeichnis (S. 225–233) und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Vaterlosigkeit. Literarische Bewältigungsstrategien eines Grundproblems feudaler Gesellschaftsordnung

    Timo Reuvekamp-Felber
    …VATERLOSIGKEIT. Literarische Bewältigungsstrategien eines Grundproblems feudaler Gesellschaftsordnung von Timo Reuvekamp-Felber, Kiel Abstract In der… …, Herrschaftsnachfolge und Erbregelung erstrecken. Diese strukturellen Probleme im historischen Vater-Sohn-Verhältnis finden überraschenderweise keinen Niederschlag in der… …deutschsprachigen Literatur des Mittelalters. Insgesamt orientiert sich die Darstellung der Vater-Sohn-Beziehung hier an literarischen Traditionen und… …Eigengesetzlichkeiten sowie text- und gattungsbasierten Erzählmustern. Auffällig ist in den großepischen Texten die häufige Vaterlosigkeit der Protagonisten. Diese… …erklärt sich aus dem ideologischen Programm einer Leistungskultur adliger Eliten, das sich nur in der Absenz der Vaterfigur narrativ verwirklichen lässt. In… …volkssprachigen Erzähltexten ist als historisch-anthropologisches Untersuchungsfeld in zahlreichen Forschungsbeiträgen der Literaturwissenschaft intensiv… …abgeschritten und vermessen worden. 1 Nichtsdestotrotz scheinen mir einige blinde Flecken – zumal der Zusammenhang der historischen Vater-Sohn-Beziehung und ihrer… …funktionalen literarischen Figurierung – noch ausgeleuchtet werden zu müssen. 2 Dies soll im Folgenden in drei Schritten 1 Aus der Perspektive der… …der volkssprachigen Literatur des Mittelalters, Tübingen 1999, und Christian Kiening: Unheilige Familien. Sinnmuster mittelalterlichen Erzählens… …, Würzburg 2009. 2 Einen konzisen Einblick in das Forschungsfeld vermittelt der Sammelband: Das Abenteuer der Genealogie: Vater-Sohn-Beziehungen im Mittelalter…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Zur Entstehung von Verben über imperativische Formen

    Ingrid Hove
    …, obwohl sie nicht Verben sind, eine verbale Pluralendung aufweisen, welche in der direkten Anrede einer Spezifizierung der Adressaten dient. Diese Formen… …werden hier als imperativische Formen bezeichnet. In einigen Fällen sind auf der Basis imperativischer Formen Verben mit einem vollständigen Paradigma… …öffnen, es stinkt hier drin.‘ We ds Gguweer toffes isch, nümt er de Zedu usa. 2 ‚Wenn der Umschlag geöffnet ist, nimmt er den Zettel heraus.‘ Da stimme der… …dagegen in kursiver Schrift geschrieben. 2 Beide Zitate Christian Schmutz, Mitteilung vom 4. 4. 00. 3 Schenker-Brechbühl, S. 60. – Beleg aus der Sammlung… …von Prof. Dr. R. Ris. 4 Marti, S. 369. – Beleg aus der Sammlung von Prof. Dr. R. Ris. 5 Washington Post, June 14, 1999, C1. 90 Zur Entstehung von Verben… …now our gay apparel 6 ‚Lasst uns unsere festlichen Kleider anziehen‘ Diese Verben heben sich schon dadurch von der großen Masse der deutschen Verben ab… …TUUFFE ist tuuff, das aus tue uuf ‚tu auf‘ verkürzt wurde. Die Basen der englischen Verben DOFF, DON, DOUT und DUP sind verkürzte Formen, die je aus dem… …Verb DO ‚tun‘ und OFF ‚ab‘, ON ‚an‘, OUT ‚aus‘ bzw. UP ‚auf‘ bestehen. Die atypische Wortart der Basen allein ist allerdings noch kein Grund, diese… …einer synchronen Betrachtungsweise sind die beiden Verben GÄLLE ‚zustimmen‘ und TUUFFE ‚öffnen‘ auf der formalen Ebene nicht von schweizerdeutschen Verben… …wie MIAUE ‚miauen‘ oder HEIE ‚hei rufen, Freudenrufe ausstoßen‘ zu unterscheiden. Hingegen besteht ein Unterschied auf der semantischen Ebene, der von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Cyril Edwards, The Beginnings of German Literature. Comparative and Interdisciplinary Approaches to Old High German, Camden House, Rochester, New York, Woodbridge, Suffolk 2002 (Studies in German Literature, Linguistics and Culture), XVIII und 197 Seiten

    Dieter Kartschoke
    …Titel hat der Verfasser sieben Einzelstudien zur ahd. Literatur versammelt, die z.T. schon publiziert oder auf Kongressen zur Diskussion gestellt worden… …sind. Eine knappe Einleitung („The Recording and Survival of the Earliest German Texts“) skizziert die Überlieferung der deutschen Literatur im 9. und 10… …. Jahrhundert und prätendiert damit die Einheit des vorliegenden Buchs. Das Gemeinsame der behandelten Texte („Wessobrunner Gebet“, „Hildebrandslied“, „Muspilli“… …entspricht das methodische Interesse an paläographischen und kodikologischen Fragen, dem der Verfasser Geltung zu verschaffen versucht „by a fresh look at the… …leitmotif“ (S. XIII). Allerdings stehen derartige Überlegungen nicht im Vordergrund der Darstellung. Es überwiegen Forschungsreferat und Forschungsdiskussion… …, denen breiter Raum gewährt wird. Den einzelnen Kapiteln sind jeweils eine oder mehrere Abbildungen der in den Blick genommenen Handschriften vorangestellt… …version“ („The Beginnings of the German Lyric“, zuerst 2000 u. d. T. „winileodos? Zu Nonnen, Zensur und den Spuren der althochdeutschen Liebeslyrik“)… …‚Hildebrandslied‘ and the ‚Muspilli‘ under Acid“ skizziert der Verfasser die Geschichte der Behandlung von Handschriften mit Reagenzien, um unleserlich gewordene… …wird. Im Falle der schwer geschädigten „Muspilli“-Handschrift ergaben Autopsie und der Einsatz von ultraviolettem Licht keine neuen Erkenntnisse. Die… …von anderen Beschädigungen des Pergaments zu unterscheiden. Deshalb liefert der Verfasser eine Liste der chemisch verursachten „blotches“. Im Übrigen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    "Todesfuge" - "Todesorgel": Zu Paul Celan und Robert Schindel

    Martin A. Hainz
    …insgesamt) wurde Anerkennung unter der Prämisse zuteil, er bediene sich der Sprache affirmativ, weshalb an dem Text, dessen Trauer polemische Züge hat, der… …„hohe Ton“ gelobt wurde, Celans Kritik an der totalen Kultur und ihrer Konzeption von Meisterschaft jedoch ungehört blieb. Robert Schindels Werk versucht… …Robert Schindel is tempting among other concerns to revive the poetry of Celan. Wenn ich eine Melodie pfeife […] und in der Mitte unterbrochen werde, und… …erkannt worden zu sein. Seine Mutter erklärt ihm, das Judentum sei eine Religion: „Wir aber sind ohne Bekenntnis, daher keine Juden.“ 2 Der Junge ist somit… …, Frankfurt/Main 1991, S. 69. 2 Robert Schindel: Gott schütz uns vor den guten Menschen. Jüdisches Gedächtnis – Auskunftsbüro der Angst, Frankfurt/Main 1995, S. 12… …lachen.“ 3 In der Tat ist die Identifikation irrig; die Pointe ist, dass der Jude stets gemacht wird. Sogar dort, wo das Indiz – die krumme Nase – sozusagen… …richtig erkannt worden zu sein scheint, ist das so, denn die Geschichte gab der Nase ihre Form: „Gerty, also meine Mutter, […] wurde mit mir gefoltert. Man… …schlug meinen Kopf gegen den Schreibtisch des Verhörenden, ich war damals fünf Monate alt, brach mir die Nase, deshalb noch heute der Knick an der Wurzel.“… …verwandt zu betrachten, ohne auf die Objektivierung dieser Erfahrungen einzugehen, sei doch auf Ähnlichkeiten der Lebensläufe hingewiesen, gehören Celan und… …Kleinbürgertum geboren. Hochproblematisch ist alsbald sein Verhältnis vor allem zum Vater, der „eine streng orthodoxe Erziehung erhalten [hatte]“ 5 – Celans Abkehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2019

    Juliane Vogel: Aus dem Grund. Auftrittsprotokolle zwischen Racine und Nietzsche, Paderborn: Wilhelm Fink 2018.

    Hendrik Blumentrath
    …dezidiert einen Blickwinkel ein, der jenseits einer von Aristoteles geerbten Perspektive auf das Theater liegt. Dass dessen Poetik nämlich die Konzeption des… …nicht nur Poetik und Praxis des Theaters, sondern auch die Perspektiven der Forschung maßgeblich gelenkt. Ein solcher Fokus ist in vielerlei Hinsicht… …Entwicklungen der Handlung konstitutiv vorausliegt (vgl. S. 11, S. 23). Und so hat der Auftritt, auch wenn er immer wieder mal Erwähnung gefunden und Anlass zu… …randständiges Dasein in der Forschung gefristet. 2014 hat Vogel bereits verschiedene Perspektiven in dem gemeinsam mit Christopher Wild herausgegebenen Band… …„Auftreten. Wege auf die Bühne“ 1 versammelt; mit der vorliegenden Monographie ist nun erstmals eine ausführliche Studie erschienen, die die Frage des… …selbst der Regulation von Sichtbarkeit unterworfen ist; die einen Tritt oder Schritt und damit Bewegung und „Raumnahme“ (S. 15) erfordert und die als… …Beginn an in einem ebenso engen wie intrikaten Verhältnis zum Akt des Erscheinens auf der Bühne: Es ist der Auftritt, der als „Hybris des Schritts“ (S. 22)… …den Anfang der Katastrophe stellt. Dass Auftritte dabei stets in ihrer Einbindung in die jeweiligen Skripte zu analysieren sind, die die Neuankunft zu… …formalisieren und zu organisieren suchen, zeigt bereits der Begriff der „Auftrittsprotokolle“ an, den die Monographie im Titel trägt. Neben Gattungsnormen wendet… …sich Vogels Studie daher einer Vielzahl religiöser, politischer und gesellschaftlicher Protokolle zu, auf die der Bühnenverkehr in unterschiedlicher…
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