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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Teilhabe

    Bedeutsamkeit und Realismus bei Barthes und Brinkmann
    Patrick Hohlweck
    …Abstract: TEILHABE Bedeutsamkeit und Realismus bei Barthes und Brinkmann von Patrick H o h l w e c k , Berlin Der Beitrag entwickelt eine Theorie der… …Bedeutsamkeit nach Roland Barthes, für die seine frühe Theorie des Mythos sowie seine unterschiedlichen Einlassungen zur Möglichkeit der Darstellung des Realen… …herangezogen werden. Anschließend werden unterschiedliche Dimensionen einer Kritik der Bedeutsamkeit anhand von Rolf Dieter Brinkmanns transmedialer Poetik des… …. Seit 1954 schrieb Roland Barthes für einige Jahre eine monatliche Kolumne in der Zeitschrift „Les Lettres Nouvelles“. Der Name der Kolumne ist berühmt –… …Kolumne mit der Buchveröffentlichung jedoch nicht ein. Im März 1959 erschien in der Reihe ein Text, in dem Barthes Claude Chabrols Debütfilm „Le beau Serge“… …könne den Film von seiner misslungenen und reaktionären Erzählung trennen. Wo sich das Melodrama der Handlung gleichsam als Unfall ereigne, weise der Film… …(außer wenn sie ausdrücklich der Erzählung dienen, der Schnee ist beispielsweise falsch): die Felder, das Dorf, das (Fortsetzung der Fußnote auf Seite 214)… …213 Patrick Hohlweck In ebendiesem „micro-réalisme“ der Oberfläche habe der Film „quelque ­chose de flaubertien“, mit dem entscheidenden Unterschied… …, dass Flaubert niemals eine Handlung geschrieben habe. Dieser sei sich nämlich darüber im Klaren gewesen, dass der Wert seines Realismus in der… …Anerkennung der Bedeutungslosigkeit der Welt gelegen habe. Barthes erkennt zwei Dimensionen des Films, die der Titel der Kolumne, „Cinéma droite et gauche“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Die widerständige Apostrophe: Göttliche Autorschaft in Rilkes "Sonetten an Orpheus"

    Mark-Georg Dehrmann
    …Sonette an Orpheus sind durch ein Paradox geprägt. Einerseits verlässt ihre Sprache die Funktion der Referenz, ihr Dichten vollzieht sich als ein… …Sprachhandeln, das allein geeignet sei, das Leid des menschlichen Daseins zu heilen. Andererseits legitimiert das Ich der Gedichte diese Macht seiner… …dichterischen Sprache durch den Bezug auf ein Äußeres, den Gott Orpheus, und die von ihm empfangene Inspiration. Diesem Paradox geht der Aufsatz vor allem in… …Deutungen der Sonette I 3 und I 26 nach. A paradox lies at the centre of Rilke’s Sonnets to Orpheus. Their language rejects its referential function in favour… …Rilkes fünfundfünfzig „Sonetten“ kündet eingangs vom Gesang des Orpheus. Es tut dies, indem es selbst Orpheus und seinen Gesang sprachlich von der… …Vergangenheit des „stieg“ in die Präsenz führt: Er „singt“. Orpheus ist gegenwärtig im Moment der Lektüre. Der anschließende Halbvers weist diese Gegenwart… …lautliche, hörbare. Der Baum, das scheinbar identifizierbare Objekt einer äußeren, primär sichtbaren Welt, ist ein Baum im und für das Ohr. Die Versetzung ins… …aus der Sprache, die er ist und die ihn umgibt: aus dem Sprechen des Gedichts. Die ersten beiden Verse, mit denen der Zyklus eröffnet, führen ein… …orphisches Sprechen vor, das offenbar mit einer Befreiung der Dinge in die Sprachlichkeit zu tun hat, mit ihrer Transformation in diejenige Präsenz, die sich… …„Sonette“, bereits der Titel sagt es, an den mythischen Ursänger, von dem sie künden. Sie sprechen Orpheus – wie es beispielsweise im zweiten Sonett heißt –…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Robert Stockhammer: 1967. Pop, Grammatologie und Politik, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Robert Zwarg
    …in seinem Fortgang die Behauptung, mit der es beginnt: „Zu 68 gibt es nichts mehr zu sagen“ (S. 7). Was Stockhammer nicht wiederholen möchte, ist eine… …der vielen Geschichten der Ereignisse um 1968, in denen die Studentenbewegung entlang bekannter und etablierter Topoi erzählt wird. Weder die sogenannte… …gesamtgesellschaftlich präsenten Nationalsozialismus oder das ambivalente Verhältnis zu den Vertretern der Kritischen Theorie sollen erneut rekapituliert und dann als… …bei Stockhammer jenes im Text kursiv gesetzte 68, ein Paradigma gleichsam, das sich von der Jahreszahl 1968 abgesetzt und verallgemeinert hat. Im… …Verlauf der Fixierung und Tradierung jenes 68, so Stockhammers These, sei eine Dimension des Politischen verschüttet worden, die es nun wieder freizulegen… …gelte und die unter der wiederum kursiv gesetzten Jahreszahl 67 firmiert. Allerdings tritt dieses 67 nicht einfach zu 68 hinzu, sondern es wird der Ort… …, von dem aus sich 68 und was der Autor damit verbindet, kritisieren lässt. „Denn erst im Zeichen von 67 9 Vgl. Sprachschatz [Anm. 3], Sp. 1642 f. s. v… …. ‚Rür / rüren / gerüret‘, hier Sp. 1641, wo der entsprechende Beispielsatz „Die Predigt rüret einem das Herz“ lateinisch mit weitaus heftigeren… …identifiziert wird“ (S. 9). In der Entfaltung dieser „Infragestellung“ auf knapp 200 Seiten, also der beständigen, mal implizit mal explizit erfolgenden… …Kontrastierung von 67 mit 68 widerlegt Stockhammer die griffige These seines Anfangs. Der Autor hat sich entschieden, das Buch nicht als lineares Narrativ oder in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2010

    Vermöbelt. Bewegliches und Unbewegliches bei Thomas Bernhard

    Elke Siegel
    …VERMÖBELT Bewegliches und Unbewegliches bei Thomas Bernhard von Elke S i e g e l , New York Roithamer, der niemals über Wohnungen über das… …Bernhard, „Kalkwerk“ Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg Blumfeld Abstract: Der Aufsatz widmet sich den Zimmern, Möbeln und Einrichtungen bei Thomas… …Bernhard, vor allem in dem Roman „Korrektur“, der anhand der Höller’schen Dachkammer das Beispiel des idealen Denkplatzes durchspielt. Denn während Denken… …bei Bernhard immer ‚Gedankengang‘, mit Gehen verbunden ist und im Moment der Arretierung und Niederschrift mit dem Material des Schreibens kollidiert… …, scheint diese Dachkammer dem unauflöslichen Konflikt zwischen Idee und Gegenständen, Denken und Mobiliar einen Ausweg zu bieten. Der Erzähler folgt dem… …toten Roithamer in die Kammer, was aber bleibt, ist die Melancholie und Trauer der Möbel. This essay investigates the rooms, furniture, and interiors in… …Rechtsquellen des 15. und 16. Jahrhunderts, in Form des aus dem Altfranzösisch entlehnten maskulinen Nomens „mubel, mübel, möbel“ mit der Bedeutung von „fahrende… …habe“. Die Beispiele für die Verwendung dieses Substantivs beziehen sich zumeist auf rechtliche Fragen der Erbschaft und der Aufteilung derselben. Die… …dem Französischen als Modewort entlehnt worden und trage seitdem „den noch heute geltenden sinn des hausrats, der ein zimmer wohnlich macht oder es… …verschönt“. 1 Möbel sind also beweglicher Besitz, sie sind nicht selten Erbstücke und sie haben eine Funktion in der ‚wohnlichen‘ 623 Elke Siegel Einrichtung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2019

    Tagungsbericht: "Prägnantes Erzählen. Tagung zur Kleinepik in Mittelalter und früher Neuzeit." Darmstadt, 4.- 6.10.2018

    Lion Breisch, Laura Stortz
    …Silvan Wagner (Bayreuth) organisierte und von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderte Tagung nahm vormoderne Kleinepik als prägnantes Erzählen perspektiven-… …gleichzeitig die Initiatoren der im Kontext dieser Tagung gegründeten Gesellschaft ‚BREVITAS‘, die dem kultur- und literarhistorischen Stellenwert der… …vormodernen Kleinepik entschieden größere Aufmerksamkeit verschaffen will. Mit Blick auf den Prägnanzbegriff hatte sich die Tagung zum Ziel gesetzt, anhand der… …Analyse prägnanzverdächtiger Phänomene der Kleinepik die Aufschlusskraft des gewählten Leitbegriffs zu sondieren, um ihn gerade im Durchgang durch… …vielfältige Anwendungskontexte möglichst auch zu schärfen. Zugleich sollten die entsprechenden Phänomene der Kleinepik in ihrem Mehrwert für die Interpretation… …aufgefächert werden. Angesichts der oft beobachtbaren Spannung von formaler Kürze und inhaltlicher Fülle schien den Organisatoren – so Friedrich Michael Dimpel… …Strukturbegriff vor. Dieser bezeichne das Maß, in dem sich Textstrukturen der differentiellen Ordnung von Diskursen annäherten. Waltenberger definierte zunächst… …Handlungskonstellationen, kontrastive Typisierungen der Figuren etc.). Diese Formphänomene seien unter dem Aspekt der Zeitlichkeit des Erzählten gesehen bedeutungsschwanger… …Anmerkungen“: Der prägnante 457 Tagungsberichte Text ‚entbinde‘ in der Pointe einen impliziten Sinnzusammenhang, der erkenntnisträchtige Korrespondenzen zur… …Pointe ebenfalls ein Zeitphänomen, das in der Rückschau die Prägnanz des Textes potentiell steigern und vereindeutigen, aber auch durch die Auferlegung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Hans Wellmann: Deutsche Grammatik. Laut. Wort. Satz. Text.

    Norbert Richard Wolf
    …betont Hans Wellmann, dass er das ‚Wort‘ für die zentrale sprachliche Einheit halte. Schon am Anfang der „Einleitung“ heißt es: Die Grammatik „basiert auf… …dem Wortschatz der Standardsprache von heute“ (S. 15). Etwas später lesen wird dann: „Die Grammatik unserer Sprache wird tatsächlich weit mehr, als… …Theoretiker der Syntax mit Harris (1951), Chomsky (1957) u.a. annehmen, durch die Grammatik der Wörter gesteuert und durch ihre Semantik, d.h. die semantisch… …seine Elemente und Komplemente“ (S. 19) und das zweite mit „Funktionsklassen der Wortarten“ (S. 63) überschrieben ist. Auf S. 60 finden wir dann unter der… …Informationen das Wörterbuch enthält. ad 2: Der erste Satz der „Einleitung“ lautet „Diese Grammatik ist für das Studium der deutschen Sprache gedacht“, worauf der… …Hinweis folgt: „Lehrerfahrungen aus der Vorbereitung auf das zentrale Examen in Bayern und aus der 454 Buchbesprechungen Lehre im Ausland fließen ein und… …bestimmen den Rahmen, die Schwerpunkte und Art der Darstellung mit.“ (S. 15) In der Tat, wir haben eine besondere Grammatik vor uns: Das ganze Buch ist leicht… …kommen nur sehr selten vor. So fällt im Kapitel „Funktionsklassen der Wortarten“ (S. 63) die Klasse „Adnomen“ auf, die in Anlehnung an ‚Adverbien‘ geprägt… …‚echten‘ Texten und nicht selbstkonstruierten Beispielen vermittelt. Wellmann scheint die Grice’schen Maximen der Modalität und der Quantität geradezu… …. Diphthonge und Affrikaten werden ohne Diskussion monophonematisch gewertet, Phonotaktik als Syntax der Phoneme wird nicht behandelt. Bei den Graphemen werden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Die jiddischen Glossen des 14.-16. Jahrhunderts zum Buch "Hiob" in Handschriftenabdruck und Transkription, hg. v. Walter Röll unter Mitarbeit v. Gabriele Brünnel u. a., Max Niemeyer, Tübingen 2002 (TTG 52), XII und 1216 Seiten, 11 Abb.

    Gernot Heide
    …deswegen an, weil einerseits die Anzahl der Glossare groß und die Zahl der Glossen mit über 15700 Belegen umfangreich und somit aussage- 466… …beschrieben, sprachgeographisch in Analogie zum Deutschen bestimmt und die unterschiedlichen Formen der einzelnen Glossare charakterisiert. Neben zweispaltig… …. Beim Vergleich der Glossare miteinander fallen nicht nur die häufigen Übereinstimmungen der biblischen Lemmata und hebräischen Erläuterungen, sondern… …auch der Umfang und die jiddische Wortglossierung auf; deshalb müssen Interdependenzen zwischen einzelnen Glossaren oder Glossar-Gruppen bestehen. So… …zurückgehen, in der die Bibellemmata und Erläuterungen mit biblischen Parallelstellen sowie Wort-Kommentaren, bisweilen grammatikalischen Hinweisen vorkommen… …. Aufgrund verschiedener Traditionen ergeben sich bei der Bestimmung der Schreibsprache grundlegende Probleme. Bei den punktierten Hss. wird zwischen zwei… …Schreibertypen unterschieden, nämlich einem einzelnen Glossenschreiber, der gleichfalls die Punktierung vorgenommen hat, sowie einem Schreiber und einem… …gesonderten Punktator, der die Glossen nachträglich vokalisiert hat. Weiterhin muss damit gerechnet werden, dass graphemsprachliche Merkmale einer schriftlichen… …einzelnen Glossen erklären. Bei der Schreibsprache will Röll zwar nur summarische Angaben machen, aber es werden die Eigenheiten der Verschriftung oder des… …Drucks, die Punktierung, die Vokale der Tonsilben, die Nebensilbenvokale, die Konsonanten, die Nominal- und Verbalflexion analysiert sowie der Wortschatz…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    "Das neue Deutsch" - Eine vergessene Reimrede aus dem Liedersaal-Codex

    Eine vergessene Reimrede aus dem Liedersaal-Codex
    Eberhard Nellmann
    …„DAS NEUE DEUTSCH“. EINE VERGESSENE REIMREDE AUS DEM LIEDERSAAL-CODEX Abstract: von Eberhard N e l l m a n n , Bochum Der weitgehend unbekannte Text… …Handschriftenabdruck Laßbergs, ein Kommentar erläutert die oft originellen und ansonsten nicht belegten Redewendungen. Möglicherweise stammt manches davon aus der… …gesprochenen Sprache der Zeit um 1400. This largely unknown text reports in detail on peculiarities in vocabulary and phraseology in late medieval German. A new… …is possible that some of the material comes from the spoken language of the period around 1400. I. Der hier vorzustellende Text ist seit langem… …still geworden. Keine der vielen älteren und neueren Sprach- und Wortgeschichten weist auf den sprachkritischen Text hin, obwohl doch sein Titel „Neu… …Teutsch“ (der von Laßberg stammt) auffallend genug sein musste. Das verdienstvolle Verfasserlexikon hat die Reimrede auch in der zweiten Auflage schlichtweg… …übersehen; erst der Nachtragsband wird das Versäumnis wieder gut machen. Die einzige bisherige Erwähnung findet sich, soweit ich sehe, in Ingeborg Gliers… …Sprachgebiet entstanden – ist gewiss kein Meisterwerk der Sprachkritik, verdient aber als ein Zeugnis, das zum ersten Mal detailliert über Entwicklungen in… …Edition4 ist weder diplomatisch noch kritisch und enthält zudem eine Reihe von Fehlern. Der Verzicht auf jegliche Interpunktion erschwert das Verständnis… …zusätzlich. Um den Text zugänglich zu machen, führe ich folgende Leseerleichterungen ein: – Auflösung der Abkürzungen. 5 Wiedergabe des Schaft-s durch rundes s…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2018

    Evamaria Freienhofer: Verkörperungen von Herrschaft. Zorn und Macht in Texten des 12. Jahrhunderts, De Gruyter, Berlin, Boston 2016 (Trends in Medieval Philology 32) (Zugl. Diss. Freie Universität Berlin).

    Jan Glück
    …der Frage nach, welche Funktionen Zorn als einer „Emotion zur Strukturierung von Gemeinschaften“ (S. 4) bei der „Konzeptualisierung von Macht und… …der Arbeit als „ein Hauptergebnis“ präsentierte These, „dass sich im 12. Jahrhundert in den deutschen Teilen des Reiches ein neues Konzept von… …. Vorangestellt ist den Textanalysen eine ausschließlich „der heuristischen Analyse“ (S. 17) dienende Darstellung antiker Konzeptualisierungen von Zorn (Kapitel 1)… …. 474 Buchbesprechungen Die Ergebnisse der Textanalysen sind jeweils für sich genommen interessant und an vielen Stellen einleuchtend. Bereits im… …„Rolandslied“ des Pfaffen Konrad, das sie durchgängig vor der Folie der französischen „Chanson de Roland“ interpretiert, sieht Freienhofer eine konzeptionelle… …Verbindung von Zorn, Macht und Herrschaft angelegt, die eine idealisierende Konstruktion des rîche befördere. So führe etwa der in spezifischen Gesten codierte… …Zorn Karls beim Prozess gegen Genelun zu einer „Restituierung des rîche“ (S. 110). In Verbund mit der Analyse des „Policraticus“ wird der Gedanke gefasst… …des politischen Körpers“ dienen könnten (S. 197). Der Verfasserin gelingt so nicht nur eine ertragreiche Deutung des „Rolandslieds“, sondern sie… …des Herrschers und der Konstruktion des imperium angelegt: Während die Emotion im ersten Buch, das die Taten von Friedrichs Vorgängern präsentiert… …der Bücher drei und vier, bemühe sich demgegenüber, die Emotion aus seinen Darstellungen des Herrschers auszuklammern, müsse aber anerkennen, dass sie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Auch in eigener Sache - Ansichten auf Carl Zuckmayers Geheimreport

    Ansichten auf Carl Zuckmayers Geheimreport
    Georg Guntermann
    …den amerikanischen Geheimdienst verfasste und die nun endlich veröffentlicht worden sind, gelingt ihm, was als Vorzug der kritischen Gattung gelten mag… …: ein unverwechselbarer, im positiven Sinne bedenkenloser Einzelzugriff, der ungehemmt durch die Zumutung eines Werkganzen den jeweils Porträtierten bis… …ins Mark hinein packt und zu ergreifen sucht – und damit der eigenen Schöpfungsfähigkeit und Gestaltungsmacht das schönste Zeugnis ausstellt. Das gilt… …insbesondere für so viele Ganzkörperaufnahmen in der von ihm so genannten Gruppe Drei, der „Unentschiedenen“. Wie er vorurteilsfrei Ernst Jüngers geistgesteuerte… …Sicht auf Geschichte anerkennt, die ihn jenseits aller Nazi- Ideologie placiere und ihn als einen der wichtigsten und gleichzeitig isoliertesten Autoren… …kreative Impotenz („Zeugungsunlust“), ausstellt; oder die prognostische Tiefe, mit der er mutmaßt, Gottfried Benn werde „heute in einem Zustand der… …dieser Porträtgalerie in ihrem letzten Jahresband eine ausführliche Nachbereitung eingeräumt. Die Mehrzahl der 15 Untersuchungen attestiert nicht allein… …die Hellsichtigkeit der Analysen, sondern auch ihren ästhetischen Wert, der „reizvolle literarische Miniaturen“ (127, G. Scholdt) mit eigenem… …Unterhaltungswert habe entstehen lassen. Das zutiefst Ungeizige des Stilisten Zuckmayer, der sich veräußert in wertenden Zuschreibungen, die er den Objekten seiner… …, der seine auch in späten Jahren noch wache, uneigennützige Zeitgenossenschaft belegt. Einige Nachempfindungen Zuckmayerschen Denkens fallen bisweilen…
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