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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2021

    Sultansbrief und Fastnachtspiel

    Christiane Ackermann
    …Abstract: SULTANSBRIEF UND FASTNACHTSPIEL – Plädoyer für eine intermediale Lesart des frühen Dramas von Christiane A c k e r m a n n , Mannheim Der… …der Botenkommunikation, die im dramatischen Rahmen eine neue performative Wirksamkeit erhalten und an denen sich bereits die zentralen Aspekte des… …Eine Neuedition des Spiels ist im Rahmen des Projektes „Neuedition und Kommentierung der vorreformatorischen Nürnberger Fastnachtspiele“ in Vorbereitung… …, in dem die Arbeit an der Handschrift beendet wurde. 68 Sultansbrief und Fastnachtspiel Mit dieser Inszenierung aber stellt K 39 eine wichtige… …durch eine militärische Übermacht erfuhr. Mit den Turcica bildete sich in Europa – beschleunigt durch die technische Innovation des Buchdrucks – „zum… …. Jahrhunderts, 2 Bde, Bukarest, Berlin, Baden-Baden 1961 u. 1968; Karoline Döring: Türkenkrieg und Medienwandel im 15. Jahrhundert, Husum 2013, S. 213–451), eine… …Osmanen und ‚Türken‘ in den historischen Quellen irritiert aus heutiger Perspektive. Almut Höfert bietet eine Darstellung der Problematik (vgl. dies.: Den… …systematische Berücksichtigung der Verbindung von Brieffiktionen und Botenfigur erlaubt eine neue Perspektive auf K 39; ihr Zusammenspiel im Dispositiv der… …Wahrnehmung wird hier herangezogen, um exemplarisch eine intermediale Lesart des frühen Dramas zu verdeutlichen. Diese Lesart verfolgt einerseits ein… …eine solche Einschätzung unter Verweis auf die Spezifika des vorreformatorischen Fastnachtspiels relativiert, dies auch unter Berücksichtigung des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Lore Knapp (Hg.): Literarische Netzwerke im 18. Jahrhundert. Mit den Übersetzungen zweier Aufsätze von Latour und Sapiro, Bielefeld: Aisthesis 2019.

    Szilvia Gellai
    …, medialen und praxeologischen Aspekten. Der Schwerpunkt des Bandes liegt klar auf der Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Eine sinnvolle Wahl ist der von Eike… …Schlüsselmomente der ANT, nämlich die Interdependenz der ontologischen, semiotischen und methodischen Dimension, prägnant dargestellt wird. Die Entscheidung für eine… …Texten orientierten Semiotik entwickelt die ANT dann eine „Dingsemiotik“ (S. 57). Dabei hält sie weiterhin an der zentralen Prämisse der linguistic turn… …Hinführung, in der die Begrifflichkeiten der ANT eine konzise genealogische Kontextualisierung erfahren, – nicht nur für die Forschung, sondern auch für die… …, so das Kernargument dieses Dialogs, eine negative Methode zu sein, da sie nichts über die Gestalt der Handlungszusammenhänge der sozialen Welt aussage… …oder voraussetze. Anwenden lässt sie sich Latour zufolge tatsächlich auf nichts. Eine große Stärke des Sammelbandes von Knapp liegt in den Fallstudien… …ästhetisch-literarischer Artefakte“ (ebd.) im Sinne der ANT neu, lautet die maßgebliche Frage, wie Walter Erhart formuliert, „nicht mehr, was ein Kunstwerk oder eine Fiktion… …Christian Wolf vorgestellt, und zwar als eine Weiterentwicklung von Bourdieus feldtheoretischen Überlegungen zu den agonalen Strukturen und… …Fokussierung von sich verändernden Konkurrenzbeziehungen spielen die virtuellen Verbindungen zwischen den Akteuren eine entscheidende Rolle, weshalb Feldtheorie… …auch nicht auf Interaktionen reduzibel ist. Daher zieht Sapiro die SNA nicht als Theorie, sondern lediglich als eine Methode in Betracht, die man nach…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Stephanie Gleißner, Mirela Husi?, Nicola Kaminski, Volker Mergenthaler: Optische Auftritte. Marktszenen in der medialen Konkurrenz von Journal-, Almanachs- und Bücherliteratur, Hannover: Wehrhahn 2019 (= Journalliteratur 2).

    Christopher Busch
    …literarischen Markt“ (S. 49) zu lesen seien. Dieser von Nachund Raubdruckern bevölkerte Markt nämlich mache u.a. eine „Distinktion durch das optische… …Erscheinungsbild“ (S. 42) nötig, die durch den Rekurs aufs ‚Costum‘ (so eine um 1800 häufiger anzutreffende Beschreibung der visuellen Parameter von Drucksachen) den… …des Floralen an exuberante Ausstattungselemente knüpfen, welche die Blumenmotivik aufnehmen. Dergestalt lassen sie sich ein in eine… …, übers. v. Christian Döring, in: Eine Neue Geschichte der deutschen Literatur, hg. v. dems. u.a., Berlin 2007, S. 15–24, hier: S. 21. 323 Buchbesprechungen… …Serialisierungspraktiken der Journalliteratur anhand eines Rekurses auf die Rahmenhandlung der „Erzählungen aus 1001 Nacht“. Analog verfolgt Gleißners Beitrag eine 1816/17… …ausspielende Fortsetzungsgeschichte, die, ohnehin schon geprägt durch eine forcierte Cliffhanger-Poetik, noch einmal von aus dem Englischen übersetzten… …„romantische Vereinigung der Künste“ im Blick (S. 115). So stehen in der „Aglaja“ etwa eine Reihe künstler- bzw. handwerkerbiographischer Erzählungen Seit’ an… …Leipzig erscheint. Sieht sich der Protagonist der Erzählung aufgrund von Überschuldung dazu genötigt mit Caxtons Druck der „Canterbury Tales“ eine wertvolle… …niederschlägt. Der Re-Launch dieses Taschenbuchs wider Willen führt dabei eine Verschachtelung der Zeitordnungen vor Augen, da die thematisch innovativen Texte im… …Ordnung zu binden“: Die solcherart auch materiell zum Werk amalgamierten „Feldblumen“ setzen mithin eine „poietisch[e]“ Rezeptionshaltung immer schon voraus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2021

    Idiome im Wandel

    Hans Jürgen Heringer
    …of distributive semantics. Dies ist eine Art methodisches Gedankenexperiment für eine empirische Linguistik. Das Topik wäre im weiten Sinn: formelhafte… …Zugänglichkeit, sondern auch mögliche Methoden, ihre definitorische Präzision und eine mögliche Entsubjektivierung. Das letztere betrifft vor allem Fragen der… …jedem Beleg eine These der Form und der Bedeutung. Am Schluss vielleicht noch mal mit neuem Blick von vorne: – Darum verlier’ nicht Zeit zu fragen, was… …mancherlei verzichten (und letztlich doch viel wissen?). Wie weit wir das aber schaffen, bleibt eine bohrende Frage. 456 Idiome im Wandel einiger Kühnheit –… …denn die Poesie hatt’ ihn sehr gleich und frei gemacht – in Neupeters Park hinabspazierte, wo er Floren, mit Früchten wie eine Pomona beschwert, in den… …gehetzten Eber im Bergwalde verfolgt, indem er immer jeden Aeußersten, der ihm in den Wurf kam, niederstreckte. (Schwab 1839, 158) Sicherlich haben Sie eine… …sie regulär oder irregulär wären, bliebe eine andere Frage. II. Meine Basis Kommen wir zu unserem Idiom mit Perlen und Säuen. Was aber ist ein Idiom… …dar. Das heißt, man tut in der Darstellung so, als gehe es in die Zukunft, als gehe es um die Entwicklung. In diesem Zusammenhang ist natürlich eine… …aussortieren – und damit schon eine Hypothese über Form und Sinn des Idioms voraussetzen. Wenn wir nun erst nach hinten schauen, den Weg zurückverfolgen, kommen… …an gleicher Stelle wohl (Kloster Fulda) – der altsächsische „Heliand“, eine dichterische Adaptation in Stabreimen: Ne sculun gi suinum teforan iuuua…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Widerfahrnis im Zeitgehöft

    Pathische Zeiterfahrung bei Paul Celan
    Iulia-Karin Patrut
    …Prozessualität und Struktur fragt. Sandro Zanetti hat mit „›zeitoffen‹. Zur Chronographie Paul Celans“ 3 eine beeindruckende Monographie vorgelegt, in der er die… …Ansätze antizipiert. I. Anfänge: Sinnliche Eigenzeit als Widerstand Schon im Frühwerk taucht eine dezidiert sinnliche Zeiterfahrung und damit die wohl… …April 1943 im Arbeitslager Tab?res¸ti entworfenen Gedicht, ist vom „Duft der Zeit“ (CGK 15) 11 die Rede, wobei das Ich eine verlorene Liebe evoziert… …2007, S. 7–31, hier: S. 25. 9 Bernhard Waldenfels: Antwortregister, Frankfurt/Main 1995. 10 Hartmut Rosa: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung… …zweifache, geradezu chiastische Figuration des Pathischen – die erlittene existenzielle und geschichtliche Zeit – prägt, so eine Hypothese dieses Aufsatzes… …, die gesamte Dichtung Celans. Sie ist eine der zentralen poetischen Figurationen, die sich vom Früh- zum Spätwerk hin wandelt, und die es hier näher zu… …Gedicht entstand 1957. Eine umfassende Übersicht der Titelimplikationen mit Blick auf den Band findet sich bei Jürgen Lehmann: Titel: „Sprachgitter“, in… …Gemeinsamkeit mit dem Du) und die Gewissheit der vollzogenen Trennung. Dem Ich widerfährt im Gedicht eine Wieder-Fahrt in die frühere Zeiterfahrung, im oben… …eines Brandes erfolgt auch hier im Gedicht neben der Erinnerung an sinnliche Zeiterfahrung eine Vergegenwärtigung menschengemachter Gewalt, die für… …‚hindurchgehen‘), die Celan auf die Sprache des Gedichts bezieht. Vgl. ebd., S. 219. 16 Eine Dimension des ‚Sprachgitters‘ könnte als die allenfalls im Modus der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Ransmayrs Medien. Kartografie, teleskopische Beobachtung und Weltbeziehungen in „Der fliegende Berg“ und „Atlas eines ängstlichen Mannes“

    Christoph Schaub
    …Auseinandersetzung mit verschiedensten nichtliterarischen und oftmals auch nicht-sprachlichen Medien einher, denen eine ähnliche welterzeugende Kraft wie der Literatur… …, der Beziehungen zwischen dem Eigenen und dem Fremden, nicht aber eine Eigenschaft von Letzterem benennt. Diese Beziehungen umfassen in Texten Ransmayrs… …‚Alteritätsorientiert‘ bezeichnet eine grundsätzliche Offenheit gegenüber, ja Ausrichtung an der Erfahrung von Alterität als konstitutivem Teil der eigenen Weltbeziehung –… …. 184. 9 Hartmut Rosa: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung, Frankfurt/Main 2016, S. 19, 33 f. 575 Christoph Schaub sowie die spezifische… …Mannes“ zugrunde. Es folgt eine Analyse der im „Fliegenden Berg“ entfalteten Kritik einer durch digitale Medien geformten Weltbeziehung. Anschließend rahmt… …eines ängstlichen Mannes“. Im Vergleich von „Der fliegende Berg“ und „Atlas eines ängstlichen Mannes“ zeigt der Aufsatz, dass Ransmayr eine Form der… …Anlehnung an Donna Haraway – als situiert bezeichnen lässt. 11 Der Begriff der Situiertheit fasst hier eine – auch selbstreflexive – körperlich, technologisch… …, kulturell usw. verortete Weltbeziehung eines Subjekts. Situiertheit impliziert ein bestimmtes, notwendig limitiertes Wissen über die Welt, das eine… …Weltbeziehung zugleich ermöglicht und begrenzt. Ein Beispiel für eine situierte und alteritätsorientierte Weltbeziehung findet sich in der Figur des erzählenden… …, und stattdessen eher solche Medien positiv kodiert, die eine selbstreflexiv-situierte und alteritätsorientierte Beziehung zur Welt ermöglichen. 10 Für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2021

    Maria, Zeit und Anschaulichkeit

    Studien zu Frauenlobs Leich- und Sangspruchdichtung
    Franziska Wenzel, Claudia Lauer
    …, die sich miteinander zu einem verbinden und dabei auch alle Dinge einschließen, nicht sehen, hören und greifen kann – eine lehrreiche Einführung in den… …Zusammenhang von Leben, Tod und dem Dazwischen, die ab dem zweiten Stollen in eine prononcierte Reflexion über die Zeit und ihr Wesen übergeht, was die Strophe… …sinnliche Wahrnehmung. Dies ist eine in gleicher Weise logisch-abstrakte wie konkretkünstlerische Herausforderung, die sich, und damit soll der Bogen… …vergehenden irdischen Zeit gegenübersteht, sowie eine mental wahrnehmbare Gegenwart, in der Vergangenes erinnerbar, Gegenwärtiges anschaubar und Zukünftiges… …Zeiten gleichzeitig integriert, weil weder eine lineare Logik noch die natürliche Relation von Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem eindeutig… …mitgemeinten Folgerelation, lässt sich wohl sagen, dass das Erleben von Gleichzeitigkeiten immer auch eine Raumerfahrung inkludiert. Anders formuliert… …, dessen Verzeitlichung erst im Auge des Betrachters und rückblickend möglich wird. II.1 Gleichzeitigkeiten und Chronotopie: eine systemtheoretische Facette… …von Einzelsequenzen“ in den Blick geholt wird, sondern eine aus der Gegenwart heraus nur wahrgenommene Ungleichzeitigkeit. Im Grunde schafft er die… …einen zur anderen Seite“ 9 Zeit vergehe, eine Zeit dann auf eine andere referiere, sind beide als Vorher-Nachher-Relation beschreibbar. Das gelingt… …allerdings nur, weil man eine differenzstiftende Grenze kalkuliert. Insofern würde gelten, dass Zeiten im Sinne Luhmanns nur als gleichzeitige auch distinkte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2021

    Erkundungen eines fremden Zustands. Demenzdarstellungen in Ulrike Draesners Erzählungen „Ichs Heimweg macht alles alleine“ (2006) und „Ichs Heimweg macht alles allein“ (2011)

    Fabian Hutmacher
    …verschließt. 2 Durch den Versuch, die In- 1 Letizia Malottke: Die Brandung im Kopf eines Anderen: Eine Untersuchung der literarischen Demenzdarstellung in… …(literarischen) Topos bilden; zweitens, da in den hier betrachteten Erzählungen der Typus der Demenzerkrankung nicht genauer spezifiziert wird, eine Differenzierung… …Nachahmung greifbar zu machen, können literarische Demenzdarstellungen denjenigen eine Stimme geben, die sonst keine Stimme haben und dazu beitragen, den… …scheinbar objektiven Röntgenblick des Mediziners oder Psychologen um eine individuellphänomenologische Perspektive zu erweitern. 3 Dennoch erschöpfen sich… …: Zeitschrift für Germanistik 22, 2012, H. 2, S. 274–289, hier: S. 275. 7 Für eine literaturwissenschaftliche Erörterung dieser Frage siehe Wendy Roy: The Word is… …„Colander“. Language loss and Narrative Voice in Fictional Canadian Alzheimer’s Narratives, in: Canadian Literature 203, 2009, S. 41–61. Für eine… …erfahrbar zu machen. Für eine solche Herangehensweise, die hier exemplarisch vorgeführt werden soll, bieten sich zwei Erzählungen Ulrike Draesners an: Die… …darüber hinaus eine „Perspektivierung durch die engsten Beziehungen“ 15 . So wird es möglich, Demenzerkrankungen als ein Phänomen erfahrbar zu machen, das… …heißt die demenzkranke Protagonistin Sarah, in der späteren Soffi; in der früheren Fassung haben sie und ihr Mann Hans eine gemeinsame Tochter namens… …Karolin, in der späteren ist Soffi Hans’ zweite Frau in einer kinderlos gebliebenen Ehe, in die Hans eine leibliche Tochter mitgebracht hat, die Marlene…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Der Frageklang des Klassischen

    Zur Bedeutung des Klassik-Problems in Walter Benjamins Stefan-George-Rezeption
    Demian Berger
    …wertvollen Hinweise und Anregungen zu großem Dank verpflichtet. 2 Vgl. Demian Berger: Theodor W. Adornos Stefan-George-Rezeption. Eine dialektische… …Mitte sie überwachsen. Jene Klassik, von der wir hier hören, ist eine späte und sehr staatsmännische Entdeckung des Kreises. […] Jede dialektische… …eine „dialektische“ und nicht bloß werkhistorische, Früh- und Spätwerk separierende Betrachtung, weil das Klassische und Romantische bei George durch… …ihrer Mitte“ wieder „überwachsen“ wird, eine klassische. In einem der letzten Briefe Benjamins an Adorno vom Mai 1940 heißt es, man könne heute kaum… …: eine ‚Rettung‘ Georges, […] so schlüssig wie es nur sein kann, so unaufdringlich, wie es sein muß, bewältigt“ (ABB 429 f.). Eine solche Rettung –… …, 279) – absolut zu trennen vermag, ihn gleichzeitig aber mit George bis zuletzt eine ästhetische Faszination verbindet. Und 3 Zur „Vernichtung der beiden… …heroisierende Betrachtung nicht leiste (vgl. WN 13.1, 277). Eine dialektische Betrachtung der George’schen Klassik wird sich prozesshaft vollziehen. Sie muss, um… …gewisse weltanschauliche, mithin (neo-)klassische Komponenten gegeben, die eine Annäherung an den Kreis möglich gemacht hätten. Das schließt ein kritisches… …Verhältnis im Einzelnen, etwa die ästhetizistische Kunstreligion betreffend, nicht aus. 6 Allerdings fällt Benjamins Beschäftigung mit George in eine relativ… …späte Zeit der frühen Phase und intensiviert sich erst nach 1914 und dem Bruch mit der Bewegung und 5 „Rettung“ ist bei Benjamin eine zentrale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Moderne Epigonen

    Die kreative Aneignung der Vergangenheit in Hugo von Hofmannsthals frühen Renaissancedramen im Kontext ihrer Zeit
    Sebastian Böhmer
    …seinem aus umfassender Traditionskenntnis und -aneignung stammendem (Früh-)Werk zumeist eine Reaktion auf die ‚Krisen‘ um 1900 – der Sprache, der Form, des… …Renaissancismus-Diskurs um 1900. Geschichte und ästhetische Praktiken einer Bezugnahme, hg. v. dens., Bielefeld 2017, S. 7–26, hier: S. 14. 5 Ebd., S. 13. Damit ist eine… …deutungsoffen und für eine wissenschaftliche Publikation unerwartet dramatisch eine „allgemeine Destabilisierung, in der das verunsicherte Ich [!] sich vergeblich… …massenpsychologisch einfühlend eine Unmöglichkeit, „das Kunstwerk“ als allumfassende gesellschaftliche Kraft zu installieren: „Es ist geradezu ein Kennzeichen der… …Böhmer schen Moderne auch eine Erfolgsgeschichte des Schreibens“ 11 sei, was er exemplarisch an Hofmannsthals sogenanntem Chandos-Brief von 1902 vorführt… …gewesen sei. Eine auf diese Weise an ihren Gegenstand anschließende Forschung droht, Hofmannsthals eigene Ansichten fortzuschreiben; sie strebt… …Mittelpunkt fehlt, es fehlt die Form, der Stil. Das Leben ist uns ein Gewirre zusammenhangloser Erscheinungen; froh eine tote Berufspflicht zu erfüllen, fragt… …, porträtierte in ihm die sogenannte Restaurationszeit. Den gelehrten Wilhelmi, eine für den Protagonisten Hermann wichtige Nebenfigur, lässt er sagen: Sie [die… …bliebenen Sonett „Epigonen“ von 1891, dessen Terzette, nicht ungewöhnlich bei dem jungen Autor, auch graphisch eine Einheit bilden: … und richtend wird es… …eine Anklage, die die eigene Poesie gegen die unzureichende Poesie der Gegenwart – sowie das ihr zugrunde liegende ‚Leben‘, um in Hofmannsthals eigener…
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