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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2025

    Robert Stockhammer: Welt – Erde – Globus. Zur Philologie der Erdliteratur

    Solvejg Nitzke
    …Buchbesprechungen Robert Stockhammer: Welt – Erde – Globus. Zur Philologie der Erdliteratur, Göttingen: Konstanz University Press 2023. Die allzu… …menschliche Fantasie des Über-Blicks kommt im Foto „Blue Marble“, das 1972 von der Raumfahrtagentur NASA veröffentlicht wurde, scheinbar ganz zu sich. Bis zu… …diesem Zeitpunkt war der Blick auf die ‚ganze Erde‘ notwendig das Ergebnis einer Fiktion. Selbst der Blick von einem Berggipfel, einem Heißluftballon oder… …anderen Fluggeräten aus konnte, auch wenn er der imaginierten Position der Kartografie näher zu kommen schien, nicht mit dem Eindruck, den dieses Foto… …verursachte, mithalten. Dabei existierten schon seit dem 17. Jahrhundert Beschreibungen einer Gesamtansicht des Planeten in der Literatur und nährten die… …Erwartung, der direkte Anblick der Erde werde die Menschheit verändern. 1 Wegen dieser erhofften Wirkung startete der Counterculture-Aktivist Stewart Brand… …. Spätestens seit dieser Zeit ist der Blick auf die Erde, ob als Zoombewegung in Filmen, als symbolische Erinnerung an die Verantwortung für den ‚Planeten‘ oder… …als Demonstration ‚globaler‘ Reichweite, ein fester Bestandteil der kulturellen (Selbst-)Verständigung. 1 Vgl. Hania Siebenpfeiffer: „Again, the Earth… …, Bielefeld 2017, S. 113–138. 326 Buchbesprechungen Die Faszination, die von den Fotos der Erde aus dem All im Speziellen, aber auch von Erddarstellungen im… …Literaturwissenschaften. Robert Stockhammer wählt in seinem vorliegenden Buch, oder besser: dem vorliegenden Textkonvolut, die Perspektive der Philologie und damit einen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2025

    Dinge des Anstoßes. Narrative Strategien des Materiellen in Schwanksammlungen der Frühen Neuzeit

    Pia Selmayr
    …Abstract: DINGE DES ANSTOSSES Narrative Strategien des Materiellen in Schwanksammlungen der Frühen Neuzeit von Pia S e l m a y r , Gießen Der betont… …leichte Unterhaltungswert in Wickrams „Rollwagenbüchlein“ und Freys „Gartengesellschaft“, der auf der Textoberfläche das ‚einfache‘ Erzählen begründet und… …strukturiert, offenbart in der Tiefenstruktur der Schwänke Schichten von Ordnungskonkurrenz und -auflösung. Dinge sind in diese Konstellationen eingebunden und… …haben an der Verschiebung, Umbesetzung und Überlagerung von Geltungsdiskursen teil. Sie fungieren als kulturelle Wissensspeicher, die dynamisierend auf… …Jacob Frey, Stadtschreiber des kleinen elsässischen Ortes Maursmünster, richtet sich in der Vorrede zu seiner 1557 erstmals in Straßburg erschienenen… …Titelblatt), frawen oder junckfrawen (GS 6,27), denn es solle niemand zů nachteil oder schmach beschehen (GS 7,1). 2 Ganz im Gegenteil bewirbt der Autor 1… …Folgenden mit der Sigle GS versehen. 2 Michael Waltenberger: Geltendes im Nichtigen. Beobachtungen zur Autorisierung ‚niederen‘ Erzählens in der… …, Jan-Dirk Müller, Peter Strohschneider, Berlin, New York 2011, S. 303–328, hier: S. 304: „Ohne näher auf den Inhalt der Texte einzugehen oder ihren… …(Fortsetzung der Fußnote auf Seite 98) 97 Pia Selmayr und Kompilator sein Werk als erheiterndes und geradezu therapeutisches Lesevergnügen für alle mit dem Zweck… …Verweilen in den Gärten – abgegrenzt vom alltäglichen Treiben in der Stadt, „in Zwischenräumen und -zeiten also“, 3 – mit den Geschichten erlustigt und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2025

    Megumi Sato: Sprachvariation und Sprachwandel im 18. und 19. Jahrhundert. Untersuchungen zur Kasusrektion der Präpositionen wegen, statt

    Prof. Dr. Renata Szczepaniak
    …Buchbesprechungen Megumi Sato: Sprachvariation und Sprachwandel im 18. und 19. Jahrhundert. Untersuchungen zur Kasusrektion der Präpositionen wegen… …zuletzt wegen des öffentlichen Interesses gehört die (Geschichte der) Variation im Bereich der Kasusrektion von Präpositionen zu den dringendsten… …Desideraten der Linguistik. Die Entwicklung der Präpositionen ist bisher kaum auf einer breiten empirischen Basis untersucht worden. Über die… …grammatikographischen Bewertungen der Formen ist bis auf den Fall von wegen wenig bekannt. Die diaphasische Steuerung von Rektionsvarianten gehört ebenfalls zu den… …Desideraten der historischen Linguistik, derer Liste sich noch weiter fortführen ließe. Umso erfreulicher ist es, dass sich Megumi Sato in ihrer Monographie… …zeitgenössische Grammatiken und Wörterbücher, um die Entwicklung der Normierung und Kodifizierung aus den metasprachlichen Informationen über die Verwendung von… …„Schlussfolgerung: Sprachvariation, Sprachwandel und Spracherziehung“ ist. 144 Buchbesprechungen Entlang der Ziele ist die Monographie in sieben Kapitel aufgeteilt… …. In der Einleitung (S. 11–22) legt die Autorin eine kurze Skizze der sprachlichen Varietätenarchitektur nach Coseriu (1976) 1 vor, die sie… …Koch/Oesterreicher (2011) 2 folgend dem Grundprinzip der kommunikativen Nähe und Distanz zuordnet. Des Weiteren führt sie die Labov’sche Differenzierung von… …, Prestige] Perspektive), die sie unter Soziopragmatik zusammenfasst. Am Beispiel der Präposition wegen zeichnet sie eindrücklich schon in der Einleitung die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2025

    Hinterrücks erwischt. Razalic, Isenharts sper und die Gegensprache der Dinge in Wolframs von Eschenbach „Parzival“

    Sebastian Winkelsträter
    …Abstract: HINTERRÜCKS ERWISCHT Razalic, Isenharts sper und die Gegensprache der Dinge in Wolframs von Eschenbach „Parzival“ von Sebastian W i n k e l… …s t r ä t e r , Aachen/Bonn Die Metapher der ‚Sprache der Dinge‘ ist so umstritten wie produktiv: Sie lenkt den Blick auf Ähnlichkeiten und… …Differenzen zwischen Sprache und nicht-sprachlichen semiotischen Systemen. Der vorliegende Aufsatz stellt Impulse insbesondere aus den Schriften Roland Barthes’… …und Susanne K. Langers sowie den ‚Material Culture Studies‘ zusammen, um Pfade zu erkunden, die Semiotizität der Dinge beschreibbar zu machen. Eine… …signified is never arbitrary – nor self-evident. 1 I. Wertvolle Zeichen: Ither und sein koph Der rote Ritter, Ither, trägt nicht nur eine schillernd rote… …Rüstung, sondern auch ein kostbares rotes Trinkgefäß in der Hand, als Parzival ihm, augenscheinlich inmitten eines bereits eskalierten Konfliktes, vor den… …gar ein Dieb. Zu solcherlei lasse sich sein gekröntes Haupt nicht herab! Es verhalte sich vielmehr so: Er habe vor der 1 Lorraine Daston: Speechless, in… …ergriffen. Er habe sich eben bei dieser Rechtsgeste nicht mit Ruß beschmutzen wollen. Dass er in diesem Zuge ausgerechnet den Schoß der Königin mit Wein… …besudelt habe, sei nicht seine Absicht gewesen. Er stehe jetzt vor den Toren der Burg und sei bereit zum Kampf gegen jeden, der Artus sein goltvaz (147,7)… …es als Substitut der Fackel und damit als symbolischer Stellvertreter auch des eingeforderten Landes – der Griff nach dem Pokal soll seinen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 1/2025

    Mark Chinca, Manfred Eikelmann, Michael Stolz, Christopher Young (Hg.): Sammeln als literarische Praxis im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

    PD Dr. Tilo Renz
    …Buchbesprechungen Mark Chinca, Manfred Eikelmann, Michael Stolz, Christopher Young (Hg.): Sammeln als literarische Praxis im Mittelalter und in der… …grundlegende Aufarbeitung des Begriffs des Sammelns und der unterschiedlichen Praktiken, die er umfasst, steht für das Mittelalter noch aus. Der vorliegende Band… …, der die Vorträge des Anglo-German Colloquium aus dem Jahr 2019 dokumentiert, trägt aus der Perspektive der germanistischen Mediävistik in maßgeblicher… …üblichen Funktionen befreit würden. Vielmehr gehe literarisches Sammeln insbesondere mit der Vermittlung von Wissen einher. Diese Funktion stehe der… …kunstfertigen Gemachtheit, die die gesammelten sprachlichen Einheiten ebenfalls in der Regel auszeichnet, nicht entgegen, sondern würde sich mit ihr verbinden… …Herstellung von Texten generell ausmachen (vgl. S. 12). Damit wird der Blick auf die Formen der Akkumulation und Verknüpfung von Objekten gelenkt, denen… …. S. 13). Zu denken ist bei narrativen Texten beispielsweise an die sukzessive Verkettung der versammelten Gegenstände – der erzählten Objekte oder… …kleiner Erzähleinheiten – entlang des Syntagmas, aber auch an andere, z. B. thematische Modi der Verknüpfung. Mit Blick auf die Beiträge des Bandes scheint… …Sammelns auseinandersetzen, entsteht der Eindruck, dass sich der Zusammenhang von Akkumulation und Textherstellung in eine Vielzahl von Einzelphänomenen… …, insbesondere narrativer Verfahren erfolgen kann. Ein thematischer Schwerpunkt des Bandes gründet auf der Beobachtung, dass Texte im Mittelalter in der Regel in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2025

    Claudia Hillebrandt: Mit den Ohren lesen. Zur akustischen Dimension von schriftfixierter Lyrik und zu drei Stationen einer Sprachklanggeschichte der

    Frédérique Renno
    …Sprachklanggeschichte der deutschsprachigen Lyrik (Klaj – Klopstock – Tieck), Vittorio Klostermann: Frankfurt/ Main 2022 (Das Abendland – N. F. 47). Mindestens seit… …charakterisieren. Der Klang der Lyrik spielt dabei eine maßgebliche Rolle – sei es in Form einer musikalischen Realisierung oder als tatsächlicher Klang der Sprache… …. Gleichwohl ist der größte Teil der Lyrikproduktion schriftlich überliefert. Es besteht für die Lyrik folglich ein Spannungsverhältnis von Vermittlung und… …innerhalb der Lyrik gibt, die auf auditive Aspekte hindeuten, und wie diese sich fassen lassen. Mit dieser Frage beschäftigt sich die… …zu drei Stationen einer Sprachklanggeschichte der deutschsprachigen Lyrik (Klaj – Klopstock – Tieck)“ trägt. Dafür erarbeitet sie ein Verfahren, wie… …wird dieses Verfahren angewendet und erprobt (Historischer Teil). Hillebrandts Ziel ist es, auf diese Weise erste Kapitel einer Sprachklanggeschichte der… …deutschsprachigen Lyrik vorzustellen, die bislang nicht vorliegt. In der konzisen Einleitung zu ihrer Studie (vgl. S. 11–30) bietet Hillebrandt zunächst einen… …Problemaufriss der akustischen Dimension von Literatur. Besonders für die Lyrikforschung verspräche eine Beschäftigung mit dieser Frage „ein vertieftes Verständnis… …der Gattung allgemein wie auch einzelner lyrischer 149 Buchbesprechungen Gebilde“, da die Lyrik „gemeinhin als besonders klangvolle literarische… …Gattung“ gelte (S. 12). Dieses „vertiefte[ ] Verständnis“ wird in Form von sechs Funktionen der akustischen Dimension für die Lyrikgeschichte spezifiziert…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2025

    Michael Auer: Souver

    Oliver Grütter
    …Buchbesprechungen Michael Auer: Souveräne Stimmen. Politische Ode und lyrische Moderne, Göttingen: Wallstein 2024. Es ist in der Tat ein… …erstaunlicher Befund: Seit Karl Viëtors Studie „Geschichte der deutschen Ode“ (München 1923) ist die Odendichtung nicht mehr Gegenstand einer monographischen… …Untersuchung geworden, die die Entwicklung dieser traditionsreichen Textsorte auf der methodischen Höhe der zeitgenössischen Germanistik nachverfolgt. Rund… …einhundert Jahre später liegt mit der Studie von Michael Auer eine Arbeit vor, die dieses Desiderat schließt. Auers Buch, darauf weist der Autor explizit hin… …ohne Zweifel die Stärke dieser in jeder Hinsicht anregenden Lektüre. Leitgedanke der Studie ist, dass die frühneuzeitliche Ode in Konkurrenz zum… …Verse als ,vom Gesetz entbunden‘ („numeris […] | lege solutis“, Horaz, Carmina 4,2, vv. 10 f.), so komme damit eine Unabhängigkeit in den Blick, die der… …von der Heteronomie politisch-okkasioneller Dichtung korrigieren soll. Methodisch orientiert sich Auer dabei an Perspektiven der Diskursanalyse und der… …Mediengeschichte. Im Ausgang von Herder, der sich vergeblich um „eine[ ] Theorie der Ode“ (S. 12) bemüht habe, steht für ihn fest, dass es ,die Ode‘ nicht gibt. Sein… …es die „medialen Möglichkeiten“ des Buchdrucks (S. 16), die der odischen Dichtung Souveränität verliehen: Die Zirkulation der Ode macht diese für ein… …Publikum rezipierbar, das im Vortrag oder im Gesang den Text der Ode gleich einem Lautsprecher amplifiziert. 619 Buchbesprechungen Die Einleitung verspricht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2025

    Bernhard Luxner: Die althochdeutschen Adjektive auf -aht(i)/-oht(i). Eine diachron- und synchron-vergleichende Untersuchung

    Mechthild Habermann
    …der Friedrich-Schiller-Universität Jena verteidigte Dissertationsschrift, die von Eckhard Meineke und Frank Heidermanns betreut wurde, beschäftigt sich… …mit einem Wortbildungsmuster der althochdeutschen Adjektivderivation und trägt neben den Arbeiten von Möllmann1 oder Schmid2 zur Erforschung der… …diachron- und synchron-vergleichenden Wortbildung der ältesten Überlieferungsstufe des Hochdeutschen bei. Ausgewählt wurde das Adjektivsuffix ‑aht(i)/‑oht(i)… …, das in der heutigen Standardsprache – im Unterschied zu den oberdeutschen Dialekten – nur noch im Adjektiv ­töricht vorhanden ist. Die ca. 400 Seiten… …, die auf der zeitlichen, räumlichen und schließlich morphologischen Ebene vorgenommen wird. Dabei erweist sich die zeitliche Abgrenzung des… …Althochdeutschen vom Mittelhochdeutschen wegen der Datierung bestimmter althochdeutscher Textzeugen und aufgrund der Tatsache, dass sich in der 1 Möllmann, Ulrich… …althochdeutsche Sprachmerkmale aufweisen. Größere Schwierigkeiten bereitet die Glossenüberlieferung, deren Problematik anhand der Summarium-Heinrici-Tradition, der… …Mondseer Bibelglossen und der „Glossae Salomonis“ ausführlich diskutiert wird. Vom Untersuchungskorpus werden schließlich 16 Bildungen – aus… …räumliche Eingrenzung des Materials fordert eine dialektgeographische Einordnung von Befunden, deren Quellen in der bisherigen Literatur noch nicht als rein… …altsächsisch klassifiziert werden mussten. Bei der morphologischen Eingrenzung des untersuchten Materials wurden zwei notwendige Abgrenzungen vorgenommen: zum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2025

    Dirk Niefanger: Lessing divers. Soziale Milieus, Genderformationen, Ethnien und Religionen

    Robert Vellusig
    …sui generis“ (S. 7) auf, sondern als diversitätssensibler Kulturhistoriker, der sich dem zuwendet, was die Lessing-Philologie bislang nicht oder nicht… …gebührend beachtet hat. Lessings Werk, so der zentrale Gedanke, ist divers – zu vielgestaltig, als dass es sich vereinheitlichend darstellen ließe, und zu… …sehr an der „Unterschiedlichkeit der Menschen“ (S. 10) interessiert, um nicht nach einer diversitätstheoretischen Perspektive zu verlangen. Das Buch… …. 7). Was der Forschung als wesentlich gilt, wird zum „vermeintlich Wesentliche[n]“ (S. 7) kleingeredet und „frecherweise“ (S. 12), wie Niefanger sagt… …das Werk des Dichters Lessing tatsächlich so vielfältig ist, wie Niefanger behauptet, und ob Lessing selbst tatsächlich so dezidiert an der… …Unterschiedlichkeit der Menschen interessiert war, wie Niefanger glauben machen möchte: Lessings Hauptaugenmerk gilt der Frage nach der menschlichen Natur und der… …konfliktträchtigen „Pseudospezifikation“, 1 die sie im Prozess der Vergesellschaftung erfährt. Diversität ist für Lessing nicht die Lösung, sondern das Problem: ein… …unvermeidliches Übel der menschlichen Gruppenbildung und ihrer gruppenspezifischen moralischen Orientierungen. Das ist nun freilich nicht die Diversität, die… …, sondern sozialer Gruppen, und der implizite Auftrag, jeder Form der Diskriminierung Einhalt zu gebieten. Dementsprechend geht es ihm vor allem darum… …(S. 18), ihre als „tautologisch“ (S. 9) disqualifizierten Versuche, die Reflexions- und Darstellungsprozesse eines Autors nachzuzeichnen, der sich zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2025

    Julien Bobineau, Dorothea Klein, Gerhard Penzkofer (Hg.): Zur Semantik des Gartens in Mittelalter und Früher Neuzeit. Literatur- und kulturwissenschaftliche Studien

    Theresa Specht
    …. Bislang war die Auseinandersetzung mit den literarischen Gärten der Vormoderne vorwiegend auf Einzelanalysen sehr bekannter Gärten (z. B. in Gottfrieds von… …Straßburg „Tristan“ oder Hartmanns von Aue „Erec“) konzentriert, wobei Gärten der frühneuzeitlichen Literatur kaum je Beachtung fanden. Abgesehen von einigen… …zentralen Arbeiten früherer Jahre 1 fehlten also bis vor Kurzem Beiträge, die sich auf die literarischen Gärten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit… …konzentrieren und deren Faktur und Funktion für das Erzählen eingehender erschließen. Der von Julien Bobineau, Dorothea Klein und Gerhard Penzkofer zu Ehren… …Brigitte Burrichters herausgegebene Band macht sich nun daran, diese Forschungslücke zu adressieren. Der Sammelband entfaltet mit seinen Beiträgen die… …Vielgestaltigkeit des Gartens in der europäischen Literatur der Vormoderne (9.–18. Jh.) über verschiedene Gattungen und Volkssprachen hinweg. Auch über die… …Penzkofer in seiner Einleitung die große Bandbreite der Beiträge als Möglichkeit „Konstanten literarischer und kultureller Gärten in der longue durée“ zu… …erfassen und auf dieser Grundlage Grundzüge einer „raum- und zeitübergreifenden Gartenpoetik“ herauszuarbeiten (S. 1). Im Zentrum der Einleitung steht die… …einschreiben. Neben den Gärten der antiken Mythologie werde vor allem die biblischen Vorstellungen des irdischen Paradieses als wirkmächtigstes Zeichenreservoir… …identifiziert, das für die Deutung der Gärten ein Spannungsfeld zwischen paradiesischer Isolation und sündhafter Pervertierung eröffne (vgl. S. 3 f.). In…
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