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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Olaf Kramer: Goethe und die Rhetorik

    Constanze Breuer
    …die rhetorische Tradition bei Goethe durchgängig vorausgesetzt werden muss. 1 Dennoch scheint es in der Goethe-Forschung noch immer das Missverständnis… …nun der Erforschung von Goethes Rezeption und Adaption der Rhetorik eine umfassende, systematisch angelegte Studie gewidmet. Für eine solche Studie… …bestimmter rhetorischer Figuren, auch wenn er immer wieder die Bedeutung und beständige Verwendung der evidentia – etwas lebendig vor Augen stellen – bei dem… …der Anschauung so stark verpflichteten Goethe hervorhebt. Der Fokus liegt einerseits auf der Rezeption der bekannten rhetorischen Ordnungsstrukturen… …Konzepte hinaus macht Kramer die grundsätzlichen Einflüsse anthropologischer, pädagogischer, theatralischer und epistemologischer Traditionen der Rhetorik… …Gebrauch des Begriffs. Einerseits ist für ihn die „rhizomatische Struktur der Rhetorik […] wesensmäßig eigen“ (18), zum anderen spricht er von der… …Rezeptionsprozesse. Gegen ein vermeintliches Ende der Rhetorik spricht, dass sich im 18. Jahrhundert die rhetorische „Handbuchliteratur […] trotz der akademischen… …Kritik an der Rhetorik geradezu explosionsartig [entwickelt]“ (17). Was allerdings verwundert, ist die am Ende der Studie geäußerte Behauptung, dass Goethe… …Forschungen von Anna Carrdus, dass der vermeintlich anti-rhetorische Sturm und Drang stark vom Gebrauch rhetorischer Figuren, vor allem der evidentia abhängt… …(153) sprechen kann. Wie aus dem dritten Kapitel hervorgeht, lassen sich im Genie-Diskurs anthropologische Modelle der Rhetorik nachweisen. Einerseits…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Dietmar Goltschnigg, Hartmut Steinecke (Hg.): Heine und die Nachwelt. Geschichte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Texte und Kontexte

    Ritchie Robertson
    …Leistung vollendet – der Versuch, die Geschichte von Heines Wirkung in den deutschsprachigen Ländern kontinuierlich zu entfalten und anhand von zahlreichen… …Dieter Brinkmann, Franz Mon, Günter Kunert, Wolf Biermann, Robert Gernhardt, Harald Gerlach und Peter Hacks stammen. Einige der lesenswertesten Beiträge… …vorgeht, um die Zäsur, die die Wiedervereinigung Deutschlands auch in der Geschichte der Heine-Rezeption markiert, in den Mittelpunkt zu stellen, lassen… …sich verschiedene Stränge der Rezeption unterscheiden. Da ist zunächst die wissenschaftliche Beschäftigung mit Heine. Ein Großteil der Einleitung besteht… …aus einem notwendigerweise sehr selektiven Forschungsbericht, wobei die anerkannten und tonangebenden Hauptleistungen der Forschung, besonders solche… …, die eine Resonanz jenseits der Universität finden, im Vordergrund stehen. Versuche, eine Zwischenbilanz der Forschung zu ziehen, rücken dabei besonders… …„der am häufigsten in deutschsprachigen Dissertationen behandelte Autor“ (91). Ob er diesen Rang beibehalten hat, wird nicht mitgeteilt. Wie Jeffrey… …Sammons wiederholt moniert hat, besteht allerdings bei der Kanonisierung Heines die Gefahr, dass das ehemalige Streitobjekt jetzt – wie schon in der DDR… …Berkeley bis Peking werden vermerkt. Nur in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz hat sich wenig Interesse für Heine gezeigt, wobei die 2006 von… …1956 anlässlich der Weimarer Heine-Konferenz vorgeschlagene Projekt einer gesamtdeutschen Heine-Ausgabe fand auf westdeutscher Seite geringe Resonanz und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 4/2013

    „Es war ihm, ihm als ob ...“ Zur Theorie und Geschichte des ,erlebten Vergleichs‘

    Johannes F. Lehmann
    …,erlebten Vergleichs‘ von Johannes F. L e h m a n n , Essen Abstract Der Beitrag untersucht die Erzählwendung ,Es war ihm, als ob‘ und schlägt vor, sie als… …,erlebten Vergleich‘ zu begreifen. Hierzu wird zunächst in systematischer Perspektive das Funktionieren der Wendung grammatisch und rhetorisch als ein… …spezifischer Vergleich analysiert, der zwischen Erzählstimme und Figur changiert und der erlaubt, das Erleben der Figur punktuell als eine imaginäre Szene zu… …fassen. In historischer Perspektive wird dann der massive Einsatz dieser Wendung in der Literatur seit Ende des 18. Jahrhunderts (Moritz, Goethe, Kleist… …, Büchner etc.) diskurshistorisch mit der Etablierung der Kategorie des „Gefühls“ bzw. des „Selbstgefühls“ (Tetens) in Verbindung gebracht. Das Ende der… …(Törleß, Vereinigungen) und das Ende (Der Mann ohne Eigenschaften) des „erlebten Vergleichs“ vergleichend erörtert. The article examines the narrative… …(The Man without Qualities) of the “experienced comparison”. 481 Johannes F. Lehmann Vom späten 18. bis hinein ins frühe 20. Jahrhundert begegnet in der… …erreichen, etwas das Menschen nicht ertragen können, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm“. 3 In Robert Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“… …schließlich heißt es anlässlich der Kantlektüre des Protagonisten: „Aber vor lauter Klammern und Fußnoten verstand er kein Wort, und wenn er gewissenhaft mit… …theoretisch zu erfassen, um dann – vor diesem Hintergrund – nach der Geschichte, d.h. nach den Konjunkturen ihres Auftretens zu fragen. Dazu werde ich erstens…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Können Offiziere fliegen? Die Drogen, das Wissen und die Literatur: Ernst Jüngers „Annäherungen“ (1970)

    Marcus Hahn
    …KÖNNEN OFFIZIERE FLIEGEN? Die Drogen, das Wissen und die Literatur: Ernst Jüngers „Annäherungen“ (1970) von Marcus Hahn, Gent Abstract Der Aufsatz… …untersucht Ernst Jüngers „Annäherungen“ als Teil der europäischen Drogenliteratur und als Resultat sowohl einer Interaktion mit befreundeten Wissenschaftlern… …wie dem Orientalisten Rudolf Gelpke, dem Chemiker Albert Hofmann und dem Religionswissenschaftler Mircea Eliade, als auch mit der deutschen… …Drogenforschung der Zwischenkriegszeit, insbesondere mit den Meskalinversuchen des Psychiaters Kurt Beringer. Den von Jünger favorisierten Umgang mit seinen… …wissenschaftlichen Quellen verdeutlicht ein Vergleich mit der Drogenliteratur seines Kollegen und Konkurrenten Gottfried Benn, der sich Anfang der 1950er Jahre weigert… …der Oberförsterei Im Frühling 1962 treffen sich vier Männer im „Biedermeier-Zimmer der Oberförsterei“ in Wilflingen, einem kleinen Bauerndorf in der… …Nähe von Rottweil. 1 Der „große Kachelofen“ ist schon am Vorabend mit „Unmengen von Holz“ angeheizt worden, das aus den „Wäldern“ der Stauffenbergs… …stammt – der Familie des Hitler-Attentäters, zu deren Gütern auch die 1738 erbaute Wilflinger Oberförsterei gehört. 2 Für den „in sich geschlossene[n]… …Freundeskreis“, der alle neun Monate zusammenkommt, muss das gesamte „Erdgeschoß tabuiert“ werden: Liselotte, die Dame des Hauses, hat „[o]ben [...] ein… …„Aussonderung des Profanen“ soll zusätzlich durch „exotisches Habit“ befördert werden: Der Gastgeber der Herrenrunde, der Offizier-Schriftsteller Ernst Jünger…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Zur gegenwärtigen Situation mediävistischer Fiktionalitätsforschung. Eine kritsche Bestandsaufnahme

    Timo Reuvekamp-Felber
    …Abstract In den letzten Jahren ist ausgehend von Walter Haugs These von der ‚Entdeckung der Fiktionalität im Mittelalter‘ in der germanistischen Mediävistik… …– anders als in den mediävistischen Nachbarphilologien – zunehmend der epistemologische Status der Zentralgattungen höfischer Dichtung verhandelt… …worden. Allerdings fehlt bislang eine bilanzierende Diskussion der ausgesprochen heterogenen und sich bisweilen widersprechenden Positionen. Der… …which can be seen as representing the different positions of the field. I. Einleitung Die mediävistische Forschung – vor allem die der Germanistik –… …bemüht sich seit den 70er Jahren um eine adäquate Historisierung des Fiktionalitätsbegriffs. Dabei geht es seit Beginn der Debatte weniger um eine… …des Höfischen Romans sowie der Minnelyrik erstreckt, d.h. auf jene literarischen Gattungen, die man im Sinne eines engen Literaturbegriffs 417 Timo… …Reuvekamp-Felber der ‚Schönen Literatur‘ zuweisen könnte. 1 Zwei grundsätzliche Positionen lassen sich in dieser vielstimmigen ‚Diskussion‘ unterscheiden: Die eine… …literarischen Feld einen Sonderstatus zuweist, der es nicht erlaubt, Erkenntnisse der an modernen Texten und Paradigmen gewonnenen Fiktionalitätstheorie auf… …mittelalterliche Dichtung zu übertragen. Die andere betont hingegen das kontinuierliche Wirken der epistemologischen Grenzziehung zwischen einer fiktionalen und… …faktualen Erzählkonvention, weshalb die Erkenntnisse der modernen Fiktionalitätstheorie (in modifizierter Form) gewinnbringend auf die mittelalterliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Christian Kiening: Unheilige Familien. Sinnmuster mittelalterlichen Erzählens

    Elke Koch
    …der Kultur 1), 243 Seiten Das Buch, das die Reihe „Philologie der Kultur“ eröffnet, bildet ein Resümée und zugleich einen Rahmen früherer Studien des… …Verfassers zu Sinndimensionen familialer und genealogischer Konstellationen in der Literatur des Mittelalters. Vier Kapitel gehen auf bereits publizierte… …, Kocher und Kragel. – Ähnlich äußerte sich bereits Wolf Schmid: Elemente der Narratologie, Berlin, New York 2005, bes. S. 26f. 7 Vgl. Friedrich Michael… …Dimpel: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen Epik des hohen Mittelalters… …unternommen werden, das kulturelle Potential eines historisch derart wichtigen Themenkomplexes, wie es der von Familie, Verwandtschaft und Genealogie… …unbestritten ist, in seiner Entfaltung in der Erzählliteratur des Mittelalters möglichst weitgehend zu erfassen. Einer Profilierung des Themas durch das… …‚monographische Gewicht‘ bedarf es in der Tat nicht mehr: Die Bedeutung von Genealogie und Familie für die Kultur und Literatur des Mittelalters ist offenkundig… …; mit der kulturwissenschaftlichen Öffnung der germanistischen Mediävistik ist sie zu einem der bevorzugten Themen geworden. Im Rahmen von Monographien… …wurden übergreifende Perspektiven bislang ausgehend von Verwandtschaft als Form sozialer Organisation1 sowie von Genealogie als Form der Organisation von… …Verwandtschaft Spannungen zwischen weltlichen und geistlichen Grundzügen der mittelalterlichen Literatur ausgelotet werden [...] .“ (Vorwort, S. 5). Dies leuchtet…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Armin Schulz: Erzähltheorie in mediävistischer Perspektive

    Gert Hübner
    …, Berlin, Boston 2012, XIII und 431 Seiten. Gegenüber der Frage, wie eine Rezension berücksichtigen soll, dass der Autor des zu rezensierenden Werks nicht… …mehr lebt, bin ich ratlos geblieben. Kritik setzt meiner Überzeugung nach – immer und nicht erst hier – Respekt vor der Arbeit des Produzenten genauso… …. Kapitel 2 behandelt Figurenkonstruktionen und verbindet dazu die Verfahrensweisen strukturalistischer Aktantenanalyse mit der Rekonstruktion des… …„kollektiven Imaginären der Adelsgesellschaft“ (S. 19), das in expliziter Nähe zu Arbeiten Jan-Dirk Müllers als Kontextualisierungskonzept dient. Manche… …Formulierungen lassen eine kulturwissenschaftlich modifizierte Sozialgeschichte der Literatur als Rahmenmodell anklingen, das Antagonismen zwar von der sozialen… …literarischen Texte verbildlichen Grundprobleme der feudalen Ideologie und des feudalen Imaginären“, S. 21; „Vor allem in älterer Zeit ist Literatur ihrer… …, Ehre, höfische Liebe, Ritualhandeln, Gewalt, Altersstufen, adelige Identität, Genealogie, Geschlecht, Affekte). Wegen der dezidiert als gering… …eingeschätzten Bedeutung der lateinischen Bildungstradition für die deutschsprachige Literatur ist das Erläuterte zum größeren Teil aus dieser 445… …Buchbesprechungen selbst abstrahiert. Wiederholt erhält die „bürgerliche, moderne Konzeption von Psyche“ (S. 88), die mit der psychoanalytischen identifiziert zu sein… …Unterschiede zwischen mittelalterlichen und modernen Figurenkonstruktionen zugeschrieben. Kapitel 3 beschreibt anhand der „vier Hauptgattungen des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Peter Schnyder: Alea. Zählen und Erzählen im Zeichen des Glücksspiels 1650 – 1850

    Lars Friedrich
    …Gotthold Ephraim Lessing am 13. Januar 1771 seiner Freundin Eva König, „Sie sind, sehe ich, eine Frau, mit der man schlechterdings nichts verlieren kann.“ 1… …Mit diesem Bekenntnis zieht Lessing eine Art Zwischenbilanz der Lotterieziehungen der vergangenen Wochen, deren Ziffern, Einsätze und Gewinnchancen im… …König fünf Zahlen zugesandt und da Lessing den Einsatz so berechnet, dass er mit der Ziehung einer richtigen Nummer schon gedeckt ist, kann er schon am 15… …Ziehungsschein mit bei.“ 3 Die Rechtfertigung dieser Beilagen macht das gemeinsame Lottospiel nicht nur zu einer persönlichen Angelegenheit; der Zufall des… …Glücksspiels überkreuzt sich vielmehr mit der Kontingenzanfälligkeit postalischer Sendun- 2 Alchemical Poetry 1575–1700. From Previously Unpublished Manuscripts… …einen Brief erhalten hat. 4 Während also das Lottospiel den Gewinn der Einsätze garantieren soll und derart in einem Nullsummenspiel den status quo der… …Briefkorrespondenz sicherstellt, so deuten die Briefe eine ‚Gewinnwarnung‘ ganz anderer Art an, welche die Beziehung der Spielenden betrifft. Denn anstatt kurzfristig… …mit dem Mitspieler als Hauptgewinn. Und das nicht erfolglos. Die Frau, „mit der man schlechterdings nichts verlieren kann“ wird noch im Laufe des Jahrs… …einleitenden Betrachtungen geht Schnyder von einer doppelten Diagnose aus: Während in der Kulturkritik heute die Auslegung des Lebens als risikobehaftetes… …, dessen wissenschaftshistorische Bedeutung für die Entwicklung der Wahrscheinlichkeitsheorie und dessen wissenspoetologische Valenz von „Zähl- und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Francesco Fiorentino, Giovanni Sampaolo (Hgg.): Atlante della letteratura tedesca

    Klaus W. Hempfer
    …Aufgabe. Francesco Fiorentino und Giovanni Sampaolo haben sie mit Bravour gelöst. Im Reigen der vielfältigen methodologischen turns kommt dem spatial turn… …neuerdings eine gewisse Prominenz zu, und in eben dieser ‚Wende‘ situieren sich die Herausgeber mit ihrem Atlas der deutschsprachigen Literatur. Sie schließen… …explizit an Foucaults Vortrag „Des espaces autres“ von 1967 an, in dem dieser das 20. Jahrhundert im Unterschied zum 19. Jahrhundert – der Epoche der… …Risiko des Fragmentarischen resultiert nun nicht einfach aus der Privilegierung des Raums, es resultiert auch – und vielleicht vor allem – aus der… …Rolle spielen, deren Prozesshaftigkeit aber gerade nicht räumlicher Natur ist. Schließlich ist der Atlas ein spezifisches Ordnungssystem, das mit Polen… …kein Fragment darstellt. In die faszinierende Konstruktion eines Atlanten der deutschen Literatur gehen eben diese Unterschiede als dekonstruierende… …Faktoren ein, die die für die Analogie konstitutive Ähnlichkeit immer schon unterlaufen. Der „Atlante della letteratura tedesca“ entwickelt seine ganz… …. Jahrhundert, Berlin des Expressionismus und Berlin nach dem Fall der Mauer) und die „Spazi di confine“ (Königsberg, Straßburg, Zürich im 19. und 20. Jahrhundert… …Örtlichkeiten. Mit „Lacerazioni“ (Exil und Schoah) kommen historische Ereignisse in den Blick, und der Abschnitt „Utopie, eterotopie“ versammelt höchst… …Unterschiedliches: das Amerikabild in der deutschen Literatur, Herrnhut, die Insel Felsenburg, „Nationaltheater“, „Venezia“, „Worpswede“, „Giardini“, „Il duomo di…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    „zwei, drei Worte verstecken“

    Heinrich Bölls Roman „Billard um halb zehn“ und Paul Celan
    Barbara Wiedemann
    …auffallender Weise mit Kontakten Bölls zu Celan verbunden. Der Text enthält modifizierte Zitate aus ihrem Briefwechsel und zeigt Parallelen zwischen Handlungen… …der Hauptfigur Robert Fähmel und Celans poetischen Verfahren zur Zeit des Gedichts „Engführung“. Eine Lektüre des Romans in diesem Kontext beleuchtet… …dort typische Verdrängungsmechanismen der Nachkriegszeit. Heinrich Böll’s “Billard um halb zehn” (‘Billiards at Half-past Nine’), which the novelist… …denen man hofft, daß der Leser sie findet. Als Versteck ist der Roman viel geeigneter als die Kurzgeschichte, weil er einfach umfangreicher ist. Man kann… …Böll seine Ausführungen auf eine Frage von Horst Bienek danach, wodurch im Roman „der Prozeß des Schreibens gelenkt“ 1 werde. Als konkretes Beispiel… …wählt er den im Mai 1959 abgeschlossenen Roman „Billard um halb zehn“ 2 sicher deshalb aus, weil ihm die Zeit, in der dieser entstand, im… …Ausgabe“ gibt; in den für die Beziehung Böll/Celan relevanten Fassungen des Vorabdrucks und der Erstausgabe lautet er „Billard um halbzehn“. Textzitate, wenn… …11). 3 Entgegen der Datierung in der „Kölner Ausgabe“ auf September 1961 (vgl. KA 24 [Anm. 1], S. 597) sicherlich vor Juli 1961: Böll hält sich danach… …ist die Erinnerung aber nicht mehr ausgesprochen zuverlässig. Die Verurteilung und Hinrichtung der jungen Kölner Kommunisten datiert nicht, wie Böll… …sagt, von 1934, sondern bereits von 1933; zudem sind mehr als vier junge Männer betroffen und der jüngste nicht „siebzehn oder gerade achtzehn, so alt…
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