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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2021

    Susanne Köbele (Hg.): Transformationen der Lyrik im 13. Jahrhundert. Wildbader Kolloquium 2008, in Verbindung mit Eckart Conrad Lutz und Klaus Ridder, Berlin: Erich Schmidt Verlag 2013 (Wolfram-Studien XXI)

    Beate Kellner
    …vorzügliche Ausgabe der „Deutschen Lyrik des späten Mittelalters“ (2006) hat die Forschung sehr befördert, bietet jedoch nur eine Auswahl. Das ebenfalls von… …immerhin bringt Udo Kühne eine komparatistische Perspektive ein, indem er die mittellateinische Lyrik hinsichtlich ihrer * Die verspätete Veröffentlichung… …Blick und präsentiert eine Bestandsaufnahme auf der Basis von 27 Textzeugen. Ein signifikantes Ergebnis seiner typologischen Auswertung ist die Erkenntnis… …näherliegende sogenannte spätere Sang noch nicht in den Blick trat. In der Konsequenz dieser Überlegungen ergibt sich: Eine Revision des Minnesangs entlang der… …worden ist, lebt sie in Einführungsbüchern und Überblicksdarstellungen immer noch fort. Im Sinne einer anderen Typologie schlägt Franz-Josef Holznagel eine… …Horizont des Bandes, indem sie nach konzeptionellen Voraussetzungen der Lyrik im 13. Jahrhundert fragt sowie nach Gattungs- und Diskursinterferenzen. Eine… …, geradezu gegen eine Auflösung in ‚Geschichten‘ mit narrativen Geschehensverläufen zu sperren. Darüber hinaus ist bei der Übertragung narratologischer Modelle… …medientheoretische These Hartmut Bleumers, die sich mit seiner narratologischen Analyse verbindet, bleibt etwas unklar: „Derart wäre Lyrik eine die Geschichte und die… …Exklusivitätsanspruchs der Ich-Position habe dann eine Annäherung von Minnesang und Sangspruch im Redegestus zur Folge. Die These wäre in künftigen Forschungen sowohl… …beschreiben, ohne eine teleologische Linie zu entwerfen und Parameter wie Innovativität und Originalität, die für das Mittelalter nicht passen, bemühen zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Zeit als Widerfahrnis

    Ästhetik und Figuration passiv erfahrener Temporalität
    Claudia Öhlschläger, Antonio Roselli
    …richtet damit den Fokus auf Passivität als eine Ermöglichungsform von Handlung, die jenseits der Effizienzlogik liegt. Auf den ersten Blick mag dies… …privilegierten Aktivischen gedacht oder gar als bloße Verweigerungsgeste, sondern vielmehr als eine Ermöglichung von bisher verdeckten, nicht realisierten… …selbst ist passivisch […].“ 2 Buschs Neuperspektivierung von Passivität erlaubt es, eine in der abendländischen Philo- 1 Kathrin Busch: Passivität, Hamburg… …und kulturkonstitutive Funktion neu zu denken. So verstanden ist Passivität nicht einfach nur eine Geste der „Unterlassung oder Aussetzung des Handelns“… …, 3 sondern eine Erfahrung, die in ihrer radikalsten Ausprägung die tradierten Vorstellungen des Aktivseins zu ändern vermag. Sie ist weiterhin ein… …eines Subjekts, das in eine passive Position rückt. Passivität leitet sich von lat. passio und griech. pathos ab, was die spannungsvolle Verbindung von… …Waldenfels: Sozialität und Alterität. Modi sozialer Erfahrung, Berlin 2015, S. 20. 6 Vgl. Busch [Anm. 1], S. 11. Eine weitere Referenz, die nicht unerwähnt… …industriellen Revolution eine gleichsam ubiquitäre Erweiterung. 10 Dass sie zum Gegenstand einer ganzen Reihe kulturtheoretischer Betrachtungen avancierte… …: Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft [1799], in: Werke in zehn Bänden, hg. v. Martin Bollacher u.a., Frankfurt/Main 1985–2000, Bd. 8, S… …versucht wurde (um zu dessen Schattenseite zu werden): auf eine gesteigerte Kontingenzerfahrung. Es beginnen sich Konkurrenzverhältnisse zwischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    (Ohn-)Mächtige Subjekte

    Bemerkungen zum Verhältnis von Passivität und Zeit
    Antonio Roselli
    …Implikationen für eine (politische) Theorie der Passivität im Werk Walter Benjamins aufgegriffen und konkretisiert. The first part of the article presents central… …unterschiedlichen Ansätze haben wiederum folgendes gemeinsam: [E]s verbindet sie eine große Skepsis gegenüber einer scheinbar selbstverständlichen Bevorzugung des… …latent – wirksam war. 5 Dabei gilt es hervorzuheben, dass es sich nicht um eine ‚Heroisierung‘ der Passivität als Widerstandskonzept handelt, da solche… …Handlung, des Willens und des Könnens lässt sich daher nicht auf eine bloße Umkehrung der Gewichtung der einzelnen Begriffe reduzieren, denn sonst würde sie… …Glauben, dann verweist das lateinische Verbum agere, ago auf die alte Tätigkeit der Hirten, die „eine Herde in Bewegung setzen“, sie voran- und vor sich… …, Unterliegendes), das auf eine „potentia passiva“ 10 reduziert wird. Vielmehr geht es darum, Aktivität und Passivität in eine neue Relation zu setzen, die die Form… …. Affiziert-werden wird das Subjekt in eine passive Position gerückt: An jedem Widerfahrnis ist durchaus jemand beteiligt, nur eben nicht im Nominativ des Autors… …Wesentlichen mit den Autonomiebestrebungen des modernen Subjekts in eins gesetzt werden), sondern um eine „Verfremdung der Moderne“. 15 Dieser Verfremdungseffekt… …Eigene konstitutive Rolle des Fremden, das das Subjekt immer schon an-spricht, immer schon an-gesprochen (aber auch berührt, affiziert) hat – eine… …Angesprochen-werden zu einer Antwort aufgefordert wird. Der homo respondens, dessen Grundzüge Waldenfels skizziert, wird somit wesentlich durch eine chiastische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Im Gehäus

    Sanduhrstimmung als Widerfahrnis bei Karl Jaspers, Franz Kafka, Ernst Jünger, Hans Blumenberg und Sibylle Lewitscharoff
    Doren Wohlleben
    …und Literatur (F. Kafka, E. Jünger) der Moderne auf eine eigene ästhetische Raumzeit (un)behaglicher Passivität: Zeit wird als Widerfahrnis erfahren… …Leere starrt, ist eine Sanduhr angebracht. 1 Zu der Datierungsfrage der beiden im gleichen Zeitraum zusammen mit der Kohlezeichnung der am 16. Mai 1514… …die dort genannte Forschungsliteratur. 2 Vgl. hierzu: Erwin Panofsky, Fritz Saxl: Dürers „Melencolia I“: eine quellen- und typengeschichtliche… …sich bei der „Melencolia“ eine Sonnenuhrskala erkennen mit nur acht Ziffern und der Vier (IIII) als der letzten Stunde (Tod und Vergänglichkeit). Doch… …nicht die kulturhistorisch und symbolisch aufgeladenen Anfänge und Enden der Zeit spielen in Jüngers essayistischer Rezeption eine Rolle, sondern die… …das Schreiben versenkt, wobei es sich vermutlich nicht um eine Abschrift, z.B. der Bibel, handelt, da kein Buch vor ihm liegt, sondern um eine… …„schöpferische Niederschrift“ 4 , vielleicht eine Briefkorrespondenz. Eröffnet wird ein einsamer und zugleich dialogischer Resonanz-, ja Erinnerungsraum: Durch… …hölzernen Täfelung, während in der Ecke der Sand durch das Stundenglas rieselt und vor dem Pult ein Löwe träumt, den man auch durch eine Katze ersetzen kann?… …bescheidene Sitz eines gelehrten oder eines musischen Freundes einfallen, an den er erinnert wird. 5 Eine solche Stundenglas-Stimmung widersetzt sich bei Jünger… …mit seinem Putto. Beide seien, so Jünger, „tief in der Zeit“ 6 . Zeit wird jeweils intensiv wahrgenommen, vielleicht sogar passiv aufgenommen als eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Wiederholung

    Zu einem temporalen und ästhetischen Muster passiv erfahrener Zeit in feuilletonistischen Städtebildern Siegfried Kracauers
    Claudia Öhlschläger
    …inventarisierte. 8 Um eine Beobachtung und Aufzeichnung der „flüchtigen und unbeachteten Regungen, die sich der Deutung am hartnäckigsten widersetzen“, 9 richtet… …Kracauer: Erinnerungen an eine Pariser Straße, in: Ders.: Werke, Bd. 5.3 (1928–1931), hg. v. Inka Mülder-Bach, Berlin 2011, S. 358–364, hier: S. 358. 8 Man… …denke etwa an „Das Klavier“ (FZ, 23. 2. 1926), „Das Schreibmaschinchen“ (FZ, 1. 5. 1927) oder auch „Die Hosenträger: Eine historische Studie“ (FZ, 30. 10… …Ideologie eines deutschen Sonderwegs, demzufolge Deutschland eine historisch bedingte nationale Einzigartigkeit zukommen sollte. Nicht die zwingende… …Fortschrittsidee und eine historische Logik nationaler Kohärenzstiftung steht bei Kracauer und seinen intellektuellen Weggefährten Walter Benjamin, Franz Hessel oder… …stellt Kracauer in den Kontext ihres Geworden-Seins, um Vergangenes als zu erinnerndes zu bewahren und in eine Utopie der Entbergung der entzauberten… …Geschichte eine homogene Einheit.“ 12 Kracauer [Anm. 6], S. 701. 13 Ebd. 14 Zum Begriff der Oberfläche als Metapher historischer Negativität vgl. Inka Mülder-… …und Gesellschaft der Moderne erhält erst durch seine Kontextualisierung mit Vergangenem und durch Einsichten in den Prozess seines Geworden-Seins eine… …repräsentieren eine wandelbare, flüchtige Form der Literatur und halten im Sinne des Barthes’schen punctum Zeitenbrüche fest. 23 Sie richten ihre Aufmerksamkeit… …begrenzten Schreibraums weisen sie eine Affinität für Verdichtungen in Metaphern 17 Roland Barthes: Die Vorbereitung des Romans. Vorlesung am Collège de France…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Widerfahrnis im Zeitgehöft

    Pathische Zeiterfahrung bei Paul Celan
    Iulia-Karin Patrut
    …Prozessualität und Struktur fragt. Sandro Zanetti hat mit „›zeitoffen‹. Zur Chronographie Paul Celans“ 3 eine beeindruckende Monographie vorgelegt, in der er die… …Ansätze antizipiert. I. Anfänge: Sinnliche Eigenzeit als Widerstand Schon im Frühwerk taucht eine dezidiert sinnliche Zeiterfahrung und damit die wohl… …April 1943 im Arbeitslager Tabăres¸ti entworfenen Gedicht, ist vom „Duft der Zeit“ (CGK 15) 11 die Rede, wobei das Ich eine verlorene Liebe evoziert… …2007, S. 7–31, hier: S. 25. 9 Bernhard Waldenfels: Antwortregister, Frankfurt/Main 1995. 10 Hartmut Rosa: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung… …zweifache, geradezu chiastische Figuration des Pathischen – die erlittene existenzielle und geschichtliche Zeit – prägt, so eine Hypothese dieses Aufsatzes… …, die gesamte Dichtung Celans. Sie ist eine der zentralen poetischen Figurationen, die sich vom Früh- zum Spätwerk hin wandelt, und die es hier näher zu… …Gedicht entstand 1957. Eine umfassende Übersicht der Titelimplikationen mit Blick auf den Band findet sich bei Jürgen Lehmann: Titel: „Sprachgitter“, in… …Gemeinsamkeit mit dem Du) und die Gewissheit der vollzogenen Trennung. Dem Ich widerfährt im Gedicht eine Wieder-Fahrt in die frühere Zeiterfahrung, im oben… …eines Brandes erfolgt auch hier im Gedicht neben der Erinnerung an sinnliche Zeiterfahrung eine Vergegenwärtigung menschengemachter Gewalt, die für… …‚hindurchgehen‘), die Celan auf die Sprache des Gedichts bezieht. Vgl. ebd., S. 219. 16 Eine Dimension des ‚Sprachgitters‘ könnte als die allenfalls im Modus der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    "In tausend Formen"

    Medien und Materialitäten in Goethes "West-östlichem Divan"
    Carsten Rohde
    …Bedingungsgefüge in seinem Spätwerk generell denkt und inszeniert. Es zeigt sich, dass sich für ihn damit auch eine Utopie der Vielbezüglichkeit und Vielförmigkeit… …verbindet, in welcher Medien und Materialitäten eine Dynamik der Transformativität ins Werk setzen. Mediality and materiality are two concepts and paradigms… …werden, das einen Inhalt oder eine Form transportiert. Das heißt, Medien sind nicht nur Bücher, Bilder, Tonträger. Auch Münzen, Briefmarken oder Kleider… …Wirklichkeit und Welt. Die einzelnen Entitäten kennzeichnet hier wie dort eine dynamische Zwischen- und Mittlerstellung in einem Feld variabler Koor- 2 Sybille… …Bathrik, Heinz-Peter Preußer: In Between – Das mediale ‚Dazwischen‘. Text, Bild und Ton im audiovisuellen Zeitalter. Eine Einleitung, in: Literatur inter-… …‚Intermedialität‘ in gewisser Weise eine Tautologie dar. Medien (/Künste/Subjekte) sind bzw. stehen immer schon zwischen anderen Medien (/Künsten/Subjekten). Es ist… …Dichter imaginiert und transformiert in seine Schrift, ist zugleich eine Vermittlung heterogen-diverser Zeichenmengen, die in Erscheinung treten, doch als… …Traditionen durch Goethe – diese Vorgänge transzendieren konventionelle, nicht zuletzt mediale Grenzziehungen. Daraus erwächst, in der Konsequenz, eine Utopie… …„Eine“ und das darin „unterschiedne“ miteinander vermittelt, beide verweisen gegenseitig aufeinander und sind also medial aufeinander bezogen. Wenn die… …Formen“ dann stellt Goethes Modell im „West-östlichen Divan“ eine bemerkenswerte Antwort darauf dar. Mittelbarkeit, Vermittlung, Vereinigung als zentrales…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Moderne Epigonen

    Die kreative Aneignung der Vergangenheit in Hugo von Hofmannsthals frühen Renaissancedramen im Kontext ihrer Zeit
    Sebastian Böhmer
    …seinem aus umfassender Traditionskenntnis und -aneignung stammendem (Früh-)Werk zumeist eine Reaktion auf die ‚Krisen‘ um 1900 – der Sprache, der Form, des… …Renaissancismus-Diskurs um 1900. Geschichte und ästhetische Praktiken einer Bezugnahme, hg. v. dens., Bielefeld 2017, S. 7–26, hier: S. 14. 5 Ebd., S. 13. Damit ist eine… …deutungsoffen und für eine wissenschaftliche Publikation unerwartet dramatisch eine „allgemeine Destabilisierung, in der das verunsicherte Ich [!] sich vergeblich… …massenpsychologisch einfühlend eine Unmöglichkeit, „das Kunstwerk“ als allumfassende gesellschaftliche Kraft zu installieren: „Es ist geradezu ein Kennzeichen der… …Böhmer schen Moderne auch eine Erfolgsgeschichte des Schreibens“ 11 sei, was er exemplarisch an Hofmannsthals sogenanntem Chandos-Brief von 1902 vorführt… …gewesen sei. Eine auf diese Weise an ihren Gegenstand anschließende Forschung droht, Hofmannsthals eigene Ansichten fortzuschreiben; sie strebt… …Mittelpunkt fehlt, es fehlt die Form, der Stil. Das Leben ist uns ein Gewirre zusammenhangloser Erscheinungen; froh eine tote Berufspflicht zu erfüllen, fragt… …, porträtierte in ihm die sogenannte Restaurationszeit. Den gelehrten Wilhelmi, eine für den Protagonisten Hermann wichtige Nebenfigur, lässt er sagen: Sie [die… …bliebenen Sonett „Epigonen“ von 1891, dessen Terzette, nicht ungewöhnlich bei dem jungen Autor, auch graphisch eine Einheit bilden: … und richtend wird es… …eine Anklage, die die eigene Poesie gegen die unzureichende Poesie der Gegenwart – sowie das ihr zugrunde liegende ‚Leben‘, um in Hofmannsthals eigener…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Der Frageklang des Klassischen

    Zur Bedeutung des Klassik-Problems in Walter Benjamins Stefan-George-Rezeption
    Demian Berger
    …wertvollen Hinweise und Anregungen zu großem Dank verpflichtet. 2 Vgl. Demian Berger: Theodor W. Adornos Stefan-George-Rezeption. Eine dialektische… …Mitte sie überwachsen. Jene Klassik, von der wir hier hören, ist eine späte und sehr staatsmännische Entdeckung des Kreises. […] Jede dialektische… …eine „dialektische“ und nicht bloß werkhistorische, Früh- und Spätwerk separierende Betrachtung, weil das Klassische und Romantische bei George durch… …ihrer Mitte“ wieder „überwachsen“ wird, eine klassische. In einem der letzten Briefe Benjamins an Adorno vom Mai 1940 heißt es, man könne heute kaum… …: eine ‚Rettung‘ Georges, […] so schlüssig wie es nur sein kann, so unaufdringlich, wie es sein muß, bewältigt“ (ABB 429 f.). Eine solche Rettung –… …, 279) – absolut zu trennen vermag, ihn gleichzeitig aber mit George bis zuletzt eine ästhetische Faszination verbindet. Und 3 Zur „Vernichtung der beiden… …heroisierende Betrachtung nicht leiste (vgl. WN 13.1, 277). Eine dialektische Betrachtung der George’schen Klassik wird sich prozesshaft vollziehen. Sie muss, um… …gewisse weltanschauliche, mithin (neo-)klassische Komponenten gegeben, die eine Annäherung an den Kreis möglich gemacht hätten. Das schließt ein kritisches… …Verhältnis im Einzelnen, etwa die ästhetizistische Kunstreligion betreffend, nicht aus. 6 Allerdings fällt Benjamins Beschäftigung mit George in eine relativ… …späte Zeit der frühen Phase und intensiviert sich erst nach 1914 und dem Bruch mit der Bewegung und 5 „Rettung“ ist bei Benjamin eine zentrale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2021

    Dirk Sangmeister, Martin Mulsow (Hg.): Deutsche Pornographie in der Aufklärung, Göttingen: Wallstein 2018.

    Hans-Edwin Friedrich
    …Gotha veranstaltete Ende Oktober 2015 eine Tagung, aus der der vorliegende voluminöse Band hervorgegangen ist. Die deutsche Pornographie des 18… …hinaus eine Vielzahl von Fallstricken: die Texte sind kaum verfügbar, sie liegen weitgehend im Schlagschatten der ästhetisch und philosophisch überlegenen… …es zu tun hat? Eine Antwort auf diese Frage bietet das Korpus, welches der Tagung zugrunde gelegen hat. Es besteht aus etwa 300 aus der Bibliographie… …und Laure“ eine Kompilation von „Galanterie und Bekehrung“ und dem „Merckwürdigen Leben einer sehr schönen und weit und breit gereisten Tyrolerin“… …erotischer Roman, gehe „nach 50 Seiten unversehens in eine absurde Geschichte über, diese in eine Mönchssatire, diese in eine Gespenstergeschichte und die… …, bearbeitet und entschärft, ihr aber auch widersprochen wird. Eine hervorragende Grundlage dafür bieten die Untersuchungen von Yong-Mi Rauch (S. 359–377), mit… …Herkunft immer wieder im Umfeld der Romantik vermutet wurde. Sie sei eine Fortsetzung der „Lucinde“ mit drastischeren ästhetischen Mitteln, die die… …anthropologisch relevante Frage behandelt, „ob es vielleicht einen unterirdischen Konnex, eine physisch-metaphysische Verbindung gibt zwischen Schmerz und Lust… …entstandene Ausgabe zeigt in der „Entkoppelung […] von der Moral wie vom Amoralismus“ (S. 591 f.) eine Ausdifferenzierung des Sexualdiskurses, die erst am Ende… …entsprechende Passagen in der „Mutzenbacher“ denkt, 4 ein „zunehmendes Versagen der Sprache“ (S. 526). – Ulrich Joost (S. 524–561) hat eine akribische Edition des…
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