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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Ingo Stockmann: Form. Theorie und Geschichte der formalistischen Ästhetik

    PD Dr. Lars Friedrich
    …philosophischen Ästhetik eine Werkausgabe meist fehlt, deutet das Desiderat an, dem Ingo Stöckmanns Monographie zur „Theorie und Geschichte der formalistischen… …Deutschen Idealismus berufen. Der herbartianische Formalismus stellt eine Wissenschaftspropädeutik bereit, die im Habsburg des 19. Jahrhunderts nicht nur die… …ff.). So scheint der staatsoffizielle Charakter des Herbartianismus die Voraussetzung für eine 1 Vgl. Ingo Stöckmann: Form, Theorie, Methode. Die formale… …theoriegeschichtlichen Bedeutung der formalen Ästhetik im 19. Jahrhundert, in: Scientia Poetica 19, 2015, S. 88–135; Texte der formalistischen Ästhetik. Eine… …. Denn er beschränkt das Denken der Form nicht auf eine Relationierung von Grundelementen, sondern strebt eine funktionale Bestimmung von Verhältnisreihen… …demonstriert wird, warum Zimmermanns Strukturanalyse eine funktionale Integration von Verhältnisbestimmungen gerade nicht zu leisten vermag (vgl. S. 521). Die… …. In seiner Akzentuierung der Übergängigkeit von Formen wird der Herbartianismus vielmehr selber als eine Schwellentheorie sichtbar, welche dem… …Formdenken in der Durchquerung unterschiedlichster Disziplinen eine „Expansionskraft“ verleiht, „die es weder davor noch danach besessen hat“ (S. 96). Seine… …2014, S. 17–42. 4 Insbesondere in Bezug auf die energetischen Voraussetzungen der herbartianischen Prozessformen wäre eine Auseinandersetzung mit… …, Darmstadt 1926, S. 77–99, hier: S. 86. 620 Buchbesprechungen Funktionalität“ behauptet die ästhetische Funktion nicht nur eine Differenz, sondern etabliert…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Jeongseon Hyeon: Zeit, Literatur und Sinn. Zu den Poetiken von Botho Straus und Rainald Goetz

    Dr. Lena Hintze
    …wieder aufgedeckt werden – durch eine ästhetische Erfahrung der Welt. Literatur nämlich bildet für Strauß den Ort der Begegnung mit dem vergessenen Mythos… …(vgl. S. 165). Damit einher geht bei ihm eine Abwertung des Alltäglichen und letztlich eine Forderung nach Absonderung vom Populären. Ganz anders… …Interpretation des Haupttextes stellt die Verfasserin zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Begriff des Abfalls voran und liest Goetz’ Tagesmitschriften für das… …sowohl vom Gestus her als auch in ihrer Wertung mit resolutem Anspruch auf, insofern sie eine allgemeine Gültigkeit suggerieren, was zuteilen allerdings…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Helmut Bottiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er - eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur

    PD Dr. Ingo Meyer
    …Buchbesprechungen Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er – eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur, Göttingen: Wallstein… …Philologenzunft. 2 Insofern ist Böttigers Angebot, das eine gute Mischung aus Trouvaillen und Erwartbarem präsentiert, zu begrüßen. Als emblematische Figur der… …Revolution, allesamt fraglos Leitvokabeln noch der Siebziger. So wird Peter Schneiders „Lenz“, eine bemerkenswerte kleine Erzählung von 1973, geschickt als… …ist schon da, der Text eine Art Stimmgabel, die den Sound der Siebziger vorgibt. Schneiders Lenz findet kurzzeitig hinter den Bergen Gemeinschaft… …genau weiß, dass „Die Palette“, Fichtes Erstling von 1968, auch sein „bestes Buch“ blieb (S. 205). Auf eine stringente Interpretation der fünf schmalen… …, und Uwe Johnsons „Jahrestage“ – eine „in sich stimmige Einheit“ (S. 373) – erhalten als ‚epochal‘ und ‚monumental‘ ausschließlich Zuspruch, als könnte… …Böttiger: Fritz Rudolf Fries und der Rausch im Niemandsland. Eine Möglichkeit der DDR-Literatur, Hamburg 1985. 4 Paul Nizon: Die Erstausgaben der Gefühle… …Gattungen o. ä. stattfindet, 7 wird paradox aus seinem Subjektivismus heraus eine Art neohistoristisches „wie es eigentlich gewesen“ suggeriert. Umso… …misslicher deshalb, dass jeglicher Nachweis fehlt, überprüf- oder auffindbar ist hier kein einziges Zitat. Dafür bietet der Band eine stattliche Menge von… …Versuch zur gleichen Epoche, vgl. Ingo Meyer: Nicht Fisch, nicht Fleisch. Literaturessay zu „1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ von Philipp Sarasin…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Lis Hansen: Poetische Müllszenen. Relationen zwischen Raumen, Figuren und Abjekten in der Gegenwartsliteratur

    PD Dr. David-Christopher Assmann
    …und Raum“, „Figuren des sozialen Unten“, „Objekte, Abjekte“ und „Müllszene Messie“. Jedes Kapitel diskutiert jeweils eine „charakteristische Müllszene[… …Befunde wie diese perspektiviert die Studie immer wieder auf eine gewinnbringende Weise literaturgeschichtlich, vor allem durch kurze Verweise auf… …beiden Texte kennzeichnet in Hansens Lektüre jeweils eine derart durchdringende Beschäftigung mit Müll, dass sich Folgen für „ihre Selbstbilder und ihre… …(S. 323). An den fraglichen Stellen werde die Entwicklung der Figuren mit der „Aufzählung von Objekten […] verschränkt“ (ebd.), so dass diese „eine… …Übermacht der Objekte über die Subjekte“ (S. 324) textuell vermittle. Die versiert geschriebene Studie trägt eine Reihe von gegenwartsliterarischen Texten… …eine besondere Relevanz zu. Nur zuzustimmen ist der Überlegung, dass „poetische[ ] Müllszene[n]“ gegenwartsliterarischer Texte auffallend oft…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2024

    Liste eingesandter Bücher

    …, Frühwerk und „Joseph in Ägypten“, Göttingen: Wallstein 2024. Schwarz-Scherer, Marianne: Lyrisches Erzählen. Eine Gattungsgeschichte der DDR-Ballade, Berlin…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …Tepl ............................... 327 Maximilian Benz: Konturen des Selbst in der Mystik nach Eckhart. Eine Komplementärgeschichte… ….................. 349 Beatrice von Lüpke: Eine Krankheit vor Gericht. Zur literarischen Kombinatorik in „Tanawäschel“ ......... 369 Johannes Traulsen: Dietrichs Buße… …das Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet“ (1545) ....... 455 Bernhard Luxner: Fabian Fleißner: Das Präfix giim Althochdeutschen und Altsächsischen. Eine… …: Mehrsprachige urbane Verwaltungspraxis. Eine Studie zu Sprachverhältnissen und Sprachwahlmechanismen in den Luxemburger Pièces des Comptes des 17. Jahrhunderts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    In meyner gedechtnüs lept sie mir doch ymmer: Zeit, Erinnerung und Schrift im "Ackermann" des Johannes von Tepl

    Christian Schneider
    …diametrale Zeitpositionen gegeneinander gespielt: zeitliche Unendlichkeit versus eine augustinisches Denken aufnehmende Darstellung des Todes als Figuration… …zeitlich dem Einsatz des Textes voraus, und ob sie eine persönliche Erfahrung des Autors widerspiegelt oder seiner Phantasie entsprungen ist, wird sich… …vermutlich nie mit Sicherheit ermitteln lassen. Sie erschließt sich erst sukzessive aus den Äußerungen der Figuren: Eine Frau ist jung, im Kindbett, verstorben… …mit dem Tod gemeinte Enden bedeutet kein Zu-Ende-sein des Daseins, sondern ein Sein zum Ende dieses Seienden. Der Tod ist eine Weise zu sein, die das… …. 117. 329 Christian Schneider untermauerte, hat Christian Kiening, in einer Fußnote, als eine simplifizierende Umdeutung kritisiert: Sie verkehre die… …stoische, auf die Gedankenwelt Senecas zurückgehende Argumentation für eine grundsätzliche menschliche Todesverfallenheit bei Johannes von Tepl „zur… …lässt sich durchaus so lesen, dass es in ihm nicht nur um eine – aus der Perspektive des personifizierten Todes gesprochen – rechtfertigende Begründung… …der Sterblichkeit des Menschen geht, 9 sondern dass diese Tödlichkeit als eine Weise unseres Daseins vorgestellt wird. Deutlicher als an der von… …gegenwertig, „anwesend“, gewesen (wann wir waren gegenwertig, do sie geporen wart, Kap. 4,11 f.). Eine ganz ähnliche Auffassung vom Tode als einer Art und Weise… …geworden sind und auch bei Johannes eine enge Verbindung eingehen: nämlich Erinnerung und Sprache bzw., wie man für die Figur des Ackermanns als eines Mannes…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Konturen des Selbst in der Mystik nach Eckhart

    Eine Komplementärgeschichte
    Maximilian Benz
    …KONTUREN DES SELBST IN DER MYSTIK NACH ECKHART Eine Komplementärgeschichte* von Maximilian B e n z , Bielefeld Abstract: Nachgezeichnet werden… …nacheckhartischen Mystik umreißen. In den urbanisierten Gesellschaften des Spätmittelalters wird zwar eine entschieden christliche, aber standesunabhängige… …menschliche Selbst als Kategorie indes allererst hervortreibt. Ohne zu behaupten, dass hier eine Vorgeschichte moderner Subjektivität zu entdecken sei… …, rekonstruiere ich angeleitet durch die Frage nach Praktiken des Vergleichens eine Komplementärgeschichte, die einen gegenüber der Moderne und ihren… …beginnt. Mühsam, aber durchaus providentiell gestützt erkämpft sich Iwein seine Identität zurück, die aber eben eine ritterlich-adlige ist. Man hat Fälle… …2023, S. 153–182. 4 Vgl. Bernhard Jussen: Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526–1535, München 2023, S. 365. 5 Vgl. Peter… …eigener Kanzonen vorlegt. Mir geht es nun nicht um eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem facettenreichen Text, die etwa zeigen kann, dass sich… …12 –, der aus ethischen Gründen „nicht nur riskant, sondern illegitim“ 13 sei. Auch die beiden Ausnahmen, die eine Rede von sich selbst legitimieren –… …wenn eine grande infamia o pericolo („große Verleumdung oder Gefahr“) 14 nicht beendet werden könne oder wenn auf dem Weg der Lehre grandissima utilitade… …Langthaler, Göttingen 2014, S. 109–122. 353 Maximilian Benz anonymer Verfasser auf eine konkrete Form der Rezeption, 24 transformieren dabei aber Eckharts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Eine Krankheit vor Gericht

    Zur literarischen Kombinatorik in "Tanawäschel"
    Beatrice von Lüpke
    …Abstract: EINE KRANKHEIT VOR GERICHT Zur literarischen Kombinatorik in „Tanawäschel“ von Beatrice v o n L ü p k e , Wien In „Tanawäschel“ wird eine… …Tode ins Geistliche überführt. Wie die anderen drei frühen Tiroler Fastnachtspiele auch irritiert „Tanawäschel“ als eine solche Montage und in seinem… …von der Gattung zu erweitern. Zu diesen Texten anderen Ursprungs gehört auch eine kleine Gruppe von vier ebenfalls im 1 Vgl. die Edition… …. Dresd. M. 183), hg. v. Klaus Ridder, Rebekka Nöcker, Beatrice von Lüpke, Berlin 2022. Auf die beiden Ausgaben, die zusammen eine an der Überlieferung… …noch dazu als „Unikum“ 3 hervorsticht: In „Tanawäschel“ (Nr. 1) hat eine zur Zeit der Entstehung epidemische virale Krankheit, eben der titelgebende… …Heiligkreuzspiel“ sind die vier frühen Tiroler Spiele von einer Hand aufgezeichnet worden. Claus Spaun hat sie dann in zwei Handschriften neu eingebunden. Eine… …, Göppingen 1993, S. 228–231. 370 Eine Krankheit vor Gericht richtsspielen wird der Prozess nämlich bis zum Todesurteil fortgeführt. Zudem besteht der… …eine Überarbeitung sein könnten (II.). Den interpretatorischen Konsequenzen dieser Montage und der ungewöhnlichen Darstellung von Krankheit gilt dann ein… …sich und seine Frau ernähren. Eine Nonne jammert, dass in ihrem Kloster vor lauter hůsten, rüczen vnd speÿben (Z. 119) die Gebetszeiten nicht mehr… …die Ratgeber-Reihe weitestgehend die Frage des Richters (vgl. Z. 184) ignoriert und dieser auf eine ausdrückliche Urteilsverkündung verzichtet. So wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2024

    Dietrichs Buße

    "Der Wunderer" im Kontext des "Dresdner Heldenbuchs"
    Johannes Traulsen
    …bislang für seine Deutung eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Demgegenüber wird hier argumentiert, dass insbesondere die Buße, die Dietrich von Bern… …auferlegt wird, eine wesentliche Veränderung gegenüber älteren heldenepischen Texten ist. „Der Wunderer“ lässt sich daher auch als Versuch der Integration von… …sei. Er bezieht sich dabei auf eine Rezension von Victor Millet. Vgl. Steve Riedl: Wissende – Helden – Schadensstifter. Zu den Figuren der… …„Wunderer“ 7 ist neben der „Virginal“ eine der beiden im „Dresdner Heldenbuch“ enthaltenen Enfancen, das heißt eine der Erzählungen von der Kindheit… …erschienen sind. Am Ort des Festes findet sich eine Dame ein, die Etzel um Hilfe bittet. Sie werde von einem Ungeheuer mit dem Namen ‚der wilde Wunderer‘ 8… …Festlegungen auf eine gattungsmäßige Zugehörigkeit sind für den „Wunderer“ allerdings wenig weiterführend, schon gar nicht, wenn sie zu so sperrigen Begriffen… …zurückzuführen, erbrachten allerdings auch nur wenige Indizien. 11 Anders argumentiert Florian Kragl, der vorschlägt, den „Wunderer“ nicht nur als eine Überführung… …höfischen und heldenepischen Anteile des „Wunderers“ marginalisiert allerdings eine weitere Dimension des Textes. Dieser weist nämlich eine ganze Reihe… …religiöser Elemente auf. Wenn man diese Elemente nicht ignoriert, lässt sich „Der Wunderer“ auch als eine Bearbeitung einer der zentralen Figuren der… …. 188–190; Behr [Anm. 4], S. 630. 8 Zum Namen ‚Der Wunderer‘ vgl. Kragl [Anm. 1], S. 451, der ihn als Verweis auf eine anderweltliche Sphäre liest. 9 Heinzle…
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