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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Kerstin Bartels, Musik in deutschen Texten des Mittelalters, Lang, Frankfurt/M. u.a. 1997 (Europäische Hochschulschriften 1601).

    Martin J. Schubert
    …, Die Monographie auf Grundlage einer Göttinger Dissertation (1996) hat sich ein enorm weites Feld gesteckt: die Darstellung und Funktion der Musik in… …gegliedert nach Ort und Anlass der musikalischen Aufführung: sie enthält drei Hauptabschnitte zu den Musizierenden (Musik der Engel, des Teufels und der… …überwiegt der Gesang: zwischen Otfried und dem späten 13. Jh. werden bei ihnen keine Instrumente beschrieben (S. 70f.); ihre Instrumente sind vor allem die… …durch die Bibel vorgegebenen Hörner (S. 93–99). Der Teufel reizt als Musikant und Sänger zum Tanz (S. 110–114). Der umfangreiche Abschnitt zur Musik der… …Menschen ist viergeteilt. Unter (I) „Musik der Kirche“ werden alle Formen des Gotteslobs behandelt: die durchgängig mit Gesang geschmückte Messe (S. 139)… …sowie ausgiebig die literarische Wiedergabe biblischer Szenen (S. 157–193). Auch bei (II) „Musik am Hof und in der Stadt“ werden für die Einzelsituationen… …, 256, 306). So stellt sich heraus, dass höfische Schilderungen der Musik bei Einzug und Fest prägend wirken für die Wiedergabe ähnlicher Szenen in… …nahezu ausschließlich Signalfunktion (S. 297). Verständlicherweise kurz ist der Abschnitt über (III) „Musik im Dorf“ (S. 347– 356), wo fast nur vom Tanz… …die Rede ist. Auch das Kapitel (IV) mit dem verbleibenden Rest („außerhalb des Hofes, der Stadt und des Dorfes“ – S. 357) bleibt übersichtlich: es… …behandelt die Musik bei Jagd, Reise und Kampf, wobei in allen drei Fällen der Einsatz von Signalinstrumenten überwiegt (S. 393). Ein abschließender Überblick…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Geschlossene Formen. Besetzung und Umbesetzung eines literaturhistorischen Sachverhalts, Berlin, 15.-16. Dezember 2000

    Ingo Berensmeyer, Kai Luehrs-Kaiser
    …Essay „Die Unschuld im Indirekten“ wies der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer darauf hin, das 19. Jahrhundert beginne mit dem Satz… …Formlosigkeit, auch die gefühlvollste, hat etwas Unwahres.“ In einer Kooperationsveranstaltung der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin/Zentrum für… …Literaturforschung (Projekt „Der auktoriale Diskurs in vergleichender Sicht“) und der Heimito von Doderer-Gesellschaft fand in der Zeit vom 15. bis 16. Dezember 2000… …Sachverhalts“ statt. In seinem Einleitungsvortrag wies Kai Luehrs-Kaiser (Berlin/ Wien) darauf hin, der Ausdruck „geschlossene Form“ scheine „an Texten einen… …Aspekt zu unterstreichen, der im Formbegriff bereits impliziert ist: den Sachverhalt einer bruchlosen Kontur“. Demgegenüber schreibe sich das Misstrauen… …gegenüber geschlossenen Formen von einer seit den 60er Jahren hervorgehobenen, scheinbaren Neigung der Form her, „ihre Einheit, sei’s dem Ausdruck zuliebe… …auch in der Romantik zu keinem eigentlichen Bruch in der Behandlung der Formen komme: In der Moderne trete zwar die Selbstthematisierung der Form im… …Kunstwerk stärker in den Vordergrund, lasse jedoch Form eher mit Kritik konvergieren als dieser zum Opfer fallen. In seinem Beitrag „Verzauberung der Form… …. Literaturgeschichtsschreibung bei Walter Muschg“ zeichnete Ralph Kray (Berlin) die Prämissen eines Literaturhistorikers nach, dessen Unabhängigkeit bei der Bewertung… …literarischer Werke ein ‚Systembewußtsein‘ erkennen lässt, das sich vom „Zauber der Abstraktion“ gerade nicht zu einseitigen Kategorisierungen verleiten ließ. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Kürenbergers tunkel sterne und die Rhetorik des magischen Sprechens - ein Liebeszauber

    Lorenz Deutsch
    …MISZELLEN Kürenbergers tunkel sterne und die Rhetorik des magischen Sprechens – ein Liebeszauber von Lorenz D e u t s c h , Köln Der tunkel sterne… …als tuo dû, vrouwe schoene, sô lâ du dîniu ougen gên sôn weiz doch lützel ieman, der birget sich, sô du sehest mich, an einen andern man. wiez under uns… …zwein ist getân. Kürenbergers tunkel sterne (MF 10,1) 1 wird gemeinhin als Thematisierung einer vor der Gesellschaft zu verbergenden, heimlichen… …Liebesbeziehung betrachtet. Diese auf Heimlichkeit beruhende Liebeskonzeption markiert unter dem Stichwort der tougen minne einen zentralen Aspekt des Minnesangs… …, unter dessen Maßgabe auch das vorliegende Lied aufgrund seines eindeutigen Verhaltensentwurfs in den Versen 2–4 integrierbar ist. Es ist der Entwurf einer… …Verheimlichungsstrategie, mit der die offensichtlich feindliche Gesellschaft getäuscht werden soll. Aufgrund dieser nahe liegenden und vermeintlich einsinnigen… …Interpretation überrascht es nicht, dass die Forschungsgeschichte zu tunkel sterne eigentlich eine Forschung zur ersten Zeile der Strophe darstellt… …. Auslegungsbedürftig erschien im Wesentlichen nur der Begriff des tunkel sterne. In den historischen Wörterbüchern kann man unter dem Eintrag stern, das Kompositum… …tunkelstern finden, das dort mit dem Abendstern identifiziert wird. Diese Gleichsetzung geht auf Jacob Grimm zurück, der diese Bedeutung allerdings gerade… …unserer Strophe MF 10,1 entnimmt, und zwar allein diesem Lied. 2 Dagegen hat die altgermanistische Forschung zunächst aufgrund der adjektivischen Fügung an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2023

    Sven Schöpf: "Schrift [...] fällt beim Lesen nicht ab wie Schlacke". Die buchmediale Visualität von Walter Benjamins Ursprung des deutschen Trauerspiels, Bielefeld: transcript Verlag 2022.

    Hamed Taheri
    …seiner Erstausgabe von 1928 auf; da, wo die graphische Darstellung der Druckschrift eine singuläre Besonderheit aufweist, welche die Wahl der Type, genauer… …die Form der Linie der gedruckten Buchstaben betrifft. Bekanntlich forderte Walter Benjamin für sein Buch eine gebrochene Schrift. „Auch winkt mir… …Verlag erschien, war der Text in einer Alten Schwabacher in dem Schriftgrad Korpus gesetzt. Diese graphische Erscheinung der Erstausgabe verschwindet in… …den Drucklegungen folgender Ausgaben. Nicht gestellt wurde bislang die Frage nach ihrer von Benjamin eindeutig ausgesprochenen Angemessenheit als der… …die Erstausgabe den einzigartigen Platz, den sie im Verlauf der Konstitution von Benjamins Buch nimmt. Hier wird der Raum von Benjamins Buch durch zwei… …zurückführt. Sein Unternehmen ist allerdings nicht das erste. Bereits Friedrich ­Podszus, Suhrkamps Lektor und Mitwirkender bei Theodor W. Adornos Edition der… …„Schriften“ Benjamins, hatte das gefordert. 2 Von den Untersuchungen jüngeren Datums, die der Studie Schöpfs vorausgehen, sind zwei zu erwähnen: 2016 deutete… …durch einen Faksimiledruck einen sicheren Zugang zum Raum der Erstausgabe. 3 Die Bedeutung des editorischen Akts Reuß’ reicht über die schlichte… …Reproduktion hinaus. Akribisch rekonstruiert er die gesamte semiotische Oberfläche der Erstausgabe des Buchs. Schöpf schlägt jedoch einen anderen Weg ein. Am… …Leitfaden der Frage, warum die Erstausgabe von Benjamins Buch „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ von 1928 nicht in einer Antiqua hätte gedruckt werden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Die Edition deutscher Texte des Mittelalters zwischen Handschriftennähe und Rekonstruktion. Berlin, 1.-3. April 2004

    Jürgen Wolf
    …Jubiläum der Editionsreihe „Deutsche Texte des Mittelalters“ (DTM) war auf der Berliner Tagung „Die Edition deutscher Texte des Mittelalters zwischen… …Handschriftennähe und Rekonstruktion“ der Anlass, vor dem rund 200 Fachvertreter die historischen Fundamente der germanistischen Editionspraxis und deren… …Zukunftsperspektiven diskutierten. Der Tagungsband wird als Beiheft zu editio erscheinen. Ein breites Spektrum editorischer Praxis entfaltete Karl Stackmann in seinem… …Eröffnungsvortrag zur Konzeption der DTM. Neben spezifischen Einzelfragen rund um die mittlerweile 84 DTM-Editionen kam die zentrale Bedeutung eines wohl austarierten… …Beziehungsgeflechts zwischen der Überlieferungssituation und den Anforderungen der Textsorte, den Intentionen und Präferenzen der Editoren und den Profilen des… …spielt der Editor als Individuum eine zentrale Rolle. So entscheidet seine ‚richtige‘ Auswahl der Leithandschrift über Wohl und Wehe der Edition. Stackmann… …vermerkte mit Bewunderung, dass die „Riesen, auf deren Schultern wir stehen“, d. h. nicht zuletzt die Gründerväter der DTM, oft mit einzigartiger… …Zielsicherheit die richtige Auswahl getroffen haben. Mit Fragen rund um die Edition althochdeutscher Texte (Wolfgang Haubrichs) stand gleich zu Beginn eines der… …wohl schwierigsten Felder der mediävistischen Editionspraxis auf dem Prüfstand, gilt es doch neben dem Primärtext unzählige marginal oder interlinear, z… …, dem Notwendigen und dem Sinnvollen einen gangbaren Weg zu finden, wobei die von Haubrichs entworfene Systematik geeignet scheint, der Heterogenität des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Bericht zur Tagung: Liberalismus (Be-)Denken. Konzepte europäischer Identität im frühen 20. Jahrhundert.

    Hannah Schultes
    …stellten Intellektuelle unterschiedlicher Nation vermehrt die Frage nach der europäischen Identität. Besonders in der Zwischenkriegszeit wurden antiliberale… …allumfassenden Kulturdiagnose verbanden. Die Journée d’étude, die in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vom 30. 09.–01. 10. 2021 stattfand, ist Teil… …eines internationalen Forschungsprojekts der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Barbara Beßlich) in Kooperation mit der Sorbonne Université Paris… …(Olivier Agard) sowie der Università Ca’ Foscari Venezia (Cristina Fossaluzza), und nahm diese bisher kaum beachteten Europa-Entwürfe zum Ausgangspunkt. In… …dezidiert nach den spezifischen Schreibstrategien der fachwissenschaftlichen, essayistischen und weltanschauungsliterarischen Texte. Gefördert wird das… …. Untergang der Erde am Geist“, die zwischen 1918 und 1930 in fünf erweiterten Auflagen publiziert wurde. Mit dieser weltanschauungsliterarischen Schrift… …reagiere Lessing auf die von ihm diagnostizierte europäische ‚Not‘, die aus der modernen Zivilisation und Bildung resultiere und sich in kriegerischer… …Darstellung der europäischen Kulturgeschichte. Demnach stelle Lessing einem euro-amerikanischen, durch Brutalität geprägten Lebensstil die besonnene asiatische… …pathologischen Notstand, den sie selbst verursacht haben, bis zu einem gewissen Grad wieder entschärfen sollen. Ausgehend von einem lexikalischen Befund – der… …zu Beginn der 1930er Jahre. An zahlreichen Textbeispielen aus den Essays „Expressionismus“ (1933), „Rede auf Stefan George“ (1934) und „Dorische Welt“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Jagd und höfische Kultur im Mittelalter, hg. v. Werner Rösener (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 135), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997.

    Joachim Bumke
    …, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997. Das Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen widmet sich schon seit längerer Zeit der Erforschung der höfischen… …Kultur im Mittelalter. 1985 erschien der von J. Fleckenstein herausgegebene Band „Das ritterliche Turnier im Mittelalter“, der die in Deutschland lange… …vernachlässigte Turnierforschung auf eine neue Grundlage stellte. 1990 folgte der Band „Curialitas. Studien zu Grundfragen der höfisch-ritterlichen Kultur“, in dem… …bearbeitet worden war. Der hier anzuzeigende Band „Jagd und höfische Kultur im Mittelalter“ setzt diese Reihe fort. Für die Jagd ist die Forschungslage… …. Daran kann auch der neue Band nichts ändern. Der Begriff „höfische Kultur“ wird hier sehr weit gefaßt. Einige Beiträge behandeln speziell die Verhältnisse… …in der Frühzeit, bis zurück zu den Jagdvölkern der Urgeschichte; andere beschäftigen sich mit der Jagd im Spätmittelalter; wieder andere haben den… …Fürstenhof im Hochmittelalter“, S. 123–147) sowie die ausgezeichnete, weit ausgreifende Darstellung der Jagdkritik von Th. Szabo „Die Kritik der Jagd – Von der… …Antike zum Mittelalter“, S. 167–229), die in der Würdigung des „Policraticus“ von Johannes von Salisbury ihren Schwerpunkt hat. Unter den historischen… …Beiträgen möchte ich die Abhandlung von Th. Zotz über die Bedeutung der königlichen Forstpolitik besonders hervorheben („Beobachtungen zu Königtum und Forst… …darzustellen. Der interdisziplinäre Charakter kommt am Schluß des Bandes in den literarhistorischen, archäologischen und kunsthistorischen Beiträgen zum Ausdruck…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Sangspruchdichtung. Gattungskonstitution und Gattungsinterferenzen im europäischen Kontext. Internationales Symposium Würzburg, 15.-18. Februar 2006, hg. v. Dorothea Klein zusammen mit Trude Ehlert u. Elisabeth Schmid, Niemeyer, Tübingen 2007, XIX und 406 Seiten.

    Manuel Braun
    …der vorliegende Band dokumentiert, feiert die (vorläufige) Fertigstellung des „Repertoriums der Sangsprüche und Meisterlieder“, 1 das eine der großen… …Leistungen der jüngeren deutschen Mediävistik darstellt, an der sämtliche philologischen Tugenden – Sachkunde, Fleiß, Sorgfalt – Anteil haben. Ein enormes… …Material ist damit auf mustergültige Weise erschlossen. Damit es nun auch wirklich genutzt wird, bedarf es der wissenschaftlichen Neugier auf eine Gattung… …, die modernen ästhetischen Erwartungen so gar nicht genügen will. Insofern ist der Versuch zu begrüßen – im Vorwort formuliert von den drei… …Herausgeberinnen –, „neue Perspektiven zur Erforschung der Sangspruchdichtung zu entwickeln“ (S. IX). Trotz mehrerer lohnender Beiträge wird man den fertigen Band… …, gemessen an diesem Anspruch, wohl für gescheitert erklären müssen. Das mag zum Teil auch auf das Konto der beiden Leitfragen gehen, die der Tagung vorgegeben… …besonders spezifische oder originelle Fragestellung, auch nicht im Kontext der neueren Sangspruchforschung. 2 Letztere fordert dazu auf, den deutschen… …Sangspruch verstärkt im internationalen Umfeld zu verorten und ihn zu verwandten Phänomenen aus der Romania oder der lateinischen Gelehrtenkultur ins… …Friedrich Wolfzettels und Levente Seláfs befassen sich mit nicht-lyrischen strophischen Dichtungen im Allgemeinen und der Gattung des Dits im Besonderen… …, wobei der Bezug zur Sangspruchdichtung lediglich in der vagen Vermutung besteht, dass es dort wohl verwandte Abgrenzungsprobleme gebe. Aus anderen Gründen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Kein Land in Sicht: Heimat - weiblich? Hg. v. Gisela Ecker. Wilhelm Fink-Verlag, München 1997.

    Ursula Töller
    …Buchbesprechungen Kein Land in Sicht: Heimat – weiblich? Hg. v. Gisela Ecker. Wilhelm Fink-Verlag, München 1997. Im Zentrum des Bandes steht der… …Begriff ,Heimat‘, der in seinen Bedeutungen für verschiedene Disziplinen diskutiert wird. Das Interessante an dem Diskurs des Sammelbandes ist allerdings… …Diskussion dieses universalisierten Begriffs. Daß der Anspruch eines solchen Diskurses nicht in einem ideologiekritischen Gestus verhaftet bleiben darf… …, entwickelt Birgit Erdle am „Motiv der versperrten Rückkehr“. „Eine der Enthüllung des fal- 283 Buchbesprechungen schen Bewußtseins oder Begehrens der Bilder… …Phantasieszene des coming home und verdoppelt damit gleichsam das schützende screening, ohne die Verkopplung der Wünsche in beiden Szenen zu bemerken.“ (188/89)… …, die verbietet, in der „Wiederkehr ein Selbes“ zu sehen. Eine solche Bewegung ist nicht nur „nicht mehr dialektisierbar“ (190), sondern entwickelt auch… …einen Begriff von Geschichte, der nicht in einem linearen oder zyklischen Kontinuum von Zeit verhaftet ist. Die „unmöglich gemachte Rückkehr an einen… …Ursprungsort“ ist gebunden an eine „Gedächtnis-Struktur“, die einem „In- Erinnerung-Rufen“ (201), nicht aber einer Rückkehr gleicht. Dieser Geschichtsbegriff, der… …eine grundlegende binäre Struktur und damit die Polarität zwischen ,Heimat‘ und Heimatlosigkeit hinterfragt, kann als Horizont aber auch als Ziel der… …einzelnen Beiträge gelesen werden. Der Diskurs innerhalb des Sammelbandes wird mit zwei kunsthistorischen Beiträgen eröffnet. Silke Wenk reflektiert die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Guido Schneider, er nam den spiegel in die hant, als in sîn wîsheit lêrte. Zum Einfluß klerikaler Hofkritiken und Herrschaftslehren auf den Wandel höfischer Epik in groß- und kleinepischen Dichtungen des Stricker, Essen 1994 (Item Mediävistische Studien/Item medieval Studies 1).

    Helmut Brall
    …Essener Dissertation von 1992 widmet sich einer Anzahl der durchweg bekannteren Texte des Stricker, dem „Pfaffen Amîs“, dem „Daniel von dem blühenden Tal“… …, der „Klage“, den „Minnesängern“ und der „Frauenehre“. Diese Denkmäler, allen voran der „Pfaffe Amîs“, haben in der germanistischen Mediävistik gerade… …bei der Entwicklung neuer Frageansätze und methodischer Konzepte sowie bei deren kritischer Diskussion große Aufmerksamkeit gefunden. Schon seit… …wissenschaftlichen Interesses, sondern auch die Erforschung des Werkzusammenhangs und der Gründe für den vom Stricker eingeleiteten Wandel der literarischen… …Ausdrucksformen mhd. Dichtkunst in der Zeit nach etwa 1220/30. Das bringt zwangsläufig die bei volkssprachlichen mittelalterlichen Dichtungen so schwer… …rekonstruierbare, häufig auch ganz verschlossene historische Individualität der Autoren ins Gespräch. Bei einem so vielseitigen und versierten Autor wie dem Stricker… …Werkes offenbar mit ganz besonderer Dringlichkeit. Diese Herausforderung an die Literaturgeschichte, eine Konstante der Strickerforschung seit Ludwig… …Jensen und Gustav Rosenhagen, nimmt auch die hier anzuzeigende Arbeit an. 124 Buchbesprechungen Der Verf. siedelt seine Untersuchung sowohl in einem… …sozial- und mentalitätsgeschichtlich wie in einem kommunikations- und medientheoretisch ausgerichteten Forschungszusammenhang an. In der Einleitung (S… …. 3–15) werden die Bemühungen der mediävistischen Forschung der letzten Jahrzehnte zum Werk des Stricker gewürdigt. Nach Meinung des Verf. kranken die…
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