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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2014

    Elisabeth Kampmann: Kanon und Verlag. Zur Kanonisierungspraxis des Deutschen Taschenbuch Verlags

    Matthias Bickenbach
    …Geschichte des Buchwesens bleibt für den Literaturwissenschaftler als Kontext der Werke eine Randbedingung. Wenn jedoch gezeigt werden könnte, dass und wie… …. Dass Verlage mit ihren Programmen Kanonisierungsstrategien betreiben, hat man immer schon vermutet. Doch wie misst man Kanon? Die Konkretisierung der… …Beobachtung, welche der dort publizierten Autoren bereits in Lexika, im Kindler und bei Wilpert, verzeichnet waren (vgl. 392). Aber die Frage nach der komplexen… …Größe des Kanons erfordert noch andere Analysen. Weder aus der Verlags- oder Verlegergeschichte noch aus dem empirischen Material allein lässt sich die… …, zurückgewiesen wird (mit Blick auf S. J. Schmidt und G. Stanitzek, vgl. 35ff.). Die Forderung der „kontextsensitiven“ Beobachtung macht jedoch die Vorgehensweise… …plausibel, indem theoretisch gestützte Beobachtungen für jede Ebene der Produktivität des Verlags gefordert sind, von einzelnen ‚Handlungsrollen‘ (Verleger… …, Lektoren, Literaturkritik) zur Institutionalisierung (Verlagsprogramm), von der Analyse der Materialität des Produkts (Covergestaltung, Reihendesign… …, Semantik der Klappentexte) bis hin zur öffentlichen Wahrnehmung als Akzeptanz- und ‚Resonanzbedingungen‘. Angesichts der unterschiedlichen Beobachtungsfelder… …erscheint ein Ansatz von flexiblen methodischen Zugriffen, der die Analyse sozialer Rollen (nach Bourdieu) mit systemtheoretischen Begriffen kombiniert, sowie… …Kanonizität vor, das mittels der Kriterien von Reichweite und Dauer das Kanonische etwa vom Bestseller, aber auch vom Klassiker zu unterscheiden erlaubt ohne…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Wilhelm Heinse: Die Aufzeichnungen. Frankfurter Nachlass, hg. v. Markus Bernauer u.a., 5 Bde., Hanser, München 2003 und 2005.

    Charis Goer
    …. Studium des Rechts und der Philosophie, Tätigkeiten als Hauslehrer und Bibliothekar, Reisen an den Rhein, in die Niederlande, die Schweiz und vor allem nach… …hat eine angemessene Würdigung der Schriften Heinses lange verhindert; bei Erscheinen erregten sie vorwiegend als Skandallektüre Aufmerksamkeit, später… …Manfred Dick 4 sowie vor allem der erstmals umfangreich kommentierten Neuausgabe des „Ardinghello“ durch Max L. Baeumer 5 die ernsthafte wissenschaftliche… …Auseinandersetzung ein, und durch die in den letzten Jahren herausgegebenen kommentierten Editionen der fiktiven Briefe „Über einige Gemälde der Düsseldorfer Galerie“… …(1776 f.) 6 sowie der frühen „Musikalischen Dialogen“ (1805, entstanden um 1770) und des Musikromans „Hildegard von Hohenthal“ (1795 f.) 7 sind inzwischen… …die Hauptwerke Heinses neu erschlossen. Die kommentierte Herausgabe der Nachlassaufzeichnungen Heinses aus der Stadtund Universitätsbibliothek Frankfurt… …am Main hebt nun die Heinse-Forschung auf ein neues Niveau, und nicht nur das: Sie liefert zugleich einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der… ….: Briefwechsel, hg. v. Hans Werner Seiffert, Bd. V, Berlin 1983, S. 211 [in der Vorlage gesperrt]. 2 Johann Wolfgang Goethe: Glückliches Ereignis, in: Ders… …, München 1972. 4 Vgl. Manfred Dick: Der junge Heinse in seiner Zeit. Zum Verhältnis von Aufklärung und Religion im 18. Jahrhundert, München 1980. 5 Vgl… …Gemälde der Düsseldorfer Galerie, in: Frühklassizismus. Position und Opposition. Winckelmann, Mengs, Heinse, hg. v. Helmut Pfotenhauer, Markus Bernauer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Harro Zimmermann, Aufklärung und Erfahrungswandel. Studien zur deutschen Literaturgeschichte des späten 18. Jahrhunderts. Wallstein Verlag, Göttingen 1999.

    Eberhard Hilscher
    …Probierstein der Wahrheit“ begreift. Sie ermutigt zu logischem Denken, Erkenntnis durch Erfahrung und Zurückhaltung gegenüber geoffenbarten Religionen, die… …ausgeweitet und Früh-, Spät-, „dunkle“ und „dritte“ Aufklärung ins Gespräch gebracht. Von dieser etwas „diffusen“ Epochenbezeichnung und einem „Projekt der… …„Aufklärungsbedarf“, aber augenscheinlich befinde sich die Vernunft in der Defensive und werde kaum noch beachtet bei „kulturellen Wertorientierungen“. Vor allem im… …Aufklärung im 18. Jahrhundert verabschieden und „Krisenerfahrungen“ berücksichtigen müßten. Bemerkenswert eine sogenannte dunkle Aufklärung mit Entdeckung der… …„faszinierenden neuen Formen der Datenspeicherung [… und] Wissensakkumulation“ hinzukommen (S. 60). Abschließend betont der Autor die Wichtigkeit der… …„‚vernünftigen‘ Werthorizonte von Humanität, Demokratie und Menschenrechten, von Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung“, die seit der historischen… …, Johann Georg Forster, Jürgen Habermas, Michel Foucault u.a. Obwohl er das Schlagwort „Dialektik der Aufklärung“ nennt (S. 21), erwähnt er 290… …Roy Porter. Der Verf. referiert, kontrastiert und kommentiert wirkungsvoll verschiedene Meinungen, wertet zumeist aktuelle Forschungsergebnisse aus den… …Informationen und Interpretationen, sogar noch in den Fußnoten (z.B. S. 17, 85, 212, 251, 290, 293, 336). In weiteren Aufsätzen behandelt der Bremer… …Literaturwissenschaftler mannigfache Erscheinungsformen der Spätaufklärung. Als Hauptpublikationsorgan der luminösen Denkungsart profilierte sich von 1783 bis 1795 die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2023

    Wie man seinen Mann entführt

    Die altjiddische "Mayse mi-Danzek" im Kontext frühneuhochdeutscher Crossdressing-Erzählungen
    Astrid Lembke
    …Ehefrau‘). Ein Vergleich zeigt, dass der Autor der jiddischen Geschichte zwei unterschiedliche nichtjüdische Konkretisierungen des Musters kannte und sie so… …von Angehörigen einer religiös und ständisch deprivilegierten Gruppe und ihren unbedingten Willen, ihre Lebensumstände auf Kosten der Reichen und… …; ein junger Mann, der im Verlauf einer Brautwerbung die Nachstellungen seines betrügerischen Halbbruders überlebt und als mächtiger Mann unerkannt seine… …Heimatgemeinde in Angst und Schrecken versetzt; und ein anderer junger Mann, der sich unabsichtlich beim Versteckspiel mit einer Dämonin verlobt, dadurch in 1… …Hochzeiten und Ehen sowie zwei Lieder des humanistischen Gelehrten, Grammatikers, Übersetzers und Dichters Elia Levita sind enthalten in der Handschrift… …Cambridge, Trinity College, F.12.45, entstanden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Es handelt sich hierbei um eine der interessantesten altjiddischen… …Handschriften, die zu dieser Zeit in Norditalien entstanden, also in einer Epoche, in der jüdische Einwanderer aus dem nordalpinen Raum noch überwiegend Jiddisch… …sprachen und schrieben, bevor sie nach und nach zum Italienischen übergingen. 1 Allen drei erzählenden Texten (der „Mayse mi-Danzek“, d. h. der „Geschichte… …aus Gdańsk/Danzig“; der „Mayse mi-Menz“, d. h. der „Geschichte aus Mainz“ und der „Mayse fun Würms“, d. h. der „Geschichte von Worms“) sind ihre… …Verbindungen zu nichtjüdischen literarischen Traditionen deutlich anzumerken. Besonders die erste Erzählung in der Handschrift, die „Mayse mi-Danzek“, die auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2019

    Minnesangs vriunde.

    Exklusive und inklusive Konsoziationsmodelle und Lizenzen höfischer Minnekommunikation
    Jan Mohr
    …einzelnen Werbenden bis zu einer Mehrzahl von Verehrern auf. Nachgezeichnet werden so Logiken von Integration, in denen der werbende Sänger in den Kreis der… …unauflöslicher staete und dem Bewusstsein, dass die Dame das Ich kaum überhaupt wahrnimmt. Es beginnt mit den Aporien, wie sie der Hohe Sang ausgeprägt hat und wie… …sie gerade in Reinmars überliefertem Textcorpus meisterhaft auf die Spitze getrieben sind. Noch nicht auffällig ist dabei, dass die Qualifizierung der… …Appell an die Dame aber ist, dass sich der Gedanke an lôn nicht einfach auf das Sänger-Ich selbst bezieht, sondern einen unbestimmten Plural voraussetzt… …: si ist vil guot – daz ich [] 2 iemer sprechen sol –, / tuo sî eht einez: si lône ir lieben und ir vriun- 1 Bekanntlich erprobt der Hohe Sang in immer… …diese Unterscheidung an der Sache vorbei? Aus welcher Perspektive erfolgt die Einordnung als Vertraute – von seiten des Ich, von seiten der Dame selbst… …oder durch ein irgendwie vorausgesetztes (mit der ‚Öffentlichkeit‘ zu identifizierendes?) Kollektiv? 4 Wie will man hier vriunde verstehen; worin könnte… …ein lôn für diese bestehen, und wird dieser ungerichtet oder nach Maßgabe der (Ab-)Leistung von dienest vergeben? Haben sich mehrere männliche Verehrer… …in den dienest der Dame gestellt? Der Satz, der übrigens für den Gedankengang der weiteren Strophen keine Rolle spielt, wirft Fragen auf, die nicht nur… …, und auf Logiken von höfischer Konsoziation, für die der Sang thematisch-semantische Ressourcen zur Verfügung stellt. Dass diese Logiken für die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Masse/Lessing

    Editoriale Paratextualität bei Friedrich Schlegel
    Christopher Busch
    …Literaturwissenschaft kein begriffliches Instrumentarium entwickelt, das in der Lage ist, Editionen in ihrem historischen Kontext zu beschreiben. Unter Rückgriff auf… …Genettes Überlegungen zur Paratextualität wie Kittlers Analyse von Aufschreibeystemen entwickelt der Aufsatz das Modell einer medienkulturwissenschaftlich… …of the edition can be interpreted as a genuine contribution to the history of philology. I. Die Rezeptionsgeschichte der dreibändigen Lessing-Edition… …: Friedrich Schlegel und Gotthold Ephraim Lessing, Wien 1919; Elsbeth Bonnemann: Lessingkritik und Lessingbild der Romantik, Köln 1933, S. 24–100; Hans Eichner… …als KFSA unter Angabe der Bandnummer), hier: Bd. II (1967), S. IX–CXX, xxxx (Fortsetzung der Fußnote auf S. 162) 161 Christopher Busch Philologen Johann… …Arbeit kosteten, und wovon bey weitem der größte Theil fremdes Gut ist.“ 2 Diese Abwehrreaktion unterstreicht wohl wie sehr Eschenburg, der sich selbst vor… …Buchhändlerspekulation“ 4 . Frühe Arbeiten über Lessing und Schlegel schließen sich dieser Deutung durchaus noch an 5 , werden mit der Zeit aber durch differenziertere… …Urteile ersetzt. 6 Die Aufnahme (eines Teiles) der Edition in den dritten Band der „Kritischen Friedrich-Schle- hier: S. XXVIII–XXXV u. S. CII–CV; Ders… …Application in his Critique of Lessing, in: Studies in Romanticism 19, 1980, S. 163–192; Klaus Peter: Friedrich Schlegels Lessing. Zur Wirkungsgeschichte der… …Konversionen, in: Athenäum. Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft 18, 2008, S. 101–121. 2 Neue Allgemeine Deutsche Bibliothek 102, 1805, H. 1, S. 86–92…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Hohe Kunst und Zeitungswaren

    Christian Meierhofer
    …M e i e r h o f e r , Bonn Der Beitrag untersucht die beiden journalistischen Projekte Kleists, den „Phöbus“ und die „Berliner Abendblätter“, in Bezug… …Verschiedenartigkeit der bedienten Gattungsmuster bezwecken nicht nur eine vordergründige Unterhaltung beim Lesen, sondern auch die kritische Reflexion… …beiden Periodika geworfen werden, der die publizistischen Kontexte um 1800, aber auch weiter zurückreichende Traditionslinien der Nachrichtenprosa… …berücksichtigt. Das scheint notwendig, weil das von Kleist explizit formulierte Ziel, „das Volk von dem zu unterrichten, was in der Welt vorfällt“ 4 , nicht… …Verfahren und Absichten der Beiträge zu erklären. Es lassen sich grundlegende Diskrepanzen zwischen augenscheinlicher Schreibintention und textueller… …wird wohl den ganzen Vorrat seiner Tätigkeit brauchen, um die Sonnenpferde zu füttern.“ 6 Die Lakonik, mit der hier Goethe Anfang 1808 den soeben von… …Monatsschrift mit ausreichender Materialfülle zu betreiben, zum anderen die notwendige Qualität der gesammelten Beiträge, um im Wettbewerb mit anderen Journalen… …zu bestehen. 7 In der Tat ist die zeitgenössi- 2 Michael Rohrwasser: Eine Bombenpost. Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben, in… …: Heinrich von Kleist, hg. v. Heinz Ludwig Arnold, Text + Kritik Sonderband 1993, S. 151–162, hier: S. 151. 3 Klaus Dieter Zimmermann: Kleists „Der neuere… …(glücklichere) Werther“, in: Ebd., S. 163–169, hier: S. 163. 4 Heinrich von Kleist: Lehrbuch der französischen Journalistik, in: Ders.: Sämtliche Werke und Briefe…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Brigitte Weingart: Ansteckende Wörter. Repräsentationen von AIDS, Suhrkamp, Frankfurt/Main 2002.

    Elisabeth Strowick
    …Ansteckung im Sinne der spielenden Überbrückung von Diskurs- 313 Buchbesprechungen grenzen bzw. schrankenlosen interdiskursiven Rückkoppelung als Paradigma… …Unterschiede der verschiedenen Konzeptionen von Ansteckung übergangen würden. Im Unterschied zu der Tendenz, Ansteckung als metadisziplinäres Konzept zu… …etablieren, ist das Anliegen von Brigitte Weingarts in der edition suhrkamp erschienener Studie „Ansteckende Wörter. Repräsentationen von AIDS“ gerade die… …Analyse der politischen, historischen sowie gesellschaftlich-kulturellen Implikationen der Repräsentationen von AIDS und der in ihnen zirkulierenden… …konzentriert sich auf die deutschsprachigen Diskussionen und Rezeptionen von AIDS in den 1980er und frühen 1990er Jahren, wobei auch der dafür relevante… …US-amerikanische gesellschaftspolitische und theoretische Kontext konturiert wird. Neben der diskursanalytischen Untersuchung der Repräsentationen von AIDS macht die… …Literaturwissenschaftlerin Brigitte Weingart die jeweiligen Repräsentationsverfahren selbst zum Gegenstand der Analyse. Weingart fokussiert künstlerische Techniken, die sich… …autopathographische Texte (z.B. Krankheitsprotokolle, Tagebücher) unberücksichtigt bleiben, ist methodisch begründet: Instruiert von Michel Foucaults Analysen der Macht… …Techniken des „Parazitierens“ (S. 47) der Begriff der Repräsentation, den die Studie im Titel führt, seinerseits in die Krise gerät, wird von Weingart nicht… …nur auf theoretischer Ebene erörtert, sondern auch in 1 Vgl. Friedrich Kittler: Pest und Cholera. Die Geburt der Kulturwissenschaft aus dem Geiste…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Welchen Status hat thâr im altsächsischen und althochdeutschen Relativsatz?

    Natalia Pimenova
    …Relativsatz oft mit dem Status der westgermanischen Relativpartikel *þe gleichgesetzt wird. Das as. thâr weist eine syntaktische Autonomie und eine konsequente… …deiktische Rolle in der Opposition mit hêr („hier“) auf; beim ahd. thâr im Relativsatz ist ein partieller Verlust der deiktischen Empfindlichkeit, eine… …beginnings of grammaticalisation in the direction ‘main word’ > ‘auxiliary word’. I. Einleitung Der Gegenstand dieses Beitrags ist die Funktionsleistung und… …der grammatische Status des Wortes thâr in altsächsischen und althochdeutschen Relativsätzen. Als vollwertiges Adverb hat thâr die Bedeutung „dort… …; damals“; das ‚relative‘ thâr steht an der ‚Grenze‘ des Haupt- und Nebensatzes, wo es als fakultatives Element meistens das Relativpronomen begleitet, man… …vergleiche im altsächsischen „Heliand“: (1) Thô sprak eft the frôdo man, the thar consta filo mahlian. (Hel. 225) „Dann sprach wieder der weise Mann, der dort… …of morphosyntactic parameters“) und dem Institut für moderne Sprachforschung (Moskauer Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität). 2 Der… …Parallelismus zwischen der altsächsischen und althochdeutschen Relativsatzeinleitung PROREL – thâr und der altenglischen PROREL – þe gestützt. Während aber das… …altenglische þe morphologisch und syntaktisch eine typische nicht satzgliedfähige Partikel darstellt, besteht die Schwierigkeit der Interpretation von *þâr darin… …ursprüngliche Funktion als Ortsangabe in einigen Kontexten sehr deutlich zum Vorschein kommt. Bei der Analyse von altsächsischen und althochdeutschen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2024

    Das Fotogedicht

    Zur (Wieder-)Entdeckung einer intermedialen Gattung
    Stephanie Catani, Michael Will
    …Fotogedicht rückt dieser Beitrag eine fachübergreifend weitgehend unbeachtet gebliebene intermediale Gattung in den Fokus, die ab Sommer 2024 in einem von der… …DFG geförderten Projekt an der JMU Würzburg erforscht wird. Der Beitrag skizziert die Ausmaße und die Diversität des bisher erarbeiteten Korpus und… …. Fotos kommen zur Sprache 1 Im November 1930 erscheint im „Uhu“, dem stilprägenden Kulturmagazin der Weimarer Republik, das Gedicht „Betten-Ballade“ von… …hätten. Es kann schon sein. Und man blickt näher hin. 1 Im Frühwerk Erich Kästners sind Text-Bild-Bezüge eine auffallende Konstante, auch jenseits der bei… …Catani und Michael Will Man sieht den Nachttisch und die kahlen Wände und etwas Dämmerung und etwas Licht. Der Fotograf zeigt nur die Gegenstände. Die… …gegangen, hätte der „Uhu“ den Text nicht mit einer entscheidenden Beigabe versehen: Das aus sechs Strophen bestehende Gedicht wurde zusammen mit einem… …Geschichten. Dabei referiert der Text auf das Foto und vollzieht eine deskriptiv-reflexive Bildkritik, in der auch das auslösende Moment für die Genese von… …Poesie zur Sprache kommt: „Man sieht zwei Brillen und beginnt zu dichten“, heißt es in der fünften Strophe dieses Dinggedichts, das über die Dinge spricht… …von Remo Hug herausgegebenen Band „Lieschen Neumann will Karriere machen. Die Uhu-Gedichte“, der zum 125. Geburtsund 50. Todestag Erich Kästners… …Kästners „Betten-Ballade“ ist kein Einzelfall, sondern ein prominenter Vertreter eines intermedialen Genres, das sich seit der Jahrhundertwende um 1900 in…
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