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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Walter Benjamin: Einbahnstraße, hg. v. Detlev Schöttker unter Mitarbeit v. Steffen Haug (= Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe, hg. v. Christoph Gödde u. Henri Lonitz, Bd. 8); Siegfried Kracauer: Straßen in Berlin und anderswo. Erweiterte Ausgabe, mit einem Nachwort hg. v. Reimar Klein

    Eva Axer
    …verspätetes Dokument seiner Zeit wenig beachtet (vgl. SiB 251). Nun erscheint eine Lese-Ausgabe mit 19 Texten, die – so der Herausgeber Reimar Klein – „Kracauer… …„Einbahnstraße“ eine erneute Publikation im Rahmen der „Kritischen Gesamtausgabe“ der Schriften Benjamins; sie wurde ebenfalls um einige, größtenteils bereits in… …rücken wie eine Idee vom „Noch-Nicht-Bewußten“ 4 , d.h. von den Möglichkeiten, gewähren (vgl. SiB 236). Die Gegenstände des Interesses sind deshalb gerade… …das Unscheinbare und Ausgestoßene, das Veraltete und gerade im Veralten Begriffene – ihm gibt Kracauer mehr noch als Benjamin eine Stimme, ein Gesicht… …unmerklich in Bewegung geraten, wo ein besonderer Glanz sie überzieht und der Erwachsene in eine Ferne gezogen wird, deren Ausmaß er zuletzt als Kind glaubte… …durchmessen zu können. – Orte also, an denen es flackert und schwankt, und wo jeden Moment eine Veränderung oder Verwandlung der Zustände zu erwarten ist. Hier… …bedenken. Der Stellenwert der Sprache bildet denn auch eine der deutlichsten Demarkationslinien zwischen Kracauer und Benjamin. Während Kracauer mehr auf… …wesentlicher Unterschied von Kracauers „Straßen in Berlin und anderswo“ und Benjamins „Einbahnstraße“ liegt in Benjamins Bemühen, aus den Texten eine… …„Organisation oder Konstruktion“ 8 – eine Straße zu kreieren, die in bestimmten Anordnungsprinzipien wie der Gegenüberstellung anschaulich wird. Die Überschriften… …„Einbahnstraße“ ein aphoristisches Buch (vgl. WuN 8 554); eine Debatte des Denkbild-Diskurses, die der Frage nach dem Erfolg oder auch der Angemessenheit des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Peter Macardle: The St Gall Passion Play. Music and Performance

    Kaus Wolf
    …Passionsspielen des Mittelalters der Vergleich mit neuzeitlichen Oratorien nahe. Allerdings überliefern die wenigsten Spielhandschriften eine musikalische Notation… …hier bereits einzuwenden, dass für eine zweifelsfreie Identifizierung der liturgischen Gesänge im Mittelrheinischen Passionsspiel die Grundlage eher… …antiphonam ‚Dominum Deum tuum adorabis‘ stellt zwar eine (schon von Pflanz identifizierte) fastenzeitliche Antiphon dar, aber „this relatively common chant… …zunächst (S. 159) großräumig in einem Dreieck Oppenheim-Mundenheim-Landstuhl, was – wie er hervorhebt – mit Hugo Stopps Sprachanalysen 6 koinzidiert; eine… …Juden Meir ben Isaak gedacht werden. Beim Bühnenjuden Rufus, der neben den Hohenpriestern als Wortführer der Gegner Jesu agitiert, wäre eine… …Identifizierung mit Maharam (Morenu Ha Raw Meir) oder Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburg denkbar. Vielleicht ist dies aber zu volksetymologisch gedacht und eine… …Frankfurter Dirigierrolle jedoch immerhin in eine friedliche Judentaufe mündet; zu einem Pogrom ist es in Frankfurt wie in Worms dann erst im Gefolge der… …, dass für eine Wormser wie Oppenheimer Passionssaufführung des 14. Jahrhunderts archivalische Zeugnisse fehlen. Leider lesen wir von all diesen… …. Keineswegs teile ich Macardles Optimismus für eine methodisch vergleichbare und inhaltlich dann ähnliche liturgiewissenschaftliche Untersuchung und… …Bühnengesänge des Mittelrheinischen (Wormser?) Passionsspiels eine gewinnbringende Ergänzung der Ausgabe von Rudolf Schützeichel darstellen, weil sie erstmals an…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Svetlana Petrova: Die Interaktion von Tempus und Modus. Studien zur Entwicklungsgeschichte des deutschen Konjunktivs

    Richard Schrodt
    …beginnt sich neuerdings eine Auffassung durchzusetzen, die sich auf die bahnbrechenden Arbeiten Peter Wunderlis 1 berufen kann: Es gibt nur einen abstrakten… …das Present Perfect im Englischen: eine kontrastive Analyse. Dissertation (A) Berlin 1981. 3 Rolf Thieroff: Das finite Verb im Deutschen. Tübingen 1992… …Verbalphrasen wie dem Konditional und dem Konjunktiv Plusquamperfekt (hätte gesungen) – eine etwas unglückliche Ausdrucksweise, denn gemeint ist hier die ganze… …jedenfalls hat die intensive Diskussion zur Weinrich’schen Tempusauffassung deutlich gezeigt. Das Grundproblem besteht wohl darin, dass für eine synchronische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Schreiben, Zeichnen, Denken. Zu vier Skizzen Robert Musils aus dem Nachlass zum „Mann ohne Eigenschaften“

    Sabine Mainberger
    …im Textuellen aufgehen oder eine eigene Dynamik entwickeln. Die Analyse versucht an diesem Beispiel vorzuführen, dass und in welcher Weise graphische… …nur eine Lust am Kuriosen und Anekdotischen, das Plaisir, den Autor beim Herumtrödeln auf dem Blatt ertappt zu haben o.Ä. Sie lassen vielmehr eine ganze… …Reihe von Funktionen erkennen: Eine kleine Karte entwirft etwa den Schauplatz, von dem im Text die Rede ist, eine Linie visualisiert den Erzählverlauf… …, Arbeitsmethoden; der Griff zur zeichnerischen Skizze ist darin ein Moment von vielen und zeigt bei näherem Hinsehen seinerseits eine breite Palette von Spielarten… …wissenschaftlich-technischen Zusammenhang erinnern. Noch eine andere Art Zeichnungen dürfte er indes, zumindest vorübergehend, gepflegt haben: topographische oder… …kartographische Darstellungen. Damit hatte seinerzeit jedes männliche Wesen zu tun, sofern es eine gewisse Phase seines Lebens in Militärausbildung und… …Militärdienst zubringen musste – in Musils Generation die große Mehrheit. 3 Eine entsprechende Fertigkeit hat daher wenig mit individuellen Neigungen und Talenten… …Über der ersten Skizze (Abb. 1) steht „Zu Rm. v. Horn“ [Zu Rittmeister von Horn], d.h., sie bezieht sich, genau wie die folgenden, noch auf eine Romanfi-… …Blatt gleicher Größe wie das vorherige wird im Querformat verwendet – enthält drei Zeichnungen, darunter eine Art verschlungene Bänder oder Flechtmuster… …einen Arbeitsprozess auch durchaus üblich. Eine entscheidende Funktion hat immer wieder die Organisation der Seite in Kolumnen oder Abschnitte, Listen und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Zu den Handschriftenverhältnissen des „Nibelungenliedes“. Die Verbindungen zwischen den Redaktionen I, d, n und k

    Walter Kofler
    …, Vorchdorf Da die Handschriften I und d des „Nibelungenliedes“ signifikante Übereinstimmungen im Strophenbestand aufweisen, wurde auf eine Verwandtschaft… …1517) 4 ; überdies wurde – wie auch in k – die „Klage“ weggelassen. Weiters auffällig sind insbesondere I und d: Die kurze Einleitung bietet eine… …weitgehend schnörkellose Handlungsfolge, während in den übrigen Textzeugen der Hof der Burgondenkönige umständlich vorgestellt wird (5–10) und eine längere… …Nibelungenliedes, Berlin 1963, S. 153. 52 Zu den Handschriftenverhältnissen des „Nibelungenliedes“ überdies die Hss. AL und k im Bereich der Strophen 15–18A eine… …den Strophenbestand an eine Nebenvorlage angleicht, die eigenen Lesarten jedoch weitgehend beibehält, scheint ungewöhnlich, ist aber nicht unmöglich… …Strophen aus dem liet-Kontext, die sich durch eine gemeinsame Anordnung und übereinstimmende Lesarten auszeichnen. Darüber hinaus zeigen sich in I – nicht… …jedoch in d – weitere Eigenheiten: eine radikale Kürzung des Umfangs der „Klage“ sowie zahlreiche mit C(a) übereinstimmende Lesarten. Vermutlich wurden… …Vermutlich handelt es sich bei Str. 12A um eine eigenständige Erweiterung von k (vgl. Lunzer, S. 467 und Springeth [Anm. 3], S. 384). 7 Vgl. Kochendörfer [Anm… …„Nibelungenliedes“ die Misch- und Sonderredaktionen eine nicht unwesentliche Rolle. Die Methoden, die zur Verknüpfung der nôt- und liet-Teile angewandt wurden, sind… …zur Verfügung gestanden sein. Daher griffen sie für die Hauptteile beider Texte auf eine andere, der nôt-Fassung zugehörige Handschrift zurück. 12 Auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Gabriel Viehhauser-Mery: Die „Parzival“-Überlieferung am Ausgang des Manuskriptzeitalters. Handschriften der Lauberwerkstatt und der Straßburger Druck / Robert Schöller: Die Fassung *T des „Parzival“ Wolframs von Eschenbach. Untersuchungen zur Überlieferung und zum Textprofil

    Bernd Schirok
    …Bumke als Fassungen bezeichnet. Zwei Fassungen unterscheiden sich nicht dadurch voneinander, dass die eine ‚richtig‘, die andere ‚fehlerhaft‘ ist, sondern… …Hilfe Handschriftengruppen unterhalb der Fassungsebene gegeneinander abgrenzen. Bumke hat diesen Sachverhalt damit zu erklären versucht, dass quasi eine… …Sinne, und muss eine Fassung dabei eine eigene inhaltliche Konzeption repräsentieren oder können es auch erzähltechnische Eigenheiten sein? Wieviel… …Gestaltungswille konstituiert in quantitativer und qualitativer Hinsicht eine Fassung? Muss eine Fassung eine einheitliche Linie erkennen lassen? Inwieweit spielen… …medialen Aspekte (Handschrift, Druck) oder die Kombination mit anderen Texten eine Rolle? Es ist also alles andere als fester Boden, den die hier… …machen“. Daher werde man „davon ausgehen können, dass hier eine geschlossene Bearbeitungstendenz vorliegt, die gesichert bereits im *m-Text des 14… …; immerhin wird aber an einer Stelle für *mno eine „sekundäre Umformung“ erwogen (S. 212). Jedenfalls stellt sich hier (und später) die Frage nach der… …ästhetischen Maßstäben“ scheint alles „darauf hinzudeuten, dass *m eine Bearbeitung11 einer zugrunde liegenden, ‚unklareren‘, ‚dunkleren‘ und rhetorisch… …Überschriften und Bildern gegenüber, die sehr wohl auf eine Aktualisierung des Romans und seine Einordnung in den Verstehenshorizont des Publikums abzielt. Die… …Kapitel „IV Gliederungsmittel“ (S. 237–466) gewidmet. Bei der Großgliederung lassen sich zwei Überschriftentypen unterscheiden (S. 304 f.), eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Evelyn Scherabon Firchow (Hg.) unter Mitarbeit von Richard Louis Hotchkiss: Der Codex Vindobenensis 2681 aus dem bayerischen Kloster Wessobrunn um 1100.

    Diplomatische Textausgabe der Wiener Notker Psalmen, Cantica, Wessobrunner Predigten und katechetischen Denkmäler. Mit Konkordanzen und Wortlisten auf einer CD
    Ernst Hellgardt, Volker Deubel
    …untereinander und mit dem Psalter ein Textensemble sui generis. In welcher Weise, das lässt sich im Einzelnen durch eine kodikologische Analyse der Handschrift… …des Gebrauchszwecks des Textensembles im Ganzen wäre das wohl interessant, aber kaum ausreichend. 6 Grundlage war für den Psalter der Handschrift eine… …zeilen-, spalten- und seitengetreu mit der zweispaltigen Handschrift in eine Computerversion umgewandelt, dann von Firchow auf Papier und schließlich anhand… …Fragment von Urbana sind nicht berücksichtigt; dazu vgl. [Anm. 7]. 106 Buchbesprechungen auf eine Handschrift von Gottfrieds ‚Tristan‘. 7 Das ganze Verfahren… …absoluter Objektivität. Solche Objektivität gibt es nicht, und hierzu in eine grundsätzliche Kritik einzutreten, halte ich nicht für sinnvoll. So kann ich z.B… …beginnt aber in Wirklichkeit nicht erst, nachdem durch eine Edition nach Firchows Richtlinien ein „unbeschränkter Zugang zur Überlieferung“ hergestellt ist… …, sondern konkret notwendig und immer schon gleich beim Einblick in die Handschrift. Was dabei herauskommt, z.B. eine „diplomatische Ausgabe“, ist auf die… …eine oder andere Weise immer schon Ergebnis dieser „Unterhaltung“, so selbstverständlich und in spezieller Weise auch die hier vorliegende Ausgabe des… …schon damit nicht mehr. Denn die Differenzierung der Texte als fett und nicht fett legt eine Hierarchisierung ihrer verschiedensprachigen Textbestandteile… …Münchener, Nürnberger und Urbanaer Fragmente. Der jetzige Zustand der Handschrift ist doch nichts Anderes als eine überlieferungsgeschichtlich irrelevante…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Wolf Gerhard Schmidt: Zwischen Antimoderne und Postmoderne

    Kai Bremer
    …erster Linie literaturgeschichtlich und -theoretisch legitimiert ist. Weiterhin stellt sich die Frage, warum Schmidt nicht einfach eine… …begegnen, das deutsche Theater dieser Jahre sei ‚anti-modern‘ oder zumindest konservativ gewesen (wobei ‚anti-modern‘ von Schmidt zu oberflächlich als eine… …philologischen Ursprungs ist. Besonders die Frage, ob es sinnvoll ist, die einzelnen ‚Narrative‘ als eine Art Summe von ‚Diskursen‘ zu begreifen, sei dahin… …Auseinandersetzungen mit der Instanz des Dramatikers und mit zentralen Protagonisten-Typen nicht weniger als eine überzeugende Gattungstypologie. Schmidt legt hier… …erneut eine inhärente Dialektik frei – nun eine innerhalb der Dramatik dieser Jahre –, indem er zunächst die Typologie entwickelt und dann ihre ‚Aufhebung‘… …Neubewertung der Epoche führen werden (wie Schmidt eingangs meint), sei dahingestellt. Viel wichtiger ist, dass damit nicht weniger als eine Systematik des… …Studie wäre am Ende eine Zusammenfassung wünschenswert. Sie hätte die Rezeption dieses in jeder Hinsicht gewichtigen Buches ohne jeden Zweifel erleichtert… …eine Ende gekommen ist, sondern dass vielmehr ‚nur‘ die Kärrnerarbeit in diesem weiten Feld erledigt ist. Das gilt aber nicht nur im Hinblick auf den… …Nachkriegsdramatik als eine Art Übergangsphase betrachten sollte, in der sich sukzessive das Postdramatische Bahn bricht, um letztlich das Drama zu verabschieden… …. Schmidt konzentriert sich mit guten Gründen auf die Zeit von 1945 bis 1961 und entdeckt eben dadurch eine Blütezeit des Dramas, wo andere eine ‚Dürrezeit‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Novelle der Stellvertretung. Kleists „Michael Kohlhaas“

    Katrin Trüstedt
    …erhebt. 4 Wenn der Novelle eine solche Vermittlungsfunktion zuzuschreiben ist, dann scheint Kleists Text die Form der Novelle, in dem Maße wie er sie… …, wird durch einen zweiten Erzählstrang kompliziert, der als eine zweite oder aber als die eigentliche ‚Novelle‘ – im juristischen Sinne einer… …Stellvertreter und Vertretenem und der Verselbstständigung der Stellvertreter eine andere Logik gegenüber, die als eine Art von literarischer Stellvertretung… …bestimmt werden kann, wie sie etwa auch in Kleists „Der Findling“ auszumachen ist 6 : eine verdeckt funktionierende Stellvertretung, die eher der Gefahr der… …Person als Stellvertreter Die grundlegende triadische Struktur der Stellvertretung – eine Instanz A vertritt eine Instanz B vor einer Instanz C –, in der… …man eine konstitutive Struktur des sozialen Handelns überhaupt erkennen kann 7 , lässt sich an der antiken Rhetorik 8 gewinnen, die die Rede vor Gericht… …und Abwesenden im Text in deren fiktiver Rede eine Stimme und ein sprechendes Gesicht verliehen wird“ – Bettine Menke: Prosopopoiia. Stimme und Text bei… …Fürsprache – und somit auch das mögliche Problem einer Reduktion einer Dreier- auf eine Zweier-Konstellation – wird mit Thomas Hobbes’ „Leviathan“ grundlegend… …sprechend in den sozialen Raum eintritt, ergibt sich nach Hobbes eine Struktur der Stellvertretung. Das Subjekt erscheint in Gestalt einer Person, einer… …solche, sondern Personen, die entweder ‚sich selbst‘ oder ein anderes Subjekt vertreten. Wenn die Stellvertretung im römischen Recht als eine mögliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    John Guthrie: Schiller the Dramatist. A Study of Gesture in the Plays.

    Jürgen Brokoff
    …machen deutlich, dass das Verhältnis von Wort und Gebärde ein verschlungenes ist und vor allem im Drama eine differenzierte Formensprache auszubilden… …eine enge Beziehung zum Wort, sei es, dass sie das ausgesprochene Wort unterstützt und ihm körperlichen Nachdruck verleiht, sei es, dass sie das… …Karlsschülers und betont die Relevanz der Rhetorik für Schillers ‚Philosophie der Freundschaft‘, die einen deklamatorisch-gestischen Zug besitzt. Eine besondere… …Kürze macht die grundsätzliche Ausrichtung der Studie von Guthrie deutlich: Es handelt sich weniger um eine theoretisch versierte und konzeptgeschichtlich… …der Gesten in Schillers frühen Dramen heraus, die in den Kontext des Sturm und Drang zu stellen sind. Gesten dienen in diesen Dramen häufig als eine Art… …physiologisch-psychologische Interesse Schillers sieht Guthrie dabei nur als einen Startpunkt für eine sich fortentwickelnde Dramenkunst an: „Schiller’s theatrical instinct… …klassischen Stil beobachtet Guthrie vor allem eine Kontinuität der Gesten und Gebärden, die – nach wie vor – die Funktion besitzen, das „tiefste Innre“ der… …auch das von Schiller gegenüber Goethe geäußerte Plädoyer für eine „prägnante“ 6 Handlung anführen können, die jedes Wort, jede Geste und jede Tat mit… …. 167). Einschlägig ist in diesem Zusammenhang eine Äußerung von Schiller kurz vor seinem Tod, wo er mit Blick auf die Tell-Figur neben der „edlen… …Guthries Darstellung leider nur zum Teil behandelt. So fehlt etwa eine Analyse der symbolträchtigen Hut-Szene im dritten Aufzug des Stücks. Dort läuft Tell…
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