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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Andrea Geier, Jan Süselbeck (Hgg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990.

    David-Christopher Assmann
    …liegt denn auch in 628 Buchbesprechungen der Zwischenzeit der eine oder andere literaturwissenschaftliche Rückblick vor, der sich als Überblick über die… …Direktiven, mit denen sich eine Bestandsaufnahme ihr Profil einrichten kann. Um „Trends im Erzählen seit 1990“ (S. 11) zu untersuchen, schlägt der von Andrea… …können, beziehen sich die Beiträge im Überblick auf eine heterogene theoretische Grundlage. Diese reicht von der Theorie des kulturellen Gedächtnisses… …Geschichtskonstruktionen, sondern auf Geschichten, „in denen zum Teil innerhalb des gleichen Zeitraums eine Generation die andere ablöst“ (S. 21). Ob jemand Generationen… …seinem Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ den ehemaligen DDR-Bürgern eine „Umkehrperspektive auf den Osten“ (S. 90) an, die jene mit der… …Buchbesprechungen Literatur-Varianten auf: Demnach lässt sich eine erste Variante von Pop-Literatur als Binnenkommunikation jugendlicher Subkulturen und Szenen… …. Produzieren sie damit einerseits Ähnlichkeiten im Rahmen familiärer Strategien der Erinnerung, wird mit dem Familiengedächtnis andererseits eine Metapher für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Stefan Rabanus: Morphologisches Minimum. Distinktionen und Synkretismen im Minimalsatz hochdeutscher Dialekte

    Robert Möller
    …deutschen Reichs“ aus dem späten 19. Jahrhundert im Vergleich mit den Daten der ca. 100 Jahre jüngeren Regionalatlanten für eine umfassende empirische Analyse… …dessen Argumente in pronominaler Realisierung). Die Arbeit besticht von Anfang an durch Klarheit und Geradlinigkeit der Darstellung und eine enge… …Grundmotiv immer das (individuelle) Streben nach sozialem Erfolg ist, für das allerdings verschiedene und z.T. konfligierenden Faktoren eine Rolle spielen –… …Wenker-Material (= Schreibungen von Laien) ist eine spezielle Aufbereitung erforderlich: Die einzelnen vorliegenden Schreibungen werden hier zunächst zu Formtypen… …strukturellen Verhältnisse unter der vielgestaltigen Oberfläche des Materials sehr gut sichtbar, ein bisschen bedauerlich ist allenfalls der Verzicht auf eine… …Konstanz und Veränderung, die eine schnelle Übersicht weiter erleichtert hätte. Rabanus belässt es aber nicht bei der quantitativen Auswertung, sondern… …ist eine Gliederung des Gesamt-Untersuchungsgebiets in 43 Strukturräume, die die synchronen Verhältnisse wiedergibt und als Orientierungsrahmen für die… …, das heißt, horizontal von einem Basisdialekt zum nächsten“ (295). Eine Annäherung an den Standard bedeutet sehr gelegentlich auch das Auftreten neuer… …der Einheitsplural beim Verb teilweise durch eine Distinktion zwischen den Formen der 1. + 3. und der 2. Pers. Pl. abgelöst worden, nicht unbedingt… …allerdings auf der Präsentation und Diskussion aller Ergebnisse (eine Gesamtübersicht über diese wird leider nur in Form der etwas spartanischen „Liste…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    „Der ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst“. Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“

    Bernd Witte
    …genauen Mitte dieses Manifests, mit dem sein Autor die Ziele der Französischen Revolution in Deutschland durch eine ästhetische Revolution verwirklichen zu… …aufgelößt hingeben, schreckt die himmlische Selbstgenügsamkeit uns zurück. In sich selbst ruhet und wohnt die ganze Gestalt, eine völlig geschlossene… …und nun besitz ich diesen Wunsch.“ 7 Aus dieser Zeit gibt es eine Zeichnung von Johann Heinrich Tischbein, in dessen Apartment am Corso Goethe in Rom… …: „du hast nur Eine Nebenbuhlerinn bisher und die bring ich dir mit das ist ein kolossal Kopf der Juno.“ 10 Allerdings hat Goethe den Riesenkopf dann ein… …Meyer, an seine Freundin, die Malerin Angelika Kaufmann, weitergegeben. 11 Zuvor hatte Meyer, wie er im Juli 1788 an Goethe schreibt, eine „getuschte… …die große Maske der Ludovisischen Juno ordentlich zugestellt worden. Sie will dieselbe als eine Sache, die von Ihnen herkömmt, sorgfältig aufbewahren… …Geschichte der Kunst“, in den er eine umfangreiche Beschreibung der Juno Ludovisi einfügt. Er nennt sie, Winckelmanns Qualifizierung aufgreifend, „ein… …rundgewölbtes Auge, und der Ausdruck der Hoheit in ihrem Munde geben ihr eine Würde, welche jede Spur der Bedürftigkeit vertilgt. […] Weiblich ist die Fülle ihres… …Wesens, eine weibliche, langsam ausströmende Kraft ihre wohltätige Macht, und zugleich ist beydes mit lieblicher Anmuth und allen Reitzen der Jugend… …den ‚Fabeln‘ der Dichter in der Darstellung der Juno. Bei Homer sei sie eine Gottheit, die „mit Rache athmender Eifersucht ihre Feinde verfolgt“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jan-Dirk Müller: Mediävistische Kulturwissenschaft. Ausgewählte Studien

    Stefan Seeber
    …Band versammelt vierzehn Aufsätze Jan-Dirk Müllers, die (bis auf eine Ausnahme) zwischen den beiden großen Monographien „Spielregeln für den Untergang… …aufgebaute „Kompromisse“-Buch setzt ähnliche Maßstäbe. 2 Mit den „ausgewählten Studien“ legt Müller nun eine Art komplementäres drittes Buch vor, das in der… …Inhalt en detail wiederzugeben – auch eine abschließende Wertung verbietet sich, haben die Aufsätze doch bereits als Einzeltexte, ohne den Zusammenhang des… …Buch an, eine „vorläufige Bilanz“ (S. V) des kulturwissenschaftlichen Paradigmas zu ziehen. Der Band ist in drei Sektionen untergliedert, die je fünf bzw… …Vollzugsformen zweiten Grades (S. 72), das Imaginäre wird so um eine wesentliche Wahrnehmungskomponente ergänzt, literarische Fiktion wird als Abarbeiten (S. 77)… …, „Mimesis und Ritual“ (1998) und „Realpräsenz und Repräsentation“ (2004) wird eine intensive Auseinandersetzung mit Warnings Thesen zur Remythisierung des… …Spiels4 auf der Basis einer „radikale[n] Historisierung des Ritualbegriffs“ (S. 114) geboten, wobei die Zusammenstellung hier eine neue Eindrücklichkeit der… …. 5 Der Aufsatz steht gleichwohl paradigmatisch für eine Reihe anderer Beiträge Müllers, 6 die ebenfalls um eine 4 Vgl. zu Warnings Thesen und ihrer… …die mythostheoretische Fundierung von Müllers Aufsatz unterschlägt, da es Ebenbauer um eine grundsätzliche Ablehnung des im Band „Präsenz des Mythos“… …Polarisierung der schwankhaften Zuspitzung durch eine anschließende Untersuchung zum semantisch ambivalenten Fehltritt (2001). Der in der höfischen Literatur nur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Die Anwendbarkeit des Kulturraum- Konzepts für die Rhein-Maas-Region und der Fall des „Eneasromans“

    Elisabeth de Bruijn
    …eine Analyse mittelniederländischer und mittelhochdeutscher Epik, in der der Raum genannt wird. Danach wird ein Blick auf die historische Raumbegrenzung… …geworfen. Drittens wird eine Übersicht über die Verbreitungswege der einzelnen literarischen Werke gegeben. Zum Schluss wird die Vermittlung der Galionsfigur… …Kulturraum-Theorie für die Erforschung der profanen epischen Literatur eine historisch berechtigte und sinnvolle Perspektive ist, wird anhand dieser zwei Argumente auf… …einer theoretischen Ebene wie auch aufgrund der tatsächlichen Überlieferung diskutiert. Wenn auch die Verengung auf eine Auswahl allgemeine Aussagen… …für ein einheitliches Gebiet zwischen der Rheinstadt und der Maasstadt betrachtet. Eine getreuere Übersetzung dieses Verses wäre allerdings „weder aus… …Köln noch aus Maastricht“, eine Übersetzung, wie man sie auch in modernen Übertragungen des „Parzival“ findet. 6 Der Vers würde dann ausschließlich auf… …heute noch tausende von Kunstgegenständen, eine Zahl, von der sich die kärgliche volkssprachliche literarische Überlieferung stark abhebt. Der Status als… …kunsthistorischer Kulturraum hat offenbar Tervooren zu seinen Auffassungen von der Literatur des Rhein-Maas-Raumes geführt und angeregt. Eine solche Gleichsetzung ist… …, S. 91. 8 Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800–1400. Eine Ausstellung des Schnütgen-Museums der Stadt Köln und der belgischen Ministerien für… …Rhein-Maas-Raumes gehabt haben, sondern auch auf die Raumsemantik. Es ist, mit anderen Worten, die Frage, ob das Rhein-Maas-Gebiet nach 1288 noch als eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Volker Meid: Die deutsche Literatur im Zeitalter des Barock. Vom Späthumanismus zur Frühaufklärung

    Marie-Thérèse Mourey
    …wieder eine Geschichte der deutschen Barockliteratur, könnte man sich wundern. Das vorliegende Buch imponiert jedoch, und nicht nur durch seinen Umfang. Es… …, zumal der Stil nicht mit einer modischen, aber oft unnötigen Terminologie belastet wird. Dem entspricht eine deutliche Zurückhaltung in der Darstellung… …Dichtkunst“, eine Neuorientierung im Zeichen der Autonomieästhetik vollzieht. 1 Vgl. Dirk Niefanger: Barock, 2. überarbeitete u. erweiterte Aufl., Stuttgart… …, ein „Programm“, das der Nationalisierung der humanistischen, neulateinischen Kunstpoesie; am Ende finde eine Neuorientierung bzw. ein ästhetischer… …Paradigmenwechsel statt. Treffender formuliert charakterisiert sich diese Zeitspanne durch eine allmähliche „Ablösung des rhetorischen Literaturverständnisses durch… …die Autonomieästhetik des 18. Jahrhunderts“ (S. XIII). Der Autor verzichtet daher auf eine Diskussion des im Titel vorkommenden Barockbegriffs, aufgrund… …, z.B. eine stärker regionalgeschichtlich orientierte Literaturgeschichtschreibung, oder eine breite sozialhistorische Studie – dies war aber schon die… …Phänomene zerteilt – wobei Wiederholungen sich notwendigerweise ergeben – eine gewisse Einengung in der Darstellung insofern, als die jeweiligen historischen… …Erkenntnisse der Forschung eine vorsichtige Reevaluierung bestimmter literarischer Phänomene vor. Dass ein solcher umfassender Überblick über die deutsche… …, einem gelehrten Kompendium des Barockzeitalters ähnlich, eine beträchtliche Leistung dar, die den Leser tief beeindruckt. Es erfüllt durchaus seinen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jürgen Wolf: Buch und Text. Literatur- und kulturhistorische Untersuchungen zur volkssprachigen Schriftlichkeit im 12. und 13. Jahrhundert

    Christoph Fasbender
    …. Jahrhundert sachadäquat, souverän und anschaulich zu skizzieren, sie zu systematisieren, ohne sie dabei zu trivialisieren, ist eine Herkulesaufgabe. Jürgen Wolf… …Großkapitel ist mit „Manuskriptkultur“ überschrieben. Es gibt eingangs eine nützliche Typologie für eine Bestimmung der Anteile in gemischtsprachigen… …ausgeht (S. 153). Eine signifikante Differenz ergibt sich auch im Bereich der Zielgruppen. Während Schiewer in erster Linie „literarisch interessier- 1… …Historiographisches ins Großformat drängt. In der anglonormannischen Auffassung des Artus-Stoffes als Geschichtswissen liege eine fundamentale Differenz gegenüber den… …zu einer „Manuskript- Literaturgeschichte“, die eine wesentliche Erkenntnis der Untersuchung bereits im Titel führen: dass Buch und Text „zwei… …abzeichnet. Schriebe man eine Literaturgeschichte von der Manuskriptgeschichte her, bestätigte sich zwar einerseits manche Vorstellung (etwa vom „Rang“ der… …gemeint sind die Fragmente E – „und die flüchtige, schnelle Schrift“, die „eher an eine Abschrift eines bereits überarbeiteten Kodex als an das Autograph… …einmal in übersichtlicher Anordnung zu präsentieren, Einzelheiten in eine Entwicklungslinie zu stellen und Details zu präzisieren. Darüber hinaus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Ingo Meyer: Im „Banne der Wirklichkeit“? Studien zum Problem des deutschen Realismus und seinen narrativ-symbolistischen Strategien

    Moritz Baßler
    …, Königshausen & Neumann, Würzburg 2009. Eine 600seitige Monografie zum deutschen Realismus, das hat es wohl nicht mehr gegeben, seit Hans Vilmar Geppert Mitte der… …Realismusforschung auf deren intellektueller Höhe zu erfassen – er versucht es gar nicht. Und das ist beinahe schon tragisch, denn damit verstellt sich eine Arbeit… …rezeptionspragmatischer Einwand“ gebracht, „der aber, soweit ich sehe, niemals erhoben wurde“, dass nämlich eine auffällige Textur dem Realitätseffekt abträglich, die… …spielen die hier referierten Diskurse keine größere Rolle. Im Anschluss an den Forschungsbericht findet sich dann in Kapitel 3.3 auch eine Auflistung von… …zeitgenössischen sozialen Wirklichkeit‘“ (224) – eine Prämisse, unter der der französische Realismus zweifellos besser abschneidet, weil die „Loslösung vom… …ein anregendes Zitat, eine richtige Beobachtung oder eine erfrischende Spitze. Doch bleiben all diese Dinge immer und überall punktuell; es gelingt… …nirgends, weder in der Kontextbildung noch in der begrifflichen Arbeit noch in den Interpretationsversuchen, ein komplexeres Argument, eine Lektüre, ein… …Hauptmerkmal des Realismus eingeführt, um im Weiteren keine Rolle mehr zu spielen usw. Das Buch verarbeitet eine unglaubliche Menge von Sekundärmaterial (ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Armin Schulz: Schwieriges Erkennen. Personenidentifizierung in der mittelhochdeutschen Epik

    Andreas Kraß
    …(MTU 135). XIV, 547 S. Die Studie, eine Münchner Habilitationsschrift des Jahres 2006, „geht von einer sehr einfachen Frage aus“, die sich an die… …Anthropologie und literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft. Den näheren Kontext liefert eine Debatte, die in der germanistischen Mediävistik seit Peter… …höfischer Körper“ (S. 16) im Besonderen. Schulz unterscheidet zwei kategorial verschiedene Weisen des epischen Erkennens. Entweder wird eine Figur durch die… …Wahrnehmung äußerer Zeichen identifiziert (semiotischer Modus) oder spontan an ihrer bloßen Präsenz erkannt (asemiotischer Modus). Eine weitere These, die… …Präsenzeffekte. Eine dritte Prämisse, die Schulz den Textanalysen voranstellt, betrifft seine Skepsis gegenüber der Notwendigkeit diskursanalytischer… …, Metonymien: Heldenepisches Erkennen und Identifizieren“), in dem auch einige ‚Spielmannsepen‘ zur Sprache kommen, umfasst eine Reihe geschlossener Textlektüren… …lautet, dass der höfische Roman den Akzent von der Präsenz auf das Zeichen verschiebe: „Auf eine kurze Formel gebracht, unterliegt die Kenntlichkeit des… …mitteilen kann“ (S. 209). Der höfische Körper ist ein semiotischer Körper; ihn zeichnet eine Lesbarkeit aus, die durch ihre Anfälligkeit für Manipulation und… …Tristan-Tradition die Auflösung der Grenze zwischen Sein und Schein Programm. Dem hochgradig semiotischen Stoff haftet eine „massive Tendenz zur Demontage der… …höfischen Literatur des Mittelalters, […] werden die anthropologischen Vorgaben der höfischen Kultur zugleich ein letztes Mal gefeiert und zugleich auf eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Nicolas Pethes: Zöglinge der Natur. Der literarische Menschenversuch des 18. Jahrhunderts

    Franka Marquardt
    …Idee eines Menschen im Stand vorkultureller Unschuld eine bleibende Faszination ausgeht, zeigt u.a. die eben in deutscher Übersetzung erschienene Novelle… …Berner Universalgelehrten Albrecht von Haller kommt dabei eine Schlüsselstellung zu: Auf ihn gehe nicht nur die „bahnbrechende[] Unterscheidung“ zwischen… …den Leser zu seinem eigentlichen ‚Beobachter‘ macht (vgl. S. 321), ‚protokollieren‘ die „Wilhelm Meister“-Romane eine pädagogische Versuchsanordnung… …Versuchsdarstellungen können die Operationen des Isolierens, Irritierens, Observierens und Protokollierens so verbunden werden, daß sich am Ende eine Deutung der… …angestrengten Gelehrsamkeit anderer Arbeiten wohltuend ab. Beinahe nebenbei legt Pethes zudem eine Reihe von Literaturanalysen im engeren Sinne vor, die sich auch… …als Versuch, eine „Selbstbeobachtung als Fremdbeobachtung“ formal abzubilden (S. 250), und so zeigt Pethes’ Analyse von Ludwig Tiecks „Waldeinsamkeit“… …eine sehr lohnende, lehrund ertragreiche Untersuchung, die auf weite Strecken auch noch ein ausgemachtes Lesevergnügen darstellt. Zudem führt die Arbeit… …auf zukunftsträchtige Weise einmal mehr vor Augen, wie eine ordentliche ‚Archäologie des Wissens‘ die auch heute noch gültigen Grenzen zwischen den…
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