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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Joachim Knape, Poetik und Rhetorik in Deutschland 1300-1700

    Karl-Heinz Göttert
    …Schlussbemerkung zum I. Teil seiner Studien („Poetiken, Rhetoriken und ihre Theorie“) entwirft Knape eine Gesamtschau zum Thema Poetik und Rhetorik in Deutschland… …in der Poetik zunächst lediglich autochthone Traditionen wie den Meistersang gepflegt, ehe Opitz der Durchbruch gelang. Dann folgte eine Phase enger… …18. Jahrhunderts zerschellte. Man kann Knape bescheinigen, 9 Horst Haider Munske: Ist das Deutsche eine Mischsprache? Zur Stellung der Fremdwörter im… …Neuland. Auch die „Narrenschiff“-Darstellung, eine Neufassung seines Kommentars zur Edition des Werkes, ist richtungweisend. Eine Gesamtschau der Zeit von… …Friedrich Riederer zu (zu dem Knape gerade eine Edition vorbereitet). Es wird in allen Einzelheiten gezeigt, welche Probleme sich damals der 444… …eine weitere deutsche Rhetorik vorgelegt, deren Bezug auf die lateinische Vorgabe von Melanchthon Knape ebenfalls nachdrücklich herausarbeitet. Ohne…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Der deutsche Lucidarius, Bd. 3: Kommentar v. Marlies Hamm, Max Niemeyer, Tübingen 2002 (Texte und Textgeschichte 37), 36? und 603 Seiten

    Jens Pfeiffer
    …Sonderforschungsbereich 226 „Wissensorganisierende und Wissensvermittelnde Literatur im Mittelalter“ entstanden, der sich durch eine Reihe vorzüglicher Editionen und… …auch präsentieren muss, findet sich eine Fülle neuer Belege und Informationen, die nicht nur die Lektüre des „Lucidarius“ erleichtert und die… …vollständigen Angabe der Quellen auch die Art ihrer Verwendung deutlich gemacht wird. Eine solche Vorgehensweise scheint mir höchst begrüßenswert zu sein, trägt… …Einleitung als Beispiele gewählten deutschsprachigen Autoren noch erheblich. Eine Berücksichtigung dieses Umfelds des „Lucidarius“ ist sehr verdienstvoll… …ist das mit „Zusammenfassung“ allzu bescheiden benannte Schlusskapitel der Einleitung (S. 13?-23? ), das weit mehr bietet als bloß eine verkürzte… …bemerkenswerte Eigenleistung des „Lucidarius“-Autors. 3 Überlegungen zu Publikum und Funktion des Werkes finden hier ebenso ihren Platz wie eine kurze Darstellung… …Rezeption des Textes auszugehen ist. 4 So scheint mir hier eine gewisse Skepsis gegenüber dem erwartbaren Mehrwert durchaus angebracht zu sein. Ganz anders… …Gestalt, sondern auf die Seele des Menschen. Natürlich kann und soll eine solche Marginalie den Wert des Kommentars in keiner Weise herabsetzen. Er ist… …Leclercq: Les lettres de Guillaumes de Saint-Thierry à Saint Bernard, in: Revue Benedictine 79, 1969, S. 375–391, darin S. 382–391 eine kritische Edition von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Astrid Arndt: Ungeheure Größen: Malaparte – Céline – Benn. Wertungsprobleme in der deutschen, französischen und italienischen Literaturkritik

    Uwe Hebekus
    …nachgerade apriorisch gesicherten Schulterschlusses zwischen ‚hoher‘ Literatur einerseits, Demokratie andererseits ist eine Abwehrgeste gegenüber den soeben… …. Allerdings spricht sich in ihr eine Gewissheit aus, die sich bis auf unsere Tage als äußerst zählebig erwiesen hat. Nach wie vor gehört es zu den Ritualen… …unserer kulturellen Selbstverständigung, ästhetisches Gelingen und eine (sei es auch noch so geringfügige) Verwicklung in den politischen Totalitarismus… …andererseits zumindest in Teilen unleugbar in die Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts verstrickt haben. Insofern hätte Arndts Buch eine Metareflexion über den… …totalitaristischen Vergangenheit, eine Ausleuchtung gewisser ‚blind spots‘ dieses Umgangs werden können. Oder anders: Es hätte ein literaturwissenschaftlicher Beitrag… …„Inkompatibilitäts-Diktums“ besonders detailliert nachzeichnen lassen. Malaparte, der 1922 in den Partito Nazionale Fascista eintritt und Mussolini als eine Reinkarnation… …1933 durch Essays (etwa „Züchtung I“) und ebenso durch seine literaturpolitische Tätigkeit innerhalb der Preußischen Akademie der Künste in eine Phase… …antisemitisch kontaminierten Texten eine „‚ultraliterarische‘ Lektüre“ (S. 152) angedeihen ließ, um sie in ihrer „Polyphonie“ (Bachtin), in ihrem „imaginaire… …weise „die Besonderheit auf, dass die Frage der ästhetischen Qualität in der Rezeption eine geringere Rolle als bei den anderen Autoren gespielt“ habe (S… …Zusammenstoß mit der Realität der Epoche ein heftiges Ungenügen, eine tiefe Verstörung in ihm erzeugte und ihn in fatale Konsequenzen […] trieb (S. 233). Dies…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Sylvia Kohushölter, Die lateinische und deutsche Rezeption von Hartmanns von Aue „Gregorius“ im Mittelalter. Untersuchungen und Editionen, Max Niemeyer, Tübingen 2006 (Hermaea 111), 321 Seiten

    Ulrich Ernst
    …Aue, der als Mediator der französischen Literatur und Innovator auf dem Feld poetischer Gattungen für die deutsche Literatur eine große Bedeutung… …Hartmanns „Erec“ und „Iwein“ Vorlagen des Chrétien de Troyes, während sich sein „Gregorius“ an eine altfranzösische „Vie du pape Saint Grégoire“ anschließt… …. Weil die Hauptfigur verschiedene Statusformen und Lebensalter durchläuft, wobei den Einkleidungsszenen als Transitus-Signal eine wichtige Zeichenfunktion… …. Michaelis von Lüneburg waren. Eine Übersetzung der bereits edierten, im Versmaß Hartmanns Dichtung nachahmenden „Gesta“ in das Neuhochdeutsche hätte, so sehr… …eine hexametrische Prosodie gekleideten „Gregorius peccator“ um einen für didaktische Zwecke produzierten Schulbuchtext handelt, wie in der Studie mit… …des Ordens am Ende des 14. Jahrhunderts, die eine Nachfrage nach volkssprachigen Texten ausgelöst hat. Die Verfasserin zeigt detailliert die… …Leben“ bis zu der durch eine Collecta an die Liturgie angeschlossenen „Der Heiligen Leben – Redaktion“. In der Heidelberger Handschrift (Cpg 119) ist der… …zweiten Teil die Exempelsammlung, bei der Marienexempel dominieren, während der erste Teil die „Meditationes vitae Christi“ und eine „Biblia pauperum“… …anschließend das Bußthema in den Mittelpunkt stellt, ist eine straffe Form, ja ein gewisser Minimalismus kennzeichnend, wie z.B. die Reduktion des Personals… …demonstriert. Durch Entlokalisierung, die sich in der Streichung des Toponyms ‚Aquitanien‘ manifestiert, erfolgt eine gewisse Akkommodation an das deutsche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Stefani Kugler: Kunst-Zigeuner. Konstruktionen des ‚Zigeuners‘ in der deutschen Literatur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Andrea Polaschegg: Der andere Orientalismus. Regeln deutsch-morgenländischer Imagination im 19. Jahrhundert

    Klaus-Michael Bogdal
    …Universitäten, und eine beträchtliche Anzahl von Einzelstudien ganz unterschiedlichen theoretischen Designs entstand. Um die Grenzen und Möglichkeiten dieses… …Autorin behauptet, es handle „sich um eine spezifische Denkfigur der Alterität und zugleich um einen zentralen Topos der ästhetischen Moderne, der in der… …aus dem Jahr 1968 ist bis heute ein Meilenstein der Erforschung genau dieses Zusammenhangs. Eine ähnliche Fehlleistung ist die unzureichende Darstellung… …der Dissertation „Ortlosigkeit des Fremden“ (1998) von Claudia Breger, eine literaturtheoretisch ambitionierte, das Thema der Zigeunerdarstellungen um… …1800 erschließende Studie, hinter deren Ergebnissen Kuglers Arbeit deutlich zurückbleibt. Vorwürfe gegen Breger, „eine reichlich verwirrende und… …Arbeit gestattet. So spricht sie von „deutschen kolonialen Hoffnungen in Übersee“ (S. 44) um 1800, als es eine politische Einheit mit derartig gelagerten… …bezeichnen, da sie weder durch Grundbesitz, Bauern und Kirche gekennzeichnet ist, noch eine vergleichbare Ständeordnung kennt. Allenfalls könnte man darüber… …spekulieren, ob durch die Herrschergenealogie so etwas wie eine archaische Gentilordnung ins Spiel gebracht wird. Ohne Gespür für die historische Situation ist… …Leere. Ethnische oder rassische Distinktionen anhand von Differenzmerkmalen zu treffen, ist eine wesentliche Operation jeder anthropologischen… …. Statt dessen wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht und eine lineare Entwicklung von sozialen zu ethisch-rassischen Konstruktionen um 1800 be- 2…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Alexander Reck: Friedrich Theodor Vischer – Parodien auf Goethes „Faust“, Winter, Heidelberg 2007 (Beihefte zum Euphorion, Heft 53)

    Volker Hoffmann
    …Vischer (1807–1887). Der in Sachen Vischer schon bestens ausgewiesene Verfasser1 bietet in der Druckfassung seiner Stuttgarter Dissertation eine… …Rezeptionszeugnis macht eine kleine Sensation. Es handelt sich um die Erstpublikation einer dramatischen Gelegenheitsdichtung Vischers, die noch in seine… …York 2003, S. 1953–1956. 625 Buchbesprechungen „Faust I“ in Form einer fortlaufenden Kontrafaktur benutzt, um eine launige Satire auf die prekäre… …zu der so genannten „Geniepromotion“ in Blaubeuren von 1821 – eine wichtige Grundlage für die bei allem kritischen Engagement stets witzige Anlage der… …und noch für 1867 ist von Mörike eine korrigierende Bearbeitung von Vischers „Epigramme[n] aus Baden-Baden“ bezeugt. 3 Editorisch liegt eine bravouröse… …tatenlosen Spielball eines sich in Allegorien und Sprachkünsteleien verlierenden Autors in „Faust II“ wird. – Im selben Jahr schiebt Vischer eine ‚verbesserte‘… …6208) liegt seit 1978 eine von Fritz Martini besorgte Neuedition der zweiten Fassung von 1886 vor. 5 Friedrich Theodor Vischer: Zum zweiten Theile von… …, wünscht man sich neben einem Namenregister vor allem eine synoptische chronologische Übersicht über Vischers literarische und diskursive Auseinandersetzung… …„Christians Schmerz und seine Heilung“) und in einem Fall auch eine falsche Zuweisung erfolgt. 6 Reck arbeitet akribisch die Forschungsliteratur bis zur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Nicola Gess: Gewalt der Musik. Literatur und Musikkritik um 1800

    Marianne Tettlebaum
    …auf einmal in Betracht ziehen oder aber zwischen ihnen wählen? Gess versucht, eine solche Wahl zu vermeiden, indem sie sich stattdessen auf die „Gewalt… …letztlich doch eine versteckte Wahl dar, die impliziert, dass die „Gewalt der Musik“ nicht nur die wichtigere Hälfte des Titels bildet, sondern auch, dass… …diese Gewalt der Heiligkeit Cäcilias auf gewisse Weise entgegensteht. Gess zufolge kommt nämlich der „Gewalt der Musik“ als Topos um 1800 eine unheilvolle… …Bedeutung zu: In ihm spiegelt sich zum einen die Beobachtung, dass Musik eine unwillkürliche Wirkung auf den Hörer hat, der er sich nicht entziehen kann… …Bewertung der „Gewalt der Musik“ in der Zeit um 1800 stets zweideutig. Ihrer zerstörenden Macht wohnt gleichzeitig auch eine schöpferische Kraft inne. Denkt… …Schöne, und das Erhabene – werden von Gess als Heuristik ihrer Analyse herangezogen. Jeder Kategorie des ästhetischen Urteils entspricht eine bestimmte Art… …oder 45 Hundposttage. Eine Biographie“ und Wackenroders Berglinger-Texte (Kapitel II). Musik „an der Grenze“ des Schönen dagegen regt „die… …nicht Musik per se dafür kritisiert […], sondern nur eine bestimmte Musik. Nicht jede Musik ziele auf Sinnlichkeit und Effekt, sondern nur Rossinis“ (S… …autonomen Subjekts, oder, was in diesem Falle relevanter ist, für seine Idee des autonomen ästhetischen Urteils, eine gehaltvolle Herausforderung darstellt… …, weiterhin einflussreich bleibt. Gess hat aus dem komplizierten und sich oft selbst widersprechenden Zustand der Musikästhetik um 1800 eine interessante und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Günter Saße (Hg.): Schiller. Werk-Interpretationen

    Cornelia Ilbrig
    …Literaturgeschichte, Bd. 216). Das Schiller-Jahr 2005 brachte eine fast unüberschaubare Anzahl an Schiller-Lesungen, Schiller-Biographien und populären sowie… …Anspruch im Schiller-Handbuch des Metzler-Verlags. 2 Norbert Oellers hat bei Reclam eine umfassende Darstellung vorgelegt, die als Summe einer… …Bereiche des Menschlichen vorzudringen versucht. Die Aufsätze kon- 1 Vgl. Peter-André Alt: Schiller. Leben – Werk – Zeit. Eine Biographie, 2 Bde., München… …Schiller. Eine Wanderung, Frankfurt/Main, Leipzig 2004. 288 Buchbesprechungen zentrieren sich vorrangig auf Themen, um die Schillers Arbeiten kreisen und die… …die „Räuber“ (11–34) als anthropologisches Experiment, für das Schiller als Forschungsfeld eine Familie wählt, deren Ordnung aufgrund eines schwachen… …Schaubühne als „ästhetische Versuchsanstalt“ (150) betrachtet und in diesem Rahmen auch der Schau-Lust und dem Sensationsbedürfnis des Zuschauers durch eine… …Argumentation des Textes, der selbst eine Klage ist und gleichzeitig autoreflexiv das Klagelied und dessen Funktion in der Moderne thematisiert (vgl. 230 f.)… …. Achim Aurnhammer unterteilt in seinem Beitrag (243–263) – nachdem er erstens die Gründe für Parodien Schillers und zweitens eine terminologische Klärung… …gelungenen Band ab, der durch differenzierte Textinterpretationen und eine durchdachte Anordnung der Aufsätze besonders der Auseinandersetzung mit Schillers… …doch zugestanden werden, dass wir es mit einem Band zu tun haben, der auf der Höhe der Forschung eine Bilanz der aktuellen Auseinandersetzungen mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Georg Kreis (Hg.): Der „gerechte Krieg“. Zur Geschichte einer aktuellen Denkfigur, Schwabe, Basel 2006. / Stephan Jaeger, Christer Petersen (Hgg.): Zeichen des Krieges in Literatur, Film und Medien, Bd. 2: Ideologisierung und Entideologisierung, Ludwig, Kiel 2006.

    Eva Horn
    …Literatur, Film und den Medien“. Beide Bände gehen, ohne dass das explizit gemacht würde, von einer fundamentalen Veränderung dessen aus, was man eine… …eigentlich eine sehr alte Form der organisierten Gewalt vorführen. Insbesondere die Frage nach einer neuen Aktualität der Denkfigur vom ‚gerechten Krieg‘… …Neuzeit bis in die Moderne gültigen Modells vom zwischen Souveränen geführten Krieg existiert haben und sich womöglich wieder durchsetzen. Gibt es eine… …Rückkehr der Rede vom ‚gerechten Krieg‘? Und bedeutet die Einführung der Kategorie der Rechtfertigung eine Hegung oder vielmehr eine Entfesselung des… …und eine dritte, übergeordnete Instanz, die über Recht und Unrecht der Kriegserklärung hätte entscheiden können, war weder denkbar noch sinnvoll. Noch… …etwa im so genannten ‚Krieg gegen den Terror‘ unter der Leitung der USA. Mit dem 11. September, so zeigt auch Zumach, hat sich eine abenteuerliche… …und ambivalent eine Doktrin des ‚gerechten Krieges‘ genutzt werden kann – und wissen sich, vielleicht gerade aufgrund ihrer historischen und politischen… …Tiefenschärfe, keinen probaten Ausweg aus diesem Dilemma. Eine Ratlosigkeit ganz anderer Art dagegen dokumentiert der Sammelband zur Ideologisierung und… …und gern von ‚Kriegsideologien‘ oder ‚ideologischen‘ Zurichtungen des Feindes gesprochen und damit impliziert, dass eine bösartig verzerrte Weltsicht am…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    „Möchte ich ein schwimmender Schreiber sein“. Von der „Wortsucht“ in Robert Schindels Gedichtband „Wundwurzel“

    Iris Hermann
    …viele der Gedichte kennzeichnen, kristallisiert sich eine Poetologie heraus, die existentiell argumentiert und zudem eine deutliche Sprachkritik… …find a poetology which argues existentially and also formulates a clear critique of language. 1. Eine Poetologie „nach den großen Themen der Leiden“ Als… …sucht eine andere Artikulationsmöglichkeit: Aber erst ein Jahr später übernehmen ihre Hände das ‚Sprechen‘: Ein Gewirk ihrer Hände, eine Textur, mit… …Problematik der ut pictura poiesis aufgreift, plädiert angesichts des Schmerzes, den Philomele erleidet, für eine sorgsame Setzung der Worte. Er entwirft eine… …eine Verwurzelung, eine Herkunft, die nicht unproblematisch ist, die aber als Wurzel die Gedichte hervorbringt. 4 Die wichtigsten Gedichte sind dabei, so… …hervorbringen: „kaleidoskopene“ Bilder. Die Gedichte Schindels gleichen solchen Kaleidoskopen, sie zeigen eine Bildlichkeit in Bewegung, in steten Ambivalenzen… …ihr ein schmückendes Muster, ein „Ornament“, wie es wörtlich heißt, einschreiben, und somit auch eine ästhetisch überzeugende Wahrnehmungsordnung… …ist, aber einer göttlichen Verpflichtung nachkommt. Es ist nichts Geringeres als eine Metaphysik des Dichtens, die hier zum Ausdruck gebracht wird, sie… …eine ethische Dimension hinzu: das Unrecht zu artikulieren, das so vielen angetan wurde, ist unabweisbare moralische Verpflichtung. 7 6 Und zwar in… …sind weich, man kann in ihnen herumjäten, etwas „auslesen“. In welche Korrespondenz das Dichten mit zunehmendem Verstummen tritt, ist eine der…
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