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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Emotion und Wirklichkeit: Realistische Literatur um 1770

    Johannes F. Lehmann
    …(die ja jetzt zum Gefühls- und nicht mehr zum Begehrungsvermögen gehören) in sthenische und asthenische ein, d.h. in solche, die die Lebenskraft erregen… …Naturanlagen, oder eine Epigenesis sey, die neue Vermögen hervorbringt, wozu vorher nicht mehr als die Empfänglichkeit sie annehmen zu können vorhanden war.“ 55… …Intensitätsgrade stehen in Abhängigkeit von der Geschichte des Organismus: „Je stärker der Trieb der Vorstellungskraft überhaupt, und je mehr er jedesmahl gereitzt… …setzt die Möglichkeit und die Notwendigkeit einer modernen, dezidiert nicht mehr rhetorischen, sondern realistischen Literatur an, indem sie exakt diese… …Position des Gefühls im Sinne der permanenten Selbstbeobachtung simuliert, besetzt und ausweitet. Beschrieben werden nicht mehr Affektentitäten, sondern die… …ändernde Verhältnisse zu dokumentieren, sind neue Aufgaben für den Dichter. So ist der Mensch nicht mehr die Adresse für moralische Wahrheiten, die der… …‚realistische‘ Doppelspiel aus Erfindung des Innen und Dokumentation des Außen ein. Die inventio richtet sich nicht mehr auf die Fabel, sondern auf die… …er die Vollziehung der Rache Makdufs vom Theater entferne; aber daß er sie nicht ehe entferne, als bis er uns nichts mehr von den Herzen, von den… …. 95 Ebd., S. 58. 96 Ebd., S. 207. (Hervorhebung im Orig.). 97 Ebd., S. 208. 494 Emotion und Wirklichkeit Seyns mehr oder weniger beygetragen haben.“ 98…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Heines Geschichtskonstruktion, das "Ende der Kunstperiode" und das Ende der Kunst

    Jochen Schmidt
    …entschied sich für das Fortschrittsmodell, das er aber nicht mehr humanitätsphilosophisch, sondern sozialkritisch ausformte und kämpferisch verschärfte… …alsbald den Schikanen der Zensur aus und zwang ihn, nach Paris ins Exil zu gehen. Doch verstand er unter Emanzipation weit mehr als die Befreiung von einem… …gespenstischer Wiedergänger. Seine Bilder kopieren die alten Formen, aber es ist kein Leben mehr in ihnen. „Betrachten wir seine Bilder“, schreibt Heine über… …zeitgenössische Paradebeispiel des Epigonentums, das sich im Kopieren des Vergangenen erschöpft, weil es keine eigene, originale schöpferische Kraft mehr besitzt… …Tat,treffende‘ Selbstcharakterisierung: „Es fehlt nicht einmal der Schmerz im Auge, ein Schmerz der mehr einem geträumten als einem erlebten Leide galt [...] und… …„Schmerz der mehr einem geträumten als einem erlebten Leide galt“. Heine hebt dieses Psychodrama der Epigonalität, das Schicksal des Unauthentischen, das er… …trübseliges Ende?“ Er nimmt „Zeichen von nahem Absterben“ (DHA 12/1, 48) wahr. Hier handelt es sich nicht mehr bloß um ein auf die Goethezeit eingegrenztes… …deshalb nicht mehr epigonales, sondern authentisches Kunstschaffen möglich: Wird das greise Europa sich wieder verjüngen, und die dämmernde Geistigkeit… …gebrochenen Wertungen, die jedes systematisierenden oder gar vereindeutigenden Zugriffs spotten. Wenn sich Heine mehr zur Partei einer poli- 16 Die oft zitierte… …Abfolge von Heines Schaffensphasen. In den 1820er Jahren und in der ersten Hälfte der 1830er Jahre plädiert er mehr für die politisch engagierte Literatur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Das Alte und das Neue: Ambivalenz und Eindeutigkeit in Theodor Fontanes Roman "Der Stechlin"

    Liselotte Grevel
    …gemacht hatte […] er sagte: das mit dem ‚Wortlaut‘, das ginge nicht länger mehr, die ‚Werte‘ wären jetzt anders, und weil die Werte nicht mehr dieselben… …Schauerlich-Superlativische nicht mehr nach, das für einen antiken Geschmack in der Paradoxie der Formel ‚Gott am Kreuze‘ lag. Es hat bisher noch niemals und nirgendswo eine… …du?“ „Nicht für die eine und nicht für die andre. Nicht einmal für beide. Gewiß sind es Typen. Aber es gibt andre, die mir mehr bedeuten, und, um es kurz… …Graubündischen –, höher hinauf geht es kaum, Du müßtest Dich denn bis ins Katzlersche verirren. Armgard ist auch schon viel, aber Ermyntrud doch mehr und für den… …Stechlins wieder raufbringen […] Mehr kann ich in diesem Augenblick nicht sagen [...] und in diesem relativen Ruhigbleiben finde ich zum erstenmal eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Poetischer Realismus in der "Maske des Mythos': Conrad Ferdinand Meyers "Schuß von der Kanzel"

    Sandra Schwarz
    …Renaissance als „neue Mythologie“, die Meyer mehr als ein Begriff war, wie der frühe Gedichttitel „Die neuen Musen“ von 1865 bekräftigt. 8 Auch zwischenzeitlich… …mehr klassizistischen Maßstäben gehorchen, sondern die (Kunst der) Moderne um 1900 antizipieren, wie sie Eugen Wolff 1888 imaginiert (vgl. ders.: Die… …konstatierte „schlechthin nicht mehr mythische, die wunderlose Welt“ 18 (1857). Statt einer mimetischen Abbildung der Alltagswirklichkeit verlangt sie die… …Pfarrers“ 41 kampfesmutig und verständig, dabei aber ‚mehr als alle neun Musen‘ ist. Die Eingebung, ihren Vater mit geladener Pistole die Kanzel besteigen zu… …. Wyß an Meyer am 11. 12. 1877, Nr. 40, in: Meyer [Anm. 3], S. 33. 62 HKA XI, 124; vgl. zum „Heidentume“ Wertmüllers ebd., S. 122, ferner seine „mehr als… …Figur verallgemeinert und gegen die „Faffen“ kehrt: „jede in Knechtesgestalt mißhandelte Wahrheit“ (HKA XI, 90). Gerade diese Mehr- bzw. Zweideutigkeit… …Wertmüller explizit heißt. Er macht in Mythikon mehr Furore als der berühmte Feldherr, Schlosser und Literaturkenner, der an Hades Klymenos erinnert. 87… …; einem mehr oder weniger ‚wohlratenden‘ Hades, dem sogenannten Eubuleus, begegnen nur Rahel und Pfannenstiel. 88 Letzteren betrifft auch der zentrale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Die widerständige Apostrophe: Göttliche Autorschaft in Rilkes "Sonetten an Orpheus"

    Mark-Georg Dehrmann
    …zunächst als innere aus: „O hoher Baum im Ohr!“ Die Anwesenheit des Orpheus ist jedoch, mehr noch als eine ‚innere‘, eine sprachliche, genauer: eine… …wirbt er nicht mehr um ein „Endlich noch Erreichtes“. Scheinbar könnte das Gedicht hier enden. Aber freilich reicht die bloße Bestimmung nicht hin. Sie… …richtet sich aber nun nicht mehr auf das Dichten, sondern auf sein Prädikativum, das Sein. Logisch gesehen, beruht die neue Frage auf einem keineswegs… …ersten Schritt verändert sich seine Pronominalstruktur. Das Ich richtet sich nicht mehr an Orpheus, sondern an ein zweites Du: „Dies ists nicht Jüngling… …Funktion zurück und hält sich im grammatischen Objekt. Es wird zum Sprechakt, der Sein oder Dasein nicht mehr benennen muss, sondern sich, gleichsam objektiv… …, sondern, die sprachliche Bezeichnungsfunktion aufhebend, immer mehr nur sich selbst. Das Sprechen verweist auf sich selbst als Akt. Seine mögliche Finalität… …Subjektbindung: Der „Hauch“ verwandelt sich in ein subjektloses „Wehn“, das sich eben nicht mehr „um“ den Gott bemüht, sondern sich ‚in‘ ihm vollzieht. Das Gedicht… …Seinsäußerungen), aber nicht mehr beides in einem.“ 569 Mark-Georg Dehrmann dem Ich bzw. dem Menschen nun möglichen Gesang als orphischen aus. 36 Das Spur- Sein des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Die Toten am Tisch: "Familienromane' nach dem Holocaust

    Mona Körte
    …Generationen treten, wo zwischen dem Tod und mir niemand mehr steht. […] Ich glaube, wir Kinder von Juden aus der Generation meiner Eltern sind, vielleicht… …, nach der Schreiben „aus einer mehr oder weniger geglückten Trennung“ 8 resultiert. Einen gemeinsamen Referenzpunkt autofiktionaler Texte der nach 1945… …herkunftsloses Erzählen, das das Generationsmodell nur mehr als verlässliche Spur intakter Familien markiert: Familiäre Bindungen, etwa im Rahmen einer jüdischen… …sie verloren hat, freut mich fast mehr, als dass er sie gelesen hat. Denn so bin auch ich Teil des gewaltigen, unauffindbaren Archivs geworden, das mein… …, ist also weit mehr als ein anspielungsreiches Utensil. In Roggenkamps „Familienleben“ wird der leere Tisch gewissermaßen wieder aufgefüllt, imaginäre… …an ihre Nase gehoben. Ich weiß, sie ist gestorben, ich spreche mit ihr, damit sie bleibt, sie lebt nicht mehr, sie kann nicht tot sein, ich will meine… …richtig bemerkt, trägt der erste Prosatext Dischereits den Tisch nicht allein im Titel, sondern über den Text verteilt wird er mehr als ein dutzend Mal und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Nicht als blau: Zur Frage der poetischen Transzendenz in der Moderne (Baudelaire, Brinkmann, Benn)

    Clemens Pornschlegel
    …mehr zu reagieren vermag. Bewegungen werden nicht mehr extensiv als Ortsveränderung in der (linearen, extensiven) Zeit erfahren, sondern als intensive… …Entscheidend ist vor allem freilich der Sachverhalt, dass moderne Poesie seit Rimbaud keine Manufaktur zur Produktion von Versen und Reimen mehr ist, ob teuere… …mehr hat die Leere mit dem zu tun, was Heidegger „das Entgleiten des Seienden im Ganzen“ nennt und was Benn mit der Wendung vom „prämorbiden Auge für die… …Bedürfnisbefriedigungen glaubt, leergefegt worden ist? Was wird aus der Poesie und ihren Elevationen, wenn nichts mehr zählt als der immer selbe Zyklus aus Produktion… …mehr „Gnade und ewige Seligkeit“, sondern es ist „entweder das Nichts, le Néant“, oder aber „eine Art sinnlicher Erfüllung, die Vision einer […]… …Moment besteht sodann darin, dass in Baudelaires Dichtung für Erlösung und Hoffnung innerhalb der Welt kein Platz mehr ist. „L’Espoir, / vaincu, pleure.“… …Verweltlichung oder Säkularisierung ist nicht die Rede, umso mehr von Welt-Exil und von der Unfähigkeit mitzumarschieren, mitzugrölen und das „andere Blau“ je zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Georg Kreis (Hg.): Der "gerechte Krieg". Zur Geschichte einer aktuellen Denkfigur, Schwabe, Basel 2006. / Stephan Jaeger, Christer Petersen (Hgg.): Zeichen des Krieges in Literatur, Film und Medien, Bd. 2: Ideologisierung und Entideologisierung, Ludwig, Kiel 2006.

    Eva Horn
    …vorbei, soviel steht fest. Aber viel mehr auch nicht. Deutlich wird das an der relativen Ratlosigkeit zweier im Jahre 2006 erschienenen Sammelbände zum… …nicht mehr im verletzten Recht eines souveränen Staats gesehen, sondern im verletzten Menschenrecht des einzelnen Individuums. Andererseits, das zeigen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Burkhardt Wolf: Die Sorge des Souveräns. Eine Diskursgeschichte des Opfers, Diaphanes, Zürich, Berlin 2004.

    Marcus Twellmann
    …Buchbesprechungen den Blick, ohne sie durch den Bezug auf eine Idee verbinden zu wollen – als gemeinsamer Nenner wird nicht mehr in Anspruch genommen als eben das… …nicht mehr zu bewältigenden Kontingenz probalistisch zu rechnen, ihre versicherten Subjekte zur selbstgelenkten Bildung ihrer inneren wie äußeren Vermögen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f?r deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Jutta Breyl: Pictura loquens ? Poesis tacens. Studien zu Titelbildern und Rahmenkompositionen der erz?hlenden Literatur des 17. Jahrhunderts. Von Sidneys ?Arcadia? bis Ziglers ?Banise?, Harrassowitz, Wiesbaden 2006.

    Herfried Vögel
    …Vorreden wollen „den Anschein [...] erwecken, als sei das Thema Liebe [...] nicht mehr als ein notwendiges Übel“ (S. 135). Wie lässt sich die paradoxe… …poetische Chiffre gleichsam (vgl. S. 176, 75, 81). Bild und Text changieren zwischen Realität und Fiktion. Die Titelbilder können vom Betrachter als „mehr… …, vielleicht auch an die Titelheldin erinnern. Die Widmungssonette, die zugleich Erklärungen der Kupfertitel sind, sind mehr oder weniger verschlüsselt an…
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