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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Jürgen Schiewe, Sprachenwechsel - Funktionswandel - Austausch der Denkstile. Die Universität Freiburg zwischen Latein und Deutsch. (Reihe

    Heinrich Löffler
    …Buchbesprechungen Jürgen Schiewe, Sprachenwechsel – Funktionswandel – Austausch der Denkstile. Die Universität Freiburg zwischen Latein und Deutsch… …. (Reihe Germanistische Linguistik 167), Max Niemeyer: Tübingen 1996. Wie der komplexe Titel samt Untertitel vermuten lassen, läßt sich das Thema dieses… …Buches nicht auf einen einfachen Punkt bringen. Selbst die Titelparaphrase kann nur einen Teil des komplexen Themas wiedergeben. Am Beispiel der… …Universität Freiburg i.Br., einer der älteren deutschen Universitäten, deren Geschichte durch eine Reihe vorzüglicher Publikationen gut aufgearbeitet ist… …, werden anhand publizierter und originaler Quellen die universitären Textzeugnisse aus gut 500 Jahren auf die Verteilung der beiden Sprachen Latein und… …durch die „Volkssprache“ gerade noch Symptomcharakter haben. Trotz der linearen Gliederung in 12 Kapitel ist das Buch im Grunde dreigeteilt: In einem… …ersten, theoretischen Teil, der bereits schon eine selbständige Monographie darstellt, wird zunächst die Forschungsaufgabe der universitären… …Sprachgeschichte als ein aktuelles Desiderat herausgestellt. Daneben ist die Universitätsgeschichte aber auch in der Sozialgeschichte ein bisher wenig… …vorgestellt, nach welchem Universitätsgeschichte auch ein wesentlicher Teil einer pragmatischen Geschichte der Sprache sein muß. Dies gilt insbesondere für die… …ersten 6 Kapiteln werden nicht nur Konzepte vorgestellt, es entsteht auf 130 Seiten ein Bild der europäischen Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Silvia Schmitz: Die Poetik der Adaptation. Literarische inventio im "Eneas" Heinrichs von Veldeke, Niemeyer, Tübingen 2007 (Hermaea. Germanistische

    Martin Baisch
    …Buchbesprechungen Silvia Schmitz: Die Poetik der Adaptation. Literarische inventio im „Eneas“ Heinrichs von Veldeke, Niemeyer, Tübingen 2007 (Hermaea… …. Germanistische Forschungen. N. F. 113), VI und 385 Seiten. Wie entstand in produktionsästhetischer Perspektive der höfische Roman? Wie hat man sich die konkreten… …Selbstaussagen der Autoren (oder sollte man tatsächlich besser Dichter oder Weitererzähler sagen?) sind spärlich gesät und/oder werden meist poetologisch gedeutet… …bekannt. Fragen der Textproduktion der großen epischen Dichtungen im deutschen Hochmittelalter gilt auch das Interesse des vorliegenden Bandes. Die… …Debatte um das Konzept der adaptation courtoise gewählt und kritisch diskutiert (Fourquet, Huby, Wolf, Pastré, Lofmark, W. Freitag, Worstbrock). Die… …Arbeiten von Eugène Vinaver und Douglas Kelly, in denen in literatursoziologischer Perspektive auf die Bildungsmöglichkeiten und -verhältnisse der… …Begriff der habits of mind, den sie durch das bekannte Konzept Pierre Bourdieus zum ‚Habitus‘ erweitert: Auf ihrem Bildungsgang seien die Autoren der… …meistern“ (S. 10). Die in den Grammatikschulen vermittelten Bearbeitungstechniken – aufbauend auf den Prinzipien der mittellateinischen Poetiken – habe sich… …habituell „in rhetorisch-poetischen Prinzipien“ niedergelegt, „die […] den dichterischen Spielraum der Autoren begrenzen“ (S. 12). Diese seien damit „inneren… …Zwängen verhaftet, Dispositionen, die sich […] aus den Regeln der Poetiken erschließen lassen“ (S. 12). Daher seien die Adaptationen auch „weitgehend frei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Die Lehre der Philomele. Nachdenken über Philologie, nach Karl Philipp Moritz

    Hans-Georg von Arburg
    …DIE LEHRE DER PHILOMELE. Nachdenken über Philologie, nach Karl Philipp Moritz von Hans-Georg von Arburg, Lausanne Abstract Der Beitrag liest Karl… …Reiser“) Textzeugnisse belegen, dass für Moritz diese Freundschaft durch Missverständnisse und Fehlleistungen geprägt ist. Daher muss der Philologe seinen… …ein Philologe? Soll und darf er sich, wie ihm sein Name gebietet, der Freundschaft oder gar der Liebe zum Wort, der φιλία του λόγου (philía tou lógou)… …diesen Begriff. 1 Die Vorstellung, dass der Liebhaber von Kunst und Literatur dem Gegenstand seines ästhetischen Vergnügens auch wissenschaftlich am besten… …als Freund begegnet, wird erst im 18. Jahrhundert zu einer Lieblingsidee. 2 Dann allerdings, nach der Erfindung der Ästhetik um 1750, treibt das… …Wörterbuch der Philosophie, hg. v. Joachim Ritter, Karlfried Gründer u.a., Bd. 7, Basel 1997, Sp. 552–571, hier: Sp. 555. 2 Vgl. Hans-Georg von Arburg: Das… …zu untergraben? Über solche Fragen hat kaum einer so kompromisslos nachgedacht wie der Ästhetiker, Psychologe und Romanautor Karl Philipp Moritz. In… …Angemessenheit sprachlicher Repräsentation im Verhältnis zu den Präsenzeffekten in Werken der bildenden Kunst. Aber dieser Bezug auf das Laokoon-Problem ist nur… …nahe der Philologe in seinem sprachlichen Nachvollzug dem Gegenstand seines Begehrens, dem literarischen Text, überhaupt kommen kann. Dabei konzentrieren… …sich für Moritz die Suche nach der Signatur, d.h. nach einem wesentlichen Merkzeichen des freundschaftlich Begehrten, und die Leitfrage nach der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Vom Hochzeitslied zum Höllenbrand. Mörikes Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag" im Interferenzbereich zwischen biedermeierlicher Musikkultur und

    Thorsten Valk
    …VOM HOCHZEITSLIED ZUM HÖLLENBRAND Mörikes Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag“ im Interferenzbereich zwischen biedermeierlicher Musikkultur und… …propagieren, der das elitäre Musikverständnis der Romantik ablöst, um im Medium einer heiteren Geselligkeitskultur den Antagonismus zwischen hoher Tonkunst und… …Erzählung eine konträre Stoßrichtung verfolgt und insbesondere das restaurative Moment der biedermeierlichen Musikkultur kritisch hinterfragt. Unter… …epochengeschichtlichen Gesichtspunkten erweist sich der gesellige Klassizismus auf dem Schloss des Grafen von Schinzberg als rückwärtsgewandte Utopie, die aus dem Horizont… …des Biedermeier einem von Legenden entstellten Mozartbild huldigt, mittels dieser Orientierung aber das Erbe der romantischen Musikästhetik nur… …, Tieck und Hoffmann das kommunikative Moment. In ihren für die Ausbildung der romantischen Musikästhetik maßgeblichen Dichtungen avanciert die Tonkunst zur… …akustischen Manifestation des Absoluten, so dass eine an 536 Vom Hochzeitslied zum Höllenbrand den Konventionen der Alltagssprache orientierte Interaktion nicht… …mit der erforderlichen Andacht rezipiert. Die metaphysische Überhöhung der Musik begründet einen unauflöslichen Gegensatz zwischen dem exklusiven Reich… …der Tonkunst und den Niederungen des profanen Kulturbetriebs. Die vom Geist der Romantik affizierten Komponisten ziehen sich mehr und mehr in ihre… …entfremden, demonstrieren Wackenroders und Tiecks kurz vor 1800 entstandene „Berglingeriana“ auf eindrucksvolle Weise: So widerruft der zum Kapellmeister…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2005

    Ortnit und Wolfdietrich D. Kritischer Text nach Ms. Carm 2 der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, hg. v. Walter Kofler, S. Hirzel

    Joachim Heinzle
    …Buchbesprechungen Ortnit und Wolfdietrich D. Kritischer Text nach Ms. Carm 2 der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, hg. v. Walter… …mehr unterschreiben wollen. Der Erfolg, den das Werk im späten Mittelalter hatte, beruhte nicht bloß auf der schlichten Machart der Erzählinhalte und der… …Erzählweise, auf der bizarren Exotik und kruden Erotik der Abenteuer, sondern auch auf einer zwar simplen, aber ernst gemeinten und ernst genommenen religiösen… …Vorurteil zu revidieren. Der „Wolfdietrich“ ist in den Handschriften und Drucken regelmäßig mit dem „Ortnit“ zu einem Doppelepos verbunden. In produktiver… …Überlieferung tradiert, wie sie für die späte Heldenepik charakteristisch ist, faltete sich der Werk-Komplex in mehrere Versionen und Fassungen auf. Wer ihn… …haben oder hatten ihre Berechtigung, aber man kann aus ihnen kein klares Bild vom Ensemble der Reformulierungen gewinnen, das in diesem Genre der… …eigentliche Gegenstand der Literaturgeschichte ist. Ideal wäre eine Ausgabe, die alle Versionen und Fassungen nach einheitlichen Grundsätzen und, soweit es… …technisch möglich ist, in synoptischer Anordnung präsentierte. Doch wäre schon viel gewonnen, wenn wir eine benutzbare Ausgabe der Version D hätten. Diese… …mutmaßlich jüngste, wahrscheinlich im 14. Jahrhundert entstandene Textform, der „Große Wolfdietrich“, war der Spitzenreiter in der Gunst des Publikums. Sie ist… …nicht genutzt. Kofler ediert das Doppelepos erstmalig nach der Handschrift b (StUB Frankfurt, Ms. Carm. 2), die mit vier weiteren Handschriften die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Vom Scheitern und der Notwendigkeit des Entwurfs gegen die "Diktatur des Indikativs". Die konfigurale Projektion in Alfred Anderschs Roman

    Bernhard Budde
    …VOM SCHEITERN UND VON DER NOTWENDIGKEIT DES ENTWURFS GEGEN DIE „DIKTATUR DES INDIKATIVS“. Die konfigurale Projektion in Alfred Anderschs Roman… …„Winterspelt“ von Bernhard B u d d e , Münster Abstract In kritischer Distanz zu einer vereinfachenden Autorinterpretation betont der Aufsatz die Offenheit und… …Polyvalenz des Romans, der seine poetologischen Voraussetzungen reflektiert und in eine komplexe Erzählstruktur überführt. Gerade angesichts der nie außer Acht… …„Winterspelt“ 1 schon in ihrer Differenz. Begnügt sich ein Gedicht damit, die Unabgeschlossenheit der Figuren samt der auch mittels ihrer Deskription noch nicht… …zum Ende gebrachten Identitätssuche ihres Schöpfers zu betonen 2 , so gibt die autobiographische Skizze „Der Seesack“ nicht nur eine Präferenz zu… …erkennen, sie erhebt auch einen absoluten Anspruch. Von den Figuren weise nicht der Marxist Wenzel Hainstock den Weg, 1 Zitiert wird Anderschs Roman nach der… …nicht einmal / wer ich bin / und will’s auch gar nicht / so genau wissen“ (Alfred Andersch: empört euch der himmel ist blau. Gedichte und Nachdichtungen… …wahr sei. 4 Die zunächst kryptisch-sophistisch anmutende, zumindest unscharf bleibende Unterscheidung deutet in der Tat auf nichts für den Roman… …Nebensächliches. Dieser selbst votiert jedoch strukturell keineswegs so entschieden wie der Kommentar für eine der in den Figuren vorgeführten… …der übrigen im Roman gezeigten Sozialcharaktere bleiben hier ausgespart. Solche Komplexitätsreduktion überspringt wohl das Ganze des konfiguralen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Gertrud Maria Rösch: Clavis Scientiae. Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur, Niemeyer, Tübingen

    Stephan Kraft
    …BUCHBESPRECHUNGEN Gertrud Maria Rösch: Clavis Scientiae. Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur… …, Niemeyer, Tübingen 2004 (Studien zur deutschen Literatur, Band 170). Eine Arbeit zum Thema Schlüsselliteratur stellt, wie der Verfasserin durchaus bewusst… …ist (vgl. S. 38), in der aktuellen Wissenschaftslandschaft eine Provokation dar, hängen doch an diesem Konzept eine ganze Reihe hochproblematischer… …Rösch an die Aufarbeitung dieses Komplexes gemacht hat, der ja innerhalb der Literaturproduktion und -rezeption selbst keinesfalls nur ein Randphänomen… …darstellt. 2 Im Anschluss an eine knappe historische Herleitung zur Geschichte der Steganographie und Kryptographie setzt die Verfasserin an den Beginn ihrer… …Klaus Kanzog im „Reallexikon“ an3 , der Verschlüsselung nicht mehr vordringlich als Textqualität zu fassen versucht4 , sondern vor allem als… …Kommunikationsereignis, das bei der Lektüre eines Textes statthaben kann, jedoch keinesfalls muss. Diese prinzipiell sinnvolle Schwerpunktsetzung führt bei Rösch zu einem… …starken Akzent auf den Paratexten, hier vor allem den außerliterarischen Stellungnahmen der Autoren und natürlich den Leserreaktionen. Schüsselliteratur ist… …zur Textentstehung von Bedeutung ist und mit der, da sie zumeist den Faktenbezug gegenüber dem im engeren Sinne Literarischen privilegiert, oft eine… …Ergebnisse leider nicht (mehr?) in die Studie Röschs eingegangen sind. Vgl. Olaf Simons: Marteaus Europa oder Der Roman, bevor er Literatur wurde. Eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2017

    Michael Veeh: Auf der Reise durch die Erzählwelten hochhöfischer Kultur. Rituale der Inszenierung höfischer und politischer Vollkommenheit im

    Anja Becker
    …BUCHBESPRECHUNGEN Michael Veeh: Auf der Reise durch die Erzählwelten hochhöfischer Kultur. Rituale der Inszenierung höfischer und politischer… …. Diss. Freiburg/Schweiz). Die Zeiten, in denen der „Wigalois“ des Wirnt von Grafenberg als nachklassischer, synkretistischer, ja epigonaler Artusroman… …angelegt, deren Synthese so glücklich nur im Rahmen der innovativen Gattung des Artusromans gelingen konnte. Dieser bekannten These von Hans-Jochen Schiewer1… …Schreibens“ (S. 15), der gleichzeitig und gleichwertig als Alternativmodell neben dem als ‚klassisch‘ geltenden Modell Chrétien-Hartmannscher Prägung bestanden… …habe. Die heterogenen Erzählwelten, die der Protagonist im Roman durchlaufe, entwerfe Wirnt auf Basis „verschiedenste[r], frei verfügbare[r] narrative[r]… …Bausteine und Muster […], die sich in der Welt der höfisch-adeligen Führungselite zu Beginn des 13. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreuten“ (S. 288)… …. Übergreifendes Ziel der Studie ist herauszuarbeiten, wie Wirnt im Einzelnen mit diesem ‚Baukastensystem‘ umgeht, welche Vorstellungsmuster seine Erzählwelten… …prägen und worin die „spezifischen Merkmale des ‚Wirntschen‘ Romanmodells liegen“ (S. 16). Etwas überraschend wählt der Verfasser einen… …müsse man nach Veeh den „Wigalois“ in seiner ethisch-didaktischen Programmatik würdigen, „als Bühne der Demonstration verbreiteter Herrschertugenden“ (S… …. 292). Dies so entschieden herausgestellt zu haben, ist eine zentrale Leistung der Arbeit, die in diesem Punkt, aber auch in Fragen der Narrativik und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Kai Kauffmann (Hg.): Das wilde Fleisch der Zeit. Rudolf Borchardts Kulturgeschichtsschreibung. Mit Borchardts Nachlaßtext "Stefan George 1868-1933"

    Daniela Gretz
    …Buchbesprechungen Kai Kauffmann (Hg.): Das wilde Fleisch der Zeit. Rudolf Borchardts Kulturgeschichtsschreibung. Mit Borchardts Nachlaßtext „Stefan… …seit Botho Strauß’ emphatischer und aktualisierender Re-Lektüre, erfreut sich Borchardt nicht nur in der öffentlichen Diskussion der Feuilletons, sondern… …Reihe nachgelassener Schriften 4 stetig anwächst. Zu einem großen Teil ist dies mit Sicherheit das Verdienst der Rudolf-Borchardt-Gesellschaft, deren… …Vorsitzender Kai Kauffmann nun mit seinem aktuellen Sammelband eine pointierte Bestandsaufnahme der regen Forschungsdiskussion der letzten Jahre vorgelegt hat… …. Gleichzeitig macht Gerhard Schuster mit der posthumen Veröffentlichung des in italienischer Sprache verfassten fragmentarischen Nachrufs „Stefan George… …1868–1933“, erstmals ein weiteres Kapitel der Auseinandersetzung Borchardts mit Stefan George zugänglich. Der Nekrolog verdeutlicht nochmals die typische… …Argumentationsstruktur Borchardts in der langanhaltenden Konfrontation mit George und seinem Kreis: prinzipielle Würdigung des Dichters bei gleichzeitiger Diskreditierung… …hinlänglich bekannt. Der erstmals veröffentlichte Nachruf ist so vor allem aus werkgeschichtlichem Blickwinkel interessant, eröffnet aber kaum wirklich neue… …Forschungsperspektiven. Anders die acht Forschungsbeiträge, denn diese diskutieren nicht allein, wie der Untertitel „Rudolf Borchardts Kulturgeschichtsschreibung“… …bislang konzentrierte: Viel- 1 Werner Kraft: Rudolf Borchardt. Welt aus Poesie und Geschichte, Hamburg 1961. 2 Kai Kauffmann: Rudolf Borchardt und der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Christiane Koopmann, Aspekte der Mehrgliedrigkeit des Ausdrucks in frühneuhochdeutschen poetischen, geistlichen und fachliterarischen Texten

    Rudolf Bentzinger
    …Buchbesprechungen Christiane Koopmann, Aspekte der Mehrgliedrigkeit des Ausdrucks in frühneuhochdeutschen poetischen, geistlichen und… …fachliterarischen Texten, Kümmerle, Göppingen 2002 (GAG 701), 205 Seiten Seit der 1906 in Buchform erschienenen Hallenser Dissertation des Burdach-Schülers Friedrich… …Wenzlau „Zwei- und Dreigliedrigkeit in der deutschen Prosa des XIV. und XV. Jahrhunderts“ (Hermaea 4) reißt die Diskussion um dieses frühneuhochdeutsche… …Phänomen nicht ab. Die Verfasserin setzt es offensichtlich mit „der mehrgliedrigen Synonymik“ (S. 14 u. ö.) bzw. der „Synonymenhäufung“ (S. 15 u. ö.) gleich… …Berücksichtigung fand, geht u. a. aus Forderungen Friedrich Riederers hervor, worauf Werner Besch schon 1964 in seinem Aufsatz „Zweigliedriger Ausdruck in der… …bei seinen Untersuchungen die „zwei- und dreifachen Synonyma“ als „die unterste Stufe“ von der „Zwei- und Dreigliedrigkeit, die wiederum mehrere Grade… …kennt“, als „höheren Stufen“ (S. 2). Auch darauf wird in der hier zu besprechenden Mannheimer 144 Buchbesprechungen Dissertation nicht eingegangen. Dass… …Borvitz u. a. zu, und Hermann Pongs, Heinrich Gumbel u. a. bemühten psychologische Ursachen. Besch, der Freiburger Schule entstammend, brachte in seinem o… …. g. Aufsatz 1964 als „weiteren Gesichtspunkt“ (S. 203) Erkenntnisse der Dialektgeographie in die Diskussion ein: Der „Einfluss der Kanzleisprache auf… …die deutsche Prosa des Spätmittelalters“ und die „Wiederbelebung der antiken Rhetorik gerade auch im 15. Jahrhundert“ (ebd.) werden darin zwar nicht…
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