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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Von der Märtyrerlegende zum kirchengeschichtlichen Exempel.

    Die Transformation legendarischen Erzählens im nachreformatorischen Meistergesang
    Felix Prautzsch
    …. Alle drei Lieder sind überliefert in der Handschrift: Nürnberg, Stadtbibliothek, Will III. 782. Diese gehört als „7. Liederbuch“ zu Wolf Bauttners… …Märtyrerlieder also einen festen Platz im nachreformatorischen Meistergesang einnehmen, heißt es diese im Mikrokosmos der Singschule wie dem Makrokosmos der Stadt… …diese als lose Beispiele der Heiligung ihres Protagonisten bis auf den Rahmen von Herkunft, Geburt und Tod fast beliebig angeordnet oder amplifiziert… …, spricht die heilige Margareta in der „Legenda aurea“: „diese Folterung des Fleisches ist der Seele Erlösung“. 12 Poetisch-ästhetisch drückt sich das aus in… …Funktion der Heiligen und ihrer Legenden erhalten diese aus reformatorischer Sicht ihre Berechtigung. Aus der Heiligenlegende mittelalterlicher Gestalt… …Wandel im Geschichtsbewusstsein. Die Ablehnung der Legende als ,Lügende‘ verweist schon rein begrifflich auf diese Revision des Wahrheitsverständnisses… …kommunikativ-performativen Charakter sowie dem allgemein moralisch-lehrhaften und religiös-didaktischen Anspruch des Meistergesangs. Diese Verbindung wird auf… …Auffassung auf die Zwölf Alten Meister zurückging, die als Begründer des Meistergesangs galten und hohe Autorität genossen – ein Gedicht ein, in dem er diese… …Fürstbistums Straßburg, also ein großer Teil des Straßburger Umlands, katholisch blieb. V. „Die standhaffte Biblidas“ Diese literatur- wie… …Ursache für die Apostasie angeführt, die sonst offenbar nicht möglich wäre. Für diese allgemeine Problematik nun bietet die nicht näher charakterisierte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Vaterlosigkeit. Literarische Bewältigungsstrategien eines Grundproblems feudaler Gesellschaftsordnung

    Timo Reuvekamp-Felber
    …, Herrschaftsnachfolge und Erbregelung erstrecken. Diese strukturellen Probleme im historischen Vater-Sohn-Verhältnis finden überraschenderweise keinen Niederschlag in der… …Eigengesetzlichkeiten sowie text- und gattungsbasierten Erzählmustern. Auffällig ist in den großepischen Texten die häufige Vaterlosigkeit der Protagonisten. Diese… …üblich: Das regierende Familienoberhaupt hatte diese Gewaltposition zeitlebens inne und beanspruchte, in allen Angelegenheiten zuständig zu sein. Den… …Söhnen blieben zwei Möglichkeiten: Entweder konnten sie versuchen, sich gegen diese Dominanz zu behaupten oder sich gänzlich unterzuordnen. Zumeist… …Reuvekamp-Felber bewertet, entwirft diese exemplarische Ereignisse erwünschten oder unerwünschten Verhaltens, um Orientierung im gesellschaftlichen Handeln zu bieten… …gegen die väterliche Autorität und damit um einen ordo-Verstoß, sondern um eine positivierte Entfernung oder Entfremdung von der Familie, da nur diese… …der Kernfamilie profiliert. Diese Kernfamilie erweist sich als ein hervorragender Aktionsraum für die Protagonisten, die in agonalen… …zeigen und diese konsequent ab- bzw. ausblenden, reagieren sie auf diese, indem sie diesen Gesellschaftsdiskurs in ästhetisierter Form aufnehmen… …sie in besondere Konfigurationen, erproben ihren Spielraum, pointieren ihre blinden Flecke oder Widersprüche und wirken auf sie zurück.“ 36 Genau diese… …, andererseits muss diese genealogische Herkunft 35 Vgl. Wolfgang Iser: Das Fiktive und das Imaginäre. Perspektiven literarischer Anthropologie, Frankfurt/Main…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Der sympathische Gegner: Mechanismen der Sympathiesteuerung im „Laurin“

    Anica Schumann
    …etabliert wird und wie diese im zweiten Teil des Textes sukzessive dekonstruiert wird. Die Wiederherstellung einer Kongruenz zwischen stereotypen… …bezwin- 39 Anica Schumann gen. Diese Formel ist recht schlicht und immer wieder Grundkonstellation für eine Unzahl von Erzählungen. Die Ursache für ihren… …„subjektive[n] Erfahrungen und individuelle[m] wie auch [von] kollektive[m], konventionalisierte[m] Wissen der Wertenden“ 7 abhängig. Diese Wissensformationen… …stellen und diese bewältigen. 17 Die Bewältigung von Schwierigkeiten und das Lösen von Problemen sind universelle Phänomene. Für die Rezipienten bietet sich… …Dietleibs Schwester entführt hat, befreien sie diese, wobei sie im Zuge dessen zudem die Behausung des Zwerges demolieren und diesen zuletzt als Gaukler am… …einer Figurenkonstellation, die den Antagonisten anfänglich als positive Figur setzt und auf diese Weise gängige stereotype Figurenkonfigurationen vom… …Hildebrands Kennzeichnung die Sympathie der Rezipienten auf sich ziehen kann. Sollte sich diese Wirkung aber einstellen, dürfte es nicht ganz leicht werden, den… …Publikum Missbilligung hervorrufen, so trifft diese nicht den in der Szene unsichtbaren Dietrich, sondern Witege und damit eine Figur, die dem Publikum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Die „Klage“ zwischen Szondi und Lacan. Zur Modellierung tragischer Problemkerne

    Zur Modellierung tragischer Problemkerne
    Sophie Marshall
    …unterlaufen wird; derart finden sich Reflexe ihrer produktiv-virulenten Energie auch in der Oberflächenstruktur des Textes, der Sprache. Diese spannungsvollen… …Neuzeit, doch nur, um deren Ausgangspunkte herauszuarbeiten, nämlich die Beobachtungen von dialektischen Strukturen in konkreten Tragödien; diese Essenz der… …„Klage“ zwischen Szondi und Lacan tet. 7 Diese Auffassung basiert auf dem umstrittenen Aristoteles-Verständnis Arbogast Schmitts und seiner daraus… …, bes.: S. 224–231). In einer umfassenden Studie hat Michael Lurje diese Aristoteles-Auffassung mit überzeugenden Argumenten angegriffen (Michael Lurje… …Tragik [Anm. 1], S. 192 (s.o., Anm. 15). Diese beiden ‚Fehler‘ sind durchaus auch tragisch-dialektisch lesbar, nämlich zu (rechtmäßigen) Ehren des der… …diese „elementaren Schemata [...] hier nur um den Preis ihrer Selbstaufhebung“ funktionierten. 22 Gerade indem er sie zu widerlegen sucht (den Kaplan… …kommt strukturell Szondis Dialektik nahe. Nicht diese Strukturbeobachtung, sondern Müllers Zugriff über die Kulturanthropologie kritisiert Dinkelacker… …einer schuldig werden (diese Dialektik wird in Mt 26,24 scharf formuliert) 32 . Dieser Figur wurden in mittelalterlichen Legenden noch die Ödipus-Handlung… …nachkommt, der mit dieser Ehe Frieden stiften und die Witwe entschädigen will. Diese erkennt ihren Sohn schließlich an den Wundmalen seiner Beine und rät ihm… …Form (vierhebiger Paarreimvers) suggeriert, 36 steht die „Klage“ durch diese Eigenschaften dem mündlichen Sprechen näher als das durch seine 34…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Das Sieges- und Friedensschwert Palmunc.

    Eine Studie zum Anlaut in „Nibelungenlied“ und „Klage“
    Peter Andersen
    …ursprüngliche Lesart. Sie lässt sich von palme ableiten und scheint für Sieg und Frieden zu stehen. Diese Interpretation wird von dem in Gold eingefassten Jaspis… …Epos zur deutschen „Ilias“ erklärt wurde, heißt die berühmte Waffe Balmung, und niemand hat bislang diese Schreibung bezweifelt. Im Folgenden soll anhand… …nur auf 2439 Strophen gegen 2440 in den auf C beruhenden, aber durch diese A-Strophe ergänzten Ausgaben (Das Nibelungenlied: nach der Handschrift C, hg… …werden, dass diese Untersuchung niemals über die um 1200 anzusetzende Urfassung des „Nibelungenlieds“ zurückgeht und keine weiter zurückreichende… …, aber diese Mündlichkeitsthese ist insofern fragwürdig, als sie sich auf keine Handschrift stützt. Vgl. Peter Hvilshøj Andersen-Vinilandicus: Der Hürnen… …zwergenhöhle gekommene?“ 6 Diese Erklärung klingt wie ein Plagiat, aber Wackernagel kam wohl unabhängig vom Kommentator des „Nibelungenlieds“ auf denselben… …. eine patronymische ableitung davon liegt in dem namen von Siegfrieds schwert vor: Balmung, etwa ‚sohn des glanzes‘.“ 13 Diese Ableitung beruht mit… …. Das Lied vom Hürnen Seyfrid. Critical edition with introduction and notes, hg. v. Charles Kenneth King, Manchester 1958, Str. 14, 156, 168). Diese… …geworden, Waffen einen Namen zu geben. Schon im „Beowulf“ wird ein Schwert des Titelhelden Nægling (v. 2680) genannt. In Frankreich ist diese Tradition durch… …die sechs Schwertnamen. 28 Diese Häufigkeit hängt mit der Bedeutung der Kampfschilderungen zusammen. Die Namensgebung war beinahe eine narrative…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Tagungsbericht: „Mäzene als Akteure im historischen Feld und literarisches Textkonzept“, 1.–3. März 2016, Kiel

    Margit Dahm-Kruse
    …Fiktionalitätssignalen, wobei diese nicht die historische Relevanz des Mäzenatentums nivellieren, das literarische Spiel mit Gönnerschaft setzt zumindest eine reale… …Verhältnis zwischen Wolfram und Hermann von Thüringen beitragen kann, wobei diese Thesen, wie Becker abschließend herausstellt, nicht in Opposition zu der… …Gedenken verbunden. Dabei deutet sich als weitere Konstante für diese frühe Phase der volkssprachigen Dichtung an, dass die Gönner und Auftraggeber weniger… …Braunschweig (1331–1335) und Dietrich von Altenburg (1335–1341), hier entstanden zahlreiche Texte, in denen diese explizit genannt und als tatsächliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Michael Seggewiß: ‚Natur‘ und ‚Kultur‘ im „Tristan“ Gottfrieds von Straßburg, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2012 (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte; zugl. Diss. Universität Münster), 256 S.

    Christian Schneider
    …Sexualität aufgewertet und als elementare Bestandteile der höfischen Werteordnung festgeschrieben würden. Seggewiß entfaltet diese These in einer ausgesprochen… …Vernunft in Verbindung gebracht und auf diese Weise die 135 Buchbesprechungen Dichotomie zwischen Natur und Kultur im Sinne einer höheren Harmonie aufgehoben… …Christoph Hubers aufzugreifen, „spannungsvoll aufeinander bezogen[ ]“ und auf diese Weise das ‚Charisma‘ des Textes wie seiner Figuren immer wieder…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Hans Jürgen Scheuer/Ulrike Vedder (Hgg.): Tier im Text. Exemplarität und Allegorizität literarischer Lebewesen, Peter Lang, Bern u.a. 2015 (Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik N. F. 29), 333 S.

    Hannah Rieger
    …gerichtete Bewegung. Diese Relation zeigt er an Beispielen erstens aus dem „Physiologus“, in dem die dargestellten Tiere wie „Dingrätsel“ (S. 47) zu lesen sind… …und Cheiron, wie diese Wesen die Attribute der gesellschaftlichen Geltung und der Animalität verbildlichen. So können sie zu Mischwesen werden, die ihre… …Natürlichkeit und die Tier-Mensch- Beziehung als auch als ein Zufluchtsort für genau diese Werte lesbar werde. 3. Künstler(innen)-Bestiare: Literarische Lebewesen… …relativ geschlossenes Bild des Tieres im Text als ein vom Menschen gemachtes Objekt vermittelt. So einleuchtend diese Perspektive auch ist, so muss man sie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Jan Mohr/Michael Waltenberger (Hgg.): Das Syntagma des Pikaresken, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2014 (Germanisch-Romanische Monatsschrift Beiheft 58), 347 S.

    Martin Schneider
    …verstärkt wurde. 1 Jedoch gilt es, diese Abgrenzung zu differenzieren. Denn wie die vorliegenden Beiträge zeigen, ist die Untersuchung textueller Syntagmen… …zukommen. Der Versuch, diese Funktionen zu beschreiben, basiert in den meisten Beiträgen auf einem ,close reading‘, das einen neuen Blick auf die scheinbar… …kommenden Genres“ (S. 18) zu entgehen. Ob diese defensive Taktik zielführend ist und es zur Entkräftung der inkriminierten These nicht sinnvoller gewesen wäre… …narrative Syntagma der erzählten Bekehrungsgeschichte in eine paradigmatisch organisierte Textstruktur ein“ (S. 62) und diese „Auflösung des Syntagmas in… …Gehalts“ der von Augustinus sich herschreibenden ,confessio‘ vornehme. Eben diese Kontrafaktur werde jedoch ihrerseits in Albertinus’ Adaption einer Revision… …die Zukunft möglich sind“ (S. 222). Mohr deutet diese syntagmatische Modifikation im Anschluss an Michel de Certeaus „Kunst des Handelns“ als Ergebnis…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2017

    Tina Marie Boyer: The Giant Hero in Medieval Literature. Brill, Leiden, Boston 2016 (Explorations in Medieval Culture 2).

    Lena van Beek
    …verschiedene Eigenschaften. Als reines Kompendium hat diese Stellen- und Motivsammlung auch heute durchaus noch Wert. 6 In der zweiten Monografie von 2001… …, sondern auch auf religiöser Ebene mithalten können. Dass Riesen Religion praktizieren und diese nicht nur bewusst ablehnen, belegt Boyer z.B. für die… …und übt punktuell nachvollziehbare Kritik an der Forschung. Auch wenn Mängel bei der präzisen Aufbereitung der Texte auffallen, trüben diese nicht die…
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