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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Zur Dynamik von Gerüchten bei Heinrich von Kleist

    Elke Dubbels
    …ZUR DYNAMIK VON GERÜCHTEN BEI HEINRICH VON KLEIST von Elke D u b b e l s , Bonn Abstract Der Artikel geht der kommunikativen Dynamik von Gerüchten in… …in den „Berliner Abendblättern“ publiziert hat. Der erste Teil des Artikels analysiert, wie Gerüchte in Kleists Drama „Die Familie Schroffensein“… …produziert und verbreitet werden. Hierauf baut der zweite Teil auf, der die kommunikative Dynamik von Gerüchten, ihre Form und ihre Funktion in den „Berliner… …function within the “Berliner Abendblätter”. Heinrich von Kleist ist wie kaum ein anderer der Macht von Gerüchten literarisch auf der Spur gewesen. Allem… …erweist sich in Kleists gleichnamigem Dramenfragment nicht als Herr des Gerüchts, das ihn bezwingt. 1 Das Gerücht ist bei Kleist aber nicht nur Ausdruck der… …Grenzen von Herrschermacht. Im Unterschied zu Robert Guiskard repräsentiert Hermann einen Herrscher, der Gerüchte für sich arbeiten zu lassen weiß. Er… …Staengle, Bd. I/7, Frankfurt/Main, Basel 2001, Akt III, Szene 2, S. 56–60. Im Folgenden wird die Brandenburger Kleist-Ausgabe mit der Sigle BKA zitiert. 191… …, die nicht selten die Schrecken der Gerüchterede noch übertreffen. 3 Zudem mag Kleists literarische Aufmerksamkeit für Gerüchte durch seine Sensibilität… …multiautoritative Form der ungesicherten und ungeprüften Informationsweitergabe“ 4 dar. Die Quelle des Gerüchts ist unbekannt, dubios oder vage, auf jeden Fall… …institutionell nicht gesichert. Der Wahrheitsgehalt des Gerüchts ist daher obskur. Gerüchte gehorchen keinem einfachen Entwederoder. Wahrheit und Lüge…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2020

    Fabrikant und Kolonisator

    Die Modernisierung klassischer Dramenfiguren bei Immermann und in Goethes Alterswerk
    Hartmut Reinhardt
    …, Trier Die neuere Forschung hat zu Recht betont, dass Karl Immermann nicht mehr unbesehen in die Schar der Klassik-Epigonen einzureihen ist. Nicht zu… …Epigonen“ (1836) ein kaum beachteter Rückbezug auf Schillers „Wallenstein“, der sich mit zeitgenössischen Tendenzen (vor allem der Industrialisierung)… …überlagert. Ungefähr zeitgleich ist im Schlussakt von Goethes „Faust II“ eine Modernisierung der Faustfigur im Betreiben eines Kolonisationsprojekts zu… …beobachten. Eine „Vergleichung“ erweist den alten Goethe in dieser letzten Lebensrolle Fausts als den wahren Modernisierer der klassischen Epoche. Recent… …die jeweils eigenen Bedingungen der Phänomene mitreflektiert würden. So wurde Goethes „Torquato Tasso“ (1790) als das erste Künstlerdrama der… …europäischen Literatur, auch wegen seiner fein ausbalancierten Konfiguration der Positionen, im zeitgenössischen Urteil ausgiebig gewürdigt, zu Recht, wie man… …Hofe von 533 Hartmut Reinhardt Ferrara gespiegelt und urteilte kühl: „Hof- und Salongeschichten haben ihre Zeit, und zu dem Gleichgültigsten von der Welt… …gehören Dichterreizbarkeiten.“ 1 Was das Drama thematisch und stilistisch an Ort und Stelle ausgezeichnet hat, erklärt der spätere Kritiker für irrelevant… …. Goethes Werk bietet ein prominentes Beispiel für den Fall, dass sich solche Veränderungen auch innerhalb einer Autorenbiographie ereignen können. Der… …Prometheus, den der junge Dichter 1773/74 als dramatischen Helden aufzustellen versucht und dann im gleichnamigen Rollengedicht mit Aufsässigkeit gegen die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2018

    "So war es mir nicht zweifelhaft, dass ich ins Deutsche Lager gehöre"

    Krieg und Grenzgängertum in Feldpostbriefen deutsch-jüdischer Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg
    Constantin Sonkwé Tayim
    …untersucht, welche Kriegserfahrungen sie vermitteln, angesichts der Tatsache, dass die Integration der Juden in die nichtjüdische Umgebung zu jener Zeit lange… …nicht vollzogen war und nicht selten der Vorwurf eines internationalen Judentums erhoben wurde. Es geht ferner um das Verhältnis deutscher Juden zum… …Vaterland im Kontext der sogenannten „Judenzählung“ und der Verbreitung eines völkisch-nationalistischen Antisemitismus. Vorstellungen von Jude- und… …Teilnahme deutscher Juden an der preußischen Militäraktion 1813 erfolgte als Vervollständigung bzw. Ergänzung des Verbürgerlichungsprozesses deutscher Juden… …, der durch das königliche Edikt von 1812, „Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden im preußischen Staat“, beträchtlich angeregt wurde… …gewisse Kontinuität ein. Der Krieg von 1914–1918 zeichnet sich jedoch durch veränderte Verhältnisse aus. Sowohl auf jüdischer wie auch auf nichtjüdi- 223… …Constantin Sonkwé Tayim scher Seite wurde der Erste Weltkrieg zum Prüfstein, um die gewährte Einbürgerung der Juden auf die Probe zu stellen bzw. die jüdische… …nicht selten geäußert wurden. Der Beitrag jüdischer Soldaten sollte demgemäß den Beweis erbringen, dass die Juden endgültig in die deutsche bzw… …. österreichische Gesellschaft eingetreten waren. 1 Bereits diese Erwartungen und Versprechen begründeten das Spannungsverhältnis, das der jüdischen Teilnahme am… …Krieg zugrunde lag. In dieser Hinsicht verweist Michael Berger auf die Ambivalenz der Situation: Deutschland, mein Vaterland!? – Auch der ‚nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Irene Berkenbusch, Speculum Virginum. Mittelniederländischer Text. Edition, Untersuchungen zum Prolog und einleitende Interpretation. [Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur; Bd. 1511]. Peter Lang, Frankfurt am Main 1995.

    Geert H.M. Claassens
    …gehalten sind, wird eine vielseitige Auseinandersetzung über den Weg zum Seelenheil in einem Konvent wiedergegeben. Der Autor setzt hierzu verschiedene… …. Jahrhundert, wahrscheinlich in den Kreisen der Devotio Moderna, ins Mittelniederländische übersetzt und wurde danach noch geraume Zeit in der volkssprachlichen… …Corpus Christianorum. 1 Die volkssprachliche Überlieferung ist ebenso ansehnlich: 25 Handschriften der mittelniederländischen Übersetzung sind erhalten… …vorhanden. Eine so breite Überlieferung rechtfertigt ohne weiteres eine nähere Erschließung der mittelniederländischen Übersetzung, zumal diese in einem… …hat: Eine Ausgabe des mittelniederländischen Textes sowie eine Einleitung in das Werk durch eine Interpretation des Prologs, der eine programmatische… …Darstellung des gesamten Speculum Virginum gibt (S. 14). In der nun folgenden Besprechung von Berkenbuschs Buch werde ich erst den Editionsteil behandeln und… …danach den einleitenden Teil. Berkenbusch gibt auf den Seiten 113–383 einen handschriftennahen Abdruck der Handschrift Darmstadt, Hessische Landes- und… …Hochschulbibliothek, Hs. 446, und rechtfertigt ihre Wahl wie folgt: „Da der Grundsatz höchstmöglicher Handschriftentreue vor allem für die Orthographie gilt, werden… …Schreibarten nicht normalisiert, und es wird nur an Stellen eingegriffen, an denen es sich offensichtlich um Schreibfehler in der Hs. Da 446 handelt“ (S. 111)… …, etc.)? Handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Idiosynkrasie der Handschrift? Dies scheint mir höchst unwahrscheinlich. Wenn letzteres jedoch wirklich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1999

    Sprachhelden und Sprachverderber. Dokumente zur Erforschung des Fremdwortpurismus im Deutschen (1478-1750), ausgewählt und kommentiert von William Jervis Jones; Berlin/New York (Walter de Gruyter) 1995 (Studia Linguistica Germanica 38, hgg. Von Stefan Sonderegger und Oskar Reichmann), 687 Seiten, gebunden.

    Reinhard Olt
    …Reichmann), 687 Seiten, gebunden. In der Sprachgeschichtsschreibung des Deutschen, zumal der des jüngeren, dürfte dem Kapitel „Fremdwort“ eine stärker… …„Germanistik – eine deutsche Wissenschaft“ gilt das Phänomen „Sprachreinigung“ in der deutschen Germanistik aus seiner Fachgeschichte heraus wenn nicht gar… …historisch belastet, so doch zumindest als politisch-ideologisch überfrachtet. Daher ist es hinsichtlich der Beurteilung manches Fachvertreters, ja im Blick… …. Ganz in Oxford begründete. Dessen Studie „Der Einfluß des Englischen auf den deutschen Wortschatz 1640–1815. (Berlin 1957) dürfte denn auch die… …Inauguration gewesen sein für zwei weitere fundamentale lexikographische Monographien, welche den zentralen Einfluß der französischen Sprache auf die deutsche… …sprachlicher Entlehnungen bieten, welche mit Ideen, Sachen und Werten seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ins Deutsche gelangten und entweder übernommen… …Sprachmischung in der Dichtung ebenso distanzierte wie vom Sprachgebrauch etwa von Stadtschreibern, die „wie Affen“ nur zu bereit seien, unbekanntes Sprachgut aus… …eine der detaillierten frühen Diagnosen über Sprachmischung im Deutschen lieferte: mangelndes Bewußtsein für die Eigenart der Sprache; Vermengung und… …Verfälschung der reinen alten deutschen Sprache; lateinische Interferenzen bei Rednern und Schreibern; – daß Martin Luther (1483–1546) einer der ersten war, die… …Feststellung, die im deutschen Sprachpurismus immer wieder auftauchen sollte; – daß Simon Roth, der Verfasser des ersten Fremdwörterbuchs von 1571, gar kein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Kartographie des Denkens - Kafka und Benjamin im Kontext von Judentum und Moderne

    Kafka und Benjamin im Kontext von Judentum und Moderne
    Petra Renneke
    …beteiligten sich nicht öffentlich an den kontroversen Diskussionen über jüdische Identität und über die Stellung der Juden in der deutschen Literatur, wie sie… …etwa in der „Kunstwart-Debatte“ im Anschluss an Moritz Goldsteins Artikel „Deutsch-jüdischer Parnaß“ 1912 geführt wurden. Aber sie befassten sich… …. Der Artikel versucht eine Kartographie des Denkens beider Schriftsteller im Spannungsfeld dieser Themenkomplexe. Er will damit einen Beitrag leisten zur… …Rekonstruktion der „anderen“ jüdischen Geschichte in Deutschland, „die nicht so recht ins Bild einer Geschichtsauffassung passen mag, die bestimmt ist von den… …einen (verhältnismäßig) flüchtigen Griff gestohlen hat und der fremder Besitz bleibt, auch wenn nicht der einzigste Sprachfehler nachgewiesen werden… …könnte [...]. Die deutsche Litteratur hat auch vor dem Freiwerden der Juden gelebt und in großer Herrlichkeit, vor allem war sie, soviel ich sehe, im… …solchem zusammenhängt, genauer, mit dem Verhältnis der jungen Juden zu ihrem Judentum, mit der schrecklichen inneren Lage dieser letzten Generationen […]… …, nicht den unschuldigen Vater sondern das Judentum des Vaters betrifft. Weg vom Judentum, meist mit unklarer Zustimmung der Väter (diese Unklarheit war das… …Sprechern, die gerade nicht im Haus der Sprache wohnen, sondern auf dessen Türschwelle sitzen, um die Legitimierung eines Diskurses durch seine Illegitimität… …. Illegitim, weil er selber eine Diskursgrenze oder ein Grenzdiskurs ist. In Kafkas radikalem Akt der Verweigerung jeder Interpretation liegt der Beginn für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    Von Feen und Nixen. Theodor Storms "Zur Wald- und Wasserfreude"

    Stefan Schröder
    …aufgrund eines vermeintlichen larmoyanten Romantizismus, der bestenfalls als Sozialkritik ausgelegt wurde, sowie der selbstkritischen Äußerungen des Dichters… …Ausweitung und Vertiefung der zunächst rein realistisch erscheinenden Textebene. Hitherto Storm’s „Zur Wald- und Wasserfreude“ has been regarded as a rather… …Personen in meinen Novellen auf Erinnerung beruhen; das aber ist nur mitunter bei der Localität der Fall; nirgends z.B. sind mir Personen begegnet, die an… …Groth für seine Erzählung „Auf der Universität“ den Eindruck des Selbsterlebten und somit die Vorstellung eines allein mimetischen Kunstbegriffes… …der Fiktion bleibt für Storm jedoch von primärem Interesse. Einige Jahre später, im entfernten Wien, wehrte sich Ferdinand von Saar gegen ganz ähnliche… …: Briefwechsel Saar – Altmann [Anm. 3], S. 67f. 543 Stefan Schröder Beiden, Storm wie Saar, steht der Kunstcharakter, die „freie Erfindung“, im Vordergrund. Sie… …setzen sich gegen einen ,schlichten‘ Realismus zur Wehr, betonen die künstlerische Eigenleistung. Aus der Erkenntnis, die „historische Wahrheit deckt sich… …nicht mit der poetischen“ 5 , wie Storm es in seinen Überlegungen zu Kellers „Zürcher Novellen“ formuliert, resultiert der Anspruch, das Ideal der Kunst… …, die Poesie mit der erlebten prosaischen Wirklichkeit in Einklang zu bringen. 6 Die so geschaffene Welt, die „durch Harmonie und Kontrast für unsern… …„Kardinalproblem“ 8 denn als Ambition empfunden, die viele der ansonsten individualistischen Autoren der Epoche des Realismus verbindet. Der Begriff und die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2025

    Jagdlust, Schreibfrust, Mutterbrust

    Kafkas Jägerfiguren und eine mutterbezogene Schreibproblematik
    Steffen Hannig
    …Jägermetapher genauer betrachtet wird. Die Verflechtung einer unerfüllbaren, kindlichen Jagdlust mit Komponenten der Erotik, des Schreibens wie einem… …ausgesprochenen Trinkbedürfnis der Jäger führt darauf, dass Kafka eine Konstellation seines ,traumhaften Inneren‘ ans Licht hebt, die als ,Komplex der toten… …on his writing. I. Textgrundlagen und Vorhaben der Untersuchung Im Zeitraum des Ersten Weltkriegs hat Kafka mehrere Jägerfiguren entwickelt. Die… …bekannteste ist der Jäger Gracchus, dessen Fragmente Anfang des Jahres 1917 entstanden. 1 Zuvor schon, im November/Dezember 1916, entwarf er den „badische[n]… …Jäger“ namens „Hans Schlag“ in der Erzählung „Auf dem Dachboden“ (NSF I 273), welcher wie Gracchus ein isoliertes, vergessenes Dasein fristet und dessen… …August 1914, taucht bereits Kafkas erste Jägerfigur auf, die ihrerseits mit dem späteren Gracchus vieles gemeinsam hat. Die Rede ist vom Stationsleiter der… …. Wolf Kittler, Hans-Gerd Koch Koch, Gerhard Neumann, Frankfurt/Main 2002; Ders.: Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit (= F)… …, hg. v. Erich Heller, Jürgen Born, Frankfurt/Main 1983. 233 Steffen Hannig gebliebenen „Erinnerungen an die Kaldabahn“. 2 „Eine der Verlockungen“… …nämlich, die den Stationsleiter in die bleierne Isolation der russischen Steppe geführt hatte, „war die Aussicht auf Jagd gewesen“, jedoch „das Wild“, das… …„Die-Hütte“-Fragmente genannt) und deren Datierung unklar erscheint, 3 komplettieren das Bild der Kafkaschen Jägerfiguren, die sich allesamt als verhinderte Jäger…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    "Datenschutt" und "Unsicherheitsrelation". Die ästhetische Konstruktion von Wirklichkeit im Dokumentartheater (Hochhuth, Kipphardt, Weiss)

    Hans-Edwin Friedrich
    …von Hans-Edwin F r i e d r i c h , München Das ästhetische Modell des Dokumentardramas der sechziger Jahre wurde entwikkelt, um eine ästhetische Aporie… …zu bearbeiten: die adäquate Darstellung der den Rahmen sprengenden und als nicht darstellbar geltenden Themen des atomaren Overkills und der… …wie den Formanspruch ihrer Stücke. Sie entwickeln ein dramaturgisches Modell der doppelten Rekonstruktion, das Faktizität des Stoffs und ästhetische… …regarded as impossible to depict. Hochhuth’s „Der Stellvertreter“ shows the limits of the traditional formal repertoire. Kipphardt and Weiss increase both… …of the material and aesthetic polyperspectivity as mutually dependent variables. Der Welterfolg von Rolf Hochhuths „Stellvertreter“ ebnete den Weg für… …die Lösung eines fundamentalen Problems der Nachkriegsliteratur. „Um Auschwitz gewachsen zu sein, haben sich die Grenzen der Literatur erweitern müssen“… …Dramen, Reinbek 1991, Bd. 1. Der Stellvertreter. Soldaten. Guerillas. Die Hebamme. Inselkomödie. Entfernte Verwandte.); O (Heinar Kipphardt: In der Sache J… …Eichmann. Schauspiel und Materialien, Reinbek 1986). 2 Reinhart Baumgart: Unmenschlichkeit beschreiben. Weltkrieg und Faschismus in der Literatur, in: Rolf… …deutschen Nachkriegsdrama, Köln 1988, S. 10ff. 3 Vgl. Rolf Christian Zimmermann: Hochhuths „Stellvertreter“ und die Tradition polemischer Literatur, in: Der… …Perspektive wird aber deutlich, daß es um eine Verschiebung der Grenze zwischen Kunst und Nichtkunst, also einen Bruch mit tradierten Vorstellungen ging. Ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2019

    Amaranth und die Studenten

    Peter Sprengel
    …Redwitz’ Erfolgsbuch „Amaranth“ (1849) ist als zentrale Schnittstelle zwischen der liberalen burschenschaftlichen Kultur und der versepischen Tradition des… …19. Jahrhunderts zu entdecken. Anhand mehrerer „Amaranth“-Parodien wird ein von Heyse bis Scheffel reichender Typus des Studentenepos sichtbar, der… …. Studentische Helden Die Versepik des 19. Jahrhunderts1 stellt so etwas wie eine No-go-Area der deutschen Literaturgeschichte dar – ein dunkler Speicher, in dem… …das Versepos nach 1800 mit einigem Recht als absterbende, der Epigonalität anheimfallende Gattung; die entscheidenden Fragen der Zeit werden, so der… …Restauration und Revolution 1815–1848, hg. v. Gert Sautermeister, Ulrich Schmid, München, Wien 1998, S. 434–458; Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen… …Literatur 1870–1900. Von der Reichsgründung bis zur Jahrhundertwende, München 1998, S. 218–237. – Konstruktive Einzelstudien bieten: Jürgen Kühnel: Der Hort… …„Der Trompeter von Säckingen“ (1854) erzielt bis zum Tod des Autors (1886) 131 Auflagen (322. Auflage 1921) und ist möglicherweise um die… …haben. Alle drei Texte kommen im Folgenden zur Sprache, ergänzt um völlig unbekannt gebliebene Muster derselben Gattung. Der doppelte Bannfluch von… …Epigonalität und Trivialität soll dabei durch einen neuen Zugang entkräftet werden, indem nämlich nach der Abbildung eines spezifischen kulturellen Milieus in… …der Versepik um 1850 gefragt wird. Gemeint ist das akademische oder – nach dem Wortgebrauch der Zeit – „burschikose“ Milieu der Studentenschaft, die…
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