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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Cornelia Herberichs/Norbert Kössinger/Stephanie Seidl (Hgg.): Liturgie und Literatur. Historische Fallstudien, De Gruyter, Berlin, Boston 2015

    Simon Falch
    …, Kössinger und Seidl (S. 1–21) bietet eine ebenso knappe wie präzise Annäherung an die Leitbegriffe und einen informativen Überblick über die Beiträge und die… …davon ausgegangen werden dürfen, „dass jeder in eine Träger- oder Inserathandschrift eingetragene Kurztext der Sache nach sinnvoll an seiner Stelle… …. 453 Buchbesprechungen sätzlich vom ‚Kalender‘, von liturgischen Kontexten und Praktiken lösen“ (S. 93), so die These des Verfassers, bleibt aber eine… …seelischen Erbauung zu finden“, während sich die lateinische Fassung „an eine Leserschaft in politischer Funktion richtete und sie dahin lenken wollte, sich in… …wenden sich mit dem verallgemeinernden Pronomen chi an alle Bußfertigen“ (S. 171) und stellen eine Verbindung zwischen der Bußbruderschaft von Cartona und… …. Liturgie erfuhr hier aber wohl eine nicht mehr mit den Doktrinen der Kirche zu vereinbarende Auslegung durch Laien, die schließlich, wie für Straßburg belegt… …und Volkssprache ist [...] einigermaßen verwickelt“ (S. 217). Dies liegt wohl auch daran, dass nach wie vor „eine Typologie der Kompilation in der… …für den Mercator“ (S. 235–285) will ebenfalls über die Einzelfallanalyse hinaus einen methodischen Beitrag leisten und „ziel[t] auf eine generelle… …Exegese und Homilie (S. 237), und dem „Salbenkauf 13 Möglicherweise ist dies auch eine Folge unterschiedlicher Bezugspunkte liturgischer Traditionen, die… …sich erst durch eine „umfassende Erschließung der Passionsliteratur des hohen und späteren Mittelalters durch ein ‚Repertorium der lateinischen und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Text – Übersetzung – Kommentar. Nach der Münchener Handschrift hg., übersetzt u. erläutert v. Werner Röcke unter Mitarbeit von Annika Goldenbaum. Mit einem Abdruck des Textes nach Edmund Wießner, De Gruyter, Berlin, Boston 2012

    Gert Hübner
    …ein „Ring“: Der wichtigste Unterschied zwischen Werner Röckes Ausgabe und ihren Vorgängern – nicht schon seit Bechstein, aber seit Wießner 1 – ist eine… …Stellen kursiviert. Darüber hinaus enthält der Band noch eine editionsphilologische Einleitung (S. IX–XVII), ein kurzes literaturund… …doch vorhandenen Zweifelsfälle nicht überflüssig machen. Nicht wirklich verständlich finde ich die Entscheidung für eine rigide, im Ap- 1 Faktisch eine… …Unterschied macht. Verschiedentlich zeigt die Übersetzung eine Neigung, Wittenwilers abgestufte Diktionsregister ins Obszöne zu vereinheitlichen wie bei… …deshalb (eine meinem Eindruck nach gegenwärtig allerdings wieder nachlassende Prüderie- Resistenz vorausgesetzt) mit größerem Vergnügen lesen als diejenigen… …seiner Vorgänger; der Preis dafür ist jedoch eine manchmal gegenüber dem frühneuhochdeutschen Formulierungsspektrum reduzierte Nuanciertheit. Der… …revidierten kritischen Text. Eine kritische Ausgabe könnte dann möglicherweise auch für eine Erkennbarkeit der eigenwilligen dialektalen Konstruktion Sorge…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Valeska Lembke: Minnekommunikation. Sprechen über Minne als Sprechen über Dichtung in Epik und Minnesang um 1200, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2013

    Anna Kathrin Bleuler
    …liegt nun eine weitere, nicht grundsätzlich neue, aber in ihrer theoretisch-methodischen Reflektiertheit und hinsichtlich der Stringenz, mit der die… …bibliographisch berücksichtigt, aber nicht mehr eingearbeitet. 460 Buchbesprechungen tung als poetologischer Metakommunikation. Lembke profiliert damit eine… …wie zum eigenen Text als Teil dieses Mediums (S. 46f.). Eine zweite zentrale Untersuchungskategorie ist die ‚Minnekonzeption‘ (S. 43f.), die Lembke… …Minnesang aufgezeigt werden. In Bezug darauf spürt Lembke eine wiederkehrende Denkfigur auf: die Vorstellung nämlich, dass das Ich mit seinem Sang für die… …leuchtet ein –, dass die Wörter blîde und blîdeschaft damit eine implizite Rezeptionsanweisung für Minnedichtung enthalten. Denn mit ihnen wird Minne als… …unklar. Lembke zufolge wird in den Versen 4–8 eine Erklärung dafür abgegeben, warum die Rezipienten dem Dichter zu Dank verpflichtet sind, nämlich weil…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Konrad von Megenberg (1309–1374): ein spätmittelalterlicher ‚Enzyklopädist‘ im europäischen Kontext. Unter redaktioneller Mitarbeit von Nina Prifling hg. von Edith Feistner. Reichert, Wiesbaden 2011

    Thomas Bein
    …, wenn auch Georg Luff und Georg Steer 2003 eine neue Textausgabe herausgegeben haben, die, was die text- und überlieferungsgeschichtliche Fundierung… …letzte Beitrag dieses höchst verdienstvollen Mittellateiners vor, der 2012 verstorben ist und sein letztes großes Werk, eine Edition von Thomas III, an der… …Brunetto Latini widmet. Rund 100 Jahre vor Konrad, aber etwa zeitgleich mit Thomas Cantimpratensis, erarbeitet Brunetto eine gewaltige Enzyklopädie des… …Argumentationsmuster finden. Denn alle Versuche, die spezifischen Leistungen Konrads zu beschreiben, könnten noch gewinnen, schlössen sie parallel eine Betrachtung der… …seiner [Konrads] Naturdarstellung“ (S. 76) motiviert sind. Gleichfalls eine kunsthistorische Perspektive nimmt Oliver Jehle ein. Er fokussiert insbesondere… …von einer gehörigen Portion Humor und Hintersinnigkeit geprägt sind. Rihas Beitrag zeichnet sich im Wesentlichen durch eine annotierte Sammlung von… …Werk des Megenbergers eine grundlegende Innovation des Ordnungswissens findet“ (S. 130). Im Fokus stehen Texte im „Buch der Natur“, in denen Analogien… …Schluss, dass der Megenberger nicht wirklich Innovationen zu bieten habe. Mit Blick auf Stellen, an denen Megenberg z.B. nicht einschwenkt in eine im… …Schnell führt eine paradigmatische Quellenstudie vor, wobei er sich auf die Kräuterkunde-Texte im „Buch der Natur“ bezieht. Zum einen richtet er den Blick… …vielen Übereinstimmungen auch nicht wenige charakteristische Differenzen aufweisen. Den Gründen für das eine wie das andere nachzuspüren, ist eine wichtige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/2016

    Kirstin Casemir (Hg.): Namen und Appellative der älteren Sprachschichten, Verlag Dr. Kova?, Hamburg 2015

    Barbara Aehnlich
    …Sprachkontakt mit dem Slawischen finden eine Antwort und Theorien zur fränkischen toponymischen Erschließung der Siedlungsräume können profunder beurteilt werden… …. Der Beitrag Blažiene ? s bringt die Erforschung der altpreußischen Toponymie ein gutes Stück weiter; wünschenswert wäre eine Untergliederung gewesen… …eine Einschätzung des jeweiligen Typs der Wortbildung vornehmen muss, und zwar sowohl im Bereich des appellativischen als auch des toponymischen… …zur Bildung von Feminina im Altsächsischen und Althochdeutschen verwendet wird, stellt laut Flöer „eine äußerst flexible Möglichkeit zur Bildung neuer… …die Basis des Namens entweder ein nicht überliefertes Appellativum ist, welches auf ein Gewässer referiert, oder ein Gewässername, zu welchem eine… …bei 476 Buchbesprechungen den appellativischen Basen der Ableitungen, die nach den auftretenden Suffixen geordnet sind. Im Anschluss erfolgt eine… …Sprachstufen des Althochdeutschen, Altsächsischen, Mittelniederdeutschen, Germanischen und Indogermanischen deutlich, ohne die eine Rückführung der Toponyme auf… …, Lemgo und Lieme, Hölsen, Wöbbel, Pehlen und Pillenbruch, wie wichtig die Kenntnis der appellativischen Grundlage für eine fundierte Deutung der Ortsnamen… …erläutert. Heinrich Tiefenbach nimmt in seinem interessanten Beitrag „Beobachtungen zu Namen aus Ostsachsen im Werdener Urbar B“ vor, die durch eine Karte… …zur Etymologie der Siedlungsnamen mit -leben zu passen scheinen. Eine mögliche Erklärung, die Tiefenbach überzeugend aufzeigt, wäre der Einfluss einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Liste eingesandter Bücher

    …der Vogelweide „Reichston“. Eine kritische Aufarbeitung der altgermanistischen und historischen Forschungsgeschichte, Peter Lang Frankfurt/Main u.a…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …Mizelle Ulrich Profitlich: Eine Wende in Lessings Mitleidstheorie? Zum 74. und 75. Stück der „Hamburgischen Dramaturgie“…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Masse/Lessing

    Editoriale Paratextualität bei Friedrich Schlegel
    Christopher Busch
    …Gottlob Heyne, außerdem Freund Lessings und Mitherausgeber einiger Bände von dessen „Vermischten“ und „Sämmtlichen Schriften“, nannte sie eine… …von Essays, keine Fragmentsammlung, weder romantisches Drama, noch romantischer Roman, sondern eine Edition ist, beschreiben kann. Um es kurz zu machen… …: methodisches Rüstzeug für eine solche historische Editionsanalyse liegt nicht bereit. Darüber mag man sich wundern. Weder nämlich fehlt es einer an editorischen… …eine wie die andere Perspektive aber gilt, dass sie privative und idiosynkratische Formen des Edierens nicht in den Blick bekommt. Die gegenwärtigen, im… …allgemein eine Reihe von Richtlinien, die er in einer methodischen „Generalregel“ zusammenfasst: [K]ommentierte nichtwissenschaftliche Ausgaben […] sind stets… …‚Kommentierte nichtwissenschaftliche Ausgabe‘ aber bleibt für eine historische Editionsanalyse ein schwer zu applizierender Begriff; die eigentliche Aufgabe… …Literaturwissenschaft, hg. v. Heinz Ludwig Arnold, Heinrich Detering, 7. Aufl., München 2005, S. 179–203; Bodo Plachta: Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode… …und Praxis der Edition neuerer Texte, 2., ergänzte und aktualisierte Aufl., Stuttgart 2006. Eine Überblicksdiskussion bietet Dirk Göttsche… …vor: „Die Geschichte der Edition ist ein Desiderat […].“ 16 Dort, wo an dessen Beseitigung gearbeitet wird, dominiert indes eine… …wissenschaftshistoriographische Perspektive, die zu ähnlichen Verzerrungen führt wie eine historische Funktionalisierung ausgabentypologischer Ansätze. In den Blick nämlich geraten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Der Vormärz als ‚ausgelesenes‘ Buch.

    Grabbes historische Dramen als ‚zum Theater gewordene Tragödien‘
    Sientje Maes, Bart Philipsen
    …Kontingenz, die eine eschatologische oder auch immanent-teleologische Perspektive der Geschichte zutiefst problematisiert, befindet sich der Dramatiker… …Napoleons hat sich laut Grabbe eine ‚posthistorische‘ Spektakelgesellschaft durchgesetzt, in der die Geschichte (mit Walter Benjamin gesprochen) ‚in den… …weniger gehören, nicht ausgeschlossen. Und was soll man da hoffen? Was wenigstens bei unsren Landsleuten? Eine Recension, von irgend einem Laffen… …zusammengeschrieben, ist ihnen oft mehr werth als das recensirte Buch, denn – es ist eine Recension, – eine Pflanze lernen sie eher aus Linnés System kennen, als in der… …Gnade und Ungnade ihm überliefert. Das heißt: eine Bedeutung, einen Sinn auszustrahlen, ist er von nun an ganz unfähig; an Bedeutung kommt ihm das zu, was… …‚ausgelesenes‘ Buch sondern als eine frustrierende ereignis- und zukunftslose Epoche, in der auf Sinn und Größe nur zurückgeblickt werden konnte. Nach dem… …Deutschen Bund eine deutliche Verwandtschaft mit Niethammers Gegenwartsdiagnose auf: „In posthistoire, it is not the world which declines, but rather interest… …sinnstiftenden, allegorischen Modellen und dem Einbruch der Kontingenz, die eine eschatologische oder auch immanent-teleologische Perspektive der Geschichte… …Moderne, hg. v. dems., Bielefeld 2013, S. 23-47, hier: S. 32ff.: „Im Kontext ihrer historischen Verortung erweist sich Kontingenz um 1800 insofern als eine… …das ‚Zufällig- Wirkliche‘ als ‚das Gemeine‘ ab und sieht es dort allenfalls ästhetisch integrierbar, wo der Mensch ‚dem Zufall eine Form zu geben‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 2/2016

    „Niemals aber sagt ein lebendiger Mensch zu einem anderen … ‚Sei mein Erlöser!‘“

    Drei Arten der Fiktionalisierung von weltanschaulicher Reflexion bei Broch, Lukács und Musil
    Benjamin Gittel
    …Essay im Zeitraum von 1890 bis 1933 im deutschen Sprachraum eine Konjunktur erfährt, wurde in jüngerer Zeit auch das eng damit zusammenhängende Phänomen… …vielfältigen Probleme bei der sprachlich-stilistischen Beschreibung des Essays verwiesen: Da es bisher eine ungelöste Aufgabe ist, einen ‚herkömmlichen‘ Essay… …definitionem eine nicht-fiktionale Gattung ist. Vgl. Christian Schärf: Essay, in: Handbuch der literarischen Gattungen, hg. v. Dieter Lamping u. Sandra Poppe… …ein Thema für sich, aber es läßt sich auch nicht übersehen, daß diese beiden Kategorien etwa seit dem Ersten Weltkrieg mehr und mehr in eine… …Dramen stattfindet. Die Beschreibung dieser Bedeutungseffekte ist zunächst eine theoretische Herausforderung. Denn die Fiktionalisierung von Reflexion… …jedoch nicht die fiktionalitätstheoretischen, hermeneutischen und kommunikationspragmatischen Probleme, die eine Beschreibung f-essayistischer Texte mit… …des 19. Jahrhunderts, aber auch 7 Roy Sommer definiert den Begriff „Wirkpotential“ als „eine vom Text her begründbare Annahme über die möglichen Effekte… …. Jahrhunderts, in faktualen Texten der sogenannten „Weltanschauungsphilosophie“ 9 bzw. „Weltanschaungsliteratur“ 10 zirkulierte. Um eine Vergleichbarkeit der… …Wahrheit des prozessierten Wissens nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl die Überzeugungen der Figuren für den Leser immer auf ihren Anspruch hin… …, spielt der Erlösungsbegriff selbst in parallel entstehenden neomystischen Vorstellungswelten gegenüber der unio mystica eine deutlich untergeordnete Rolle…
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