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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …Verfahrens sowie das Recht zur Lizenzvergabe. Dem Autor verbleibt das Recht, nach Ablauf eines Jahres eine einfache Abdruckgenehmigung zu erteilen; sich ggf…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    "Klar wie der Tag!"

    Evidenz und Recht in Friedrich Schillers "Maria Stuart"
    Christian Sieg
    …exemplifiziert, wie sowohl juristische als auch literarische Verfahren Evidenz generieren und nutzt eine katholische Bilddramaturgie. Letztere zielt darauf ab, die… …Zusammenhang zwischen Evidenz und Recht. Schiller problematisiert diesen Nexus in zahlreichen Szenen, in denen eine scheinbar erreichte Gewissheit immer wieder… …insofern in vielfacher Hinsicht eine Rolle: Das Stück präsentiert Beweise, die über die Schuld der Protagonistin entscheiden sollen, zeigt wie durch Rhetorik… …entspricht eine mediale. Recht und Gerechtigkeit vermitteln sich in „Maria Stuart“ letztlich nicht diskursiv, sondern visuell. Das Theater selbst wird damit… …zuvor gegenüber Goethe als besonders nachahmenswert bezeichnete: „Der Oedipus ist gleichsam nur eine tragische Analysis. Alles ist schon da, und es 2… …, dass das Stück kein „analytisches Drama“ sei, sondern eine „wirklich tragische Handlungsentwicklung“ in Szene setze (Arbogast Schmitt: Wesenszüge der… …verhält (Bernhard Greiner: Die Tragödie. Eine Literaturgeschichte des aufrechten Ganges. Grundlagen und Interpretationen, Stuttgart 2012, S. 44.). 4 Yvonne… …schließlich eine Entscheidung zu treffen, die zwar den Konflikt nicht wirklich löst, ihn aber beendet.“ Fritjof Haft: Juristische Rhetorik, 5. Aufl… …Szenen die präsentierte Evidenz: Was die eine Partei als Beweisstück akzeptiert, wird von der anderen ganz unterschiedlich interpretiert. Mit der… …eine Technik des Vor-Augen-Stellens begriffen. II. Die Gerichtsbarkeit der Bühne Die Verwandtschaft von Bühne und Gericht erkennt Schiller bereits in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    "FORT", DA

    Substitution und Repräsentation in der "Marquise von O...."
    Björn Moll
    …Marquise vor und hält um die Hand der Tochter an. Bei genauerer Lektüre zeigt sich hier jedoch eine Mehrdeutigkeit im Text, denn dem Grafen wurde, wie er… …Björn Moll wurde er in dem „Gefecht[ ] bei P...“. 4 Der Hinweis auf den Sterbeort erlaubt eine weitere Lesart als die des bloßen Versehens: Da es sich bei… …auch um den ebenfalls bei „P[ ]“ gestorbenen Marquis handeln. 6 Eine Reihe zusätzlicher Indizien verstärkt die Ambivalenz beider Figuren: Der Graf ist… …Marquise, dass die Symptome auf eine Schwangerschaft, die sich für sie jedoch nicht erklären lässt, hindeuten, woraufhin ihre Mutter antwortet, „sie würde… …Gerhard Neumann hebt in seiner Interpretation der Stelle hervor, dass es sich um „eine ins Ungedeckte führende Leseregel des Geschehens“ handle. Durch die… …Aufrufung der beiden Namen „Phantasus“ und „Morpheus“ – „[d]er eine repräsentiert die Bewußtlosigkeit des Tiefschlafs, der andere das Spiel der Träume als… …Verdichtungssarbeit des Traums wird im Text zugleich auch an ein Subjekt geknüpft: „[D]aß du eine Träumerin, und nicht recht klug bist“ 14 , beschuldigt die Obristin… …hat Morpheus in der besagten Passage eine ganz bestimmte Funktion: Er vertritt Ceyx, den verstorbenen Ehemann Alcyones. Iuno, die Al- 12 Kleist [Anm. 1]… …Einbruch dieses Realen, der sich als eine traumatisierende Wunscherfüllung vollzieht, wünschen sich doch beide ihre Rückkehr – Alcyone die des lebenden… …Gewand“. 17 Die Ersetzung des Mannes durch eine Repräsentation steht in der „Marquise von O….“ in einem intertextuellen Bezugsrahmen. Es lassen sich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Wirklichkeit über pari

    Zu Gottfried Kellers "Kleider machen Leute"
    Sven Fabré
    …Wagen einzusteigen und sich in die Stadt fahren zu lassen – es ist gerne geschehen. Doch sein Schicksal nimmt hier eine unverhoffte Wendung. Denn sobald… …Mode vorführt, abhängig – auch wenn dieser Prozess für eine Fülle von Fehlinterpretationen anfällig ist. 2 Denn nicht auf einer göttlichen, mythologisch… …, mittels deren sich erst die Konstitution des Wissensobjekts nachvollziehen lässt. Eine solche, Epistemologie und Ästhetik verknüpfende Poetologie… …die „Leute von Seldwyla“ eine bemerkenswerte poetische Produktivität entfaltet hat und mit dem literarischen Kode in keinem antagonistischen Verhältnis… …dieses Epitheton ernst nimmt, eröffnet es Möglichkeiten für eine Einbettung der Novelle im historisch-diskursiven Rahmen einer Kreditökonomie – denn dazu… …gesprengt“ und die Menschen mit neuen Möglichkeiten zu „neuem Leben erweckt“, doch dabei eine „selbstsüchtige Interessenökonomie geschaffen“ und die… …sittliche Bande.“ 10 Die Kluft zwischen Besitz und Armut wird aufgehoben, eine Umverteilung der Mittel nach sittlichen Kriterien realisiert: „Der moralische… …die ärmeren Bevölkerungsklassen eine bessere Antwort. Wenn auch die Mittellosen „die Vortheile der neueren Zeit [sich zueignen]“, sich von „[dem]… …die daran geknüpft werden andererseits, effizieren schließlich eine eigentümliche Mischung aus modernen Disziplinierungsmechanismen und 14 Ebd., S. 6… …des Kredits, so scheint es, ist nicht nur eine literarische Fiktion. In der Gestalt der Kreditverwaltung und der Solidarhaft findet man zu einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Moosbrugger oder die Möglichkeiten der Paranoia

    Psychiatrie und Mystik in Musils "Der Mann ohne Eigenschaften"
    Maximilian Bergengruen
    …Weibern der andere Mann“ steckt. In einem letzten Schritt wird untersucht, inwieweit diese Persönlichkeitsstruktur die Voraussetzung für eine, mit Ulrich… …Moosbrugger, which is parallelised with Ulrich (IV). I. Versuch einer Systematisierung (zur Moosbrugger-Forschung) Eine Auseinandersetzung mit der Figur… …mit seiner psychiatrischen und juristischen Klassifizierung bzw. der Sperrung dagegen, seit den frühen Anfängen des Spion-Projekts eine Art von Alter… …auch eine Katz sein oder so. ,Sie fragten ihn dann jedes Mal recht schnell: ‚Wieviel ist vierzehn mehr vierzehn?‘ Und er antwortete ihnen bedächtig: ‚So… …jetzt ein Hase oder eine Katze oder ein Fuchs‘. Sogar in der Mathematik ist 16+16‚ so ungefähr 32 bis 34‘“. 8 Auch bei der Schizophrenie nimmt Musil keine… …239) hört. Eine ganz ähnliche Formulierung findet sich in Bleulers „Lehrbuch“: „Die Patienten Schizophrenie-Lehre hatte bereits Renate von Heydebrand… …, bei denen qualvoll beängstigende Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen gewiß eine Rolle spielen, können Minuten bis Wochen dauern“ (MoE 1368; erste… …kriminalistischer-psychiatrischer Beitrag zur Lehre vom Lustmorde“. 11 Dieser Aufsatz versucht eine psychiatrisch-forensische Diagnose Voigts und zeichnet sich dadurch aus, dass er… …Eigenschaften‘ und sein Modell, in: Musil-Forum 10, 1984, S. 105–169. Vgl. auch ders.: Robert Musil. Eine Biographie, Hamburg 2003, S. 880–891. Neuerdings hat Mark… …historische wie zeittypische Belege, als eine Hinwendung zur zeitgenössischen apophatischen Mystik (als dem metaphysischen Ort dieses ausgeschlossenen Dritten)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Edition und poetologische Reflexion

    Axel Gellhaus' Beitrag zur theoretischen Fundierung der Editionsphilologie
    Gunter Martens
    …Wissenschaftler schon damals seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Denn treffender als mit diesen beiden Begriffen „Enthusiasmos und Kalkül“ hätte er eine von ihm… …für seine spätere Beschäftigung mit der poetologischen Theoriebildung zweifellos zugleich eine nicht unwesentliche Vorbereitung. Seine frühzeitige… …Fachwelt große Anerkennung fand. Und wenn einzelne Kollegen eine mangelnde Leserfreundlichkeit der textgenetischen Darstellung kritisierten: die… …ist auch Axel mit seiner Bearbeitung von Band 6, der Edition der „Niemandsrose“, eine herausragende Leistung gelungen; dennoch ist sie von ihm… …, mit der berechnenden und festen Kunstgesetzen folgenden Fixierung seiner Begeisterung, eine Einheit bilden können. Das Streben nach Vereinigung sich… …nun Axel Gellhaus in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Ausbildungsstadien poetologisch-genetischer Reflexion. Eine „Dialektik von Enthusiasmos… …. Athener-Brief, der den ersten Band des Romans abschließt, zitiert der Ich-Erzähler das „große Wort“ des Vorsokratikers Heraklit „das Eine in sich selber… …Vereinigung von ‚harmonisch entgegengesetztem Leben‘ und ‚unendlichem Gesichtspunkt‘ […]. Diese ‚unendliche Einheit‘, verstanden als eine „unzertrennliche… …Einheit des Widerspiels von Entgegensetzung und Einigung ist eine Setzung des poetischen Geistes“ (EK 281), die den eigentlichen dichterischen… …. In Celans Auffassung der Dichtung stellt er nun eine Radikalisierung dieser Differenzierung von Kunst und Poesie fest. „Kunst“ sei auch für den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    "Er spürte die unvergleichliche Wärme des Erzählens"

    Ästhetisches Probehandeln, progressive und kritische Intertextualität in Lutz Seilers "Kruso"
    Oliver Bach
    …der Handlung: die Insel Hiddensee. Literarischer Rang: eher zweifelhaft“: Andreas Platthaus: Eine zweifelhafte Entscheidung, in: Frankfurter Allgemeine… …intra- und intertextuellen Relationen zu einem universalen Intertextualitätstheorem transzendiert wird. 9 Schließlich bietet Manfred Pfister eine… …ausschließlich um Bezugnahmen eines Textes auf den anderen als Text zu gehen scheint, hat Dialogizität eine Relation zwischen Texten im Blick, die auch die Arbeit… …Eindruck bestätigt auch die Paraphrase der pfisterschen Theorie durch Frauke Berndt und Lily Tonger-Erk: Intertextualität. Eine Einführung, Berlin 2013, S… …erlauben, den spezifischen Anlass der Arbeit des Texts am Text zu plausibilisieren. 13 Sandra Richters Überlegungen zum Prozessbegriff erlauben eine… …Literatur. Deren ästhetischem Probehandeln nämlich ist es möglich, eine Praxis zu imaginieren, in der diese Potentiale und Widersprüche in einem Maße… …speziell eine progressive Intertextualität, steigert sich zu einer kritischen Intertextualität, indem Literatur die ihr zu Gebote stehende Fiktion ganz… …Neuzeit. Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte, hg. v. Lutz Raphael u. Heinz-Elmar Tenorth, München 2006, S. 193–221, hier: S. 194. 14 Sandra Pott… …für eine erneuerte Geistesgeschichte, hg. Lutz Raphael u. Heinz-Elmar Tenorth, München 2006, S. 223–238, hier: 226f. 15 Vgl. zum ästhetischen… …Naturrechtslehre und ihre Rezeption bis Rousseau, in: Stoizismus in der europäischen Philosophie, Literatur, Kunst und Politik. Eine Kulturgeschichte von der Antike…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Kriegsversehrte

    Die Dritte Generation in der Gegenwartsliteratur
    Lydia Koelle
    …Geschichte ist keine ferne Erlebniswelt, sondern auch für die Nachfahren der Kriegsgenerationen eine erlebte Welt, insofern sie an den erlittenen Traumata… …bis 1975) versuchen in zeitgenössischen Familienromanen eine Entschlüsselung des Schweigens, um Familiengeheimnissen auf die Spur zu kommen, ihre… …Frank] und meiner Geburt, eine Generation, mehr nicht, ein Wimpernschlag. 1 1 Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur, Berlin 2013, S. 333. 607 Lydia… …Familiengeheimnissen aus der NS- Zeit auf die Spur. Was sie dabei finden, stellt die Liebe und Familiensolidarität auf eine harte Probe und ist nicht ohne eigene… …sich wie eine Fortsetzung von Wolfgang Herrndorfs Kindheitserlebnissen. Von der Religionslehrerin seiner Grundschule wird der Junge erstmals mit dem… …nur das, er fühlt die NS-Verstrickung seiner Großeltern als seine eigene – geerbte – Schuld, die ihn niederdrückt wie eine zu schwere Bettdecke, immer… …noch eine Betroffenheitsmaske übrig bleibt, hinter der auch die reale Schuld des Groß- 5 David Wagner: Schöne deutsche Schuldgefühle, in: Merkur 55, 2001… …zweiten Grades“, weil ihm die leidenschaftliche Ernsthaftigkeit seiner Kinder- und Jugendzeit abhanden gekommen ist, die er im Nachhinein durch eine… …verdrängte Schuld wirkt jedoch fort: eine Schuld, die von der verantwortlichen ersten Generation verdrängt wird und zur „zweiten Schuld“ (Ralph Giordano10 )… …erinnern – nicht vergessen. Das Gedächtnisdilemma in der Popliteratur, in: Erinnern des Holocaust? Eine neue Generation sucht Antworten, hg. v. Jens…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Davide Giuriato: "klar und deutlich". Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert

    Stefanie Heine
    …Begriff erweist, der stets Überschüsse produziert. Giuriatos bestechende und wohltuende Differenziertheit – und das ist eine der großen Stärken des Buches –… …und wo eine Poetik des Klaren und Deutlichen, die sich immer wieder an verschiedenen Stellen mit dem Dunklen und Verworrenen verzahnt, wirksam bleibt… …. Auch ist die perspicuitas nicht als Gegenbegriff zur obscuritas zu verstehen; im Gegenteil: die Dunkelheit ist eine treue Begleiterin der deutlichen Rede… …Buchbesprechungen schaulichkeit“ (ebd.), die mit affektiver Beschreibung einhergeht, umfasst, weist auf eine innere Spannung hin. Selbst in der deutschen… …, die einer „unendlich fortschreitenden Erkenntnis“ (61) entgegen. Die Sinne spielen bei Leibniz eine zentrale Rolle im Prozess der Erkenntnis und die… …Rhetorik des 18. Jahrhunderts zeigt, wie eine Stilistik, die das Denken gegenüber der Sprache priorisiert und die auf Schlichtheit und „rationale… …rationalen Erkenntnis. Erst im späten 18. Jahrhundert, mit Herder und Kant etwa, wird eine scharfe Trennlinie zwischen Sinnlichkeit und logisch-rationalem… …, hurenden, genießenden, leidenden und verwesenden Körpern“ (247) zentral, sondern auch eine Verbindung von Worten und physischer Wirklichkeit. Diese… …performativen Worten und einer Rhetorik der Deutlichkeit reale Handlungen zu generieren, was in St. Justs Rede in „Dantons Tod“ grausame Konsequenzen hat. Eine… …dort. Trotzdem verfolgen beide eine Poetik der Klarheit und Deutlichkeit. Die Suche nach einer Klarheit in sich selbst und einer Transparenz der Dinge…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

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