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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Dietmar Goltschnigg, Hartmut Steinecke (Hg.): Heine und die Nachwelt. Geschichte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Texte und Kontexte

    Ritchie Robertson
    …Leistung vollendet – der Versuch, die Geschichte von Heines Wirkung in den deutschsprachigen Ländern kontinuierlich zu entfalten und anhand von zahlreichen… …Dieter Brinkmann, Franz Mon, Günter Kunert, Wolf Biermann, Robert Gernhardt, Harald Gerlach und Peter Hacks stammen. Einige der lesenswertesten Beiträge… …vorgeht, um die Zäsur, die die Wiedervereinigung Deutschlands auch in der Geschichte der Heine-Rezeption markiert, in den Mittelpunkt zu stellen, lassen… …sich verschiedene Stränge der Rezeption unterscheiden. Da ist zunächst die wissenschaftliche Beschäftigung mit Heine. Ein Großteil der Einleitung besteht… …aus einem notwendigerweise sehr selektiven Forschungsbericht, wobei die anerkannten und tonangebenden Hauptleistungen der Forschung, besonders solche… …, die eine Resonanz jenseits der Universität finden, im Vordergrund stehen. Versuche, eine Zwischenbilanz der Forschung zu ziehen, rücken dabei besonders… …„der am häufigsten in deutschsprachigen Dissertationen behandelte Autor“ (91). Ob er diesen Rang beibehalten hat, wird nicht mitgeteilt. Wie Jeffrey… …Sammons wiederholt moniert hat, besteht allerdings bei der Kanonisierung Heines die Gefahr, dass das ehemalige Streitobjekt jetzt – wie schon in der DDR… …Berkeley bis Peking werden vermerkt. Nur in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz hat sich wenig Interesse für Heine gezeigt, wobei die 2006 von… …1956 anlässlich der Weimarer Heine-Konferenz vorgeschlagene Projekt einer gesamtdeutschen Heine-Ausgabe fand auf westdeutscher Seite geringe Resonanz und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Uwe Schütte: Arbeit an der Differenz. Zum Eigensinn der Prosa von Heiner Müller

    Janine Ludwig
    …Buchbesprechungen Uwe Schütte: Arbeit an der Differenz. Zum Eigensinn der Prosa von Heiner Müller, Winter, Heidelberg 2010. Heiner Müller war und ist… …allerdings geraten auch andere Gattungen und Texte dieses Autors in den Blick der Literaturwissenschaft. Geradezu ein Paukenschlag war die Wahrnehmung der… …Schütte4 die erste Monographie zu Heiner Müllers Prosa vorgelegt, von der er sagt, sie sei „bisher fast unbemerkt, geradezu unbehelligt geblieben. Zumindest… …das darf hier gleich vorweggenommen werden – durchaus ein gelungenes. In der Einleitung gibt Schütte verschiedene Gründe für die bisherige… …Vernachlässigung der Prosa Müllers an, u.a., dass dieser selbst sich in Interviews abwertend über Prosa geäußert und sie als eher nebensächlich abgetan hat (vgl… …. 16f.). Dazu passt der Prima-facie-Befund, dass es die von Müller am wenigsten bediente Gattung war: Der Prosaband, Nummer zwei der Suhrkamp-Werkausgabe… …, ist mit 190 Seiten der schmalste von allen. Als weitere hinderlich wirkende Faktoren nennt Schütte „die Verstreutheit der Publikationsorte, die… …ausführlich und wiederholt beleuchtet: das in Müllers innovativer Textpraxis zunehmende Verschwimmen der Gattungsgrenzen, welches eine strikte traditionelle… …Müller im Spiegel seiner Interviews und Gespräche, Frankfurt/Main u.a. 2002. 3 Kristin Schulz: Attentate auf die Geometrie. Heiner Müllers Schriften der… …Ausdrucksmodus, der eine Differenz ausbildet zu gebundenen Sprachformen“ (ebd.). Damit begegnet er nebenbei zugleich dem Problem der geringen Materialbasis, indem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Olaf Kramer: Goethe und die Rhetorik

    Constanze Breuer
    …die rhetorische Tradition bei Goethe durchgängig vorausgesetzt werden muss. 1 Dennoch scheint es in der Goethe-Forschung noch immer das Missverständnis… …nun der Erforschung von Goethes Rezeption und Adaption der Rhetorik eine umfassende, systematisch angelegte Studie gewidmet. Für eine solche Studie… …bestimmter rhetorischer Figuren, auch wenn er immer wieder die Bedeutung und beständige Verwendung der evidentia – etwas lebendig vor Augen stellen – bei dem… …der Anschauung so stark verpflichteten Goethe hervorhebt. Der Fokus liegt einerseits auf der Rezeption der bekannten rhetorischen Ordnungsstrukturen… …Konzepte hinaus macht Kramer die grundsätzlichen Einflüsse anthropologischer, pädagogischer, theatralischer und epistemologischer Traditionen der Rhetorik… …Gebrauch des Begriffs. Einerseits ist für ihn die „rhizomatische Struktur der Rhetorik […] wesensmäßig eigen“ (18), zum anderen spricht er von der… …Rezeptionsprozesse. Gegen ein vermeintliches Ende der Rhetorik spricht, dass sich im 18. Jahrhundert die rhetorische „Handbuchliteratur […] trotz der akademischen… …Kritik an der Rhetorik geradezu explosionsartig [entwickelt]“ (17). Was allerdings verwundert, ist die am Ende der Studie geäußerte Behauptung, dass Goethe… …Forschungen von Anna Carrdus, dass der vermeintlich anti-rhetorische Sturm und Drang stark vom Gebrauch rhetorischer Figuren, vor allem der evidentia abhängt… …(153) sprechen kann. Wie aus dem dritten Kapitel hervorgeht, lassen sich im Genie-Diskurs anthropologische Modelle der Rhetorik nachweisen. Einerseits…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Andreas Stuhlmann: "Die Literatur - das sind wir und unsere Feinde". Literarische Polemik bei Heinrich Heine und Karl Kraus

    Dirk Rose
    …Schriftstellern, die dort als stilistische Vorbilder angeführt werden, befinden sich mit Heine und Nietzsche einige der bekanntesten Polemiker deutscher Sprache… …. Der Verdacht drängt sich auf, es bestehe ein mehr als nur zufälliger Zusammenhang zwischen literarischem und dezidiert polemischem Schreiben. Umso… …verwunderter nimmt man zur Kenntnis, dass diese Thematik in der literaturwissenschaftlichen Forschung nach wie vor keine besondere Beachtung genießt, auch wenn… …. Der Forschungslage bzw. deren Defiziten geschuldet, beginnt das Buch mit einer Art Gesamtüberblick über das Feld ‚Literarische Polemik‘ vom 18… …übergeordnete Gattung von Texten zu verstehen ist“ (21). Aber als was stattdessen, verrät der Autor nicht. Jedenfalls wird aus dieser Erkenntnis die… …Effekten seitens der Textproduzenten geprägt sei. So treffend die einzelnen Beobachtungen beispielsweise zur „Figuration des Agon“ (28-32) sind, wo die… …Öffentlichkeitsmodell verhaftet, das von einer „professionalisierten Trennung von Sendern und Rezipienten“ (38) ausgeht. Der größte Abschnitt der Einleitung ist dieser… …Öffentlichkeitsbezug ergeben. Angesichts des digitalen ‚shitstorm‘ unserer Tage erscheinen manche der beschriebenen Muster erstaunlich gegenwärtig. Allerdings erklärt… …ein solcher Zugriff weder die Emergenz und Funktion des Polemischen in der Moderne, noch – und das scheint ein mindestens ebenso gewichtiger Einwand zu… …diffusen Öffentlichkeitsbegriff hin zu überschreiten, der dann nicht mehr Instanz, sondern nur noch mobilisierbare Masse bedeutet (und mit rationalisierter…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …INHALT Seite Aufsätze Katharina Philipowski: Autodiegetisches Erzählen in der mittelhochdeutschen Literatur oder: Warum mittelalterliche Erzähler… …in der Christophorus-Legende................................................ 353 Natalia Pimenova: Welchen Status hat thâr im altsächsischen und… …althochdeutschen Relativsatz? ............ 383 Christoph Landolt: Dis gelt ist ouch den burgern genzlich vergulten. Die Partizipia Präteriti der Reihe IIIb mit… …(Gert Hübner).................................................. 445 Thordis Hennings: Französische Heldenepik im deutschen Sprachraum. Die Rezeption der… …Mireille Schnyder (Hg.): Schrift und Liebe in der Kultur des Mittelalters (Rüdiger Schnell) .......................... 469 Zeitschrift für deutsche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Autodiegetisches Erzählen in der mittelhochdeutschen Literatur oder: Warum mittelalterliche Erzähler singen müssen, um von sich erzählen zu können

    Katharina Philipowski
    …Hans-Joachim Solms in Verbindung mit Norbert Oellers und Hartmut Steinecke 132. Band 2013 · Drittes Heft Abstract AUTODIEGETISCHES ERZÄHLEN IN DER… …Erzählen in der ersten Person ist in der mittelhochdeutschen weltlichen Literatur nicht verbreitet. Zwar ist die erste Person eine konventionalisierte… …Erzählperspektive der Minnerede, doch deren Ich-Erzähler sind zumeist nicht autodiegetische, d.h., sie erzählen zwar aus der ersten Person, aber nicht von sich selbst… …, sondern z.B. von der minne. Erzählen von sich selbst, also Selbstthematisierung, findet vielmehr im Lied statt, beispielsweise bei Oswald von Wolkenstein… …und Michel Behaim. Der Beitrag sucht gattungstypologische, medienhistorische und poetologische Gründe dafür. First-person narration is neither popular… …Michel Behaim. The article discusses a number of reasons for this. Wer eine Geschichte erzählen möchte, kann prinzipiell zwischen zwei Grundformen der… …Erzählung wählen. 1 Die in der Erzählliteratur wohl verbreitetste Form der Erzählung ist die eines auktorialen, heterodiegetischen – also in seiner 1 Für… …sich selbst erzählen. Historische Dimensionen des Ich-Erzählens“ trägt und vom 30. September– 02. Oktober 2013 im Kloster Irsee stattfinden wird. Der… …vermag, berücksichtigen. 321 Katharina Philipowski Erzählung selbst nicht vorkommenden – Erzählers. Das Gegenmodell dazu ist der autodiegetische, also in… …noch in der Literaturtheorie Übereinstimmung darüber herrscht, was eine Ich-Erzählung ist und was sie zu einer solchen macht. Maßgebliches Kriterium…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Konfigurationen des Weges in der Christophorus-Legende

    Corinna Dörrich
    …KONFIGURATIONEN DES WEGES IN DER CHRISTOPHORUS-LEGENDE von Corinna D ö r r i c h , München Abstract Der Beitrag arbeitet die Wegsemantik der… …competing patterns of orientation. Die mittelalterliche Literatur zeigt mit der âventiure des höfischen Romans 1 und mit der peregrinatio der Legende 2… …aufweisen. So wie für den Ritter in der âventiure das „Unterwegssein“ als „Lebensform“ gilt, er „auf eine programmatische Weise landlos und heimatlos ist, bis… …ihn die Aventiure“ 1 Zum âventiure-Weg vgl. u.a. Dennis H. Green: Der Weg zum Abenteuer im höfischen Roman des deutschen Mittelalters. Als öffentlicher… …Vortrag der Joachim Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften gehalten am 25. 6. 1974 in Hamburg, Göttingen 1974; Ernst Trachsler: Der Weg im… …mittelhochdeutschen Artusroman, Bonn 1979; Andrea Glaser: Der Held und sein Raum. Die Konstruktion der erzählten Welt im mittelhochdeutschen Artusroman des 12. und 13… …. Jahrhunderts, Frankfurt/Main 2004, bes.: S. 129–196; Mireille Schnyder: Sieben Thesen zum Begriff der âventiure, in: Im Wortfeld des Textes. Worthistorische… …im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, hg. v. Xenja von Ertzdorff und Dieter Neukirch unter redaktioneller Mitarbeit von Rolf Schulz, Amsterdam… …, Atlanta 1992 (Chloe: Beihefte zum Daphnis 13), S. 67–80; Matthias Christen: „to the end oft the line“. Zu Formgeschichte und Semantik der Lebensreise… …, München 1999; Julia Weitbrecht: Aus der Welt. Reise und Heiligung in Legenden und Jenseitsreisen der Spätantike und des Mittelalters, Heidelberg 2011. 353…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Welchen Status hat thâr im altsächsischen und althochdeutschen Relativsatz?

    Natalia Pimenova
    …Relativsatz oft mit dem Status der westgermanischen Relativpartikel *þe gleichgesetzt wird. Das as. thâr weist eine syntaktische Autonomie und eine konsequente… …deiktische Rolle in der Opposition mit hêr („hier“) auf; beim ahd. thâr im Relativsatz ist ein partieller Verlust der deiktischen Empfindlichkeit, eine… …beginnings of grammaticalisation in the direction ‘main word’ > ‘auxiliary word’. I. Einleitung Der Gegenstand dieses Beitrags ist die Funktionsleistung und… …der grammatische Status des Wortes thâr in altsächsischen und althochdeutschen Relativsätzen. Als vollwertiges Adverb hat thâr die Bedeutung „dort… …; damals“; das ‚relative‘ thâr steht an der ‚Grenze‘ des Haupt- und Nebensatzes, wo es als fakultatives Element meistens das Relativpronomen begleitet, man… …vergleiche im altsächsischen „Heliand“: (1) Thô sprak eft the frôdo man, the thar consta filo mahlian. (Hel. 225) „Dann sprach wieder der weise Mann, der dort… …of morphosyntactic parameters“) und dem Institut für moderne Sprachforschung (Moskauer Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität). 2 Der… …Parallelismus zwischen der altsächsischen und althochdeutschen Relativsatzeinleitung PROREL – thâr und der altenglischen PROREL – þe gestützt. Während aber das… …altenglische þe morphologisch und syntaktisch eine typische nicht satzgliedfähige Partikel darstellt, besteht die Schwierigkeit der Interpretation von *þâr darin… …ursprüngliche Funktion als Ortsangabe in einigen Kontexten sehr deutlich zum Vorschein kommt. Bei der Analyse von altsächsischen und althochdeutschen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Dis gelt ist ouch den burgern genzlich vergulten

    Christoph Landolt
    …DIS GELT IST OUCH DEN BURGERN GENZLICH VERGULTEN. Die Partizipia Präteriti der Reihe IIIb mit Ablaut u im Alemannischen von Christoph L a n d o l t… …, Zürich Abstract Im Partizip Präteritum der nach Ablautklasse IIIb flektierten starken Verben findet sich in südalemannischen Quellen des Mittel- und… …noch dessen Herkunft geklärt. Eine umfassende Auswertung der 16 vorliegenden Bände des „Schweizerischen Idiotikons“ einerseits, dessen Belege einen… …Zeitraum vom 13. bis zum 20. Jahrhundert abdecken, und der Fachliteratur zum rezenten Schweizerdeutsch anderseits zeigt, dass Partizipialablaut /u/ bei den… …kombinierte Interpretation des schriftlich-historischen und mundartlich-rezenten Materials zeigt nun, dass Partizipialablaut /u/ vor /l/ + Konsonant eine in der… …eidgenössischen Kanzleisprache ab dem späteren 13. Jahrhundert greifbare und dialektal noch heute präsente Analogie zur Ablautung der Verben mit stammschließendem… …Konsonantencluster Nasal + Konsonant (Klasse IIIa) darstellt. Alemannisches /u/ im Partizip von Verben der Ablautklasse IIIb unterscheidet sich somit klar vom… …Christoph Landolt In Publikationen zum Mittel- und besonders Frühneuhochdeutschen liest man gelegentlich und meist mehr am Rande von Partizipien der… …gehulffen und ähnlich begegnet ihm nicht nur regelmäßig in historischen Texten, sondern es bildet in der Lautung [khʊlfːə] und ähnlich auch einen festen… …gemulcken ist. (1561, Josua Maaler: „Die Teütsch spraach“; Id. XVI 1494) Es hat ufrecht und redlich gulten. (1651, Schimpfreden; Id. VI 221) Der Wilhelm Tell…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Zur gegenwärtigen Situation mediävistischer Fiktionalitätsforschung. Eine kritsche Bestandsaufnahme

    Timo Reuvekamp-Felber
    …Abstract In den letzten Jahren ist ausgehend von Walter Haugs These von der ‚Entdeckung der Fiktionalität im Mittelalter‘ in der germanistischen Mediävistik… …– anders als in den mediävistischen Nachbarphilologien – zunehmend der epistemologische Status der Zentralgattungen höfischer Dichtung verhandelt… …worden. Allerdings fehlt bislang eine bilanzierende Diskussion der ausgesprochen heterogenen und sich bisweilen widersprechenden Positionen. Der… …which can be seen as representing the different positions of the field. I. Einleitung Die mediävistische Forschung – vor allem die der Germanistik –… …bemüht sich seit den 70er Jahren um eine adäquate Historisierung des Fiktionalitätsbegriffs. Dabei geht es seit Beginn der Debatte weniger um eine… …des Höfischen Romans sowie der Minnelyrik erstreckt, d.h. auf jene literarischen Gattungen, die man im Sinne eines engen Literaturbegriffs 417 Timo… …Reuvekamp-Felber der ‚Schönen Literatur‘ zuweisen könnte. 1 Zwei grundsätzliche Positionen lassen sich in dieser vielstimmigen ‚Diskussion‘ unterscheiden: Die eine… …literarischen Feld einen Sonderstatus zuweist, der es nicht erlaubt, Erkenntnisse der an modernen Texten und Paradigmen gewonnenen Fiktionalitätstheorie auf… …mittelalterliche Dichtung zu übertragen. Die andere betont hingegen das kontinuierliche Wirken der epistemologischen Grenzziehung zwischen einer fiktionalen und… …faktualen Erzählkonvention, weshalb die Erkenntnisse der modernen Fiktionalitätstheorie (in modifizierter Form) gewinnbringend auf die mittelalterliche…
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