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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Inhaltsverzeichnis / Impressum

    …in der ältesten Luther- und Bugenhagen-Bibel ................. 49 Werner Besch: In Vergeß Stellen. Phraseologische Wendungen um 1600: Bestand… …Schnell: Queer Studies in der Mediävistik: Anspruch und Wirklichkeit – Teil 2 .................................. 103 Buchbesprechungen Joachim Heinzle… …Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen Epik des hohen Mittelalters (Regina Toepfer) .................. 132 Monika Unzeitig… …: Autorname und Autorschaft. Bezeichnung und Konstruktion in der deutschen und französischen Erzählliteratur des 12. und 13. Jahrhunderts (Rüdiger Schnell)… …: Spätmittelalterliche Frauenfrömmigkeit am Niederrhein. Geschichte, Spiritualität und Handschriften der Schwesternhäuser in Geldern und Sonsbeck. (Helmut Tervooren)… …: DEUTDEDB110 Bezugsbedingungen: Der Bezugspreis im Abonnement beträgt jährlich € (D) 180,00 (inkl. eJournal und Archiv); Einzelheft € (D) 50,00 jeweils… …oder gewerblichen Nutzung angeboten worden sein, muss dies angegeben werden. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verlag das… …zur Einspeicherung in Datenbanken, der Verbreitung auf elektronischem Wege (online und/oder offline), das Recht zur weiteren Vervielfältigung zu… …Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen… …der Verfasser, Referenten, Rezensenten usw. wieder. – Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in dieser Zeitschrift…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Poetische willekür

    Historiographie zwischen Inspiration und rhetorischer Produktion in Rudolfs von Ems "Weltchronik"
    Moritz Wedell
    …Inspiration und rhetorischer Produktion in Rudolfs von Ems „Weltchronik“ von Moritz W e d e l l (Berkeley) Der Beitrag diskutiert die Autorentwürfe in Rudolfs… …rekonstruiert. Es wird die These entwickelt, dass der spannungsreichen rhetorischen Anlage des Prologs insgesamt ein profanes Verständnis von Autorschaft… …Rudolf von Ems in seiner „Weltchronik“ entwickle. 1 Herwegs Argumentation setzt bei einer Aufarbeitung der engen Verflechtungen zwischen Rudolfs Chronik… …und den politischen Interessen seines Auftraggebers, König Konrad IV., an. Sie führt dann von dem besonders dringlichen publizistischen Anspruch der… …Überschüssen“, die Konrads Poetik aufweise. 2 Seine bis zu dem Punkt primär historiographische Analyse verbindet Herweg abschließend mit der… …, habe setzen wollen. Dabei wendet sich Herweg dem Eingangsprolog zu und argumentiert vor allem mit dem Topos der Inspiration, durch die Rudolf sich… …Ambition einer zeitlosen memoria auch in eigener Sache“. 4 Hier will ich mit dem vorliegenden Diskussionbeitrag anknüpfen. Denn mit der suggestiven… …Zuspitzung der auktorialen Selbstreflexion im Begriff des poeta recreans wird Rudolf nicht nur ein denkbar hoher auktorialer Anspruch in den Mund gelegt. Der… …Begriff suggeriert auch ein doppeltes Versprechen. Erstens lässt er erwarten, dass der literarische Akt (die Verfertigung einer Erzählung über die… …Erschaffung der Welt durch Gott) mit dem Schöpfungsakt (der Erschaffung der Welt durch Gott) auf eine Ebene gehoben und von dieser Parallele her gedeutet werden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Das Häslein ist kein Sperber - Multiperspektivisches Erzählen im Märe

    Friedrich Michael Dimpel
    …unwissendes Mädchen seine Minne. Dass der Ritter die Unbedarftheit des Mädchens ausnutzt, erscheint in der Perspektivenstruktur als unproblematisch – ähnlich im… …ersten Teil des „Häslein“. Im zweiten Teil des „Häslein“ kommt es zu einer Revision der Wertungsstruktur – obwohl weitere evaluierende Erzähleräußerungen… …ausbleiben. Nachdem auf den Schaden des Mädchens fokussiert wird, muss der Ritter zu einer Neubewertung der vorausgehenden Ereignisse gelangen. In the Middle… …High German tale “Der Sperber” (‘The Hawk’) an unsuspecting girl sells her love. From the perspective structure it appears unproblematic that the knight… …denen die Dame selbst als ‚oppositionelles Moment‘ rangiert, das mit der „Gabe einer Sache“ überwunden werden kann; für die Minne erhält die Dame hier… …eine „Sachleistung“. 1 „Sperber“ und „Häslein“ haben nicht nur das Motiv ‚Kauf der Minne‘ gemeinsam, sondern etwa auch die Mahnung des Mädchens an den… …nimmt der Ritter nach der Aufforderung des Mädchens die Minne ein zweites und ein drittes Mal, sodann ist er selbst der Ansicht, dass der Sperber nun… …ausreichend bezahlt sei (Sperber 192-194). Die Aufforderung des Mädchens, der Ritter möge die Minne doch vollständig nehmen, wird im „Sperber“ in direkter Rede… …dargestellt und auf 15 Verse ausgebreitet. Im „Häslein“ kommt der Ritter der Aufforderung, die Minne erneut zu suchen, nur einmal nach. Die Aufforderung zu… …einer dritten Runde wird knapp in indirekter Rede referiert (Häslein 171–175); der Ritter übergeht diese Bitte und rei- 1 Hans-Joachim Ziegeler: Erzählen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Frühneuhochdeutsche und mittelniederdeutsche Syntax im Kontrast

    Die Abfolge des akkusativischen und dativischen Personalpronomens in der ältesten Luther- und Bugenhagen-Bibel
    Jürg Fleischer
    …FRÜHNEUHOCHDEUTSCHE UND MITTELNIEDERDEUTSCHE SYNTAX IM KONTRAST: die Abfolge des akkusativischen und dativischen Personalpronomens in der ältesten… …beiden Bibeln eine enge textuelle Abhängigkeit besteht. Der Vergleich erlaubt es deshalb nicht nur, einen wichtigen syntaktischen Unterschied zwischen… …Bugenhagen-Bibel nicht einfach den Luther-Text in mittelniederdeutsche Lautung umsetzt, sondern an die grammatischen Strukturen der Zielsprache anpasst. The oldest… …Nominalphrasen die dativische Nominalphrase der akkusativi- * Die Sammlung des in diesem Artikel diskutierten Materials wurde teilweise schon vor längerer Zeit… …durchgeführt und auf Vorträgen präsentiert. Die elektronische Suche und die Identifikation der Belegstellen in der Luther-Bibel von 1545 (vgl. Abschnitt… …„Datengewinnung“) habe ich selbst unternommen, den Vergleich mit der Luther-Bibel von 1534 und der Bugenhagen-Bibel Lea Schäfer, der an dieser Stelle für ihre genaue… …vorangeht, aber auch die umgekehrte Stellung auftreten kann, steht bei zwei Personalpronomen in der Regel der Akkusativ vor dem Dativ (vgl. Duden Grammatik… …Abfolge belegt (vgl. z.B. Behaghel 1932: 73–75, Ebert et al. 1993: 437, Ebert 1999: 119–120). Die folgende aus der ältesten Vollbibel Luthers stammende… …Stelle (Gen 42,37) zeigt, dass bei der Kombination des Akkusativs der 3. Pers. Sg. m. (jn) mit dem Dativ der 2. Pers. Sg. (dir) beide Abfolgen auftreten… …: zwischen althochdeutschen und altniederdeutschen Texten des 8./9. Jahrhunderts gibt es klare Unterschiede in Bezug auf die Abfolge der Pronomen (vgl…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    In Vergeß Stellen. Phraseologische Wendungen um 1600

    Bestand, Variation, Abgang im Blick auf Heute, 400 Jahre später
    Werner Besch
    …Abstract Johan Piscator, Theologe und Professor an der Hohen Schule in Herborn, Grafschaft Nassau-Katzenelnbogen (Hessen), versah seine Bibelübersetzung… …. Die Auswertung ergibt, dass ein größerer Teil der Wendungen mit Variationen bis heute gilt, je ein kleinerer Teil uns heute unverändert erreicht hat… …the purposes of phraseological research and names some criteria for this corpus. I. Herkunft des Materials und Hilfsmittel zur Überprüfung der… …gekennzeichnet. Ich will hier von Terminologie-Bestimmungen absehen, die ja in der Fachliteratur schon vorfindbar sind. 1 Die im Folgenden besprochenen… …Erklärungsabschnitt und einem hinzugefügten Abschnitt ‚Lehren‘. Piscator starb 1626 in Herborn, hochangesehen in der bibelwissenschaftlichen Welt. 2 Die… …, wobei diese Auswahl vorab die Grundlage war für vorangehende lexikographische Untersuchungen. Diese vier Texte sind somit nur ein Bruchstück der gesamten… …Bibel. Würde man alle ‚Lehre‘-Abschnitte der Piscatorbibel zugrunde legen, dann könnte man viele hunderte von Textseiten mit sicherlich einer viel… …die Schreib-/ Drucksprache deutschsprachiger Gelehrsamkeit um 1600. Um die Tradierung der hier mitgeteilten Redewendungen von ca. 1600 bis heute im… …groben überprüfen zu können, gehe ich in der Regel so vor: Im Duden, Redewendungen3 und bei Röhrich, „Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten“ 4 versuche… …Besch: Deutscher Bibelwortschatz in der frühen Neuzeit. Auswahl – Abwahl – Veralten. Frankfurt/M. 2008 [S. 191–250 = 3 Beiträge zu Piscators Werk und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Wat den bin Ic?

    Zu einem anonymen Minnelied in einer Halberstädter Priscian-Handschrift (Domschatz Inv.-Nr. 468)
    Norbert Kössinger
    …r , Wien Abstract Dieser Artikel behandelt ein lange verschollenes, zuletzt von Margarete Lang in der Textanthologie „Ostdeutscher Minnesang“ (1958)… …teilweise abgedrucktes, anonymes Minnelied. Der zweistrophige Text wurde im 13. Jahrhundert am Ende einer Halberstädter Priscian-Handschrift (Domschatz… …. The lyrics and melody of the song are here edited and interpreted jointly for the first time. Die Wissenschaftsgeschichte der Germanistik kennt viele… …kuriose Geschichten. Die Geschichte, über die ich hier berichten möchte, beginnt mit der 1893 zu Leipzig in Neubearbeitung und Ergänzung erschienenen… …Volksliedersammlung „Deutscher Liederhort“. Dort findet sich im zweiten Band unter der Überschrift „Niederdeutscher Spielmannsreim“ folgendes Lied, das ins 13… …. Jahrhundert datiert wird: 1 Abb. 1: Deutscher Liederhort, Bd. 2, Leipzig 1893, S. 189. 1 Deutscher Liederhort. Auswahl der vorzüglicheren Deutschen Volkslieder… …, nach Wort und Weise aus der Vorzeit und Gegenwart gesammelt und erläutert von Ludwig Erk. Im Auftrage und mit Unterstützung der Königlich Preußischen… …(Nr. 376). Die zweite, 1925 zu Leipzig erschienene Auflage ist text- und seitenidentisch mit der hier zitierten. Die erste Auflage, bearbeitet von… …Ludwig Erk, erschien 1856 in Berlin. 93 Norbert Kössinger Franz Magnus Böhme (1827–1898), der Bearbeiter des „Liederhorts“ von 1893/ 94, bemerkt in einem… …kurzen Kommentar, dass er diesen Text „mit neumierter Singweise“ ohne Quellenangabe von Karl Bartsch (1832–1888) erhalten habe, der selbst nicht mehr zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Queer Studies in der Mediävistik: Anspruch und Wirklichkeit - Teil 2

    Rüdiger Schnell
    …DISKUSSION QUEER STUDIES IN DER MEDIÄVISTIK: ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT – TEIL 2 * von Rüdiger S c h n e l l (Basel/Tübingen) B: Weibliche Homoerotik… …(Poststrukturalismus, Dekonstruktion, Psychoanalyse), andererseits bilden diese auch die theoretische Grundlage von nicht-queeren Studien. Insofern begründet der… …Texten versucht K?osowska, sogenannte Subtexte aufzuspüren 68 , in anderen begnügt sie sich mit der Analyse der Oberflächenhandlung. Das heißt, in einem… …Fall ist das im Text explizit Gesagte der Gegenstand des queer reading, im anderen Fall das hinter bzw. in dem Gesagten aufzuspürende Nichtgesagte. 69… …Wer oder was aber bestimmt darüber, dass das eine Mal das eine, * Der erste Teil dieses Beitrags erschien in Heft 3 der ZfdPh 131, 2012. S. 431–454. 68… …. 69 Dies ist auch der Gegenstand von Michaelis’ Monographie; vgl. Beispiel E. 103 Rüdiger Schnell das andere Mal das andere Lektüreverfahren angewendet… …wird? Mein Eindruck ist, dass K?osowska dort, wo ein Text ein same sex desire an der Oberfläche präsentiert, auf die Suche nach dem Subtext verzichtet… …dieses in einem Subtext nachzuweisen sucht. Dieses zwiespältige Analyseverfahren – und der dadurch unterstellte zweifache literarische Befund! – verwundern… …. Deshalb hat sie die These aufgestellt, in der Literaturgeschichte sei infolge der Homophobie das Homoerotische verdrängt und nur noch als Subtext ‚erhalten‘… …diese in diesen Fällen deshalb als überflüssig? 4. In einem weiteren Punkt weicht K?osowskas queer reading von der ‚reinen Lehre‘ der queer theory ab…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Joachim Heinzle: Wolfram von Eschenbach. Ein Handbuch

    Katharina Mertens-Fleury
    …hat die Wolfram-Forschung einen Umfang erreicht, der es dem Einzelnen unmöglich macht, alles zu überschauen und zu würdigen,“ schrieb Joachim Bumke im… …Vorwort zur achten Auflage des in der Sammlung Metzler 2004 erschienenen Bands zu Wolfram von Eschenbach (S. V). Der Umfang von Bumkes Übersicht war seit… …der ersten Auflage im Jahr 1964 von 104 auf 438 Seiten angewachsen und sie wurde durch ihre Entwicklung zu einem Zeugnis für das hohe Interesse an… …kündigte in der achten Auflage an, dass sie die letzte von ihm bearbeitete sein werde (S. VI). Das neue von Joachim Heinzle herausgegebene und in zwei Bänden… …zwar nicht explizit an Bumkes Übersichtswerk an, trägt aber den gleichen Titel „Wolfram von Eschenbach“ und weist in der Konzeption viele… …Mertens, Elke Brüggen und Peter Wapnewski, um nur einige zu nennen. Insgesamt wird das Handbuch damit nicht nur zum Resümee der Forschungspositionen und der… …Forschungsgeschichte, sondern durch die Präsenz der versammelten Beiträge auch zu einem Monument der Forschung der neueren und neuesten Zeit. Die Konzeption des… …Handbuchs zeugt von einer vornehmlich historischen Perspektive, in der die Besonderheiten des wolframschen Œuvres an seine kontextuellen, stofflichen und… …seiner Werke dar. Als hilfreich wird sich der Anhang von Teil A erweisen, in dem die aufgegriffenen Traditionen und Fortwirkungen tabellarisch und… …chronologisch aufgelistet sind und der somit Mög- 129 Buchbesprechungen lichkeiten eröffnet, neue Forschungsprojekte zu konzipieren. Auch die im Vergleich zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Friedrich Michael Dimpel: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen

    Regina Toepfer
    …Friedrich Michael Dimpel: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen… …Dimpel einzuordnen, die im WS 2009/ 2010 von der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Habilitationsschrift… …angenommen wurde. Sie rückt die Figur der Zofe in den Fokus der Aufmerksamkeit und fragt, auf welche Weise Nebenfiguren vom Typus der Confidente zur… …Entwicklung der Handlung, zur Bewertung der Protagonisten und zur Sympathielenkung beitragen. 2 Mit der Fokussierung auf die Zofe hebt sich Dimpel grundsätzlich… …von der verbreiteten Auffassung ab, dass Nebenfiguren in der mittelalterlichen Literatur kaum Relevanz besitzen, auf ihre Rolle als Funktionsträger zu… …reduzieren sind und kein Eigenleben entwickeln. Diese Ansicht wird man nach der Lektüre der Studie kaum noch vertreten können. Die Monographie ist in acht… …Vorüberlegungen“ (S. 17) zur Perspektivierung, Sympathiesteuerung und Figurenkonzeption dar. Zunächst setzt er sich mit der von Gérard Genette eingeführten und von… …Gert Hübner für die mittelalterliche Literatur präzisierten Kategorie der Fokalisierung auseinander, die punktuell, etwa um den Aspekt einer… …„potentiellen Wahrnehmbarkeit“ (S. 38), ergänzt 1 Vgl. z.B. Sonja Glauch: An der Schwelle zur Literatur. Elemente einer Poetik des höfischen Erzählens, Heidelberg… …‚Tristan‘, Tübingen, Basel 2004 (Bibliotheca Germanica, 44). 2 Obwohl der Figurentyp der Confidente weiter gefasst ist und auch Vertrauenspersonen einschließt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Monika Unzeitig: Autorname und Autorschaft. Bezeichnung und Konstruktion in der deutschen und französischen Erzählliteratur des 12. und 13

    Rüdiger Schnell
    …Buchbesprechungen Monika Unzeitig, Autorname und Autorschaft. Bezeichnung und Konstruktion in der deutschen und französischen Erzählliteratur des 12… …zur Vorsicht. In diesen Forschungstrend zur Historisierung und Pluralisierung der Kategorie Autor stellt sich auch die vorliegende Monographie von… …und „aus der Perspektive der Sprachwissenschaft argumentierend(en)“ (S. 342) Studie zu tun. Ganz bewusst engt die Studie ihren Gegenstand auf die… …Textpassagen ein, an denen der Autorname genannt wird. Untersucht wird der „Autordiskurs im Kontext der namentlichen Autornennung“ (S. 343). „Ausgangspunkt ist… …der Autorname im Text“ (S. 1). Dieses eng begrenzte Textkorpus ermöglicht jedoch sehr prä- 1 Vgl. etwa Belázs J. Nemes: Von der Schrift zum Buch – vom… …Ich zum Autor. Zur Text- und Autorkonstitution in Überlieferung und Rezeption des ‚Fließenden Lichts der Gottheit‘ Mechthilds von Magdeburg, Tübingen… …(wohltuend) knappen Einleitungskapitel (S. 1–19) skizziert die Verf. die Forschungsdebatte und den Forschungsstand zu Autor und Autorschaft in der… …Erkenntnisziel sei „die Beschreibung der Diskurse zu Autor und Autorschaft“ (S. 11). Freilich bleibt die Bestimmung dessen, was die Verf. unter ‚Diskurs‘ versteht… …, recht blass (was im Fortgang der Studie zu mancherlei terminologischen Unstimmigkeiten führt, s.u.). Ihr Diskursbegriff ist „wesentlich ‚nur‘… …sprachbezogen“ (S. 15 Anm. 55), zugleich aber „inhaltlich durch die namentliche Autornennung als Autordiskurs bestimmt“ (S. 15). Der Autorname wird somit zur…
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