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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Die Gesellschaft von St. Jago oder: Beitrag zu der Frage, weshalb Kleists „Erdbeben“-Erzählung nicht in Lissabon spielt

    Konrad Kirsch
    …St. Jagos haben eine ganz andere Perspektive auf das Erdbeben: In der Kirche deutet der Chorherr die Zerstörung der Stadt als göttliche Strafe für den… …sechsjährigen Knaben Johann Wolfgang wegen des Bebens an der Güte Gottes zweifeln. 14 Die Figuren des „Erdbeben[s]“ haben dagegen ein konsistentes Gottesbild, von… …danach urteilen. Denn sobald die Liebenden einander wiedergefunden haben, kehren sie zu ihrem positiven Gottesbild zurück und halten daran für den Rest der… …gewissermaßen. Zwar steht die ganze Gesellschaft von St. Jago gegen sie, doch scheinen die idealischen Liebenden einen mächtigen Verbündeten zu haben. In seiner… …Wiederauferstehung nach dem Tode: Er mochte wohl eine Viertelstunde in der tiefsten Bewußtlosigkeit gelegen haben, als er endlich wieder erwachte, und sich, mit nach… …erwacht: „Nur die verstörten Menschenhaufen, die sich überall blicken ließen, beklemmten sein Herz; er begriff nicht, was ihn und sie hiehergeführt haben… …haben können38 : dass das Erdbeben eben nicht mit chirurgischer Genauigkeit die Guten verschont und die Bösen vernichtet; mithin: dass das 37 Vgl. Kittler… …, empört sich darüber die ganze Stadt und verlangt ihren Tod. Das gleiche Urteil scheint Jeronimo über sich verhängt zu haben, da sich sein Suizidversuch aus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Kohlhaas und K. Zur Prozessführung bei Kleist und Kafka

    Friedrich Balke
    …, München 1977, S. 9–103, hier: S. 9. 3 Ebd., S. 98. 504 Kohlhaas und K. cher Text den Autor des „Proceß“-Romans aufs Höchste interessiert haben muss. Zwar… …Quetschung an der Brust“, die sie sich, so wird kolportiert, zugezogen haben soll, als sie „sich zu dreist an die Person des Landesherrn vorgedrängt, und, ohne…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Michael Kohlhaas (1808/10): Schriftverkehr – Bürokratie – Querulanz

    Rupert Gaderer
    …Bescheide haben für ihn einen Status des Vorläufigen, seine Klagen und Suppliken sind Schriftstücke, die noch nicht angekommen sind. Zudem partizipiert die…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Novelle der Stellvertretung. Kleists „Michael Kohlhaas“

    Katrin Trüstedt
    …seine Leute auf die Pferde von Kohlhaas abgesehen zu haben scheinen, so geht es hier doch weniger um eine durchschaubare Szene der List, als vielmehr um… …treffsicher, dass sie vorher noch ‚Peter oder Paul‘ gehört haben könnten. 30 Ebd., S. 158. 556 Novelle der Stellvertretung ihn selbst: So will er alles auf sich… …gelangen sucht; was er anstrebt, scheint zunächst mehr Gemeinsamkeit mit jener Form der Entsetzung zu haben, die im Sinne eines Ausnahmezustands weiterhin im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Zeitschriftenpublikation als ästhetisches Versuchsfeld oder: Ist Kleists „Verlobung“ eine Mestize?

    Nicola Kaminski
    …Kauf“ genommen, daß die „gängigen Klischees und Stereotype […] sich im Bewusstsein seiner europäischen Leser weiter verfestigt haben, und dies nicht… …verwüsteten, und Wohnungen niederbrannten. Vielleicht haben die Engländer noch einst Ursache, es zu bereuen, daß sie die Neger anreizten, und die Spanier sogar… …Schwarzen“ auch hier Gültigkeit zu haben, scheinen im Horizont der gemeinsamen „gräßlichen List“ auch die „Mulattinn“ Babekan und die „Mestize“ Toni fraglos zu… …darum gerade nicht folgen, es sei denn, die „Mestize“ gäbe den Ausschlag. Die aber stellt ihn, der ein existentielles Interesse daran haben muß, seine… …bereitet haben“ (S. 108) – als wäre dem Vereindeutigungbedürfnis damit gedient, daß ‚Mestize‘ auch einfach bloß ‚Mischling‘ heißen könne (was im übrigen… …Vater und eine schwarze amerikanische oder ostindische Mutter haben, oder auch umgekehrt. Die Ersten heißen gelbe, die Zweyten rothe Mestitzen.“ Das gilt… …Diese bis 1988 im Zeichen von ‚Emendation‘ unterdrückte Lesung haben Roland Reuß und Peter Staengle mit paradigmatischem Anspruch wiederhergestellt in: H… …Zusammenarbeit mit Peter Staengle. Basel, Frankfurt/Main 1988. Vgl. zu dieser Leserzumutung, die die Leser bis zur BKA sich und andern gern vom Leib gehalten haben… …Kleists dürften jenes Wissen (‚30,000 Negern‘ [!]) präsent gehabt haben, das der Erzähler der ‚Verlobung‘ provokativ als allgemeines reklamiert.“ Man mache… …Geschichten angenommen haben“, und den Satz „Als die Schwarzen die Weißen ermordeten“ als „die sprachliche Gestalt“ deutet, „in der die Kämpfe auf Haiti im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    „Der ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst“. Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“

    Bernd Witte
    …zu haben. Vgl. Johann Heinrich Meyer an Goethe, Dresden 9. 9.1794, in: Briefe an Goethe. Gesamtausgabe in Regestform, Bd. 1, hg. v. der Klassik… …also das idealisierte Bild eines vergöttlichten Menschen. Goethe scheint davon wenigstens eine Ahnung gehabt zu haben, wenn er Charlotte von Stein…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Wilhelm Amann: Heinrich von Kleist; Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie; Anna Maria Carpi: Kleist. Ein Leben; Hans Joachim Kreutzer: Heinrich von Kleist; Peter Michalzik: Kleist. Dichter, Krieger, Seelensucher. Biographie; Hans-Jürgen Schmelzer: Heinrich von Kleist. Deutschlands unglücklichster Dichter. Sein Leben, seine Persönlichkeit, sein Werk.

    Klaus Müller-Salget
    …. Deutschlands unglücklichster Dichter. Sein Leben, seine Persönlichkeit, sein Werk, Hohenheim, Stuttgart und Leipzig 2011. Gedenkjahre haben ihre Tücken. Zum… …, 836–839, 850, 901, 1386f., 1588f. und 1788f. 613 Buchbesprechungen dichte, wie gesagt, werden nicht einmal erwähnt. Die „Berliner Abendblätter“ haben… …. 12 Ihrer Nichte Friederike von Pannwitz soll sie später gesagt haben, „die Reise wäre politischer Natur gewesen“ (LS 40). Ich denke: Man löst den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe. Münchener Ausgabe.

    Kai Bremer
    …, versteht sich ohnehin. Sie ist allerdings eine Ausgabe für Bibliotheken. Nur in Ausnahmefällen werden sich Privatpersonen die BKA angeschafft haben bzw… …schon im Allgemeinen ein Ärgernis, im Falle Kleists haben sie aber außerdem auch dessen kreativen Schreibstil regelrecht negiert, was kaum akzeptabel war… …geschafft haben. Das wäre vielleicht noch zu akzeptieren, wenn die Gründe für die Auswahl transparent und überzeugend wären. Aber das sind sie nicht immer. So… …wurden in der Zeitschrift „Zeitschwingen“ die letzten Szenen des Dramas publiziert. Druckvorlagen haben sich weder von Tiecks Ausgabe noch von den… …zahlreiche Texte, die im dritten Band als „Materialien“ publiziert sind, hat Kleist das Imprimatur gegeben. Sie haben damit einen ganz anderen Status als die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    John Guthrie: Schiller the Dramatist. A Study of Gesture in the Plays.

    Jürgen Brokoff
    …der Gesten und Gebärden in Schillers Dramen hingewiesen zu haben. Guthrie nähert sich seinem Gegenstand auf betont untheoretische Weise. Die Studien von…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Andrea Geier, Jan Süselbeck (Hgg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990.

    David-Christopher Assmann
    …literarische Generationen dann als Selbstbeschreibungen von Autoren. Generationenfragen fußen demnach auf Selbsteinschätzungen, haben literaturprogrammatischen…
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