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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Zweimal „Erec“ am Anfang des deutschen Artusromans?

    Einige Folgerungen aus den neugefundenen Fragmenten
    Sonja Glauch
    …nicht alle ›Erec‹-Kenntnis auf Hartmanns Version allein basierte. Der Beitrag plädiert dafür, die uneinheitliche und schüttere Überlieferung als eine… …Erlangen gehalten habe. 2 Die Kontroverse über eine möglicherweise ältere niederrheinische Rezeption der Artusepik als Vorläufer der oberdeutschen übergehe… …1180/1200 bleibt in ihren Verstexten das ganze spätere Mittelalter hindurch, bis ins letzte Viertel des 15. Jahrhunderts in Buchform zugänglich. Eine… …. 322–346. 5 Eine Faustformel besagt, dass man auf einen erhaltenen Codex mit der Größenordnung von 10 bis 100 vernichteten Exemplaren desselben Werks rechnen… …. Gerhard Eis: Von der verlorenen altdeutschen Dichtung, in: GRM 37, 1956, S. 175–189, der mit 150 : 1 eine sehr hohe Relation von einst vorhandenen zu noch… …Spätmittelalter, in: Gazette du livre médiéval 28, 1996, S. 23–32, aus dessen Hochrechnung sich eine entsprechende Quote von nur 15 : 1 ergibt. Illustrierte Hss… …: Paläographie und Handschriftenkunde für Germanisten. Eine Einführung, Tübingen 1999, S. 182 f. 6 Die jeweils aktuellen Zahlen sind bequem den Übersichten im… …Marburger Repertorium zu entnehmen: Handschriftencensus. Eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters… …, aber aus dem 16. Jahrhundert stammt die einzige komplette Handschrift – eine merkwürdige Konstellation. Die augenfällige Differenz zwischen der… …. Pal. germ. 374 der Universitätsbibliothek Heidelberg, hg. v. Alfred Ebenbauer, Florian Kragl, Tübingen 2005 (ATB 118). 11 Eine andere Begründung bei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Edith Feistner, Ina Karg, Christiane Thim-Mabrey: Mittelalter-Germanistik in Schule und Universität. Leistungspotenzial und Ziele eines Faches, V & R unipress, Göttingen 2006, 247 Seiten

    Angela Mielke
    …, die sich diesem Gegenstandsbereich widmen, verschwindend gering. Umso größer ist die Neugierde und die Erwartung, wenn dann doch einmal eine solche… …Studie aus vier annähernd gleichgewichtigen, großen Abschnitten zusammen, von denen der erste eine Umfrage zu Vorstellungen vom Mittelalter auswertet… …denen das eine die Brücke zwischen philologischer Studienarbeit und öffentlicher Präsentation geschlagen hat und das andere am Gegenstandsbereich der… …, dass – außer bei den Studierenden – neben dem Buch die übrigen angebotenen Medien (Film, Bauwerk, Bild, Musik) alle eine recht große Rolle spielen, was… …, mit dieser Umfrage „nicht mehr und nicht weniger als den Anspruch, eine signifikante, zu weiteren Überlegungen anregende Momentaufnahme“ (S. 18) erheben… …, worauf der Umstand schließen lässt, dass in diesem Kapitel keinerlei Hinweise auf Jäger zu finden sind. Ein wenig bedauerlich ist das schon, denn eine… …Unterricht darauf verzichtet werden kann, sondern nur die Zuständigkeit dafür in die Hände der Unterrichtenden gelegt wird. Damit aber bekommen diese eine… …Buchbesprechungen im vorliegenden Fall auch nur zu einem kleinen Einzelaspekt, eine willkommene Bereicherung für den abgesicherten fachlichen Bildungsdiskurs auf… …bayerischen Lehrplans in eine ihrer Meinung nach „konkrete, wissenschaftlich verantwortbare Vermittlungsarbeit“ (S. 122) umgesetzt wurden. Sie greifen dabei… …zurück auf eine Unterrichtsreihe, die 2002/2003 in einer achten Klasse eines Regensburger Gymnasiums gehalten wurde. Die Unterrichtsreihe wurde erst im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    „Mittelpunkt deutscher Geschichten“

    Zur politischen Symbolik der „Karte von Schwaben“ in Achim von Arnims „Die Kronenwächter“
    Matthias Buschmeier, Christian Fieseler
    …Umbruchszeit von 1806–1815 bezogen worden. In seinem Roman baut Arnim mit der „Karte von Schwaben“ ein symbolisches Dispositiv ein, das eine präzise Bestimmung… …liegen, der auf beide Gegenstandsbereiche ausgeweitet wird5 , Karten wie Kulturen werden lesbar und so für eine kulturwissenschaftliche… …. 298–338. Eine kritischere Einschätzung der Rede von „Kultur als Text“ legt vor: Carsten Lenk: Kultur als Text. Überlegungen zu einer Interpretationsfigur… …von Arnims Roman „Die Kronenwächter“ zeigen soll, ist es nicht nur entscheidend, dass eine Karte zum literarischen Motiv wird, sondern auf welche Karte… …Kronenwächter“ skizziert (II), um zu zeigen, dass Arnim Dichtung und geschichtliche Wirklichkeit in einem engen Verweisungszusammenhang sieht und jener eine… …Thematisierung des Verhältnisses von Historiographie und Fiktion. 7 Arnims Einleitung titelt „Dichtung und Geschichte“. 8 Er versucht darin, eine eigene Position… …erscheint so bei Arnim – eine alte Metapher – als Gewebe, dessen Faden fortgesponnen werden muss. 10 Geschichte ist daher für Arnim nicht das Panorama einer… …Matthias Buschmeier, Christian Fieseler Heiligen Geistes im Pfingstereignis stellt 11 , erfährt sie selbst eine chiliastische Aufwertung. Diese wendet die… …eingangs betrauerte irdische Isolierung des Dichters in eine prophetisch-messianische Sendung, die „den großen Riß der Welt, aus dem die Hölle uns angähnt“… …Werkes Gottes versteht, zu sehen. Im Volkslied-Aufsatz findet sich auch das poetologische Programm der „Kronenwächter“, das eine eigenständige Poetik des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Archivare der Augen-Blicke im Angesicht des Alters

    Martin Walsers produktive Goethe-Rezeption
    Evi Zemanek
    …ARCHIVARE DER AUGEN-BLICKE IM ANGESICHT DES ALTERS Abstract Martin Walsers produktive Goethe-Rezeption von Evi Z e m a n e k , Erlangen Eine… …verstehen ist. Im Feuilleton wird bisweilen behauptet, Walsers Goethe-Roman sei nur eine Wiederholung des Walser’schen Dauerthemas, der am Alter scheiternden… …der Leser auf den ersten Seiten des Romans zur Genüge. „Ihn durchschoss eine Bewegung, eine Welle, ein Andrang von innen, im Kopf war es Hitze. Er… …ich studiere nicht nur Steine, sondern auch Augen. Was verändert Augen mehr, von außen ein anderes Licht oder von innen eine andere Stimmung? Ulrikes… …Augen sind, weil uns das Wetter gerade eine Kumuluswolke vor die Sonne schiebt, in diesem Augenblick – und ist das nicht ein köstliches Sprachangebot… …suggeriert eine Gegenseitigkeit des Gefühls, weckt einen Verdacht, den Walser seine Ulrike verbal jedoch nicht bestätigen lässt. Für Goethe jedenfalls, das… …sich der Einschub: „Ist das nicht ein köstliches Sprachangebot: Augenblick“. Allein in diesem Satz fällt der Begriff dreimal, eine Wiederholung, die als… …dieser Welt konnte er eine solche Übereinstimmung erleben. (LM, S. 40) Offenkundig geht es um scheinbar unauffällige Augenblicke, die es in sich haben. Um… …Missverständnissen vorzubeugen, reicht Walser gegen Ende des Romans eine explizitere Erklärung Ulrikes nach, an die sich der nun einsame Goethe erinnert. Damals hatten… …Enttäuschung durch Komik zum Ausdruck, indem sie eine Schlagzeile imaginiert, die über ihren Mord an Gottlieb informiert und als Grund angibt: „Rohes Vergessen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Übler Schutz: Die Pest und das Problem der Abwehr in Kleists „Der Findling“

    Cornelia Zumbusch
    …verhandelt Kleists Novelle Der Findling nicht den ungewissen Ursprung und die unkontrollierbare Verbreitung moralischer Übel, sondern entwirft eine politische… …, hg. v. Gerhard Neumann, Freiburg/Breisgau 1994, S. 13–29, hier: S. 26. 497 Cornelia Zumbusch allerdings ohne eine konkrete Gefahr zu benennen. Gefahr… …eines cordon sanitaire und einer Quarantänestation in Ragusa, die eine Verbreitung die Seuche verhindern soll. Der in der Eingangspassage exponierte… …eigenartige Umstand, dass Nicolos Mutter die Schlüsselgewalt über das Zimmer des Sohnes hat, findet durch eine metaphorische Wendung im Text eine Erklärung. Der… …Vorschlag im „Allerneuesten Erziehungsplan“ gehalten hätte. Angekündigt als „lustige“ „Insinuation“ entwickelt der kurze Text eine Pädagogik des Widerspruchs… …selbst eine Form des Widerstands bezeichnet – macht sich Nicolo daran, die aufgestellten Barrieren zu umgehen. Verbot, Widerstand und Verschluss bewirken… …207) Anders als bei Nicolo verbirgt sich hinter Elvires ostentativer Affektfreiheit aber kein übler Hang zur Wollust, sondern eine im Zeichen der… …Nachahmungstrieb setzenden guten Beispiele sind also durch eine „gegensätzische Schule“ zu ersetzen, die „Tugend durch Laster“ erreichen möchte. 12 Eines Abends, als… …sie sich „unbemerkt“ glaubt, lässt sie „eine Träne nach der anderen, unter sanftem Erröten, auf ihren Schoß fallen“; Nicolo allerdings beobachtet ihre… …markiert dabei eine doppelte Verschiebung, denn zum Ersten ist die Liebe zum toten Colino auf dessen Bild verschoben und zum Zweiten ist die gerührte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Irrgänger, Teufelskinder und unkeusche Spiele.

    Althochdeutsche Griffelglossen zu Isidor von Sevilla „De ecclesiasticis officiis“
    Andreas Nievergelt
    …sie etliche Erstbelege für Wörter und Wortbildungen. Paläographische und sprachliche Merkmale weisen auf eine Eintragung der Griffelglossen in der… …seiner Werke noch deutlich an. 3 Eine größere Gruppe der Werke Isidors ist der Organisation und Politik der Kirche gewidmet. Unter ihnen figuriert die… …listet acht Handschriften mit althochdeutschen Glossen zu „De ecclesiasticis officiis“ auf. Das ist eine ansehnliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass andere… …Glossen. 11 Die Glossen von vier Handschriften bilden eine ‚bairische Gruppe‘; drei dieser Glossierungen sollen auf eine fränkisch-fuldische Vorlage aus dem… …. 808 noch nicht zu den althochdeutschen Glossenhandschriften. Die Textglossierung des Clm 18524b, aus welchem man bislang eine Federglosse, aber nicht zu… …, der zudem eine Neubeurteilung der althochdeutschen Rezeption von „De ecclesiasticis officiis“ enthalten wird. Die Griffelglossen im Clm 18524b Die… …Adalrams Amtszeit, also zwischen 826 und 836, geschrieben wurde. Für die Schrift hat Bernhard Bischoff eine sehr enge Verwandtschaft zu derjenigen des Clm… …II [Anm. 15], S. 152. Der Text bei Steinmeyer, Sprachdenkmäler [Anm. 15], S. 374. Eine Abbildung enthält Magda Enneccerus: Die ältesten deutschen… …Handschrift enthält eine grössere Anzahl von interlinearen und marginalen Griffeleinträgen, unter denen 43 Glossen mit 50 Wörtern als althochdeutsch 22 , zwei… …gut lesbar. (Ich erachte es als möglich, dass die Glossen auf fol. 63v und 64r in ihrer zierlicheren Schrift eine eigene Schicht bilden. 27 ) Schicht b…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Bildphilologie. Hartmut Kuglers kommentierte Neuedition der Ebstorfer Weltkarte

    Hans Jürgen Scheuer
    …Faksimile sowie der Begleitband mit Untersuchungen und Kommentar bringen eine mehr als zwanzig Jahre währende Forschungsarbeit zum Abschluss, von der im… …Luftangriff auf Hannover zerstört wurde. Vielmehr steht ihm eine Rekonstruktion vor Augen, die sich vollständig auf moderne Bildmaterialien stützen muss. Dabei… …Fragmente wurden eingelagert, während die Photos eine eigene, ungeahnte Überlieferungsgeschichte entwickelten. Wegen ihrer optischen Unzulänglichkeit wurden… …. Ergänzt wird diese visuelle Differenz durch eine zweite, supplementäre Unterscheidung, die den Status der mappa mundi als eines mentalen Vorstellungsbildes… …sind. So lautet der Titel der Enzyklopädie des Honorius Augustodunensis, deren verbaler Erdbeschreibung eine Karte beigegeben sein kann, 8 aber nicht 7… …visione) eine den Geist erhebende Betrachtung (speculationis dilectio) 9 der Schöpfung und ihrer heilsgeschichtlichen Dimension vor dem inneren Auge… …Schriftdokument unterscheidet: ihre diagrammatische Ordnung. 10 Sie macht sich, um der Fülle des abgebildeten orbis terrarum eine lesbare symbolische ratio zu… …Ziffern versieht, so daß jede Bildtafel durch die typographischen Eingriffe entstellt wird und überdies die festgelegte Zahlenfolge der Edition eine davon… …eine spezifische Erkenntnisform, die der Dichte des mittelalterlichen Phänomens mappa mundi entgegenkommt, weil in ihrer Erscheinung pictura (materielles… …unverträglichen Intentionen auf Spiritualität und Messbarkeit. Während Kugler die eine Dimension deutlich herausarbeitet, beschränkt er sich für die andere auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Konrad IV. und die „Weltchronik“ Rudolfs von Ems: ewiclich memorial und imperiale Agenda vor neuem Quellenhorizont

    Mathias Herweg
    …, Würzburg Im Zentrum des Beitrags steht eine Re-Lektüre des König Konrad-Prologs zum 5. Weltalter in der „Weltchronik“ Rudolfs von Ems. Der rezente Neufund… …Weltalter nichts anderes darstellt als eine geschichtliche Veränderung, die immer dann eintrat, wenn Gottes Allmacht auf neue Gedanken kam und der Welt etwas… …Passus, die die originalsprachlichen Zitate im Fortgang noch ausgiebig manifestieren, macht stellenweise eine freiere Umsetzung nötig). 2 Vgl. orientierend… …Neigung nach, bildeten weder eine feste Institution noch eine ‚Kunst- und Lebensgemeinschaft‘. Im bewussten Experimentieren mit und an dem minnelyrischen… …. Berechtigung, vielleicht sogar eine gewisse aktuelle Brisanz gewinnt das Unterfangen, die erwähnten Ansätze gerade jetzt und für diesen Text aufzugreifen und… …exegetischer Tradition und den biblischen Büchern Samuel und Könige folgend – die Zeit von König David bis zum Ende des Alten Bundes umfasst, formuliert eine… …expliziert. Mit der Widmung gehen detaillierte Erläuterungen zu Rudolfs methodischem Ansatz und seinen Vorstellungen für eine ihm gemäße Rezeption einher… …nicht mehr publizistisch-zeithistorischen, sondern spezifisch chronistischen Konzeption Rudolfs zusammen, die eine enzyklopädisch umfassende ist und sich… …extensiver, am ehesten als ‚polyhistorisch‘ zu bezeichnender Geschichtsbegriff, der eine alle politischen, geographischen und naturkundlich-wissenschaftlichen… …Petrus Comestor folgend. Eine Fülle von Fach- und Sachschrifttum dient der Ausfüllung und dem weiteren Ausbau dieses Gerüstes, wobei Gottfrieds von Viterbo…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Henrike Manuwald: Medialer Dialog. Die ‚Große Bilderhandschrift’ des „Willehalm“ Wolframs von Eschenbach und ihre Kontexte, A. Francke, Tübingen und Basel 2008 (Bibliotheca Germanica 52), X und 638 Seiten sowie 80 Seiten Abbildungen

    Bernd Schirok
    …Pergamentgrund handelt, lassen sich zwei Illustratoren unterscheiden. Das Ziel der Arbeit ist es einerseits, „über eine Analyse der in der Handschrift präsenten… …Credo Jeans de Joinville, Trier 2008. 1 Die Schriftformen des Codex deuten nach Karin Schneider auf eine Entstehung gegen Ende des 3. Viertels des 13… …handeln könnte, ist bei dem [Verzicht bedeutenden] Oval und den schräg liegenden Leichen, die stehenden Figuren attribuiert sind, eine irgendwie geartete… …(S. 18). 460 Buchbesprechungen derfindungen zu vermuten.“ Dabei gibt es „eine gewisse Plausibilität dafür“, dass beide Bildformeln „eher für die… …wahrscheinlicher – Werkstattzusammenhang nicht zweifelsfrei nachzuweisen“ (S. 469). Dabei erscheint aufgrund verschiedener Indizien „eine Entstehung der Handschrift… …(S. 530), wobei der Apokalypsekommentar, bei dem „nicht mit Gold gespart wurde“ (S. 529), eine gewisse Sonderstellung einnimmt. Kap. 12 zieht ein… …[…]. Sie werden trotzdem aus heuristischen Gründen getroffen, da eine Resignation angesichts des Fragmentcharakters wenig Erkenntnisfortschritt brächte“… …. 216). In der Bilddarstellung von Wille- 3 Streng genommen wird freilich nur der Bild-Text-Bezug hergestellt. Die Bilder stellen eine Erzählung dar, „die… …zwar auf dem Text beruht, aber doch eine eigene Version der Geschichte bietet“ (S. 297; vgl. S. 534). 4 Die übliche Zitierweise suggeriert eine… …Doppelblatt einer Lage, haben also zusammenhängenden Text (und eine entsprechende Bildfolge), während fol. 4 und 5 ebenso wie fol. 6 und 7 die äußeren…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Uwe Wirth: Die Geburt des Autors aus dem Geist der Herausgeberfiktion. Editoriale Rahmung im Roman um 1800. Wieland, Goethe, Brentano, Jean Paul, E. T. A. Hoffmann, Fink, München 2008.

    Natalie Binczek
    …beteiligt ist, vor, den Autor als eine Art ‚Selbstherausgeber‘ aufzufassen. Autorschaft wird somit als Funktion der Herausgeberschaft, der Autor als Element… …eine zumindest gewisse Teilaspekte abdeckende kulturwissenschaftliche Aufarbeitung dieses Strangs wünschenswert wäre. Eine Rekonstruktion… …Konstellationen. Sie weist eine strukturelle Zweiteilung auf, da die ersten vier Kapitel und damit mehr als ein Drittel des Gesamtumfangs des Textes dazu dienen… …Wiedereinführung in einen neuen Kontext vergleichbares Verfahren bezeichnet. Wird also der Autor als eine bestimmte Variante der Herausgeberfunktion verstanden und… …eine Entwicklung erkennen: eine zunehmende Inkorporation des Autors durch den Herausgeber. Immer deutlicher tritt die textuelle Produktion als Leistung… …zugrunde legt, stellt sich selbst als eine Abschrift heraus, erscheint „die editoriale Tätigkeit [als] eine Spiegelung der auktorialen Tätigkeit des… …griechischen Autors“ (S. 224). Nicht zuletzt aufgrund dieser Spiegelung jedoch wird im „Agathon“ eine Gleichrangigkeit der beiden Funktionen Autor und… …Herausgeber insinuiert. In Goethes „Leiden des jungen Werthers“, dem darauffolgend verhandelten Roman, zeichnet sich aber schon eine deutliche Steigerung der… …, die das Innenleben Werthers wiedergeben, als hätte er ihn persönlich gekannt. Hier lässt sich der editoriale Beitrag nicht mehr auf eine bloße Rahmung… …Herausgeber- gegenüber der Autorfunktion auf den nicht-fiktionalen Bereich. Mit Brentanos „Godwi“, der nächsten literarischen Station, werde eine Dynamisierung…
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