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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Thordis Hennings: Französische Heldenepik im deutschen Sprachraum. Die Rezeption der Chansons de geste im 12. und 13. Jahrhundert. Überblick und

    Martina Backes
    …Buchbesprechungen Thordis Hennings: Französische Heldenepik im deutschen Sprachraum. Die Rezeption der Chansons de geste im 12. und 13. Jahrhundert… …, also jene beiden Gattungen, in denen der romanische Einfluss zweifellos am intensivsten gewirkt hat. 2 Die Gattung der Chansons de geste stand hingegen… …Habilitationsschriften verfasst worden, die sich in grundsätzlicher Weise mit der Rezeption der französischen Heldenepik im deutschsprachigen Raum auseinandersetzen… …. Bereits 2002 legte Bernd Bastert an der Universität Köln eine Arbeit mit dem Titel „Helden als Heilige. Chanson de geste-Rezeption im deutschsprachigen… …Raum“ vor, die allerdings erst 2010 im Druck erschien. 2005 schloss Thordis Hennings an der Universität Heidelberg die hier zu besprechende Untersuchung… …ab, die sie 2008 veröffentlichte. Beide Arbeiten unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der untersuchten Zeiträume, sondern sie gehen zugleich von… …Chansons de geste bis ins späte 15. Jahrhundert verfolgt, liegt der Schwerpunkt von Hennings Untersuchungen auf der Frühphase der Rezeption bis ungefähr 1300… …quellenkritische Forschungen bereit zu stellen, bietet die Arbeit in einem ersten Teil, der ungefähr ein Drittel des Buches umfasst, als Bestandsaufnahme einen… …Bearbeitungen. Da die Untersuchung vor allem an der Feststellung von inhaltlichen Parallelen bzw. Abweichungen interessiert ist, liegt das Hauptgewicht dieses… …Überblicks auf detaillierten Inhaltsangaben der französischen Werke, die durch Angaben über Autor, Datierung, dialektale Zuordnung, Quelle, Publikum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2013

    Mireille Schnyder (Hg.): Schrift und Liebe in der Kultur des Mittelalters

    Rüdiger Schnell
    …Buchbesprechungen Mireille Schnyder (Hg.): Schrift und Liebe in der Kultur des Mittelalters, De Gruyter, Berlin, New York 2008 (Trends in Medieval… …Philology 13), VI und 260 Seiten. Der vorliegende Sammelband ist einem aktuellen und komplexen Frageaspekt gewidmet: dem Verhältnis von Medialität und… …Emotionalität. Ausprobiert wird dieser Frageansatz anhand des Mediums Schrift und der Emotion Liebe. Freilich haben sich Mediävisten mit diesem Aspekt schon seit… …Jahrzehnten auseinandergesetzt, etwa in der Trobador- und Minnesangforschung oder hinsichtlich der Entstehungsbedingungen der frühen lateinischen Sammlungen… …erotischer Texte („Carmina Cantabrigiensia“, „Carmina Ratisponensia“, der „Tegernseer Briefsammlung“) sowie der (lateinischen und romanischen) Briefliteratur… …, der Liebesmetaphorik oder der Tabuisierung sexueller Details in Textproduktion und -überlieferung (z.B. mittels Rasuren). Was also kann dieser Band… …Neues bieten? Der Sammelband mit seinen zehn Beiträgen geht auf ein im Oktober 2005 von Mireille Schnyder und Christian Kiening veranstaltetes Kolloquium… …die unterschiedlichen medialen Funktionen der Schrift (S. 8–16), wobei sie sich an den Beobachtungen der einzelnen Beiträge orientiert, und referiert… …schließlich die Resultate der Beiträge (S. 16–22). Der Versuch, die bunte Vielfalt der Beiträge in eine gewisse Systematik zu bringen, ist verdienstvoll, kommt… …aber nicht ohne einige Wiederholungen und Verrenkungen aus. Anerkennenswert ist auch, dass Schnyder durchaus widersprüchliche mediale Funktionen der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    "Wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt."

    Zur Trauerspielsprache bei Gryphius
    Joachim Harst
    …Hans-Joachim Solms in Verbindung mit Norbert Oellers und Hartmut Steinecke 132. Band 2013 · Zweites Heft „WER GESTORBEN IST, DER IST GERECHTFERTIGT.“ Zur… …Trauerspielsprache bei Gryphius von Joachim H a r s t , Bonn Abstract Der Aufsatz untersucht am Beispiel des Märtyrerspiels „Catharina von Georgien“ die Charakteristik… …der Gryph’schen Trauerspielsprache zwischen „erhabenem Stil“ und sermo humilis. Unter Rückgriff auf die einschlägigen Studien Auerbachs wird besonderes… …Augenmerk auf das problematische Verhältnis zwischen dem christlichen Gegenstand – der Passion als Erniedrigung des Gottessohnes – und der barocken Stillehre… …style,” it can only restage Christian salvation in a distorted manner. 1. Übersetzung und Imitation Bekanntlich hat es Opitz für „eine guete art der vbung“… …gehalten, „zuweilen auß den Griechischen vnd Lateinischen Poeten etwas zue vbersetzen“, um die „eigenschafft der wörter/ die menge der figuren/ vnd das… …vermögen auch dergleichen zue erfinden“ zu steigern. 1 Umgekehrt lässt sich der Sprachstand etwa des Deutschen an der Übersetzungskunst seiner Poeten messen… …, wenn man das Augenmerk nicht auf die poetische ‚Qualität‘, sondern die sprachliche Struktur 1 Martin Opitz: Buch von der deutschen Poeterey [1624]… …. Studienausgabe, hg. v. Herbert Jaumann, Stuttgart 2002, S. 71. 161 Joachim Harst der Texte legt. 2 Die Diskrepanz zwischen Original und Übersetzung hängt jedoch… …konsequent in antithetische Bildungen umformte, um den tragischen Fall als entscheidbaren Rechtsfall begreiflich zu machen und der rhetorischen Tugend der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Im "Labyrinth" der "Spiegelwände"

    Gottfried Kellers Ästhetik zwischen Epigonalität und Innovation
    Wolf Gerhard Schmidt
    …IM „LABYRINTH“ DER „SPIEGELWÄNDE“. Gottfried Kellers Ästhetik zwischen Epigonalität und Innovation von Wolf Gerhard S c h m i d t , Bayreuth Abstract… …Der Aufsatz diskutiert am Beispiel Gottfried Kellers die Funktionen des Spiegel- Paradigmas im Realismus. So zielt der Schweizer auf integrale… …Reflexionen einer transzendenzlosen Welt bei simultaner Selbstspiegelung der Kunst hinsichtlich der Frage, wie derart integrale Spiegelungen poetisch umzusetzen… …aber öffnen für den Blick auf anthropologische Muster. Aus diesem Grund konstruiert der Autor ein „Labyrinth“ von „Spiegelwänden“ als letzte Möglichkeit… …, Komplexität und Transparenz des Lebens ästhetisch zu versöhnen. Der späte Keller verabschiedet dieses Modell nicht, gelangt jedoch zu der Einsicht, dass der… …allerdings auch der goldene der Kunst. The paper uses the example of Gottfried Keller to discuss the functions of the mirror paradigm in realism. The Swiss… …force. However, along with the bright mirror of the subject, the golden mirror of art is also tarnished. I. Über die Frage, welche Bedeutung der… …Spiegeldiskurs für den poetischen Realismus besitzt, herrscht in der Forschung Dissens. „Gäbe es“, so Jochen Hörisch, „ein operationalisierbares Motivkriterium zur… …Darstellung der realistischen Ablösung des romantischen Spiegel-Paradigmas“ stehe allerdings „noch aus“. 1 Meyer H. Abrams verortet diesen Substitutionsprozess… …bereits innerhalb der romantischen Ästhetik: durch den „Übergang von Nachahmung zu Ausdruck, 1 Jochen Hörisch: Gott, Geld und Glück. Zur Logik der Liebe in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Markus Fauser (Hg.): Medialität der Kunst. Rolf Dieter Brinkmann in der Moderne

    Tobias Zier
    …Buchbesprechungen Markus Fauser (Hg.): Medialität der Kunst. Rolf Dieter Brinkmann in der Moderne, transcript Verlag, Bielefeld 2011. „Endlich… …, endlich, endlich“, das möchte man dem Herausgeber Markus Fauser und den Autoren des Sammelbandes „Medialität der Kunst. Rolf Dieter Brinkmann in der… …ausgetretenen Pfade der immer wiederkehrenden Themenfelder wie Popliteratur und Postmoderne schimmern zwar auch noch durch die Beiträge dieser Publikation… …hindurch, aber das liegt am Gegenstand. Ohne die Bedeutung Brinkmanns für eine erneute Modernisierung der deutschen Literatur der 1960er Jahre und seinen… …Stellenwert als Galionsfigur der Popliteratur 9 Geoffrey C. Howes in: Modern Austrian Literature 43, 2010, H. 1, S. 114–116. 281 Buchbesprechungen leugnen zu… …wollen, akzentuiert die Programmatik des Sammelbandes hingegen einen längst überfälligen alternativen Zugang zum Werk. Der Fokus liegt, wie Fauser in der… …Einleitung bemerkt, auf der „Erkundung des Zusammenspiels zwischen Medium und Form“ (12) sowie dem Aspekt der Medialität und Materialität der literarischen… …Hervorbringungen des Schriftstellers. Weniger Fragen der inhaltlichen Bezugnahmen zwischen verschiedenen Medien oder Medienzitate stehen damit im Blickpunkt der… …Ausführungen, sondern vielmehr die formale und materielle Seite der Texte. Diese ,mediale Wende‘ stellt in einem dem Gesamtwerk des 1940 in Vechta geborenen… …dar. Das Interesse an der Materialität künstlerischer Medien im Zusammenspiel mit medientheoretischen Neuansätzen ist zwischenzeitlich kanonisch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Peter-André Alt, Volkhard Wels (Hgg.): Konzepte des Hermetismus in der Literatur der Frühen Neuzeit

    Ulrike Kummer
    …Buchbesprechungen Peter-André Alt, Volkhard Wels (Hgg.): Konzepte des Hermetismus in der Literatur der Frühen Neuzeit, Vandenhoeck & Ruprecht… …unipress, Göttingen 2010 (Berliner Mittelalter- und Frühneuzeitforschung, Bd. 8) Der Forschungsstand zum Hermetismus kann nicht anders als desolat bezeichnet… …es der Forschungsdebatte an Substanz und sogar an elementaren Kenntnissen. Es verwundert nicht, dass auf der im Juni 2009 abgehaltenen Tagung „Konzepte… …des Hermetismus in der Literatur der Frühen Neuzeit“ in der Herzog-August- Bibliothek in Wolfenbüttel weder über den Begriff „Hermetismus“ noch über die… …Inhalte „hermetischer Schriften“ (10) Einigkeit erzielt werden konnte. In der Einleitung des Tagungsbandes (vgl. 7–22) vertreten die Herausgeber die… …dies nichts bei, denn mit ‚Hermetica‘ bezeichnete man in der frühen Neuzeit eben auch das alchemische Schrifttum. Hermes Trismegistos, die mythische… …Gründerfigur der Alchemie, fungierte nicht nur als pseudoepigraphischer Autor des „Corpus Hermeticum“ (darunter „Pimander“, „Asclepius“, Stobaios-Exzerpte)… …, sondern auch als Urheber der „Tabula smaragdina“ und anderer Alchemica (krit. Ausgaben fehlen). So ist nach wie vor unklar, ob es eine Tradition gab, die… …christlich-kirchlichen standen und welche Rolle die Ars hermetica in der Wissenschaftsgeschichte spielte. Neuere Studien zur alchemischen Fachprosa lassen es indes äußerst… …zweifelhaft erscheinen, ob es je einen „volkstümliche[n]“ alchemischen Hermetismus gegeben hat, der es fernab jeder Theorie vor allem mit „magisch-technische[n]…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Stephanie Altrock: Gewitztes Erzählen in der Frühen Neuzeit. Heinrich Bebels Fazetien und ihre deutsche Übersetzung

    Klaus Kipf
    …Buchbesprechungen Stephanie Altrock: Gewitztes Erzählen in der Frühen Neuzeit. Heinrich Bebels Fazetien und ihre deutsche Übersetzung, Böhlau, Köln… …erstmals gedruckt wurde, wurde in der (insgesamt überschaubaren) Forschung zu der erfolgreichsten Sammlung unterhaltender Kurzerzählungen des deutschen… …der der Forschungsstand zu Bebels Fazetien lückenlos referiert und die Schrift im Œuvre des Tübinger Dichterhumanisten kontextualisiert wird, widmet… …sich ein weiteres einführendes Kapitel („licentia facetiae – ‚Anstößigkeit‘ und Erzähllizenz der Fazetie“, 29–52) in Anlehnung an Wilfried Barner2 den… …Strategien, die Bebel und zwei seiner Vorläufer3 einschlagen, um das Sammeln und Verfassen der in Themen und Tendenzen oft bedenklichen Schwänke zu… …rechtfertigen. Altrock stellt fest, dass „[d]er Diskurs über die ‚Anstößigkeit‘ und Lizenz fazeten Erzählens […] die Rezeption der literarischen Form Fazetie in… …den Paratexten herausarbeiten. Förderlich ist dabei einerseits die Berücksichtigung der begleitenden Empfehlungsgedichte zu Bebels Fazetien von Schülern… …und Freunden, die die komiklegitimierenden Argumente der Widmungsbriefe aufnehmen und variieren, die aber in den zitablen Ausgaben4 nicht aufgenommen… …Sprachhandeln. Fs. für Gustav Bebermeyer, hg. v. Jochen Möckelmann, Hildesheim, New York 1974, S. 89–114. Antony bietet lediglich einige „Rückübersetzungen“ der… …lateinischen Fazetien in den schwäbischen Dialekt und einen Vergleich derselben mit den „Geschwenck“ von 1558 sowie den modernen Übersetzungen der „Facetiae“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Sibylle Peters: Der Vortrag als Performance

    Peter Brandes
    …Buchbesprechungen Sibylle Peters: Der Vortrag als Performance, Transcript, Bielefeld 2011. In Zeiten der allgemeinen Exzellenzwerdung… …wissenschaftlicher Forschung und Lehre ist der Vortrag keineswegs ad acta gelegt, sondern nach wie vor eine der wichtigsten Formen der Wissenspräsentation. Ein Blick… …auf die durch gängige Mail-Verteiler verschickten Tagungsprogramme genügt, um sich von der Omnipräsenz des Vortrags in der Wissenschaftsszene zu… …überzeugen. Dass sich Wissen in der Form des Vortrags abbilden lässt, ist dabei die unhinterfragte Prämisse des wissenschaftlichen Diskurses. Die Problematik… …der Darstellung, die ja gerade in den Geistes- und Kulturwissenschaften immer wieder Gegenstand der Forschung ist, wird in diesem Zusammenhang kaum… …reflektiert. Die hier zu besprechende Monographie von Sibylle Peters geht genau diese für das Selbstverständnis der Wissenschaften zentrale Frage an – und zwar… …, um das gleich vorwegzunehmen, mit ausgesprochenem Gewinn! Zunächst erscheint die These, die der Titel des Buches andeutet, nicht besonders spektakulär… …. Dass jeder Vortrag, der gehalten wird, immer schon eine Performance ist, wird wohl jedem Vortragenden und jedem Zuhörer unmittelbar einleuchten. Dass… …aber der Vortrag als theatrale Situation nicht nur ein schon vorgängiges Wissen abbildet, sondern selbst Wissen generiert, ist eine nicht so weit… …verbreitete Annahme, die allerdings Peters in ihrer Arbeit zu plausibilisieren sucht. Dabei will sie nicht nur einen „Beitrag zur Wissenschaft der Künste“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Jürgen Brokoff: Geschichte der reinen Poesie. Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde

    Cornelia Zumbusch
    …Buchbesprechungen Jürgen Brokoff: Geschichte der reinen Poesie. Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde, Wallstein, Göttingen 2010… …Fayet: Reinigungen. Vom Abfall der Moderne zum Kompost der Nachmoderne, Wien 2003; Un/Reinheit. Konzepte und Praktiken im Kulturvergleich, hg. v. Anxxxx… …(Fortsetzung der Fußnote auf S. 310) 309 Buchbesprechungen bildet dabei Mary Douglas’ sozialanthropologische Untersuchung „purity and danger“, in der soziale… …implizit abzuweisen. Denn wie Douglas selbst angedeutet habe, sei eine absolute, und damit zu Sterilität und Leblosigkeit tendierende Reinheit nur in der… …Kunst, niemals aber in der kulturellen Praxis herstellbar. Mit dem Hinweis, die reine Poesie betreibe gerade die strategische Distanzierung vom… …Lebendig-Organischen, verlässt Brokoff noch in der Einleitung den Schauplatz kultureller Praktiken und widmet sich einer literarischen Geschichte der reinen Poesie… …. Dabei geht es um die Genese eines Konzepts, das sich erstmals im Umkreis der Weimarer Klassik formiert, im Verlauf des 19. Jahrhunderts weiter entwickelt… …und schließlich in der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts vollendet wird. Unter dem von Paul Valéry entlehnten Namen der poésie pure verfolgt… …Brokoff die Vorstellung von einer Verssprache, die sich im Zeichen der Kunst von einer Prosa der Wirklichkeit abzuheben versucht. Der enorme, von Wieland… …Rekonstruktion des Verhältnisses von Rhetorik, Poetik und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert setzt. Zwar ist eine reine – und das heißt im Umkreis der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Stephan Kraft: Zum Ende der Komödie. Eine Theoriegeschichte des Happyends

    Alexander Honold
    …Buchbesprechungen Stephan Kraft: Zum Ende der Komödie. Eine Theoriegeschichte des Happyends, Wallstein, Göttingen 2011. Die Komödie hat ihre… …Latenzzeiten, Lücken und Leerstellen. Wo andere europäische Literaturen von der Prägekraft eines Aristophanes, eines Plautus, eines Shakespeare oder Molière… …zehren, da formulieren Goethe und Schiller auf dem Höhepunkt der Weimarer Klassik – eine Suchanzeige. Die „Dramatische Preisaufgabe“ des Jahres 1800 setzte… …hohen Kriterien nicht genügen, die „Systemstelle der klassischen Idealkomödie blieb auch weiterhin unbesetzt“ (176). Während die Bühnen von den ephemeren… …Theorie und Poetik der Komödie hervor. So avancierte das schwierige Nachdenken über das Leichte und Lustige zu einer Spezialität der deutschen Ästhetik von… …Lessing bis Hegel. Von solchen Konstellationen handelt die vorzügliche Studie Stephan Krafts zum „Ende der Komödie“. Mit ihrer epochenübergreifenden Anlage… …und komparatistischen Perspektive bietet diese Abhandlung ein Füllhorn literarhistorischer Gelehrsamkeit und zeigt sich gleichwohl der unterhaltsamen… …Leichtfüßigkeit des Gegenstandes durchaus gewachsen. Kraft spannt den Bogen seiner Studie von der antiken Komödie bis in die Gegenwart, und er verbindet dabei die… …Geschichtsschreibung der Komödientheorie und -poetik mit der gelegentlichen, auf ausgewählte Stationen konzentrierten Detailauslegung von Werkbeispielen. Der Autor… …belegt eindrucksvoll Aktualität und Ergiebigkeit gattungspoetischer Fragestellungen – und nicht zuletzt die offene Zukunft der Komödie selbst. So…
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