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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Ereignis und Erzählung - Narrative Strategien der Darstellung des Nichtdarstellbaren im Mittelalter am Beispiel der virginitas in partu

    Narrative Strategien der Darstellung des Nichtdarstellbaren im Mittelalter am Beispiel der virginitas in partu
    Bruno Quast
    …Abstract EREIGNIS UND ERZÄHLUNG Narrative Strategien der Darstellung des Nichtdarstellbaren im Mittelalter am Beispiel der virginitas in partu von… …Bruno Q u a s t , Konstanz Der Beitrag geht der repräsentationsgeschichtlich orientierten Frage nach, welche Strategien mittelalterliche Texte entwickeln… …, das Ereignis schlechthin, die jungfräuliche Gottesgeburt, zu erzählen. Wie kann etwas erzählt werden, das sich der Darstellbarkeit entzieht? Bei Konrad… …von Fussesbrunnen begegnet eine höfische Poetik des Nichtdarstellbaren, die wie geistliche Dichtung das Ereignis der Jungfrauengeburt in der Darstellung… …espousing a specific materiality of the event. In dem „Lateinischen Kindheitsevangelium“ (latK), das nicht vor der Mitte des 7. Jahrhunderts entstanden sein… …Denkern des Mittelalters teilt. Die Hebamme, die zu ihrem Erschrecken hat feststellen müssen, dass der Neugeborene nicht blutbeschmiert ist, berichtet… …. 210f.). – Zur Rolle des Blutes bei der Überprüfung weiblicher Virginität vgl. Kathleen Coyne Kelly: Performing Virginity and Testing Chastity in the Middle… …emphatischen Sinne, für das eine Gegenwärtigkeit und eine Einzigartigkeit des Auftretens in Anschlag gebracht werden muss, hinter der eindeutigen Offenbarung… …Gottes – der claritas Dei – bleibt jede Erzählung zurück. Von einem Ereignisbegriff, wie er hier eingeführt wird, wäre zum einen ein… …Vorstellung genuin sprachlich konstituierter Ereignishaftigkeit, weil das Ereignis, von dem hier die Rede ist, der Sprache vorausgeht. 4 Gemeint ist vielmehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f?r deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Das was durch eine list getan ? Zur Variante der ?gef?hrlichen Brautwerbung? im ?Dukus Horant?

    Zur Variante der ?gef?hrlichen Brautwerbung? im ?Dukus Horant?
    Wulf-Otto Dreeßen
    …DAS WAS DURCH EINE LIST GETAN Zur Variante der ‚gefährlichen Brautwerbung‘ im „Dukus Horant“ von Wulf-Otto D r e e ß e n , Stuttgart Abstract Der… …zugerechnet wurde. Dass der Text für seine jüdischen Rezipienten keiner ‚Judaisierung‘ bedurfte, ist das vielleicht wichtigste Ergebnis bisheriger Suche nach… …text did not need to be judaised to make it acceptable to its Jewish recipients. Das Erscheinen der Textausgabe von Peter F. Ganz, Frederick Norman und… …„Verfassserlexikons“. 4 Caliebe ließ sich ausdrücklich von der Absicht leiten, den „Dukus Horant“ „in den Kreis der mittelhochdeutschen Epik einzugliedern“. 5 Diese… …Zielsetzung lag nahe, nicht allein durch den Erzählstoff, den Stil, die Strophik und zahlreiche Motivparallelen in der sogenannten Spielmanns- und… …Heldendichtung, auch in höfischen und späthöfischen Texten, sondern vor allem angesichts der bedeutenden Rolle, die gerade in der deutschen 1 Dukus Horant, hg. v… …einziger der jiddistischen Beiträge zum ²VL in dessen einbändige Studienausgabe „Deutschsprachige Literatur des Mittelalters“, bes. v. Burghart Wachinger… …Thema der gefährlichen Brautwerbung und die damit verbundene narrative Modellierung spielen. Während Caliebe den „Dukus Horant“ noch in einer „Art… …1983 den Text energisch von der mittelalterlichen Oralität ab. Wer wie der Autor des „Dukus Horant“ „Lesefrüchte verarbeitete, mußte Bücherkenntnisse… …„als gegeben voraus, daß der „Dukus Horant“ ein Stück mittelalterlicher deutscher Literatur repräsentiert.“ Ob der Autor Jude war, lasse sich nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Haiko Wandhoff, Ekphrasis. Kunstbeschreibungen und virtuelle Räume in der Literatur des Mittelalters, de Gruyter, Berlin, New York 2003 (Trends in

    Barbara Haupt
    …BUCHBESPRECHUNGEN Haiko Wandhoff, Ekphrasis. Kunstbeschreibungen und virtuelle Räume in der Literatur des Mittelalters, de Gruyter, Berlin, New York… …, erfüllt ein Desiderat der Forschung, das gerade angesichts der ausgeprägten Visualisierungskultur des Mittelalters besonders dringlich erschien. Speziell… …zur Ekphrasis in der Volkssprache existieren zwar zahlreiche Einzeluntersuchungen, aber eine übergreifende Arbeit stand bisher noch aus. Das Buch… …Spielraum ermöglicht. Bei der theoretischen Grundlegung ist vor allem die Abhandlung über die Kunstbeschreibungen des Mittelalters und über die… …Geschichte der Ekphrasis wird dann in sechs Kapiteln vom antiken Epos (Homer, Vergil) bis zum höfischen Roman rekonstruiert, und zwar – in legitimer… …Beschränkung – als nur „eine Geschichte der Ekphrasis“ (S. 1; Hervorhebung: Wandhoff). Und Beschränkung meint keineswegs Schmalspurigkeit, denn es ist ein… …besonderes Verdienst dieser Arbeit, dass sie aus breitem Blickwinkel die lateinische Literatur des Mittelalters, vor allem anhand der Ausführungen von… …Christine Ratkowitsch, integriert (bes. Kap. 4: „Vorzeitschau in virtuellen Räumen: Das Troja-Bilddenkmal in der Literatur des Mittelalters“). Die große Linie… …führt von Homers „Ilias“ („Der Schild des Achilles als Urszene der antiken Ekphrasis“) über die Ekphrasen der „Aeneis“ zu den Eneasromanen des… …Mittelalters, von dort zu den Ekphrasen des klassischen Artusromans, die zweifellos in der Tradition der mittelalterlichen Antikenromane stehen, und weiter zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur, Verlag für Wissenschaft und Kunst

    Jürgen Schulz-Grobert
    …Buchbesprechungen Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur, Verlag für… …aktueller Briefforschung im Bereich der germanistischen Mediävistik. Denn das Spektrum der von ihr bearbeiteten Quellen ist im Prinzip auf die gesamte… …volkssprachliche Briefliteratur des deutschsprachigen Raums ausgerichtet. Und ein solches Unternehmen sucht in der Forschungsgeschichte seinesgleichen, will man es… …nicht mit der altehrwürdigen „Geschichte des deutschen Briefes“ von Gustav Steinhausen aus den Jahren 1889 und 1891 auf eine Stufe stellen. 1… …einer ausführlichen „Einleitung“ (S. 9–38) entwickelt. Dabei orientiert sie sich an der eher linguistisch geprägten Textpragmatik, um vor allem die Frage… …„Verzeichnisse zum Briefmaterial“ (S. 333–379) auf mehreren Ebenen Orientierungsmöglichkeiten anbieten. Gerade im Zusammenhang mit der einleitend entwickelten… …Schlüsselfrage nach dem textsortenspezifischen Profil der Briefe ist der ganz abstrakt schematisierte Kriterienkatalog aufschlussreich, der den eigentlichen… …textsortenspezifische Prägnanz von Einzeltexten markiert werden kann. Idealtypische Vertreter der Textsorte Brief sind demnach erkennbar an dem Gestaltungsmuster… …„formaler Anfang und Schluß“, für das die Sigle ++ vorgesehen ist. Das Gegenstück dazu bildet der Typus „formloser Brief“, versehen mit der Sigle 0. Zwischen… …wesentliche Bereiche der volkssprachlichen Briefliteratur: Den umfangreichsten Bestand bilden die Briefeinlagen in hoch- und spätmittelalterlichen Romanen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Lieselotte E. Saurma-Jeltsch, Sp?tformen mittelalterlicher Buchherstellung. Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau, 2 Bde

    Ursula Peters
    …Buchbesprechungen Lieselotte E. Saurma-Jeltsch, Spätformen mittelalterlicher Buchherstellung. Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers… …seinem Namen im Zusammenhang gebrachten Hss. informiert, sondern zugleich auch – das Fallbeispiel übergreifend – Probleme der Buchproduktion im… …arbeitsorganisatorischen Voraussetzungen der Entstehung mittelalterlicher Bilderhss. der neueren buchgeschichtlichen Forschung entspricht, zeigt die im Jahre 2000… …künstlerischer Konzeption insistiert. Mit beiden Werken haben wir ingeniös ausgeleuchtete Fallstudien von Zentren der Entstehung von Bilderhss., die – mit Paris… …auch der literarhistorischen Arbeit mit illustrierten Hss. eine ausgezeichnete Grundlage liefern. Allerdings unterscheiden sich beide Arbeiten sehr… …deutlich in sachlicher wie methodischer Hinsicht. Während Rouse auf der Basis unterschiedlicher historischer Bezeugungen von Buchherstellern, Kopisten und… …bestimmt und nun einer systematischen Überprüfung unterzogen wird. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist freilich weiter ausgreifend: „Es soll an einem… …historisch und lokal hinreichend situierten Beispiel gezeigt werden, wie sehr die Herstellung der illustrierten Handschrift von Faktoren bedingt ist, die den… …der Schlussbetrachtung (S. 222–238) als „drei ausgewählte thematische Schwerpunkte“ 1 Richard H. Rouse and Mary A. Rouse: Illiterati et uxorati… …vorgestellt werden. Sie sind allerdings – um es vorweg zu nehmen – von sehr unterschiedlicher Relevanz und Evidenz: Das Hauptgewicht der Argumentation gilt –…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Mechthild Habermann, Deutsche Fachtexte der frühen Neuzeit. Naturkundlich-medizinische Wissensvermittlung im Spannungsfeld von Latein und

    Robert Luff
    …Buchbesprechungen Mechthild Habermann, Deutsche Fachtexte der frühen Neuzeit. Naturkundlich-medizinische Wissensvermittlung im Spannungsfeld von… …1999/2000 behandelt mit dem deutschen medizinischen Fachschrifttum der frühen Neuzeit ein umfangreiches Forschungsfeld und analysiert ein beachtliches… …zusammensetzt und dabei auch die lateinischen Vorlagen und Bearbeitungen sowie die unterschiedlichen Druckauflagen der deutschen Werke berücksichtigt. 1… …(inhaltliche, strukturelle und sprachlich-stilistische Abhängigkeit bzw. Eigenständigkeit der deutschen Texte; Qualität der Übersetzungen) untersucht werden… …; darüber hinaus intendiert die Verfasserin auch eine Analyse der „leserorientierten Zugriffsstrukturen“ (Titelblatt, Kolophon, Register, Abbildungen) sowie… …der „syntaktisch-stilistischen Gestaltung exponierter Textteile“ (Prolog und Epilog) dieser Werke auf makro- und mikrostruktureller Ebene (vgl. Kap. 1… …neuere Fachprosaforschung an: inhaltlich an die Textsorte ‚medizinischer Druck‘ in der Volkssprache (vgl. die Publikationen Gundolf Keils), pragmatisch an… …bislang offene Fragen der Wissensaufbereitung und Organisation dieser Texte für ein neues Lesepublikum, interdisziplinär an Fragen der Wechselbeziehung… …zwischen der deutschen und der la- 1 Dadurch ergeben sich insgesamt ca. 60 Quellen, deren zeitlicher Schwerpunkt auf dem 16. Jahrhundert liegt (vgl. S. 89f… ….: Das Textkorpus). 2 Eine Zusammenlegung der beiden theoretischen Kapitel 2 („Deutsch-lateinischer Sprachenkontakt: ein Forschungsüberblick“) und 3…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Jzef Wiktorowicz, Die Temporaladverbien in der mittelhochdeutschen Zeit, Warszawa 1999, 225 Seiten (zit. I). Jzef Wiktorowicz, Die Temporaladverbien

    Norbert Richard Wolf
    …Buchbesprechungen Józef Wiktorowicz, Die Temporaladverbien in der mittelhochdeutschen Zeit, Warszawa 1999, 225 Seiten (zit. I) Józef Wiktorowicz, Die… …Temporaladverbien im Frühneuhochdeutschen Tl. 1 (1350- 1500), Warszawa 2001, 210 Seiten (zit. II) Der Warschauer Germanist Józef Wiktorowicz hat sich der mühsamen… …Aufgabe unterzogen, sämtliche Temporaladverbien und „häufig frequentierte Adverbialkonstruktionen, die ebenfalls zur Kennzeichnung der temporalen Relationen… …verstehen sich als synchron, auch wenn jede ‚Epoche‘ 150 oder auch 200 Jahre umfasst. Der mittelhochdeutsche Teil basiert auf mehr als 20000, der… …frühneuhochdeutsche auf mehr als 12000 Belegen. Jeder Band besteht aus zahlreichen Wortartikeln, die neben dem altdeutschen Lemma sowie einem Interpretament in der… …Grenzpunkt“, deren erstes Stichwort lange ist. Dessen erstes Interpretament ist „lange Zeit“, der Kommentar gibt an, dass diese Bedeutung sich „in Kombination… …wir u.a. entnehmen, dass dieses Adverb auch in der Form langen („St. Trudperter Hohes Lied“) verwendet wird und durch Gradpartikel gesteigert werden… …Erweiterungen „durch adverbiale Bestimmungen“ handelt oder nicht eher um Formen der Steigerung bzw. Komparation. ze im Parzival-Beleg ist m.E. eindeutig eine… …Gradpartikel; und auch die Partikel alsô in der „Pilatus“-Stelle fungiert komparierend, so dass ein Nebensatz notwendig wird. Das zweite Interpretament zu lange… …Buchbesprechungen Differenzierungen der Sache noch angemessen sind. Sicherlich, in manchen Kontexten wird man ‚lange Zeit‘, in anderen eben ‚seit Langem‘ übersetzen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Christiane Koopmann, Aspekte der Mehrgliedrigkeit des Ausdrucks in frühneuhochdeutschen poetischen, geistlichen und fachliterarischen Texten

    Rudolf Bentzinger
    …Buchbesprechungen Christiane Koopmann, Aspekte der Mehrgliedrigkeit des Ausdrucks in frühneuhochdeutschen poetischen, geistlichen und… …fachliterarischen Texten, Kümmerle, Göppingen 2002 (GAG 701), 205 Seiten Seit der 1906 in Buchform erschienenen Hallenser Dissertation des Burdach-Schülers Friedrich… …Wenzlau „Zwei- und Dreigliedrigkeit in der deutschen Prosa des XIV. und XV. Jahrhunderts“ (Hermaea 4) reißt die Diskussion um dieses frühneuhochdeutsche… …Phänomen nicht ab. Die Verfasserin setzt es offensichtlich mit „der mehrgliedrigen Synonymik“ (S. 14 u. ö.) bzw. der „Synonymenhäufung“ (S. 15 u. ö.) gleich… …Berücksichtigung fand, geht u. a. aus Forderungen Friedrich Riederers hervor, worauf Werner Besch schon 1964 in seinem Aufsatz „Zweigliedriger Ausdruck in der… …bei seinen Untersuchungen die „zwei- und dreifachen Synonyma“ als „die unterste Stufe“ von der „Zwei- und Dreigliedrigkeit, die wiederum mehrere Grade… …kennt“, als „höheren Stufen“ (S. 2). Auch darauf wird in der hier zu besprechenden Mannheimer 144 Buchbesprechungen Dissertation nicht eingegangen. Dass… …Borvitz u. a. zu, und Hermann Pongs, Heinrich Gumbel u. a. bemühten psychologische Ursachen. Besch, der Freiburger Schule entstammend, brachte in seinem o… …. g. Aufsatz 1964 als „weiteren Gesichtspunkt“ (S. 203) Erkenntnisse der Dialektgeographie in die Diskussion ein: Der „Einfluss der Kanzleisprache auf… …die deutsche Prosa des Spätmittelalters“ und die „Wiederbelebung der antiken Rhetorik gerade auch im 15. Jahrhundert“ (ebd.) werden darin zwar nicht…
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